Also............ (Geschichten, die das Bookcrosserleben schreibt)

Registered by Oedi of Mohrkirch, Schleswig-Holstein Germany on 9/25/2005
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27 journalers for this copy...
Journal Entry 1 by Oedi from Mohrkirch, Schleswig-Holstein Germany on Sunday, September 25, 2005
Tja, was wird das nun?
Mir tuts einfach leid um all die schönen Geschichten, die immer mal wieder im Forum auftauchen, um die *freu*- journale, die netten wild catches, die Alle auftauchen und in den Weiten des Forums wieder verloren gehen.

Jetzt also wird gesammelt!!!

Und wer mitsammeln mag, der nutze dafür einfach folgende BCID:
666-3294534

mit der er/ sie nun seine/ ihre eigene erlebte oder gefundene Geschichte hier aufbewahren kann.

Journal Entry 2 by Oedi from Mohrkirch, Schleswig-Holstein Germany on Sunday, September 25, 2005
Also.... anfangen möchte ich mal mit DIESER Geschichte, die ich erst letztlich im Forum gepostet habe, nämlich am 17.9.:

Gestern in München.
Bin mit zartbitter unterwegs, um mir von ihm und paradis-3001 die neueste Sehenswürdigkeit Münchens zeigen zu lassen: den Fake- release- Nistkasten.
Wir schlendern dort so rum und warten auf paradis, kommt eine Frau auf uns zu.
Sie:"äääähm, gehen Sie hier öfters spazieren?"
zabi: "Nein, eigentlich nicht."
Sie will schon abdrehen, aber: zabi: "Äh, wieso, so ein bißchen kenn ich mich schon aus"
Sie: "Naja, ich suche hier irgendwo einen Nistkasten"
Ich: "Oh, eine bookcrosserin!!!!!!"

Und so wars dann auch, eine ganz neue bookcrosserin, noch nicht mal angemeldet, aber schon auf der Jagd!!!!
Wir sind dann zusammen hin, und sie hat gleich ein Buch mitgenommen und sich gaaaaaanz viele Infos geholt, Einiges auch aufgeschrieben.

Also, ich glaube, da können wir bald ein neues Mitglied begrüßen!!!
SO ein Zufall, kaum zu glauben, oder???

Journal Entry 3 by pterry-96-wm from Hannover, Niedersachsen Germany on Monday, September 26, 2005
Tja, meine Geschichte ist zwar nicht so besonders, aber das macht ja (hoffentlich) nichts... :-)

Ich hab mich jedenfalls mit Gartenfee getroffen-IKEA-Releases waren angesagt! Wurde ein toller Nachmittag daraus, und am Ende hab ich mein bisher schönstes JournalEntry bekommen:

Ich habe das Buch in einem IKEA Center in Großburgwedel auf einem Schreibtisch gefunden (16.8.05) und habe mich wirklich gefreut, weil ich schon von BookCrossing gehört hatte, aber nicht geglaubt hätte, dass ich jemals eins finden würde... Außerdem hatte ich schon über das Buch gelesen, und mir überlegt, es zu kaufen, das war praktisch... Also vielen Dank :-)
Ich werde es irgendwo in Celle wieder aussetzen.

Toll, oder? Dass das Buch vielleicht gekauft werden sollte, finde ich besonders schön! Außerdem war das erst mein zweites gefangenes Buch, und das gleich mit Newbie. :-D Please welcome:
00nn!
(Apropos: Hallo Kanasworld! ;-))
Ich hab mich jedenfalls riesig darüber gefreut!
Achja, hier der Link zum Buch:
Dunkle Wolken über Berlin
Hanna



Journal Entry 4 by winglinguistkriswing from Remscheid, Nordrhein-Westfalen Germany on Tuesday, September 27, 2005
Es ist zwar wirklich nicht die tollste Geschichte, die man sich als BookCrosser so wünschen kann, aber bei der Lektüre von pterrys Abenteuer (s.o.) ist mir doch ein bisschen anders geworden: Mit genau dem selben Buch, Dunkle Wolken über Berlin, (und dazu gibt es bis jetzt nur diese beiden Kopien davon bei BookCrossing!) habe ich, nach immerhin zwei doch ziemlich aktiven BookCrossing-Jahren, meinen ersten richtigen, echten Jagderfolg erlebt! Ganz klassisch zwar, nach dem Lesen des Release Alerts, aber immerhin nur eine Straßenecke weiter, und noch Stunden nach dem Release unversehrt!
Was mag es nur mit diesem Titel auf sich haben? Scheinbar ein Buch wie zum BookCrossen gemacht. ;)

Journal Entry 5 by Oedi from Mohrkirch, Schleswig-Holstein Germany on Wednesday, September 28, 2005
Noch eine von mir, nämlich mein allererster (und bisher auch letzter) Wild- Fang, ein Ereignis, das ich hin der norddeutschen Provinz niemals erwartet hätte!
Das gefundene Buch heißt "Ein Abend im Club", und ich war sogar schon der 3. Finder, meine 2 Vor- Finder sind allerdings anonym geblieben....


Monday, August 09, 2004

Wahnsinn! Da geh ich heute in die "PALETTE" in Kappeln, zum ersten Mal im bookcrossing-T-shirt aus der Sammelbestellung, zusammen mit meinem bookcrossing-Freund aus München, und was ?
Will bezahlen, und es liegt dies Buch da!!!
Mein allererster Wild-Fang!!!

