2006 - ein Jahr in Büchern

Registered by wingMaenadewing of Wedding, Berlin Germany on 1/4/2006
Buy from one of these Booksellers:
Amazon.com | Amazon UK | Amazon CA | Amazon DE | Amazon FR | Amazon IT | Bol.com
1 journaler for this copy...
Journal Entry 1 by wingMaenadewing from Wedding, Berlin Germany on Wednesday, January 04, 2006
-1.1.06

Das erste Buch, das ich 2006 beendet habe, war

Walter Satterthwait - Oscar Wilde im Wilden Westen

Super Buch!
Oskar Wilde ist im Jahr 1882, er ist 27 Jahre alt, auf Lesereise durch den Wilden Westen. Mit ihm reisen sein Diener, sein Manager, eine hochzeitswütige Comtesse und noch ein paar andere. Dann stellt sich heraus, dass wo immer er auftritt Prostituierte auf grausamste Art und Weise ermordet werden (tatsächlich keine Beschreibungen für schwache Nerven). Marshall Grigsby will aufklären.
Die Story plänkelt ein bisschen vor sich hin und ist nicht die beste, die ich von Satterthwait kenne. Dachte ich. Aber am Ende musste ich doch breit grinsen.

448 Seiten, deutsch, USA

"Zugegebenermaßen gab es da noch ein paar winzige Hindernisse.
Geld war eines. Wo genau würden sie den Mammon für dieses erlauchte Leben herbekommen?
Was einen ernährt, ernährt auch zwei.
Ja, solange einer von beiden nichts ißt."

Journal Entry 2 by wingMaenadewing from Wedding, Berlin Germany on Thursday, January 05, 2006
03./04.01.06
Ildikó von Kürthy - Mondscheintarif

Ich habe vor einer ziemlichen Ewigkeit mal Herzsprung gelesen und mich ziemlich amüsiert. Leider kann da Mondscheintarif nicht ganz mithalten. Das Buch lässt sich ausgesprochen schnell lesen und ist sehr erheiternd und hat vor allem ziemlich viele zitierfähige Sätze. Aber leider bleibt es dabei vor allem belanglos. Ich glaube, weil das Buch eigentlich keine richtige Story hat, sondern mehr Zustandsbeschreibung ist. Etwas gutes hat es allerdings doch: Ich denke mal wieder "Das kann ich auch!" Vielleicht wird ja doch noch was aus mir... :-)
Ach ja! Worum es geht! Cora Hübsch ist 33 und Single. Und verliebt. Und nun wartet sie, dass ihr Angebeteter sie anruft. Beim Warten denkt sie an ihre letzte Beziehung und die bisherigen Begegnungen mit ihrem aktuellen Schwarm. Natürlich kommt es zwischendurch zu kleinen und größeren Katastrophen und natürlich geht am Ende alles gut aus.

142 Seiten, deutsch, Deutschland

"Deswegen sind es meist Volltrottel, die mir zu Füßen liegen. Die können mich nicht einschüchtern. Die beeindrucke ich mit Witz, Ironie und Schlagfertigkeit. Also wirklich, ich habe schon Verehrer gehabt, die mir selbst peinlich waren."

Journal Entry 3 by wingMaenadewing from Wedding, Berlin Germany on Thursday, January 26, 2006
bis 24.1.06

Catherine Clément - Theos Reise, ein Buchring

Ich bin ein bisschen hin- und hergerissen, was dieses Buch angeht. Die Idee finde ich ganz gelungen, an der Umsetzung hakt es manchmal. Die Geschichte: Theo, 14 Jahre und Franzose, wird schwer krank. Keiner sagt ihm, was er hat, die Ärzte können ihm nicht helfen. Seine Tante Marthe beschließt, eine Reise zu den Religionen der Welt könnte ihn heilen. Theo muss nun immer Rätsel lösen, die Lösung ist der nächste Ort, der besucht wird. (Leider sind die Rätsel nichts zum Mitraten...) Am jeweiligen Ziel trifft Theo auf Angehörige, oft Geistliche verschiedener Religionen. An denen, habe ich den Eindruck, hat die Autorin sehr unterschiedlich starkes Interesse. Im Teil über Rom habe ich leider sogar einen Fehler entdeckt (keinen gravierenden, trotzdem ist der "Mund der Wahrheit" nicht in den Fels gehauen und in der Nähe des Vestatempels, sondern ein Relief und in der Nähe des Rundtempels am Tiber. Naja.) Der Mittelteil, der in Asien spielt hat mir wieder besser gefallen, zum Ende hin - mit Afrika und Amerika - ließ es wieder nach. Die Geschichte ist sehr rührselig, die Sprache ein bisschen einfach. Außerdem fand ich die Andeutungen zum Thema Sex ein bisschen blöd. Wenn man meint, dass Kinder das nicht verstehen, sollte man es vielleicht ganz weglassen. Wenn das Buch sich doch eher an Jugendliche wendet, kann man die Andeutungen auch gerne ein bisschen ausführen. Irgendwie bleibt für mich bei dem Buch ein unbefriedigender Eindruck zurück.

695 Seiten, deutsch, Frankreich

"'Ich hoffe, es gibt keinen Tigerpenis', flüsterte Theo seiner Tante zu.
'Keine Angst', antwortete sie. 'Ich kenne das Menü.'
Es gab karamellisierte, knusprige Quallen, Frösche mit Knoblauch und Petersilie, Ochsensuppe und süße, gedämpfte Hühnerfüße. Als das Krabben- und Spargelomelett serviert wurde, bat Theo schließlich um Gnade."

Journal Entry 4 by wingMaenadewing from Wedding, Berlin Germany on Thursday, January 26, 2006
24./25.1.06

Sophie Kinsella - Vom Umtausch ausgeschlossen.

Der vierte Rebecca Bloomwood, nein Brandon! Von der Hochzeitsreise zurück gestaltet sich das Eheleben von Becky und Luke schwieriger als erwartet. Dabei gibt sich Rebecca alle Mühe! Wenn da nur nicht das Budget wäre. Kann man von 20 Pfund am Tag leben? Und auch beste Freundin und Eltern verhalten sich komisch. Plötzlich gibt es eine Halbschwester, von der niemand wusste. Und die nicht einkaufen gehen mag. Aber am Ende wird natürlich alles gut.

476 Seiten, deutsch, England

"Auf einmal fällt mir eine junge Frau vor mir auf, die einen cremefarbenen Hosenanzug trägt, dazu hohe Riemchenschuhe und einen pinkfarbenen Mopedhelm mit Zierleisten in Leopardenmuster.
Sehnsüchtig fixiere ich sie. Ich will auch so einen Helm haben! Ich weiß, ich weiß, ich habe keine Vespa - aber den Helm könnte ich doch trotzdem tragen, oder? Könnte mein ganz spezielles Markenzeichen werden. Dann würden mich die Leute 'Die Frau mit dem Vespa-Helm' nennen."

Journal Entry 5 by wingMaenadewing from Wedding, Berlin Germany on Saturday, January 28, 2006
26./27.1.06

Leon de Winter - Serenade

Alexander hat mir das Buch geliehen, damit ich es in Korea lesen kann. Naja, ist ein bisschen später geworden.
Benjamin Weiss erfährt, dass seine Mutter Krebs hat. Um ihr das Leben nicht zu verleiden, verrät er es ihr nicht. Sie lebt weiter wie bisher und verliebt sich sogar neu. Dann verschwindet sie.
"Serenade ist ein Abschiedsgesang, die Liebeserklärung eines Sohnes an die Mutter und ein Buch über unser finsteres Jahrhundert. Leon de Winter nimmt den weiten Bogen mit großer erzählerischer Leichtigkeit." (Nina Toepfer/Die Weltwoche, Zürich)
Wie nebenbei erfahren Sohn und Leser gemeinsam Geheimnisse aus dem Leben der Mutter. Das Buch erschüttert, lässt aber trotzdem kein schlechtes Gefühl stehen.

168 Seiten, deutsch, Niederlande

"Mit dem Bewußtsein, daß in ihrem Bauch eine Zeitbombe tickte, würde sie keinen Tag mehr atmen können. Für sie dehnte das Leben sich so endlos aus wie das Weltall. Sollte sich ein plötzliches Ende abzeichnen, würden die glorreichen Kümmernisse, die ihr Sohn, die Prasidentschaft der Vereinigten Staaten von Amerika, Israel, die Qualität des Fleisches von der Metzgerei Hergo, die Qualität des Brotes von der Bäckerei Van Muyden, die Qualität des Kaffees im Café-Restaurant Delcavi, die Rostflecken an meinem Citroen DS und die Folgen der Serie The Bold and the Beautiful ihr bereiteten, von dem Bewußtsein verdrängt werden, daß alles keinen Sinn mehr hatte."

