Nathan und seine Kinder

by Mirjam Pressler | Teens |
ISBN: 3407810490 Global Overview for this book
Registered by SerendipityN of Wuppertal, Nordrhein-Westfalen Germany on 9/23/2010
Buy from one of these Booksellers:
Amazon.com | Amazon UK | Amazon CA | Amazon DE | Amazon FR | Amazon IT | Bol.com
5 journalers for this copy...
Journal Entry 1 by SerendipityN from Wuppertal, Nordrhein-Westfalen Germany on Thursday, September 23, 2010
"Nathan der Weise, Lessings Plädoyer für religiöse Toleranz, ist eines der meistgespielten deutschen Dramen. Klug, weitsichtig und brillant erzählt Mirjam Pressler den klassischen Stoff neu - provozierend zeitgemäß, aber nicht ohne Hoffnung für eine friedliche Koexistenz der Religionen.
Jerusalem, zur Zeit der Kreuzzüge um 1192: Die Christen haben die Heilige Stadt an Sultan Saladin verloren. Von den gefangenen Kreuzfahrern begnadigt er nur einen einzigen: den jungen Tempelritter Curd von Stauffen. Die gute Tat zieht eine weitere nach sich: Der Tempelritter rettet das Mädchen Recha aus den Flammen ihres Hauses. Sie ist die Tochter des jüdischen Kaufmanns Nathan, den man den Weisen nennt.
Während Recha und ihr Lebensretter, die Jüdin und der Christ, einander zunächst verkennen und verfehlen, braut sich über Nathans Kopf Unheil zusammen. Sultan Saladin befiehlt ihn zu sich und stellt ihm die schwierigste aller Fragen: Welche Religion ist die einzig wahre?
Nathan antwortet mit dem berühmten Gleichnis von den drei Ringen doch wird das den Sultan zufriedenstellen? Außerdem ahnt Nathan nicht, dass ihm inzwischen der christliche Patriarch von Jerusalem und ein moslemischer Hauptmann nach dem Leben trachten ...
Mirjam Pressler hält sich mit großen Respekt an Lessings Vorlage, doch in entscheidenden Dingen variiert sie - sie wählt die Form eines Romanes, erzählt in einer andere Tonlage, so dass die Menschen lebendiger und ihre Zeit vorstellbarer werden. Und, die Geschichte geht anders aus...."
__________
Ich fand's ganz interessant, mal eine andere Herangehensweise an diesen Stoff, den viele ja aus Schule und Uni kennen, zu lesen.

Journal Entry 2 by SerendipityN at Solingen, Nordrhein-Westfalen Germany on Wednesday, October 13, 2010

Released 10 yrs ago (10/15/2010 UTC) at Solingen, Nordrhein-Westfalen Germany

CONTROLLED RELEASE NOTES:

Kommt mit mir zum Meetup im Cafe Art.

Journal Entry 3 by FloraTanngruen at Senden, Nordrhein-Westfalen Germany on Wednesday, October 20, 2010
Am 15.10 beim Meet up in Solingen mitgenommen.

Eigentlich wollte ich es gar nicht, aber ber Umschlag war so schön, es lag die ganze Zeit vor mir und SerendipityN (ging ganz einfach :-)) hat es mir ans Herz gelegt. Ich bin gespannt.

Journal Entry 4 by FloraTanngruen at Hennigsdorf, Brandenburg Germany on Friday, June 22, 2012

Released 8 yrs ago (6/23/2012 UTC) at Hennigsdorf, Brandenburg Germany

CONTROLLED RELEASE NOTES:

Der Granadapfel so lange mein Wohnzimmer geschmückt, ohne das ich das Buch gelesen habe, es ist schon längst Zeit für eine Reise.

Erstmal reisen wir zum Sonder Meet up zu Jurinde.

Journal Entry 5 by erinacea at Friedrichshain, Berlin Germany on Sunday, June 24, 2012
Da "Nathan der Weise" zu meinen Lieblingsbüchern zählt, konnte ich einfach nicht widerstehen. :) Der Schreibstil sprach mich erstmal nicht so an (Ich-Erzähler?!), aber bei dem Thema gebe ich dem Buch gerne eine zweite Chance.

Journal Entry 6 by erinacea at Friedrichshain, Berlin Germany on Wednesday, May 25, 2016
Vor zwei Wochen im Rahmen meiner ein-Buch-pro-Woche-Challenge gelesen.

Dieser Roman bietet eine andere Herangehensweise an ein bekanntes Thema, die naturgemäß nicht mit der Vorlage (die ich im Anschluss noch einmal gelesen habe) mithalten kann. Ich war etwas enttäuscht, dass die Geschichte anders ausgeht (weil mich wirklich interessiert hätte, wie die Beteiligten innerlich auf die Entdeckung reagieren), aber Pressler hat natürlich vollkommen Recht, wenn sie im Nachwort schreibt, dass es damals so viele elternlose Kinder gab, dass es viel zu unwahrscheinlich ist, wenn ausgerechnet diese beiden (so weit entfernt voneinander geboren) Geschwister sein sollen.