Journal Entry 6 by Garten-Fee on Wednesday, September 28, 2005
So, ich habe jetzt 1 Stunde den thread gesucht, wo ich meine Geschichte erzählt hatte. Da hätte ich es wohl auch tippen können...grins.
Sie steht im thread du bis Bookcrosser, wenn ...
Titel: ...man Buchsendungen öffnet, die man wegschicken will.
Passiert: 29. July 2004

und das war so:

Komme die Treppe runter und sehe eine Büchersendung im (leider viel zu kleinen) Briefkasten hängen. Dabei beide Hände voll und eine Buchsendung dabei, die später zur Post soll. Alles erstmal in den Kofferraum vom Auto und in den Garten gefahren. Dort vorgefahren, Sack und Pack, Brief mit neuem Buch und Hund untern Arm geklemmt, Auto abgeschlossen und in den Garten gegangen. Dort erstmal abgeladen und Kaffee getrunken. In einer ruhigen Minute an das Buch erinnert, in die Hand genommen und angefangen aufzumachen. Mann sitzt daneben und kannte den wegzuschickenden Brief, weil er an der Tür lag zum Mitnehmen. Erst freue ich mich, dass der Absender auch die eckigen Metallklammern benutzt :>)). Dann beginnt ein leichtes Wundern, weil das Buch doch tatsächlich in genau der gleichen rosa Schaumstoffhülle eingepackt ist wie meins zum Wegschicken....
mir gegenüber grosse Augen meines Mannes. ..
Ich drehe den Brief und stelle fest, ich habe meine eigene Post aufgemacht!!!! Das neu gekommene Buch liegt noch im Auto!!!!!!!!!!!!!
tja so hart kann das bookcrosser-Leben sein

und das Buch war dies: Sonnentau und Goldregen

meine zweite Geschichte betrifft meinen ersten Wildcatch:
Titel: wenn man zu aufgeregt ist beim Jagen...
kann es passieren, dass man Bücher jagt, die noch gar nicht ausgewildert sind....smile.
So ist es mir gerade passiert. Bekomme einen release alert, der sich in noch erträglicher Nähe für eine kurze spontane Autofahrt gegen 21.00 eignet. Konnte auch gleich meinen Schatz überreden sich widerwillig murrend vom Sofa zu erheben und mich verständnislos zu begleiten. Da ich nicht wusste, ob der Alert zeitversetzt kam, machte ich mir natürlich nicht viel Hoffnung auf die Bücher.
Es kam wie es kommen musste. Ich bin an die genannte Öffi-Haltestelle gekommen und kein Buch ist da. Naja, macht nix. Aber Spass hat es gemacht die Leute dort aus dem Augenwinkel zu beobachten, wie sie eine Autofahrerin neben einer Haltestelle aussteigen sehen, kurz über die Schienen springend und lediglich die Bushaltestelle scheinbar nach etwas absuchend und zum Schluss in die Abenddämmerung wieder mit dem Auto entschwindend.
Daheim hab ich den BC-ler per PM nach der ZEit gefragt, damit ich mal den Zeitvergleich des Alerts habe, um beim nächsten Mal besser zu wissen, ob es lohnt loszufahren. Zur Vorsicht hab ich mir den Alert des Buches nochmal angesehen, denn- oh Wunder- in der Huntingliste war das Buch noch gar nicht. *staun*

Also nochmal den Alert gelesen und dann viel mir auf, dass es ein Journal-Eintrag ist bei dem steht: release planned Donnerstag 13.May! !!!

"Ankomme Freitag, den 13. um 14.00 Uhr, Christine. La la lalala la la lala la...." So kam ich mir dann vor.

Nun ja, ich werde die Feinheiten der Journaleinträge noch lernen richtig zu lesen (wer lesen kann, ist klar im Vorteil)und hatte somit eine Übung im Hunting.

schönen Abend noch
Garten-Fee
PS: Mal schauen, ob ich morgen Chancen habe....

Das Buch hiess: Mord im Orientexpress und es ist auch glücklich in meine Hände geraten:
Ich hab es! Ich hab es !!!
Guten Morgen,
es soll auch sein Gutes haben, wenn man schon vor dem Frühstück seine Mails abruft. Dort war die Uhrzeit nämlich zu lesen, an dem das obige Buch ausgewildert wird. So hatte ich gerade noch 15 Minuten Zeit, um dort hinzukommen.
Es lag auch da. Ich konnte es schon von der Ampel aus gelb leuchten sehen. Einsam rief es: Nimm mich mit, mir ist kalt und der Nieselregen ist gar nicht gut für mich. An der Haltestelle waren nur ein paar müde Gesichter- alle auf der anderen Seite- grins.

Da ich ja wieder mit dem Auto kam, war es diesmal schwierig es loszuwerden, denn dort gibt es um diese Zeit (im Gegensatz zu gestern abend) nicht einen einzigen Parkplatz. Nun ja, Not mach erfinderisch... ich habe mir einen Nothalteplatz "geschaffen". Mehr will ich als böser Autofahrer nicht zugegeben ohne Anwalt :>). Wieder schnell über die Schienen gesprungen unter den erstaunten Gesichtern plötzlich erwachter Geister, ob dieser eigentümlichen Verhaltensweisen am frühen Morgen, zielstrebig zum Buch, kurz geblättert und entschwunden. Die Gedanken der Zusehenden hätte ich gern gewusst. Die waren bestimmt so: Wieso nimmt die ein Buch mit, dass offensichtlich jemand vergessen hat? ??
(das Buch hat nur einen Innen-BC-Zettel)

Auf jeden Fall wird es mein erster Krimi und ich kann ihn mir mit Peter Ustinov wunderbar vorstellen.



Journal Entry 7 by Komma from Würzburg, Bayern Germany on Friday, September 30, 2005
Es wurde im Forum eingeladen zum 1. Würzburger Meetup, da ich in Münnerstadt fast in einer BC freien Zone wohne, war mein erster Gedanke:" Super, endlich mal was los!" Ich also hingetiegert zum Meetup und es waren keine Würzburger da, zum Glück kam Saguna aus Nürnberg und cortegiano aus Karlsruhe angereist, sonst wäre ich mutterseelenallein herumgestanden. Es wurde trotzdem noch ein nettes Meetup und beim Würzburger sight-seeing landeten wir irgendwann im Residenzgarten. Dort stehen Steinfiguren dicht von alten Eiben überdacht, also regengeschützt. Saguna und cortegiano verpassten diesen Steinfiguren BC-Bücher. Wir drehten weiter unsere Runde durch den Park und verdeckt durch Büsche konnten wir nun beobachten wie eine Reisegruppe Sagunas ausgesetztes Buch in die Hand nahm, diskutierte, es wieder zurücklegte, dann reichte der Ehemann es seiner Ehefrau zur Begutachtung. Bis schließlich Buch Nummer 2 an der gegenüberliegenden Steinskulptur entdeckt wurde. Welch ein Treiben und Gestikulieren in der Reisegruppe, wir lauernd hinter den Büschen konnten alles beobachten. Ein Buch wurde schließlich mitgenommen und eines verschmäht, die Reisegruppe driftete weiter und wir gingen gemütlich Richtung Brückencaffee.