Journal Entry 6 by wingMaenadewing from Wedding, Berlin Germany on Sunday, February 05, 2006
31.1./01.02.06
Patricia Cornwell - Ein Mord für Kay Scarpetta

Die Pathologin Kay Scarpetta muss den Mord an einer jungen Schriftstellerin aufklären. Diese lebte offensichtlich schon länger in Angst, scheint ihrem Mörder aber selbst die TÜr geöffnet zu haben. Während die Ermittlungen noch laufen, bringt jemand einen Freund der Toten um, und auch Scarpetta selbst wird bedroht.
Das Buch ist bisher der beste Krimi von Cornwell, den ich kenne. Vor allem spannend! Ich schicke ihn als Überraschung an kaileigh.

413 Seiten, deutsch, USA

"'Was für ein Bild machen Sie sich von ihm?' fragte ich Wesley.
'Weißer, Mittzwanziger bis Mittdreißiger. Intelligent, aus einer kaputten Familie, in der es keine Vaterfigur für ihn gab. [...] Er ist ein Einzelgänger. Das bedeutet jedoch nicht, daß er auch allein lebt. [...] Er führt ein Doppelleben. Eines, das für die Augen der Welt bestimmt ist, und ein zweites mit einer dunkleren Seite. Er ist obsessiv-kompulsiv und ein Voyeur.'
'Stimmt!' murmelte Marino sarkastisch. 'Das trifft für die Hälfte aller Penner zu, mit denen ich es zu tun habe.'"

Journal Entry 7 by wingMaenadewing from Wedding, Berlin Germany on Saturday, February 11, 2006
-11.02.06

Candace Bushnell - Sex and the City

Geschichten um eine Gruppe von Menschen in Ney York. Nicht immer zusammenhängend erzählt, daher fand ich es ein bisschen schwierig, mich reinzufinden. Am Ende hat's mit Spaß gemacht, vor allem, weil ich's gut beobachtet fand. Friederike hat's mir zum Freilassen gegeben.

252 Seiten, deutsch, USA

"'Darling', sagte er, 'ich habe mich immer schon gefragt, wie es wohl wäre, einen deiner Strapsgürtel zu tragen. Hast du was dagegen, wenn ich... es mal versuche? Dann weiß ich, wie es sich anfühlt, du zu sein.'
Na schön. Aber am nächsten Tag will er, daß ich ihn verhaue. Mit einer zusammengerollten Zeitung. 'Darling, glaubst du nicht, daß du mehr vom Leben hättest, wenn du sie stattdessen liest?' fragte ich ihn."

Journal Entry 8 by wingMaenadewing from Wedding, Berlin Germany on Wednesday, February 15, 2006
-Mitte Februar 06

Petros Markaris - Hellas Channel

Ein albanisches Pärchen wird in Athen tot aufgefunden. Eigentlich kein großer Fall für Kostas Charitos, vor allem weil ein Tatverdächtiger geständig ist. Aber Janna Karajorgi, Journalistin, setzt ihm zu und scheint Hinweise auf größere Verbrechen zu haben. Dann wird auch sie ermordet. Es entrollt sich eine Geschichte, die viel weiter greift als anfangs vorstellbar.

462 Seiten, deutsch, Griechenland (1995/2001)

"Und ich folgte einer Eingebung und meinte: 'Würdest Du die Einladung eines Bullen zum Kaffee ausschlagen?' Ich war sicher, daß er ablehnen würde, doch er brach in Gelächter aus. 'Wir können schon einen trinken, jetzt, wo wir Kommunisten legalisiert sind und ihr Polizisten Demokraten geworden seid', sagte er. 'Wer weiß, was morgen passiert.'"

Journal Entry 9 by wingMaenadewing from Wedding, Berlin Germany on Wednesday, February 15, 2006
Immer mal nebenbei in der U-Bahn, und wenn ich mich richtig erinnere zum zweiten Mal gelesen habe ich:

Rosamunde Pilcher - Jahreszeiten

4 Erzählungen, von denen mir die ersten beiden gut gefallen haben, die anderen ein bisschen zu dolle pathetisch waren. Macht aber nix. Bleibt auch erstmal in meinem echten Regal. (Und wandert Anfang 2007 weiter zu Kirsten.)

127 (Mini-)Seiten, deutsch, Großbritannien

"Eine Familie. Alles hatte sich verändert, alles war anders geworden, aber das bedeutete nicht, dass es nicht gut sein konnte." - Vielleicht sollte ich doch mal anfangen, auch solche Bücher zu schreiben....

Journal Entry 10 by wingMaenadewing from Wedding, Berlin Germany on Saturday, February 25, 2006
bis 25.02.06 als seichte Ablenkung zur Magisterarbeit habe ich

Sue Townsend - Die Cappuccino-Jahre

gelesen. Es ist das Tagebuch des Adrian Mole, inzwischen 30 3/4 Jahre alt. Ich war ja immer recht neugierig auf das erste seiner Tagebücher (da war er 13 3/4), jetzt wüsste ich lieber, wie es wohl mit dem armen Kerl weitergeht. Das Buch hat seine Höhepunkte, die Personen sind mir ans Herz gewachsen, aber leider hats auch Tiefpunkte und zu denen gehört das Ende, wie ich finde. Schade, dass mich das Buch damit zurückließ! Ist als männliches Gegenstück zu Bridget Jones aber auf jeden Fall zu empfehlen.
Gefunden habe ich das Buch in einer Art inoffiziellem Bookcrossing im Treppenhaus.

415 Seiten, deutsch, England

"Chris Patten und Prinz Charles haben heute Hongkong an das kommunistische China zurückgegeben. [...] Frage: Warum hat Chris Patten bei einem so gewichtigen Anlass keine Uniform getragen? Es hätte doch möglich sein müssen, irgendwo etwas Uniformartiges (einen Dreispitz meinetwegen) aufzutreiben, das er sich hätte borgen können. Man kann doch nicht unser Empire im Straßenanzug zurückgeben - das ist einfach schlechter Stil!"

Journal Entry 11 by wingMaenadewing from Wedding, Berlin Germany on Friday, March 03, 2006
Endlich mal wieder ein Buch auf Englisch! Ich habe bis zum 1.3.06

Janet Evanovich - One for the Money

gelesen. Das erste Buch um Bounty-Hunter Stephanie Plum. Es ist ganz nett und unterhaltsam, ich habe einige Male ganz vergnügt gekichert. Die Story trägt leider nicht so. Ich bin mir nicht sicher, ob ich, wenn dies mein erstes Buch der Reihe gewesen wäre, die anderen unbedingt hätte lesen wollen. Zur Story:
Stephanie Plum hat ihren Job verloren und ist inzwischen so richtig pleite. Als einzige Verdienstmöglichkeit bleibt ihr, bei ihrem Cousin Vinnie ins Bounty-Hunter-Geschäft einzusteigen. Reizvoll wird der Job dadurch, dass ihr als erster FTA ("Failed to appear") ihr Entjungferer, der Ex-Cop Joe Morelli, aufgetragen wird. Die Arbeit wird allerdings gefährlicher als erwartet, denn Morelli war auf einer heißen Spur, als er einen vermeintlich unbewaffneten erschossen hat. Freue mich trotzdem auf Band 2, falls ich den irgendwann mal in die Finger kriege.

287 Seiten, englisch, USA

"Grandma Mazur came out of the kitchen. 'I smell throw-up.'
'It's Stephanie,' my mother said. 'She was in a Dumpster.'
'What was she doing in a Dumpster? Was she looking for bodies? I saw a movie on TV where the mob splattered some guy's brains all over the place and then left him for rat food in a Dumpster.'
'She was looking for her keys,' my mother told Grandma Mazur. 'It was an accident.'
'Well, that's disappointing,' Grandma Mazur said. 'I expected something better from her.'"