Als weiteres Beispiel für solch ein Waisenkind fügt Pressler den Charakteren Geschem hinzu, der zudem wie auch Recha und Curd/Leu zwischen den Religionen steht. Wie Recha und Curd muss auch Geschem wählen, wohin er gehören möchte. Während Recha, als Jüdin aufgewachsen, beschließt Nathan als ihren Vater zu behalten und Jüdin zu bleiben, akzeptiert Curd, der von seiner gesamten Familie immer verachtet wurde, Saladin als neue Familie (und wechselt mglw. zum Islam, auch wenn ich mir das nur schwer vorstellen kann). Geschem dagegen scheint die Religion relativ egal zu sein. Er entscheidet sich schließlich fürs Judentum, weil er sich Nathans Haushalt zugehörig fühlt.

Die Einblicke in die Lebens- und Gedankenwelt der verschiedenen Figuren waren interessant, mir teils jedoch etwas zu ausschweifend. Am spannendsten fand ich das Spannungsfeld der geballten inneren Konflikte des jungen Tempelherrs, der hin- und hergerissen ist zwischen seiner Erziehung und seiner wahren Herkunft, seinem Keuschheitsgelübde und seiner Liebe zu Recha, seinem Glauben und seiner Loyalität zu Saladin. Aber auch Geschem hat mir gut gefallen. Daja dagegen war mir, mehr noch als im Original, ziemlich unsympathisch, weil sie in erster Linie selbstsüchtig handelt, als sie Rechas Herkunft ausplaudert. Im Drama hatte ich noch eher den Eindruck, dass es ihr dabei vor allem um Rechas Glück geht.

Presslers Entscheidung, (Spoiler! Sichtbarmachen durch Markieren) Nathan sterben zu lassen, erscheint wagemutig und zunächst unverständlich. Anders als die Geschwisterverwirrung ist dies kein Punkt des Dramas, dessen Korrektur nahe liegt. Ich kann nur spekulieren, dass sie damit zum Ausdruck bringen wollte, dass Idealismus allein kein Allheilmittel gibt und dass der Religionskonflikt (inmitten der Kreuzzüge) mitnichten beigelegt ist. Vor allem aber denke ich, wollte sie damit Rechas Rolle stärken, die nach sich nach Nathans Tod als seiner würdig erweist, als sie sämtliche Rachepläne zurückweist und beschließt, auf diese Weise ihren Beitrag zur Erfüllung von Nathans Hoffnung auf einen Frieden zwischen den Religionen beizutragen.

Der Titel erscheint etwas merkwürdig, weil Teil der Handlung ja gerade ist, dass Nathan keine überlebenden leiblichen Kinder hat und zudem nicht einmal Hauptfigur des Buches ist. Trotzdem ist die Ringparabel weiter ein wesentliches Element des Romans und im weiteren Sinn kann man alle Vertreter der jüngeren Generation (Recha, Curd und Geschem) als Nathans Kinder auffassen, als diejenigen, die durch ihn beeinflusst werden und von ihm gelernt haben und noch lange nach seinem Tod seine Philosophie vertreten werden.

Ich kam nicht umhin, die Anziehungskraft der Kreuzzüge gerade für junge Menschen auf der Suche nach einem Sinn und ihrer Identität, gefolgt von der Sinnlosigkeit des Mordens und Sterbens, mit dem Vorgehen des IS zu vergleichen. Abgesehen von 8-9 Jahrhunderten besteht kein großer Unterschied. Das ganze ist heute so traurig wie damals.

Journal Entry 7 by erinacea at Spandau, Berlin Germany on Friday, June 10, 2016

Released 4 yrs ago (6/10/2016 UTC) at Spandau, Berlin Germany

CONTROLLED RELEASE NOTES:

Kam mit zum Meet-up ins Brauhaus Spandau. Ich weiß aber nicht, ob es dort einen Interessenten fand.

Journal Entry 8 by winghavelblumewing at Neuruppin, Brandenburg Germany on Saturday, June 11, 2016
Da schau ich mal rein. War ein schönes Treffen dort im Brauhaus.

Journal Entry 9 by winghavelblumewing at Neuruppin, Brandenburg Germany on Sunday, April 05, 2020
Endlich gelesen. Sehr interessant, weil aus Sicht der einzelnen Personen erzählt. Vielleicht lese ich das Original von Lessing nochmal.

Journal Entry 10 by winghavelblumewing at Mundo in Mariendorf, Berlin Germany on Saturday, September 12, 2020

Released 5 mos ago (9/10/2020 UTC) at Mundo in Mariendorf, Berlin Germany

WILD RELEASE NOTES:

Viel Freude mit dem Buch!

Bookcrossing das ist: Finden - Lesen - Eintragen - Weitergeben - Verfolgen - Mach mit!

Journal Entry 11 by wingZeeEllZettwing at Mariendorf, Berlin Germany on Thursday, September 17, 2020
Danke fürs Mitbringen des Buchs:) Bin gespannt, ja, der Buchumschlag ist attraktiv und hat mich verführt. Bücher der Autorin gehören, soweit ich mich erinnere, zu meiner Kindheit. Die Ringparabel und Nathan der Weise sind mir aus der Schulzeit auch noch bekannt. Ich bin gespannt, ob ich einen Zugang zu diesem Buch bekomme. Vorerst stapelt es sich hier mit auf...

Are you sure you want to delete this item? It cannot be undone.