Journal Entry 8 by SaschaBWk from Hamburg - Barmbek, Hamburg Germany on Saturday, October 01, 2005
Jagdgeschichten, oder: Wie ich beinah lernte, wie eine Platane aussieht.

Es begab sich im April 2005. Obwohl ich eigentlich nicht damit rechnete, dass jemand in Marburg Bücher aussetzt, rief ich wie immer gewissenhaft die E-Mails mit den Release-Alerts ab. Mein Erstaunen war groß, da hat doch tatsächlich jemand 5 Bücher - hübsch in der Innenstadt verteilt - vor nur wenigen Minuten freigelassen. Innerlich voller Vorfreude und Jagdfieber kritzelte ich die Realse-Orte auf eine alte Rechnung und stürzte zur Bushaltestelle. Der Bus wollte schon abfahren, als ich mich todesmutig auf die Straße stürzte. Der Busfahrer hatte ein Einsehen mit mir Verrückten und nahm mich mit in die Stadt.
Mit zittrigen Knien ging ich in den Supermarkt, wo das erste Buch an der Einpackstation liegen sollte. Nichts! Aber ich hatte ja noch vier Chancen. Also rein in den C+A, wo ich in fiebriger Hast die Handtaschenregale durch wühle. Wieder nichts. (Ich sollte später im Forum erfahren, dass kaess hier schneller war. Was müssen wohl die Verkäuferinnen gedacht haben, als relativ kurz hinternander drei Leute ein auffallendes Interesse an diesen Regalen zeigten, aber dabei keine einzige Tasche näher bewundert haben...)
Die nächste Station war beim Kino, wenn mich mein Gedächtnis nicht trügt, und auch da bin ich zu spät gekommen. Langsam begann Verzweiflung das Jagdfieber zu überlagern. Würde ich denn jedes Buch verpassen? Würde ich auf ewig durch Marburg irren und niemals ein Buch erjagen? Ich begann, die Leute um mich her mißtrauisch zu beäugen. Hatte die Frau neben dem Kinoeingang nicht ein Funkeln wie nach erfolgreicher Jagd in den Augen? Sah der Mann, der grade zum Parkplatz ging nicht aus wie jemand, der grade ein Buch eingesteckt hatte? Bevor ich im Wahn einen harmlosen Kinobesucher überfiel, um ihm ein eingebildetes Buch zu entreissen machte ich mich liebr auf zum Alten Botanischen Garten. Hier sollte ein Buch unter einer grossen Platane liegen.
In mir stiegen Zweifel auf. Wusste ich überhaupt, wie eine Platane aussieht? Sicher, ich hatte den Namen schon oft gehört und noch häufiger gelesen. In Geschichten passierten ständig Dinge unter Platanen. Liebende trafen sich, Agenten bespitzelten sich, Eide wurden geschworen und gebrochen, Morde verübt und Leichen begraben. Und immer stand die Platane als stumme Zeugin dabei. Aber würde ich jetzt, wenn es darauf ankam, eine Platane von einer Eiche unterscheiden können? Immerhin sind auch Eichen bedeutsame Bäume, auch unter ihrem Blätterdach geschieht ständig Dramatisches. Aber ich weiß doch, wie eine Eiche aussieht, eine Verwechselung ist nicht sehr wahrscheinlich. Doch würde ich die Platane von einem anderen Baum, den ich nicht kenne, unterscheiden können? Warum liegt das Buch nicht unter einer Eiche? Mir blieb nichts anderes übrig, als unter jeden großen Baum zu schauen. Außer natürlich unter die Eichen. Zum Glück war der Alte Botanisch Garten nicht sehr groß, so dass ich schon nach kurzem Herumirren feststellen konnte, dass unter keinem der großen Bäume ein Buch lag, und unter den kleinen auch nicht und auch nicht unter einer Eiche. Ich hatte die Gelegenheit verpasst, zu lernen, wie eine Platane aussieht.
Jetzt hatte ich nur noch eine Chance, ein Buch zu finden, ein Schließfach neben dem Oberstadparkhaus. Das Parkhaus war ganz in der Nähe, aber es kam mir wie Stunden vor, bevor ich vor den Schließfächern stand. Schon von außen konnte ich erkennen, dass in einem der unverschlossenen Fächern etwas lag. Ich öffnete erst alle anderen. Zum Schluß griff ich mit schweißfeuchten Fingern nach dieser letzten Tür. Ging mein Atem stoßweise oder hielt ich ihn an? Ich weiß es nicht mehr, aber ich weiß noch, wie sich mein Herz zusammenkrampfte. Die Tür öffnete sich und da lag es, mein erstes erjagtes Buch: Der Dienstagsmensch. Stolz, erschöpft und unendlich befriedigt steckte ich meine Beute ein, nicht ohne ein anderes Buch zu hinterlegen, damit auch andere dieses Erlebnis teilen können.

Die Geschichte ist wirklich haargenauso passiert, und auch meine Gefühlsregungen sind nur gerinfügig ausgeschmückt. Leider ist mir seitdem nichts vergleichbar Spannendes mehr passiert.

Journal Entry 9 by Zartbitter from Mohrkirch, Schleswig-Holstein Germany on Saturday, October 01, 2005
Meine Geschichte mit der Rettung des Elchs aus dem S-Bahn-Tunnel kennen viele ja schon aus dem Forum. Nachmachen ist ausdrücklich nicht erwünscht!

Es handelt sich um "Ein Elch packt aus":

Endlich da! Das war eine Odyssee! Sonntag in der Nacht komme ich heim und das Buch liegt vor der Tür. Zu faul, noch den Computer anzuwerfen und gleich das Journal zu schreiben, nehme ich es am Montagmorgen gleich als Unterwegs-in-die-Arbeit-Lektüre mit. Dummerweise klemmt mich beim Einsteigen die Tür der S-Bahn ein, das Buch rutscht mir dabei aus der Hand und fällt zwischen Bahnsteig und Bahn in den Gleistunnel. Mist. Ein netter S-Bahn-Mensch erklärt mir, dass zur Rettung des Buches das Gleis gesperrt werden muss, weil diese Woche fast rund um die Uhr ein Dauertest im 2-Minuten-Takt läuft und deswegen niemand zu den Gleisen runter darf. Aber nachts wird das problemlos erledigt. Ich, beruhigt, fahre in die Arbeit. Natürlich hat niemand das Buch herausgeholt. Nicht mal zwei Meter entfernt und doch so weit weg. Heute morgen wurde ich erst telefonisch dann persönlich auf heute abend nach zehn vertröstet. Heute abend war natürlich schon vor zehn kein Personal mehr da. Da gab es kein Halten mehr. Links geschaut, ob die gerade losgefahrene S-Bahn schon weg ist und niemand in Uniform zu sehen ist, rechts geschaut ob in der Röhre die Lichter der nächsten S-Bahn schon zu sehen sind, ein großer Schritt nach unten, Buch genommen, nach oben gezogen, Buch gerettet in weniger als 10 Sekunden. Und: Keine Schramme, kein Schmutz, das Buch ist unversehrt.