Journal Entry 12 by wingMaenadewing from Wedding, Berlin Germany on Friday, March 03, 2006
1./2.3.06

Graham Greene - Heirate nie in Monte Carlo

Ein kurzes vergnügliches Buch über ein frisch verlobtes Pärchen (er Mitte 30, sie Anfang 20), das eigentlich in England heiraten wollte, aber von seinem Chef dazu gebracht wird, sich in Monte Carlo zu trauen. Die Hochzeitsreise soll auf der Jacht des Chefs verbracht werden. Nur taucht der nicht auf. Das Geld wird knapp, aber da gibt's ja das Casino. Und während er sich um das perfekte System bemüht, fühlt sie sich vernachlässigt und merkt, dass sie ihn so nicht lieben kann. Aber da das Buch erfolgreich verfilmt wurde, kann man sich denken, dass das Ende doch ganz versöhnlich ist. (Überhaupt kann ich mir dieses Buch wirklich gut 1:1 verfilmt vorstellen.)

136 Seiten, deutsch, England

"Lieber Frere,
nach einem Vierteljahrhundert beruflicher und freundschaftlicher Zusammenarbeit widme ich Dir - ohne Deine Erlaubnis - diese Frivolität. Ungleich einigen meiner katholischen Kritiker wirst Du, dessen bin ich gewiß, beim Lesen dieser kleinen Geschichte nicht mich irrtümlich für das 'Ich' halten, noch muß ich Dir erklären, daß die Erzählung nicht geschrieben wurde, um Ehebruch, Gebrauch von Pyjamaoberteilen oder standesamtliche Trauungen zu fördern. Auch soll sie nicht etwa dem Glücksspiel Abbruch tun.
In herzlicher Dankbarkeit
Graham Greene"

Journal Entry 13 by wingMaenadewing from Wedding, Berlin Germany on Monday, March 06, 2006
3. und 4.3.06

Die drei ??? und der sprechende Totenkopf

An einem trüben Tag gibt es wenig erholsameres als ein ???-Buch! In diesem geht es um einen sprechenden Totenkopf, den Justus in einem verschlossenen Koffer ersteigert hat. Und um viel verstecktes Geld. Mit Sicherheit nicht der beste Fall der ???, aber trotzdem schöne (politisch unkorrekte) Unterhaltung.

127 Seiten, deutsch, USA?? Deutschland???

"Die Jungen sahen einander mit großen Augen an.
'Er kann niesen!' sagte Peter. 'Da fehlt nicht mehr viel bis zum Sprechen. Wenn ein Totenkopf niesen kann, dann kann er wahrscheinlich auch die Unabhängigkeitserklärung aufsagen!'"

Journal Entry 14 by wingMaenadewing from Wedding, Berlin Germany on Monday, March 06, 2006
4. und 5.3.06

Lara Cardella - Ich wollte Hosen

Irgendwie hatte ich ein heiteres Buch erwartet. Da hatte ich mich geirrt. Geschrieben von einer 19jährigen Sizilianerin beschreibt es die Kindheit und Jugend eines Mädchens, das eigentlich immer nur Hosen anziehen wollte. Aber Hosen tragen nur Männer oder Nutten. Als sie beschließt, zu leben, wie es ihr gefällt, wird sie vom Vater geschlagen und von der Mutter eingeschlossen und verleugnet. Als sie an Verwandte abgegeben wird, bricht nicht nur sie, sondern auch die Tante endgültig aus. Das Ende war zum Glück versöhnlich. Das Buch ist sprachlich nicht besonders gut, aber trotzdem keine leichte Kost.

127 Seiten, deutsch, Italien

"Während meine Klassenkameradinnen Pakete von Kleenextüchern benützten und mit dem Hintern hin und her wackelten, verbrachte ich die Zeit damit, mich an den Attributen zu kratzen, die ich gar nicht besaß. Und während sie sogar auf der Kloschüssel noch mit geradem Rücken, Brust heraus, dasaßen, übte ich das Pinkeln im Stehen und spuckte gegen das Fenster."

Journal Entry 15 by wingMaenadewing from Wedding, Berlin Germany on Wednesday, March 15, 2006
-15.3.06

Kiharu Nakamura - Kiharu - Memoiren einer Geisha

War wie die beiden Bücher davor auch ein Fang beim Berliner Büchertisch. Es hat mich irgendwie angelacht, vielleicht weil ich, nachdem ich im letzten Jahr Arthur Goldens "Die Geisha" gelesen hatte, jetzt wissen wollte, wie ein Geishaleben wirklich aussah. Kiharu ist sicherlich ein Sonderfall. Eine sehr eigensinnige Frau, die trotz vieler Schwierigkeiten, nicht zuletzt der Stellung der Frauen ihrer Generation, ihren Weg gegangen ist. Das Buch ist sehr interessant, für mich sicherlich auch, weil es eben nicht nur um ihr Leben als Geisha geht, sondern auch um das Leben einer Frau, die alleine für sich einstehen muss, in ein fremdes Land auswandert, mit Vorurteilen zu kämpfen hat. Leider ist das Buch stilistisch nicht immer besonders gut, was manchmal zu etwas langatmigen Stellen führt, die bei besserer Betreuung durch den Verlag vermeidbar gewesen wären, ich bin mir sicher. Insgesamt dennoch ein interessantes Buch. Manchmal habe ich mich allerdings gefragt, ob mir Kiharu als Person sympathisch gewesen wäre.

446 Seiten, deutsch, Japan

"Hidemaro war Dirigent. Damals galt die einhellige Meinung, daß die berufliche Ausübung westlicher Musik für einen japanischen Adligen höchst unpassend war. Überhaupt war es undenkbar, daß ein Mann Klavier spielte, ganz zu schweigen davon, daß er vor einem Orchester mit 'einem Stock herumfuchtelte'. Ein Dirigent wurde 'Taktstockschwenker' genannt und als Versager belächelt."

Journal Entry 16 by wingMaenadewing from Wedding, Berlin Germany on Friday, May 19, 2006
Martha Grimes - Help the Poor Struggler

Mal wieder ein Inspector Jury (bei welcher Folge bin ich jetzt eigentlich?), diesmal mit relativ wenig Rahmenhandlung, einer sehr abwegigen Story, aber dafür spannend und im Gedächtnis bleibend. Es geht um Morde an Kindern. Und ich glaube, das Ende ist mir nicht ganz klar geworden...

225 Seiten, englisch, USA (kaum zu glauben, aber wahr)

"The constable just looked at Jury. Then he said, 'I worked with him once. Right cock-up I made of something and --' He pulled back the corners of his mouth. In a distorted voice he said, 'I loss ta teeth. Crowns these are.'
Jury picked up the map the constable had marked the route on as Wiggins leaned closer and peered at his teeth. 'I only wish I had your dentist.'"

Journal Entry 17 by wingMaenadewing from Wedding, Berlin Germany on Friday, May 19, 2006
Barbara Krohn - Weg vom Fenster

zur Zeit bei Anna. Inzwischen bei Mutter?!

Journal Entry 18 by wingMaenadewing from Wedding, Berlin Germany on Friday, May 19, 2006
Liza Marklund - Olympisches Feuer

Hmmm... Schon etwas her, dass ich das Buch gelesen habe... Annika Bengtzon ist Redakteurin und Chefin der Polizeiredaktion bei einer Zeitung in Stockholm. Ein Bombenanschlag zerstört das Olympiastadion und Annika fängt an zu recherchieren. Nach mehreren Toten gerät Annika auf eine Spur und in Gefahr.
Das Buch hat mir Lust auf mehr gemacht und ich habe hinterher dann auch den Vorgänger noch gelesen. Am meisten hat mir gefallen, wie das Leben einer berufstätigen Mutter mit berufstätigem Partner dargestellt ist. Nicht immer einfach...
Leihweise zu Kirsten.

397 Seiten, deutsch, Schweden (2001, 1998)

" 'Tut mir leid', flüsterte sie. 'Ich wollte nicht, daß du wütend wirst. Aber bei der Arbeit wollen ständig alles was von mir, das ist unglaublich anstrengend. Und ich habe ein verdammt schlechtes Gewissen, weil ich nicht zu Hause bei dir und den Kindern bin, ich habe Angst, du glaubst, ich lasse dich im Stich, aber die Zeitung läßt nicht zu, daß ich sie im Stich lasse, und so sitze ich zwischen allen Stühlen...'
Sie begann heftig zu weinen. Auf der anderen Seite des Rückens hörte sie ihn seufzen. Nach einer Weile drehte er sich um und nahm sie in den Arm.
'Na komm schon her, ganz ruhig, Anni, du schaffst das schon, du bist besser als all die zusammen... mein Gott bist du kalt! Du darfst dir jetzt keine Erkältung holen, so kurz vor Weihnachten!'
Sie lachte durch die Tränen und rollte sich in seinen Armen zusammen."

Journal Entry 19 by wingMaenadewing from Wedding, Berlin Germany on Friday, May 19, 2006
Jana Hensel - Zonenkinder

Ich wollte auch mal wissen, was es mit diesem Buch auf sich hat, über das doch viel diskutiert und gestritten wurde. Um ehrlich zu sein, ich bin ein bisschen enttäuscht... Das Buch beschreibt, etwas wirr für meinen Geschmack, Erinnerungen an eine Kindheit in der DDR und das Leben nach der Wende, dazu viele Bewertungen. Manchmal habe ich mich ein bisschen über das "Man hat mir meine Kindheit geklaut, heute ist nichts mehr wie früher" geärgert, denn auch meine (West-)Heimatstadt sieht heute nicht mehr aus wie damals und auch ich teile nicht mein ganzes Leben mit meiner Mutter. Bei vielen anderen Dingen konnte ich der Autorin aber auch zustimmen. Und manchmal musste ich durchaus auch lachen.

168 Seiten, deutsch, Deutschland

"In der Fremde treibt es einen zu Gleichgesinnten, und so verstand ich mich in meinem Marseiller Studienjahr mit Österreichern am besten. Sie kannten das Gefühl, aus einem kleinen Land zu kommen und überall für Deutsche gehalten zu werden, und nahmen es mit Humor."

Journal Entry 20 by wingMaenadewing from Wedding, Berlin Germany on Friday, May 19, 2006
irgendwann zwischen dem 11. und dem 18. April:

Liza Marklund - Studio 6

Geliehen von Benjamins Eltern. Krasses Buch! Mir hat's richtig gut gefallen. Details übertrage ich bei Gelegenheit aus meinem Block... :-)

Journal Entry 21 by wingMaenadewing from Wedding, Berlin Germany on Friday, May 19, 2006
Jasper Fforde - Something Rotten

Dieses Buch hat mich mit den Thursday Next Büchern wieder versöhnt. Es brachte neue Ideen, die Figuren haben mir wieder Spaß gemacht und das Ende war rund. Insgesamt ein würdiger Abschluss der Reihe. Neben Thursday, Landen, ihrem Sohn Friday und weiteren Familienangehörigen spielen in diesem Roman Hamlet und Bismarck entscheidende Rollen. Und Dänemark und Wales. Doch, war ein feines Buch. Von Jenny geliehen.

393 Seiten, englisch, Großbritannien

"'We will not survive,' said Stig in a matter-of-fact tone. 'Too many of them, not enough of us. We suggest a different strategy.'
'And that is?'
'We do not know. Just different.'"

Journal Entry 22 by wingMaenadewing from Wedding, Berlin Germany on Friday, May 19, 2006
Jenni Zylka - 1000 neue Dinge, die man bei Schwerelosigkeit tun kann

Irgendwie klang das Buch gut. Es geht um Judith Herzberg, die als Schreiberin beim Fernsehen arbeitet und heimlich immer daran denkt, den beiden dumpfbackigen Moderatorinnen vom Frühstücksfernsehen den größten Blödsinn unterzujubeln. Tut sie natürlich nicht. Nebenbei sucht sie den Mann fürs Leben, und, wenn's wieder mal nicht klappt, heult sie sich bei ihrem schwulen Freund und Nachbarn Franz aus. Leider hat das Buch wenige wirklich originelle Ideen, die es zu einem wirklich guten Buch machen würden. Aber es spielt in Berlin und hat gute Momente. Ich gebe sechs Punkte, auch wenn ich zwischendurch dachte, ein halbes Jahr aus meinem Leben ist auch nicht weniger spannend.

191 Seiten, deutsch, Deutschland

"Der Imbissbesitzer heißt Jürjen und hat seine fettige Würstchenhölle 'Jürjen's Brutzelbude' genannt, mit allem Pipapo wie unangebrachtem angelsächsischem Genitiv, schlechter Schreibschrift und Schultheiss-Reklame. Er ist ein nie versiegender Quell bekloppter Berliner Sprüche. Wie geht's?, fragt Franz, als wir in den Fettduftkreis treten. Ick kann nicht besser klagen, grinst Jürjen. Wann schläfst du eigentlich?, frage ich ihn. Es ist 5 Uhr morgens, in einer Stunde geht die Sendung los, und danach fall ich tot um. Ick schlaf beim Frittieren, sagt Jürjen, und das glaube ich ihm sofort."

Journal Entry 23 by wingMaenadewing from Wedding, Berlin Germany on Friday, May 19, 2006
Patricia Cornwell - Black Notice

wird mal nachgetragen....

Journal Entry 24 by wingMaenadewing from Wedding, Berlin Germany on Friday, May 19, 2006
Marian Keyes - Last Chance Saloon

wird bei Gelegenheit nachgetragen...

Journal Entry 25 by wingMaenadewing from Wedding, Berlin Germany on Friday, May 19, 2006
Isabel Wolff - Bräutigam zu verschenken

Minty Malone wird am Altar von ihrem Bräutigam verschmäht. Erst leidet sie, dann fängt sie an, sich wieder für das Leben um sie rum zu interessieren. Anstrengende Cousine in der Mitte, natürlich gegen Schluss auch Happy End.
Ein bisschen anstrengend zwischendurch, aber gute Unterhaltung.
Kam von Anna, geht weiter an Kirsten.

539 Seiten, deutsch, Großbritannien (2004, 1999)

" 'Man muss das Negative betonen', sagte sie leicht verlegen, als sie einen Zettel vom Teekessel entfernte ('Absoluter Feigling') und ihn mit Wasser füllte.
'Du solltest das auch tun, weißt du, Minty', fügte sie hinzu, während sie die Kaffeedose aufmachte ('Viel zu gefühlvoll'). 'Du wirst merken, das hilft einem wirklich.'
'Nein, danke', erwiderte ich müde. 'Das ist einfach nicht meine Art.' "

Journal Entry 26 by wingMaenadewing from Wedding, Berlin Germany on Friday, May 19, 2006
Renan Demirkan - Schwarzer Tee mit drei Stück Zucker

Renan Demirkan schildert eine Frau, die kurz vor der Geburt ihres ersten Kindes im Kreißsaal zurückblickt auf ihr Leben. Geboren in der Türkei hat sie die ersten Lebensjahre in einem kleinen Dorf verbracht, bis die Familie nach Deutschland auswanderte. Dort ist alles anders. Beschrieben wird, wie sich erst die Kinder, später auch die Eltern in ihre neue Umgebung eingliedern und wie sie doch viel aus der alten Heimat behalten. Manchmal ist der Blick wehmütig, dabei wird die Situation aber nicht problematisiert, sondern vielmehr staunend geschildert.
Mich hat das Buch vom Aufbau an "Frisch gepresst" von Susanne Fröhlich erinnert, dabei war es aber ruhiger und nicht so bemüht komisch, sodass es mir insgesamt besser gefallen hat.

143 Seiten, deutsch, Deutschland/Türkei (1991)

"Meine Freundin aus Frankfurt ist überzeugt, daß du mir ähnlich sein wirst. So oft, wie sie mich in den letzten Monaten besucht hat, habe ich sie nicht einmal in Frankfurt gesehen, wo wir vier Jahre Tür an Tür gewohnt haben."

Journal Entry 27 by wingMaenadewing from Wedding, Berlin Germany on Friday, May 19, 2006
Sandra Mulansky - Tod der Unschuld


Klappentext: Claudia und Federico, zwei examinierte Archäologen ohne Anstellung, betreiben in Frankfurt ein Detektivbüro. In ihrem neuesten Fall sollen sie den plötzlichen Tod eines herzkranken Säuglings untersuchen. [...] Das brillante Krimi-Debüt einer deutschen Autorin, die unter ihrem richtigen Namen erfolgreiche historische Romane und Kinderbücher verööfentlicht hat.

Ich habe das Buch vor allem gekauft und gelesen, weil ich die Kombination von Archäologie und Detektivarbeit auch immer als naheliegend empfunden habe. Leider hat das Buch nicht gehalten, was es versprochen hat. Die Story war in Ordnung, manchmal ein bisschen überladen, die Umsetzung leider vor allem sprachlich schwach. Und so ganz verstanden habe ich auch andere Dinge nicht: Da wird ein Brief abgedruckt, bei dem den Detektiven auffällt, wie viele Gedankenstriche darin vorkommen. Leider ist in dem Brief nicht ein einziger. Solche Fehler können doch vermieden werden, oder?! Ansonsten bin ich natürlich sehr neugierig, wie denn der Realname von Frau Mulansky lautet!