Journal Entry 10 by Oedi from Mohrkirch, Schleswig-Holstein Germany on Saturday, October 01, 2005
Na, auch wenns doppelt gemoppelt ist, denn diese Geschichte gabs ja schon im Forum, und verewigt ist sie schon bei DieWuschel s Geschichten
- damals hatte ich ja ne Weile überlegt, und den zartbitter auch vorher gefragt, ob er einverstanden ist...... hier ist er also nochmal, der weithin schon bekannte Forumsbeitrag ;-)


Soll ich hier wirklich meine verrückteste Bookcrossing - Geschichte erzählen?? Ganz öffentlich?? Die Geschichte, wie ich auf dies Journal hin:
Douglas Adams' Raumschiff Titanic.
Aus einem Wühltisch für Bookcrossing befreit. Habe selbst schon eine Ausgabe und freue mich, es anderen draufdrücken zu können ;-)
Rückseitentext:
Als ein gigantisches Raumschiff aus einem fernen Sternensystem orientierungslos durchs All trudelt, legt es ausgerechnet über der Erde einen Kurzaufenthalt ein. Prompt besteigen ein paar vorwitzige Erdlinge das Schiff, und ehe sie sich's versehen, sind sie mit der Titanic auf Reisen - zusammen mit anderen blinden Passagieren sowie einem geistig verwirrten Papagei, fehlprogrammierten Robotern und einer tickenden Bombe. Die Reisegesellschaft beginnt einen verzweifelten Kampf gegen die computergesteuerte Bürokratie an Bord.


- zufällig entdeckt auf Shelf - Browsing sozusagen - mal so angefragt habe, ob ich dies Buch, weil "Per Anhalter"- Fan, wohl mal bekommen könnte. Und wie sich daraus so ein PM-Kontakt entwickelt hat, der dann zu einer täglichen fast- schon -Notwendigkeit wurde, erst über Bücher, über Städte, dann auch einfach über ganz normal Alltägliches.

Das Raumschiff Titanic ist dahin unterwegs, wo noch nie ein menschliches Wesen war ... äh, falscher Film, hmm, naja zumindest dahin, wo ich noch niemals war: An die dänische Grenze. Hoffentlich hat die Post nichts dagegen, dass sich die Büchersendung nur zusammen mit einer Ansichtskarte auf den langen Weg traut ;-)
Viel Spaß im Norden!


Wie ich Freunden davon erzählt habe, und die immer fragten: und, wer ist das? Willst Du den (denn inzwischen wusste ich ja doch, es war ein er) nicht mal treffen? Und ich immer gesagt hab: Nö, will ich nicht, weil das KANN ja nur schlechter werden, das wäre ja ein unglaublicher Zufall, wenn man sich in echt auch verstehen würde, und ich will mir dies nette mailen nicht kaputtmachen.
Tja, ein paar Bookcrosser hier haben mitgekriegt, was dann passiert ist. Aber sie haben, glaub ich, nicht gemerkt, WAS da passiert ist.
Es gab nämlich ein Meetup in Dresden, und da ist dieser Münchner einfach anmarschiert gekommen, ohne mir EIN WORT vorher zu sagen. Und ne Woche später bin ich nach München geflogen. Mal gucken. Weil, man hat sich DOCH in echt auch verstanden. Und dann war er hier. Und jetzt bin ich völlig verschossen, hab 'nen Freund in München sitzen (ich sitz gleich an der dänischen Grenze) - und es gibt ein Bookcrossing-Pärchen mehr :-))

Journal Entry 11 by Oedi from Mohrkirch, Schleswig-Holstein Germany on Monday, October 03, 2005
hier kommt mein schönster Eintrag eines wild freigelassenen Buches.(Sicher weiß ich spätestens in 1 Jahr nicht mehr: welches Buch war das noch, wo ich diesen schönen Eintrag hatte...und jetzt werd ich ihn wiederfinden können) Toll dabei, es hat seither sogar noch mehrere Stationen gefunden!!!
Kurz und knapp, hier der link:

Angst vor dem Abwaschen

Journal Entry 12 by Oedi from Mohrkirch, Schleswig-Holstein Germany on Tuesday, October 11, 2005
ein Forumsthread mit lauter schönen Geschichten
, der der Ursprung zu Wuschels geschichtensammlung (link in meinem shelf) war.

Journal Entry 13 by Garten-Fee on Tuesday, October 11, 2005
du bei Ebay nach BC-Ids suchst statt nach Artikelnummern
und umgekehrt
ist mir gerade passiert
wollte einen Journaleintrag eingeben, klicke auf Einfügen und wundere mich warum die Nummer nicht gefunden wird
logisch, kann ja gar nicht gehen, wenn das lange Teil eine Artikelnummer ist...grins

Journal Entry 14 by Komma from Würzburg, Bayern Germany on Friday, December 09, 2005
Der Hermesversand und der rätselhafte Nachbar

Ich tapse viel zu frühmorgens die Treppe hinunter, da leuchtet organgerot eine Abholkarte auf der Treppe. Seltsam abends war die noch nicht da und die Post kommt bekanntlich nicht in den Nachtstunden.
Später(abends)Ich lese auf der Abholkarte vom Hermesversand: Sehr geehrte Frau/ sehr geehrter Herr...leider haben wir Sie heute nicht persönlich erreicht. Es war uns jedoch möglich die Sendung bei einem Ihrer Nachbarn zu hinterlegen. Sie befindet sich bei Schleger. Keine Angaben zur Hausnummer.
Schleger keine Ahnung, Name noch nie gehört. Die nächsten Nachbarn kenne ich, da heißt keiner Schleger, aber vielleicht am Ende der Straße? Also Telefonbuch, suche Schleger, kein Ergebniss. Mist, also raus auf die Straße und suchen, bis zum Ende der Straße rechts kein Schleger, auch um die Ecke nicht. Schlegelmilch kann´s ja nicht sein. Ist auch zu weit weg, schon eine Straße weiter. Hilfe ich komme nicht an mein Paket. Straße nach links, da sind nur noch zwei Geschäfte ohne Wohnungen. Ob der Paketmensch wohl im Drogeriemarkt Schlecker was abgegeben hat. Ich frage dort nach, allerdings ohne viel Hoffnung, aber siehe da, dort lag ein Paket von Oedi02 für mich. Das war anscheinend ein Fall von Legasthenie beim Paketdienst. Schleger, da soll mal einer auf Schlecker kommen.