256 Seiten, Deutschland, deutsch (2000)

"Kunstgeschichtlerinnen geben sich im Allgemeinen nicht mit Prähistorikern ab. Das ist die Sache mit dem sozialen Gefälle zwischen Kunsthistorikerinnen und Prähistorikern. Kunsthistorikerinnen sind reich oder von Adel, studieren selten unter zwanzig Semester fertig und heiraten dann einen Professor. Durchschnittlich vier Kinder. Stabile Ehen. Prähistoriker, im Allgemeinen männlich, haben einen Sinn fürs Praktische, kommen erkennbar und hörbar aus dem Rodgau oder dem Westerwald, irgendwelchen ländlichen Gegenden auf alle Fälle, und müssen sich erklären lassen, was ein Boeuf Bourguignonne ist. Prähistoriker verlieben sich immer in Kunsthistorikerinnen. Es ist sozusagen ihr Schicksal."

Journal Entry 28 by wingMaenadewing from Wedding, Berlin Germany on Monday, June 12, 2006
Monique Truong - Das Buch vom Salz

333 Seiten, Vietnam/USA, deutsch

"Meine verzögerten Antworten selbst auf einfache und direkte Fragen können für gewöhnlich mit einem Lächeln und einem 'Mein Französisch ist nicht sehr gut' abgetan werden. Aber heute nachmittag bin ich zu keinem von beiden imstande. Ich kann auf keines der scheppernden französischen Wörter antworten, weil ich zu gefesselt von der Oberlippe bin, auf der die schwarzen Haare leise zucken, wenn die Frau spricht. Ihr Schnurrbart, denke ich, würde meine drei Brüder samt und sonders mit Neid erfüllen, die erst nach Wochen ungehemmten Wachstums auf etwas hoffen konnten, das diesen Namen verdiente."

Journal Entry 29 by wingMaenadewing from Wedding, Berlin Germany on Monday, June 12, 2006
Sue Grafton - A is for Alibi

215 Seiten, englisch, USA (1994/1982)

Journal Entry 30 by wingMaenadewing from Wedding, Berlin Germany on Monday, June 12, 2006
Sue Townsend - The Queen and I

Journal Entry 31 by wingMaenadewing from Wedding, Berlin Germany on Wednesday, July 05, 2006
Lauren Weisberger - Der Teufel trägt Prada

474 Seiten, USA, deutsch

"'Aan-dreh-aa', rief sie aus ihrem spartanisch eingerichteten Büro, das den Charme einer Tiefkühltruhe verströmte. 'Wo sind das Auto und der Hund?'"

Journal Entry 32 by wingMaenadewing from Wedding, Berlin Germany on Wednesday, July 05, 2006
Walter Satterthwait - Miss Lizzie

Journal Entry 33 by wingMaenadewing from Wedding, Berlin Germany on Wednesday, July 05, 2006
Fred Vargas - Es geht noch ein Zug vom Gare du Nord

verliehen an Heiko, der es mittlerweile an Manuel weitergegeben hat... :-)

Journal Entry 34 by wingMaenadewing from Wedding, Berlin Germany on Wednesday, July 05, 2006
Walter Satterthwait - Miss Lizzie kehrt zurück

Journal Entry 35 by wingMaenadewing from Wedding, Berlin Germany on Wednesday, July 19, 2006
Kim Gruenenfelder - A Total Waste of Make-up

http://www.bookcrossing.com/journal/5576058
Habe keine Erinnerungen an das Buch, fands aber irgendwie nett. Habe es auf meinem Balkonstuhl gelesen :)

359 Seiten, englisch, USA (2005)

"God has a sense of humour. Don't believe me? Just look at a zebra, and tel me what was going on in his mind that day."

Journal Entry 36 by wingMaenadewing from Wedding, Berlin Germany on Saturday, July 22, 2006
Helen Fielding - Hummer zum Dinner

Journal Entry 37 by wingMaenadewing from Wedding, Berlin Germany on Saturday, July 22, 2006
Oliver Sacks - Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte

302 Seiten, USA, deutsch

"Meine Arbeit, mein Leben gehört den Kranken - aber sie und ihre Krankheit bringen mich auf Gedanken, auf die ich sonst vielleicht nicht kommen würde. Das geht so weit, daß ich den Drang fühle, mich Nietzsche anzuschließen, der schreibt: 'Und was die Krankheit angeht: würden wir nicht fast zu fragen versucht sein, ob sie uns überhaupt entbehrlich ist?', und die Fragen, die die Krankheit aufwirft, als grundsätzliche Fragen der Existenz anzusehen."

Journal Entry 38 by wingMaenadewing from Wedding, Berlin Germany on Sunday, July 30, 2006
Yvonne Kroonenberg - Alle Männer wollen nur das Eine

Eine Sammlung von Kolumnen, aus dem Playboy, wenn ich das richtig verstanden habe, die sich mit Männern, Frauen und den kleinen und größeren Unterschieden beschäftigen. Intelligent, witzig und oft von meinem Nicken begleitet. Nur leider wiederholt sich in dieser Zusammenstellung doch einiges. Trotzdem: Interessante und amüsante Gedanken.

116 Seiten, Niederlande, deutsch

"Nein, Frauen sind doch viel netter. Sie kämpfen nicht einmal richtig. Sie geben sich mit dem bescheidenen Platz zufrieden, der auf dem Arbeitsmarkt für sie übrig ist, statt mit aller Kraft die Organisationen zu unterstützen, die sich für ihre Interessen einsetzen. Sie hüten Kinder, sie kaufen ein und lernen Spanisch, damit sie an der Costa del Sol auch einkaufen gehen können.
Ich finde nicht, daß wir es weit gebracht haben. [...] Mit der Gleichberechtigung ist es jetzt wie mit der Umwelt: Alle sind dafür, aber niemand setzt sich wirklich dafür ein.
Manchmal hören wir immer noch vom Feminismus. Es gibt Frauenfilme, es gibt Frauenliteratur und bildende Kunst für Frauen. Und da packt mich wirklich das Grausen. Frauen sind doch keine exotischen Eskimos! Es ist eine schlechte Politik, sich selber zur Minorität auszurufen. Und doch ist das passiert. Wenn jetzt eine Ausstellung mit Bilder von Frauen organisiert wird, dann will niemand sie sehen. Ich spende doch schon für das Rote Kreuz und für Greenpeace, denken die Leute."

Journal Entry 39 by wingMaenadewing from Wedding, Berlin Germany on Sunday, July 30, 2006
28.-30.7.06:
Nicole Griffith - Kalt wie Eis

Aud Torvingen, ehemalige Polizistin, von Haus aus reich, stark, gut aussehend, ist zufällig in der Nähe, als in Atlanta ein Haus in die Luft fliegt. Eine Passantin auf dem Weg zu diesem Haus verdächtigt sie erst, dann beauftragt sie sie mit Nachforschungen. Beide kommen sich näher und verlieben sich schließlich ineinander. Im Urlaub in Norwegen werden sie dann von den Ereignissen in den USA wieder eingeholt.
Das Buch ist schön geschrieben und lässt die einzelnen Personen nicht - wie sonst oft bei Krimis - nur schablonenhaft agieren. Stattdessen bekommt der Leser vor allem von der Hauptfigur einiges über Handlungsbeweggründe erklärt. Ein bisschen anstrengend ist hingegen die Gewaltverliebtheit der Hauptperson, die wohl nur jemand verstehen kann, der ähnliches schon selbst erfahren bzw. ausprobiert hat. Aber ich bin ja auch sonst kein Adrenalinjunkie. Schade auch, dass mir relativ schnell klar war, dass Julia nicht überleben wird. Das wäre wohl zu viel Happy End für die harte Lesbe Aud gewesen ;-)
Trotzdem: mit Gewinn gelesen!

393 Seiten, England/USA, deutsch

"Ungefähr eine halbe Meile vorm Olsen-Glas-Gebäude war der Asphalt aufgerissen und eine Grube abgesperrt, wo sich eine Hand voll junger Leute mit Spitzhacken und Schaufeln abschwitzten. Sie trugen abgerissene Kleidung und Arbeitsstiefel und waren alle aus demselben Holz geschnitzt: dicke, braun gebrannte Muskeln, helles Haar, zarte Wangen. Archäologiestudenten, das sah man auf den ersten Blick."