Journal Entry 15 by Oedi from Mohrkirch, Schleswig-Holstein Germany on Monday, January 02, 2006
Hach!!
NEUN Monate hats gedauert, dieseR LeserIN ging wohl wirklich mit dem Buch schwanger ;-)
Aber dann: ein Eintrag.
Ein wild caught, von Flensburg nach Bremerhaven.....schön!!!

Hier isser

Journal Entry 16 by Pidray from Bendorf, Rheinland-Pfalz Germany on Tuesday, February 14, 2006
Für die einen sind es nur irgendwelche Bücher, für die anderen die größte Bibliothek der Welt ...
;-)

Tja, ich war damals gerade erst seit 2 1/2 Wochen BXler und erhielt einen Release-Alert in meiner Nähe und weil dies mein erster und bisher einziger Caught ist, ist es für mich was Besonderes:

Kata (von Andrew Vachss)

21.07.2006
Gotcha ! Jippieh!
Hab extra 30 min früher Feierabend gemacht, um zu Foto Heibel zu flitzen. Ich kannte nur den Laden ggü. C&A - ein Verkäufer (er wußte offensichtlich Bescheid) schickte mich zurück in die Schloßstraße und meinte, wenn ich Glück habe, ist es auch noch da.
Dort war aber kein Buch im Bilderrahmen-Regal :-(
... aber auf meine Nachfrage holte der Verkäufer es hervor :-)))
(ich kam nicht mal auf die Idee, zu fragen, ob er es selbst lesen wollte *oops*)

die Leute auf der Straße haben sich bestimmt über mein breites Grinsen gewundert.

Ich lauere schon auf´s nächste Koblenzer "Osterei"
*indenstartlöchernsteh*


Und *schäm* vor lauter eintrudelnden Buchring-Rudels habe ich es noch nicht einmal gelesen - nun langweilt es sich schon seit 6 Monaten bei mir !

Journal Entry 17 by wingHH58wing from Abensberg, Bayern Germany on Wednesday, July 05, 2006
Nee, diese Geschichte hat nicht das Bookcrosserleben geschrieben, sondern ich selber, und zwar für das große BC-Treffen 2006 in Dresden ... auf persönlichen Wunsch von Oedi02 gibt es sie (die Geschichte, nicht Oedi02) jetzt aber auch online :-)

Zuvor aber noch ein paar Anmerkungen:

1. Es möge mir bitte niemand beleidigt sein, wenn er/sie sich hier irgendwo wiederfindet

2. Es möge mir bitte niemand beleidigt sein, wenn er/sie sich hier nirgendwo wiederfindet

3. Sämtliche Änlichkeiten mit toten oder gar lebenden Personen wären natürlich sowieso rein zufällig :-)

4. Teilweise musste ich einen Spagat machen zwischen der richtigen Schreibweise des BC-Namens und derjenigen des eigentlichen Wortes. Manchmal hilft es, den Text in Gedanken laut mitzusprechen ...

5. Für alle Norddeutschen: das "Alpamare" ist ein großes Schwimm- und Freizeitbad in Bad Tölz (Bayern) bzw. in Pfäffikon (Schweiz)

********************

BookcrosserInnenmärchen


Es war einmal vor langer Zeit ... ich saß gerade in meiner kleinen Wohnung im 3. stockwerk eines WohnBunKers, als plötzlich der sumber an meiner Wohnungstüre ertönte. Draußen stand ein alter Kumpel von mir, den ich sofort hereinbat. Da er von der Reise hungrig war, drückte ich ihm eine Konservendose in die Hand (ansonsten hatte ich nur noch bruehwuerfel im Haus), worauf er meinte: „Hast' auch so was Wie an dosenöffner da ?“. Als ich antwortete, der sei leider kaputtgegangen, meinte er verständnisvoll: „Jaja, kaum Dresden 800 mal ...kleb ihn doch einfach mit te-sa !“. Darauf erklärte er mir, dass er jetzt einige Tage in der Stadt sei, um das Dach unsererer Kirche neu zu decken. „Aber doch nur auf der Seitenkapelle ?“, fragte ich ihn. „Na,“, antwortete er in tiefstem Bayrisch, „an Chor deck I a no !“

Auf die Dauer war mein Leben aber – trotz gelegentlicher Besuche von Freunden – doch etwas einsam. Das änderte sich aber schlagartig als ich Susanne, eine muenchnerin, kennenlernte. Es war mitten im vinter, und draußen war es Eisig kalt – deshalb beschloss ich, ins Alpamare zu fahren, denn das Var gasbeheizt. An so kalten Tagen ist es im warmen Wasser ja besonders angenehm. Als ich Susanne dort im Alpamare sah, verliebte ich mich sofort unsterblich in sie – das ging RazFaz. „Daine blauen Augen sind so schön,“ sagte ich zu ihr, „und erst die wuscheligen Haare ...“. Später saßen wir dann am Rand des Schwimmbeckens, die Füße im Wasser, Seelenverwandte durch und durch.

Dass wir unter diesen Umständen bei der Einrichtung unserer gemeinsamen Wohnung besonderen Wert auf die Gestaltung unserer Badstube legten, versteht sich von selbst. Susanne meinte beispielsweise: „Ich wünsch' mir a Marmorablage über dem Waschbecken.“.

Im darauffolgenden Jahr heirateten wir – zuerst standesamtlich und dann, wie das in Bayern üblich ist, kirchlich. Man könnte also sagen, ich heiratete Susanne 2 mal. Zuvor mussten wir aber noch die weddingringe besorgen sowie die Frage nach dem Hochzeitsauto klären: Entweder ein 200 PS-Ammy-Schlitten oder ein BuKatti.