Journal Entry 40 by wingMaenadewing from Wedding, Berlin Germany on Friday, August 25, 2006
- 8.8.06
J.S. Fletcher - Das Teehaus in Mentone

Das Buch habe ich mal als Dreingabe von bigbooklover82 bekommen. Irgendwie hielt ich es dann für die richtige Lektüre vor meiner ersten Prüfung: Nicht besonders anspruchsvoll und nicht so fesselnd, dass ich es nicht mehr aus der Hand legen mag. Diese Erwartungen hat das Buch voll und ganz erfüllt. Überrascht hat es mich, weil es besser und intelligenter war, als ich gedacht hätte.

220 Seiten, deutsch, England (1952)

" 'Ich bin überzeugt, daß sie ihre Kleider, Schuhe, Strümpfe und Handschuhe in Paris gekauft hat!' versicherte Miß Hetherley. 'Und nach der Art, wie sie die Sachen trug, hielt ich sie für eine Französin. Ich bin selbst Engländerin, weiß aber ganz genau, daß nur eine Französin richtig Kleider zu tragen versteht. Eine Engländerin kann es nicht so gut. Meiner Meinung nach war sie Französin.' "

Journal Entry 41 by wingMaenadewing from Wedding, Berlin Germany on Friday, August 25, 2006
Allison Pearson - Working Mum
http://www.bookcrossing.com/journal/12684100

Journal Entry 42 by wingMaenadewing from Wedding, Berlin Germany on Friday, August 25, 2006
Sue Grafton - B is for Burglar

211 Seiten, englisch, USA (1994/1985)

"There's no place in a P.I.'s life for impatience, faintheartedness, or sloppiness. I understand the same qualifications apply for housewives."

Journal Entry 43 by wingMaenadewing from Wedding, Berlin Germany on Friday, August 25, 2006
Pernille Rygg - Der Schmetterlingseffekt

Hmmmm... Ein merkwürdiges Buch. Obwohl. Eigentlich nicht so sehr. Ach ich weiß nicht. Ein Krimi, Hauptperson eine Psychologie-Doktorandin namens Igi, die irgendwie Chaos- und Hirnforschung zusammenbringen will und deren Vater gerade bei einem Autounfall gestorben ist. Er war Privatdetektiv und eine ziemlich verkrachte Gestalt (wie im Grunde eigentlich alle vorkommenden Figuren). Igi beschließt, seinen letzten Fall aufzuklären, das Verschwinden und wie sich bald herausstellt, den Tod von zwei jungen Frauen, allerdings im Abstand von zehn Jahren. Am Ende hat sie Erfolg und auch ihr Leben scheint wieder in einigermaßen geordneten und hoffnungsvolleren Bahnen abzulaufen.
Was mir gut gefiel: Nicht alles, was passiert, hat letztendlich auch mit dem Fall zu tun. Nicht alles im Leben ergibt Sinn und läuft auf ein Ziel zu. Was mir nicht so gut gefiel: Igis Verhalten finde ich oft nicht nachvollziehbar. Und ich habe verhältnismäßig schnell vergessen, worum es in diesem Buch eigentlich ging...

316 Seiten, deutsch, Norwegen (1999/1995)

"Meine Küche, unsere Küche, hat beschlossen, daß ich nicht mehr hier wohne.
Bennys Basilikum auf der Fensterbank ist gewachsen und strotzt vor Kraft, als sei es glücklich darüber, endlich mit Benny allein zu sein, das Gewürzregal ist frisch geputzt und scheint nach einer Art alphabetischem System geordnet zu sein, und jemand, vielleicht das frischverliebte Basilikum, hat eine Ladung grelle neue Geschirrtücher gekauft."

Journal Entry 44 by wingMaenadewing from Wedding, Berlin Germany on Friday, August 25, 2006
21.-23.8.06
Kathy Reichs - Knochenarbeit

Journal Entry 45 by wingMaenadewing from Wedding, Berlin Germany on Wednesday, September 20, 2006
Neal Stephenson - Diamond Age

Was ein geiles Buch! Das habe ich auch sicherlich nicht zum letzten Mal gelesen! Der Bruder hats mir geliehen. Geht um ein kleines Mädchen, das in den Besitz eines ganz besonderen Buches kommt. Obwohl aus der Unterschicht erhält sie eine vorzügliche Bildung und rettet schließlich die Welt. Naja, nicht ganz. Computer in Virengröße in der Luft, interaktive Filme, mechanische Pferde - lauter irre und gute Ideen.

575 Seiten, deutsch, USA (1995/2001)

"Aber am dritten Tag meiner Lehrzeit, als ich immer noch nichts gelernt hatte außer Demut, gutem Benehmen und wie man die Höhle ausfegte, fragte ich Dojo, ob er daran interessiert wäre, Tic-tac-toe mit mir zu spielen. Unter Dinosauriern war das ein weitverbreiteter Zeitvertreib. Wir kratzten die Symbole in den Schlamm. (Viele Paläontologen haben zu ihrer Bestürzung Tic-tac-toe-Spiele zuhauf in prähistorischen Höhlen gefunden und ihr Vorhandensein den Arbeitern in die Schuhe geschoben, die sie zum Graben und Schleppen anheuern.)"

Journal Entry 46 by wingMaenadewing from Wedding, Berlin Germany on Wednesday, September 20, 2006
ab 25.08.
Phoebe Atwood Taylor - Ein Jegliches hat seine Zeit

Ufftata! Das kommt davon, wenn man nicht gleich was aufschreibt. Wie war das nochmal? Mark Adams III ist in Schwierigkeiten und bittet wie immer seine Tante Kay, ihm zu helfen. Mark ist zu Gast im Gasthaus von Eve Prence in Weesit. Die fürchtet, dass ihre Schwester Anne Bradford, gleichzeitig die heimliche Geliebte und Verlobte von Mark, sie umbringen will. Und dann wird sie wirklich ermordet. Der Dorfkommissar ist zu blöd, die Tante hat da schon mehr Durchblick, aber die Rettung ist Asey Mayo, der "Kabeljau-Sherlock" von Cape Cod. Das ist in etwa die Handlung. Nicht besonders spannend, aber nette Unterhaltung. Ach ja, es gibt natürlich ein Happy End.

219 Seiten, deutsch, USA (1934/2002)

" 'Kay, du wirst von Betsey begeistert sein. Sie schmeißt den Laden hier. Und Kay, wir sind auf dich angewiesen, daß du diese faule Geschichte in Ordnung bringst. Du und Asey. Paß auf - du sorgst dafür, daß Eve dich ins Vertrauen zieht, du pflichtest einfach allem bei, was sie dir sagt - und dann merkst du, ob es ein Schwindel ist oder nicht. Du mußt herausfinden, was gespielt wird.'
'Ständiges Beipflichten', sprach ich und setzte meine leere Kaffeetasse ab, 'ist wohl kaum der Weg zum Herzen einer Frau, aber ich werde sehen, was ich tun kann. Und was ich tun kann, das tue ich.' "

Journal Entry 47 by wingMaenadewing from Wedding, Berlin Germany on Wednesday, September 20, 2006
Plum Sykes - Park Avenue Prinzessinnen

http://www.bookcrossing.com/journal/5576051
"Sie sind jung. Sie sind schön. Sie sind reich. Sie wohnen in der Upper East Side, färben sich alle 13 Tage die Haaransätze platinblond und kaufen im Luxuskaufhaus Bergdorf Goodman ein - wenn sie das Kaufhaus nicht bereits geerbt haben. Die Rede ist von den "P.A.P.": den Park-Avenue-Prinzessinnen. Sie lieben ihre Freundinnen, ihre Manolo Blahniks und ihre Partys. Und sie träumen davon, verlobt zu sein - mit dem richtigen Ring am Finger..." Ausnahmsweise ist dem Klappentext nichts weiter hinzuzufügen. Habe das Buch gelesen und vergessen. Ich werde es an Anna weitergeben und wills nicht wiederhaben.

348 Seiten, deutsch, GB (2004/2005)

"1. Fließend Französisch, mit Aussetzern. Ich bin ganz groß bei Wörtern wie moi und très, mit denen man als Mädel eigentlich überall durchkommt. Ein paar unfreundliche Zeitgenossen haben mir klar machen wollen, deswegen spräche ich ja nicht gleich fließend, aber da kann ich nur sagen, na, umso besser, denn wenn ich wirklich perfekt fließend Französisch spräche, dann würde mich niemand mehr mögen, weil niemand perfekte Mädels mag, oder?"

Journal Entry 48 by wingMaenadewing from Wedding, Berlin Germany on Friday, November 10, 2006
Ende September:

Martha Grimes - The Deer Leap
http://bookcrossing.com/journal/6541830

Inspektor Jury Nummer?? Fing gut an, aber das Ende hat mir leider garnicht gefallen. Jetzt liegt das Buch in Rom, weswegen ich nicht mehr dazu sagen kann. Ich glaube aber, dass es danach hier registriert wird und wandern darf.

236 Seiten, englisch, USA (1985/1989)

"The empty hand went to her thrust out hip. 'Well, ain't you a hoot and a scream, then? You can't be queer, so what's the argy? I mean, I ain't exactly an old dripper.'
'Not since I wiped the beer off.' Jury smiled.

Journal Entry 49 by wingMaenadewing from Wedding, Berlin Germany on Friday, November 10, 2006
Ende September/Anfang Oktober:

Susanne Mischke - Die Eisheilige

Ein Darmstadt-Krimi. Hatte mir Heike geliehen. Liegt zur Zeit in Rom.
Schön gestaltete Personen, teils sympathisch, teils lustig, teils ein bisschen verrückt. Die Hauptperson lebt mit einem Mann zusammen, der sie schikaniert. In der Nachbarschaft kursiert das Gerücht, sie könne andere Menschen in den Tod wünschen, daher halten sie alle für schuldig, als ihr Mann verschwindet. Anwaltlich vertreten wird sie ausgerechnet von der Kanzlei, in der zwar ein netter Mann aus der Nachbarschaft arbeitet, die aber der Ex-Frau ihres verstorbenen Gatten gehört. Das Ende ist ziemlich gruselig.
Kritikpunkt: Im Präsens verfasst, hat mich zu Anfang ziemlich irritiert.

294 Seiten, deutsch/hessisch, Deutschland (1998/2002)

" 'Tut mir leid, daß ich nicht von selber darauf gekommen bin. Fabei müßte ich es doch wissen! Als ich anfing, hatte ich jeden Tag denselben gräßlichen Hosenanzug an, bis mir eine Sekretärin ein paar Sachen von sich geliehen hat.'
Sie rückt von ihm ab, und Axel kommt wieder zu Atem und Verstand.
'Da liegt mein Problem: Frau Konradi will das Senfgelbe partout nicht rausrücken.' "

Journal Entry 50 by wingMaenadewing from Wedding, Berlin Germany on Friday, November 10, 2006
Marian Keyes - The other side of the story

schönes Buch, das noch in Rom liegt.

Mit viel Abstand (etwa ein Jahr?) kann ich eigentlich nur noch wenig hinzufügen. Das Buch ist aus verschiedenen Perspektiven geschrieben und hat mir insgesamt gut gefallen. Liebevoll, liebenswert und ein guter Zeitvertreib, wenn man gerade Ablenkung möchte. Das Buch dreht sich um den Literaturbetrieb, das Schreiben von Bestsellern oder eben auch nicht, das Verlegen derselben und ich habe sogar einiges gelernt beim Lesen!

648 Seiten, englisch, Irland (2005/2004)

"Speaking of prescriptions, Mam was out of sleeping tablets - she was eating them like Smarties - so I hopped into the car and as always the nice man in the white coat was standing behind the counter.
'Hi Gemma,' he said. 'Not Maureen. Gemma. It'll seem natural after a bit of practice. Look at how they changed Jif to Cif - for a while everyone felt like a bit of a thick saying it, but now it's second nature.'
'And Oil of Ulay to Oil of Olay,' I agreed."
(gerade kein besseres Zitat gefunden auf die Schnelle... egal.)


Journal Entry 51 by wingMaenadewing from Wedding, Berlin Germany on Friday, November 10, 2006
Anfang Oktober in Rom:

John Maddox Roberts - SPQR. Ein Krimi aus dem alten Rom

Hach, mal ein wirklich gut recherchierter Rom-Roman! Hat mir Spaß gemacht! Und ich habe nicht viel gefunden, was wirklich falsch war! War von Eugen und Katrin geliehen.
Die Hauptperson ist römischer Beamter, in dessen Zuständigkeit die Aufklärung von Morden gehört. Er nimmt diesen Job wichtiger, als es seinem Vater und anderen Höhergestellten lieb ist, denn diesmal kommt er einer Verschwörung auf die Spur, die das gesamte System der römischen Republik bedroht. Besonders gut gefallen haben mir die kurzen Auftritte z.B. des jungen Julius Caesar. Sehr humorvoll und auch für Fachleute gut lesbar!

265 Seiten, deutsch, USA (1990/1993)

"In jener Zeit, über die ich jetzt schreibe, war das Forum eine wunderbar durcheinandergewürfelte Ansammlung von Tempeln - einige von ihnen noch aus Holz -, Marktständen, Wahrsagerhütten, Rednertribünen, Denkmälern aus vergangenen Kriegen und Taubenschlägen für Opfervögel; man traf sich in diesem Zentrum der Welt, um nichts zu tun und zu tratschen. Heute ist es natürlich nur noch ein einziges Marmorensemble, errichtet zum Ruhm einer Familie, und nicht mehr der uralte Markt und Versammlungsort eines ganzen Volkes, den ich damals so liebte. Ich bin jedoch froh, berichten zu können, daß die Tauben die neuen Monumente genauso verunzieren wie die alten."

Journal Entry 52 by wingMaenadewing from Wedding, Berlin Germany on Friday, November 10, 2006
08.11.06:

Robert Gernhardt - Die Falle

http://www.bookcrossing.com/journal/4703709

Nachdem ich nun eine Weile zwar viel gelesen habe, aber kein Buch ganz, konnte mich dieses kurze Büchlein dazu bringen, mal wieder eins von Anfang bis Ende zu lesen. Kurze, knackige Weihnachtsgeschichte, ursprünglich aus dem Jahr 1966, im "Widerschein des kulturrevolutionären Wetterleuchtens der Jahre vor 1968" (Vorsatz). Ein studentischer Weihnachtsmann mischt das Familienweihnachtsfest der Familie Lemm in Berlin-Dahlem auf. Sehr nett!

63 Seiten, deutsch, Deutschland (1966/1993/2005)

" 'Stimmt das, Thomas, daß du in der Schule oft ungehorsam bist und den Lehrern widersprichst?'
'Ja', sagte Thomas kleinlaut.
'So ist es richtig', sagte der Weihnachtsmann. 'Nur dumme Kinder glauben alles, was ihnen die Lehrer erzählen. Brav, Thomas.' "

Journal Entry 53 by wingMaenadewing from Wedding, Berlin Germany on Friday, November 10, 2006
09./10.11.06

Jens Peter Gieschen & Klaus Meier - Der Fall "Christkind"

Untertitel: Juristisches Gutachten über die denkwürdigen Umstände von Zeugung und Geburt eines Glaubensstifters
Habe es mehr oder weniger gelesen, fands aber - bis auf Abschnitte eher langweilig. Ist ja nun auch juristisch verfasst. Schön finde ich aber den "Beginn des Evangelium nach Gieschen/Meier", also die juristisch einwandfreie Fassung der Weihnachtsgeschichte. Allerdings hat sich auch hier ein Fehler eingeschlichen, den Jesu Geburt wird auf den 25. Dezember des Jahres Null festgelegt - welches bekanntermaßen nie stattfand. Null ist ein Zeitpunkt, kein Jahr, hurz! Insgesamt dennoch unterhaltsam, doch doch.

76 Seiten, deutsch, Deutschland (1993)

"Seit Ende der 80er Jahre mehrten sich die Stimmen, die meinten, wir hätten genug Josephs, Mirjams und Jesu unter den Micheln, Lieschen und Adolfs.
FN: Exemplarisch sei einer von vielen Juristen zitiert, der sich ganz der (deutschen Form) der Nächsten- und Vaterlandsliebe hingegeben hat:
Nach Ministerialrat Dr. Hans A. Stöcker (Streichung des Individualgrundrechts auf Asyl?, ZRP 1993, 9) verletze 'der ungesteuerte Massenzustrom von Asylbewerbern das 'grundlegendste aller Menschenrechte', das Selbstbestimmungsrecht der Nation.' Stöcker weiter: 'So könnte eine rigorose Abschiebungs- und Zurückweisungspraxis auch in unserer Zeit das allgemeine Bewußtsein schärfen, daß die Völker den Fehlgebrauch ihres Selbstbestimmungsrechts, wie er in Mißwirtschaft und Korruption, in Überbevölkerung und Bürgerkriegen, aber auch in Menschenrechtsverletzungen zum Ausdruck gelangt, selbst zu tragen haben und nicht berechtigt sind, sie in Form von Flüchtlingsströmen auf andere Völker abzuwälzen. Humanitäre Hilfe zu empfangen ist ein Privileg; ein Rechtsanspruch darauf besteht ebenfalls nicht.' - Wass soll uns das sagen? Mit Dummheit geschlagen zu sein, ist auch ein Privileg; ein Rechtsanspruch darauf besteht ebenfalls nicht."