Für unsere Hochzeitsreise überlegten wir uns: „Wollen wir nach Saigon fliegen, oder nach Athen zur Akropolis, oder fahren wir in die Ukraine und tanzen auf der Krim Tango ?“ Schließlich entschieden wir uns dann aber doch für die USA. Allerdings muss man dort besonders vorsichtig und höflich sein, weil die Amis ja alle mit einem colt rumlaufen. Als ich beispielsweise einmal auf der Tanzfläche versehentlich jemanden anrempelte, sagte ich sofort: „Tut mir Leid, dancer !“.

Zunächst besuchten wir in Reno (Nevada) ein großes Bankett. Colorado ließen wir aus und flogen statt dessen mit einem ganz kleinen Jettchen nach New York, wo am Flughafen das ganze Gate indigofarben gestrichen war. Wir besichtigten die lady-liberty und stellten dabei fest , dass in New York alles etwas teurer ist; so kostet etwa ein muffin 77 Cent mehr als anderswo. Im Hotel freundeten wir uns mit einem Engländer an, der uns prompt nicht etwa zu einem Bier oder Whisky einlud, sondern zu einer (Zitat) „nice cup of tea“ mit einem Spritzer Zitrus-Saft. Zum Abschluss gingen wir in sued-Florida segeln. Leider erwischten wir genau die drei Tage, an denen zwar die Sunne schiien, aber nicht die geringste Meeresbrise wehte. Vielmehr war es völlig windstill – da half uns auch die schöne Galionsfigur nichts. Trotzdem fühlten wir uns wie im Paradies. 3001 Euro hatte uns der Spaß gekostet, aber das war es uns wert.

Natürlich drücke ich meiner Gattin noch immer jedes Jahr an unserem Hochzeitstag einen Blumenstrauß in die Hand, mit den liebevollen Worten: „Da hast Du ein paar Rosen, Frau !“. Aber auch unter dem Jahr gibt es die eine oder andere Primel.

Der Lieblingsmusiker meiner Gattin ist Cliff Richard, und zwar schon recht lange. Sie erinnert sich noch ganz genau: "Das erste Mal hörte ich Cliff 1976 !" Mit klassischer Musik kennt sie sich dagegen weniger aus. Einmal besuchten wir eine Vorstellung von Richard Wagners „Rheingold“ (Ihr wisst schon, das ist die Oper, wo dann zum Schluss plötzlich der Schatz feehlt). Als wir und uns in der Pause unterhielten, hielt Susanne den im Programmheft abgedruckten „Alberich“ doch glatt für einen der Riesen, was mich zu der Korrektur verleitete: „Lady, Alberich ist doch der Zwerg !“ - worauf sie antwortete: „Ach, Ich Esel !!!“. Der Abstand zwischen den Sitzreihen war leider ziemlich knapp. Als Susanne nach einiger Zeit deshalb der Fuß einschlief, raunte ich ihr zu: „Falz bein halt auf die andere Seite rüber ...“ Nach der Oper gingen wir dann noch zu McDonalds. Wir waren so hungrig, dass wir dort eine ganze Hamburger-Großfamilie verspeisten ...

Bezüglich des Fernsehens streiten sich ja bekanntlich die Geister. Meine schwester sieht am liebsten Phoenix, Vetter Klaus RTL ... uns macht das tägliche Fernsehprogramm dagegen weniger Spaß. Nina Ruge lacht mit den Worten „Alles wird gut“ in die Kamera ... der Wetterbericht ist auch meistens deprimierend: Köln versinkt im Schneechaos, Hamburg in der Sturmflut ... dann doch lieber ein gutes Buch zur Hand nehmen und vieleseiten lesen. Der Tag des Buches ist für uns ein hoher Feiertag. Denn wir wussten ja schon immer: Lesen macht froh !

Susanne war schon damals eine sehr fleißige Frau. Sie war Biochemikerin, arbeitete also in einem Labor, feehlte nie und gab diese Anstellung erst auf, als etwa ein Jahr nach unserer Hochzeit unsere Tochter geboren wurde. Da es unser erstes Kind war, nannten wir sie Una. Ständig mussten wir ihr maerchen vorlesen – allein „Frau Holle“ 77 mal, und auch Aschenputtel (auf Englisch „cinda-rella“) gefiel ihr sehr gut. Ihre Lieblingsfiguren waren aber tinkerbell, Heydie und die Hexe Noma. Für das Märchenbuch hatte Susanne extra ein hübsches Lesezeichen gebastelt. Auch blätterte Una oft in Donald Duck – Heften. Mir erzählte sie dann: „Das hier ist Onkel Dagobert, der ist so reich, der schläft sogar in einem Goldpet !“. Damit Una auch früh lernt, mit Geld umzugehen, bekam sie schon bald ein eigenes Sparconto.

Die meiste Zeit spielte Una aber eh Prinzessin oder Königin – wobei im letzteren Fall immer zuerst das Problem gelöst werden musste: „Der Monarch bin ich selber, aber wo bekomme ich jetzt zum Regieren ein Volk her ? Ob ich mir eines borge ?“. Meistens griff sie dann aber auf ihre Freundinnen und Freunde zurück - Anna Lena Petra Maria Fanny Natalie Ulrich Karl Tracy Shannon und wie sie alle hießen.

Eines Tages gingen Susanne, Una und ich gemeinsam beim ersten Morgenrot in den Zoo. Es gab dort El-fanten, Biber, einen polarwolf, eine rote Wölfin und ganz junge Tigerle, von denen Una besonders begeistert war. Man konnte sogar Patenschaften für Tiere übernehmen – gegen einen kleinen Obulus, versteht sich. So kostete beispielsweise eine Seegurke 123 Euro, ein Opossum 69 und ein rabe 7. Bloß, wenn der dann stirbt, dann weiß man wieder nicht, was man mit dem rabenaas anfangen soll ... Gegen Mittag setzten wir uns auf eine Bank, vertilgten Sandwiches mit Huhn und Kaess und zum Nachtisch eine Tafel Zartbitterschokolade, Pepperminz-Anis-Kekse sowie jeder eine Lakritzschnecke. Wegen der Krümel brauchten wir uns keine Sorgen zu machen, denn soeben kam der Mann daher, der die Wege im Tiergarten feegt. Als ein kleiner Hund sein Geschäft mitten auf dem Weg verrichten wollte, sagte der Mann zu ihm: „Lass das besser bleiben, sonst werde ich wild, Spitz !“. Una glaubte, bei dem Tier eine Ähnlichkeit zu einem kleinen Hund aus Gallien zu erkennen, deshalb schlug ich vor: „Wink Idefix doch einfach mal zu !“. Auf der Nachbarbank saß derweilen ein Pole, Most trinkend. „Sag, Una“, fragte ich meine Tochter, was wünscht Du Dir denn zum Geburtstag ?“ „Einen kleinen Babytiger !“ antwortete sie wie aus der Pistole geschossen, „und ich weiß auch schon einen Namen für ihn – ich werde ihn Tosho nennen!“. „Aber Kind“, entgegnete ich, „wo sollen wir denn in unserer Wohnung einen Tiger unterbringen ?“. Doch auch daran hatte meine Tochter gedacht: „Tosho kann in meinem Zimmer wohnen ...“. „Und wenn er mal mit seiner Tigertatze nach Dir schlägt ?“ ... wir einigten uns schließlich auf einen Husky.

Später bekamen wir noch einen Sohn, und wir beschlossen: „Denn nenn' ma Wolfgang“. Da Kinder zwar viel Freude machen, aber auch viel Geld kosten, beschlossen wir, dass wir in Zukunft etwas mehr sparen müssten. Aber das ist manchmal ganz schön Svea. Der erste Anlauf dazu war beispielsweise ein ziemlicher Reinfall. Als ich unsere Lieblings-Weinhandlung betrat (mit dem schönen neudeutschen Namen „Redvineland“) und zum Inhaber sagte, ich würde ihm für einen Karton Lambrusco 27 Euro bezahlen, meinte er nur: „ Ha, ha, 58 Euro und keinen Cent weniger !“. Nach alter Währung waren das ganze 0 Komma 04 ml je Lira (italienische natürlich).

Während Una immer sehr reinlich war, muss ich unseren Sohn schon manchmal ermahnen „Washti Füße, du Bengel, Mama schimpft sonst wieder wie ein Rohrspatz !“.

Gutes Benehmen ist ja sehr wichtig. Leider haben heutzutage viele junge Leute Manieren wie ein Holzhacker. Als ich neulich in Una's Schule ein Klassenzimmer betrat, stand plötzlich ein Halbstarker vor mir und fragte: „Ey Alda, wen suchst Du ?“ ... Ich dachte mir: „Der ist wohl verRikkiDD !“ ... Bei manchen Jugendlichen hat man fast das Gefühl, die waren schon als Baby Monster, und in manchen Klassen artet das Verhalten der Schüler und Schülerinnen untereinander ja fast schon in MooPing aus.

In der Schule ist Una eigentlich recht gut. Schon als kleines Kind war sie sehr wissbegierig. So musste ich ihr immer so wichtige Fragen zu beantworten wie beispielsweise „Hat der Mann im Mond auch ein Mondkind ?“. Nachdem sie lesen gelernt hatte, entwickelte sie sich schnell zu einer richtigen Leseratte – obwohl sie immer betonte: „Ich sammle keine Ratten, und wenn, dann nur selbstgemalte !“

Jetzt schlägt sie sich in der Schule in Physik mit den Formeln für die kinedische Energie herum, oder in welche Richtung bei einer bestimmten Lichteinstrahlung der Schatten fellt. Allerdings ist sie jetzt in der pubaertät und grämt sie sich wegen der Piggel, die sich allmählich in ihrem Gesicht zeigen.

Natürlich werden auch wir, ihre Eltern, nicht jünger. Neulich eröffnete mir meine Zahnärztin, dass ich nicht weniger als 6 neue Kronen bräuchte – das war sozusagen ein GAU dentaler Art.

Irgendwann sind die Kinder dann aus dem Haus, und so versuchen wir, möglichst viel Zeit mit ihnen zu verbringen, nicht nur in den fe-rien. Letzte Woche fuhren wir beispielsweise mit einem historischen Dampfzug. Ich machte natürlich auch ein Foto von meiner Familie vor der Lokomotive. Da sie aber immer noch etwas zu weit weg standen, sagte ich: „Geht doch noch etwas näher an den Thenda ran !“. Plötzlich sagte meine Frau zu mir: „Schau mal, da vorne, neben dem Lokführer steht ja noch so ein schwarzer Mann. Das werden ja immer mehr – hat der sich etwa klonen lassen ? Leide ich an Paranoia ? Oder ist das gar Der Teufel aus der Hoelli ?“. Ich beruhigte sie: „Keine Angst, das ist nur der Heitzer !“

Bei geeigneter Witterung kann man im Herbst auch Pilze suchen gehen. Dabei muss man aber aufpassen, wenn man herumliegendes Holz anfasst, sonst hat man die Hände voller Stink-Hearts. Beim letzten Mal fanden wir allerdings leider nur 5 Schwammerl.

So, ich hoffe, Ihr fandet die Geschichte nicht zu Oedi, zweifellos ein bisschen Pfiffig und endlich bin ich jetzt auch ruhig ...

Journal Entry 18 by 5Schwammerl from Wien Bezirk 05 - Margareten, Wien Austria on Wednesday, August 09, 2006
Ich bin nun schon fast drei Jahre Bookcrosser und hab schon einiges erlebt, aber so etwas wie in dieser Geschichte ist mir noch nicht untergekommen!

Also, die Geschichte begann letztes Jahr in Wien. Ich hab an einer Challenge teilgenommen und jede Menge Bücher dafür registriert. Einige davon hab ich mit in den Urlaub nach Kärnten genommen weil ich wußte das es in unserer Pension in Weitendorf ein kleines Regal gibt wo sich Urlaubsgäste immer gerne Bücher nehmen wenn mal schlechtes Wetter ist. Also stell ich dort meine Bücher dazu und warte ein Jahr vergeblich auf Einträge. Dieses Jahr war ich wieder dort und fragte Erna, unsere Vermieterin, ob sich niemand diese Bücher mitgenommen hat. Sie erzählt mir freudestrahlend, dass immer wenn Gäste die Bücher mitnehmen wollten, sie diese für mich gerettet hat! AHHHHHH!!! Ich natürlich nicht böse, sondern lobte ihre Treue und Umsicht und dann hab ich meiner lieben 74 jährigen Erna vergeblich versucht das Prinzip von Bookcrossing zu erklären! Resignierend hab ich die Bücher zu einem Meeting in Kärnten mitgenommen, und siehe da, jetzt haben wir ein neues Mitglied dadurch! So hat meine liebe, treue Vermieterin doch noch dazu beigetragen das Bookcrossing in Kärnten wieder ein bisschen bekannter wird!
Danke Erna!
http://bookcrossing.com/journal/2441674

Journal Entry 19 by Oedi from Mohrkirch, Schleswig-Holstein Germany on Wednesday, October 11, 2006
guckt mal -
heute kommt dies Buch bei mir an, als Spende für die Flensburger OBCZ - und schaut mal auf seinen ersten release: es war nämlich schon vorher mal ne Spende für mich für ne OBCZ!!! Vor 2 Jahren!!! Und hatte seither mehrere Leser....
Der weiße Seidenschal
Hi!!