Journal Entry 54 by wingMaenadewing from Wedding, Berlin Germany on Tuesday, November 14, 2006
bis 12.11.
Federico Moccia - Drei Meter über dem Himmel

Das Buch wurde vom Ullstein-Verlag gespendet, der versuchen möchte, mit einer Massenfreilassung einen ähnlichen Effekt der Mund-zu-Mund-Propaganda zu erreichen, wie es das noch unveröffentlichte Buch in Italien hatte. Ich fürchte, hier in Deutschland wird es nicht ganz so einschlagen, auch wenn es ein durchaus gutes und spannendes Buch ist. Es geht um Babi, Tochter aus gutem Hause, und Step, missratener Sohn, obwohl eigentlich auch guter Herkunft. Die beiden verlieben sich ineinander und verbringen trotz widriger Umstände viel Zeit zusammen. Das alles dauert recht lange, das Ende naht leider dann sehr plötzlich. Mal abgesehen von den Gewaltszenen aber ein lesenswertes Buch, das ich ohne diese Aktion allerdings mit Sicherheit nicht gelesen hätte. Mehr zu diesem Buch von mir auch im deutschen Forum.
Am 16.11. wird es zusammen mit deutschlandweit über hundert Artverwandten freigelassen.

398 Seiten, deutsch, Italien (2004/2006)

" 'Dani, wo sind deine Eltern?'
'Pallina, was machst du denn hier?'
'Sag schon, wo sind sie?'
'Sie sind ausgegangen.'
'Gut! Leg auf, schnell. Falls jemand anrufen will.'
'Aber ich rede gerade mit Andrea! Wo ist Babi eigentlich? Sie hat dich gesucht.'
'Genau deswegen musst du auflegen. Vielleicht ruft Babi an. Ich habe sie zuletzt hinten auf Steps Motorrad gesehen, als sie von der Polizei verfolgt wurde.'
'Nein!'
'Doch!!'
'Echt klasse, meine Schwester.' "

Journal Entry 55 by wingMaenadewing from Wedding, Berlin Germany on Monday, November 27, 2006
19.-22.11.06
Nevada Barr - Einer zuviel an Bord

Ein Taucherkrimi. Nett, aber nicht mehr. Anna ist Ranger an einem See. Ein Bekannter von ihr, guter Taucher, wird tot und ohne Taucherausrüstung im tiefsten Wrack des Sees gefunden. Anna muss bei der Bergung helfen und kommt nach und nach dahinter, dass es kein Unfall war. Außerdem wird die Frau eines anderen Rangers vermisst, von der es heißt, sie hätte ein Verhältnis mit dem toten - und frisch verheirateten - Taucher gehabt. Bis zur Lösung des Krimis gerät natürlich auch Anna noch in Lebensgefahr. Das Buch wartet nun in Rom darauf, dass Benjamin es liest. (Benjamin hats gelesen, Buch darf weiterreisen)

"Der Chief Ranger spekulierte, daß das FBI eine große Sache witterte. Für die Feds gab es keine groteske Todesform, an der nicht die Mafia oder die Drogenszene beteiligt war, und da jeder wußte, daß Italiener nicht tauchen konnten, blieb für Danny Castle nur noch die Drogenliste."

Journal Entry 56 by wingMaenadewing from Wedding, Berlin Germany on Monday, November 27, 2006
22./23.11.06 (in Rom)
Antonia Capella - Amore, Amore

Ein Schundroman. Der schöneren Sorte, aber natürlich dennoch total überzeichnet. Spielt in Rom.
Laura, Amerikanerin und untypischerweise durchaus interessiert an ihrer Umgebung, lernt Tommaso kennen. Der kocht für sie, bis sie ihm verfällt. Nur kann er leider gar nicht kochen, das muss sein Mitbewohner Bruno übernehmen. Der sich ganz unabhängig auch total in Laura verknallt hat.
Sehr witzig geschrieben, oft sehr treffend und am Ende gibts sogar Rezepte.

Habe eben herausgefunden, dass Antonia in echt Anthony heißt und ein Kerl ist. Sehr merkwürdig. Die Geschichte soll im übrigen eine Cyrano de Bergerac-Story sein.

382 Seiten, deutsch, Großbritannien (2004)

"Genau genommen starrte Laura in exakt diesem Moment auf einen Haufen dampfende gelbe pappardelle, auf dem ein ganzer, fast noch roher Junghase thronte. Sie hatte es geschafft, ihn zu häuten und auszunehmen, was weder für sie noch für den Hasen besonders erfreulich gewesen war, wobei der Hase die Prozedur noch schlechter überstanden hatte als sie.
'Ich fürchte, ich habe einen schlechten Hasentag', scherzte sie nervös."

Journal Entry 57 by wingMaenadewing from Wedding, Berlin Germany on Monday, November 27, 2006
26./27.11.06

Anita Shreve - The Pilot's Wife

Auf dieses Buch war ich sehr neugierig. Die Geschichte - eine Frau erfährt, dass ihr Mann bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen ist und erfährt nach und nach, dass er ein Doppelleben führte - hat mich beim Lesen (im Flugzeug!) sehr berührt, aber im Nachhinein finde ich sie doch zu konstruiert, um sie wirklich lehrreich oder auch wirklich mitreißend zu finden.

293 Seiten, englisch, USA (1998/1999)

" 'No, we don't. He's kind of religious? He says he can't. Which is fine with me. I'm not putting any pressure on him or anything.'
'Good,' Kathryn managed to say."

Journal Entry 58 by wingMaenadewing from Wedding, Berlin Germany on Sunday, December 17, 2006
Iain Pears - Die Bernini-Büste
http://www.bookcrossing.com/journal/4051831

Es ist jetzt August 2008. Ich habe nur noch eine vage Ahnung, was in dem Buch stand, aber es hat mir gefallen. Es ging um Kunsthandel, Museen, einen Mord natürlich, an einem Mäzen, wie ich gerade im Klappentext lese. Gibt noch andere Bücher in der Reihe, die sich wohl auch zu lesen lohnen würden. Ah, ich sehe gerade, das Buch hat tatsächlich einen Journal von mir bekommen. Na dann!

231 Seiten, deutsch, England (1994/1992)

" '[...] Hector würde es mir nie verzeihen, wenn ich ihn hierlasse. Er war ein professioneller Römer und ein Ästhet. Ich glaube nicht, daß ihm ein Grab in Los Angeles recht sein würde.' "

Journal Entry 59 by wingMaenadewing from Wedding, Berlin Germany on Sunday, December 17, 2006
Alfred Hitchcock - Die drei ??? und die gefährliche Erbschaft

Journal Entry 60 by wingMaenadewing from Wedding, Berlin Germany on Sunday, December 17, 2006
bis 17.12.06
Walter Satterthwait - Der Gehängte

Journal Entry 61 by wingMaenadewing from Wedding, Berlin Germany on Thursday, January 04, 2007
Walter Satterthwait - Ans Dunkel gewöhnt

Journal Entry 62 by wingMaenadewing from Wedding, Berlin Germany on Thursday, January 04, 2007
Sue Grafton - C is for Corpse

Journal Entry 63 by wingMaenadewing from Wedding, Berlin Germany on Thursday, January 04, 2007
Carmen Thomas - Vom Zauber des Zufalls

http://www.bookcrossing.com/journal/4709596

Nicht, wie ich beim Kauf dachte, Zufallsgeschichten, sondern die Entstehungsgeschichte des Buches. Ich fands beim zweiten Lesen besser als beim ersten vor Jahren, aber das kann auch an anderen Erwartungen liegen.

309 Seiten, deutsch, Deutschland (1998)

"Der Zufall ist der Schnittpunkt zweier Gesetzmäßigkeiten, die in keinem prinzipiellen Zusammenhang stehen."

Are you sure you want to delete this item? It cannot be undone.