Journal Entry 20 by Suureal from Graz, Steiermark Austria on Saturday, March 17, 2007
I have been really active on StumbleUpon, including friending people who's sites I like. (If I have missed anyone of you drop me a note, I'm Diamondlucy there as well) So I found that guy who sits in the Uk and as he posted some really interesting stuff on literature I asked him whether he has heard of bookcrossing.

And that was the answer:

ahum, yes. it about 4 years ago.. a spring day in 2003
on a train...
a man in a trench coat sat opposite me on my morning commute to London.
I liked how he looked. He reminded me of Comic-Book Guy from the simpsons... Interesting.
I noted he was reading a Philip K Dick book.
Being a bit-part fan of SF and an admirer of some of the films that have been made from his stories, i recollect reafirming a long standing idea that i must one day get round to reading some Philip K Dick.
someday.
The train rolled into London Bridge. Smiling as he put his book down on the seat next to him, Comic-Book guy left the train. ..
The book had a label on the cover.
I picked it up and read BCID: xxx-xxxxxxx
I still have that book
and i still haven't read much Philip K Dick...
that is not to say however that i will not, I a certainly mean to drop the book off.
somewhere.
I remember some months ago as i stumbled across that book, sitting as it does in my rather crammed bookcase, thinking that i will have to leave that book in some far off, exotic place in order to justify the delay in my passing it on.
But i will pass it on..
I think the that time has only served to increase the significance in doing so.
wow
i do rabbit on somewhat don't i?
um
so yes, i've heard of bookcrossing
it's a fantastic idea
if only everyone would comply... i think they will. eventually.
um
i really didnt mean to write this much.
a memory was sparked though.
sorry

:)

Are you an active member of this rather wonderful movement?


I've checked the bcid, the book is real, it has been released on the very spot he described, but nobody has written an entry so far. That book has been released in 2003!!! Can you imagine that?!?

Oh, and I just got another email from my stumbling friend: check that out!!! --> http://www.bookcrossing.com/journal/562731
YAY!!!

Journal Entry 21 by wingMaenadewing from Wedding, Berlin Germany on Monday, April 02, 2007
Ein Wildfund! In meinem Haus!
Um Euch vorweg auf den aktuellen Stand zu bringen: Ich bin ja seit kurzem in Rom und wohne da in einer Villa, die meinem Arbeitgeber gehört, mit sieben anderen Menschen, die Praktikum machen, an Projekten mitarbeiten oder wie ich Angestellte mit niedrigstem Einkommen sind. Diese Villa gibt es schon seit einer ganzen Weile und zu ihrer Ausstattung gehört eine kleine Bibliothek. Die ist sehr gemischt- von Philosophie über deutsche und englische Klassiker bis Krimis ist alles dabei. (Nicht zu vergessen die Fachbibliothek natürlich!) Klar will ich einiges davon lesen (zuerst die Krimis :-) ) und klar wollte ich das ein oder andere von mir hier registrierte Buch dazwischen schmuggeln. Am Wochenende fiel mir dann der kleine Aufkleber auf einem schon dort stehenden Buchrücken ins Auge: Ich habe ein wildes Buch entdeckt, dass offensichtlich eine Verschnaufpause bei uns einlegte! Hier ist es:
http://www.bookcrossing.com/journal/4007042
Sowas kann den Tag retten, oder?

Journal Entry 22 by MoragRabenzunge from Ketsch, Baden-Württemberg Germany on Saturday, January 05, 2008
Ende August hatte ich ein Buch in der Gemeindebücherei von Ketsch ausgesetzt. Lange kam gar nichts und ich dachte schon ich würde nie wieder was von dem Buch hören oder sehen.
Anfang Dezember tauchte dann dieser Journaleintrag auf "^^ i want to find noch a book

im mülleimer am banhof weil ich musste saubamachen wegen gericht^^ geiler deutsch ich weiß

CAUGHT IN SCHALLSTADT BA-WP GERMANY"

Da muss sich jemand richtig gefreut haben :-)
Ein kurzer Check bei MAP24 brachte heraus das mein Buch satte 191 km zurückgelegt hatte. Wie es die zurücklegen konnte bleibt aber wohl das Geheimnis des Buches.

Journal Entry 23 by Oedi from Mohrkirch, Schleswig-Holstein Germany on Saturday, March 15, 2008
Juchu!!
Endlich mal wieder eine schöne neue BC-Geschichte!!

Heute in Flensburg...

Also, der zabi und ich sind alle beide noch nicht so richtig fit (Grippe) -ich bin sogar noch ziemlich unfit.
Trotzdem, hart wie wir sind, nur aufm Sofa hocken wollten wir auch nicht, und er wollte noch kurz nach FL, Scheibenwischerblätter besorgen. Gut, was Kleines könnten wir da noch anschließen, aber was?
Da flattern releasealerts von FL ins Haus: katopua releast PMHR im Museumshafen- hej, wir gehn jagen!!
Also aufgemacht, selbst Bücher zum releasen eingesteckt, und los zum Museumshafen. Promenade längsgeschlendert, Bücher aufgehängt, selbst keine gefunden, ins werftcafé, Kuchen gegessen, mit den "Servicekräften" über BC geschnackt (ein Buch hatte ich an deren Fahnenhalter gehängt, das hatte er gesehen, gleich geschnappt und bißchen gefragt, nett!!), bezahlt, zurtückgeschlendert, geguckt, ob die Bücher noch hängen- da kommt doch ne Frau auf uns zu und fragt, ob wir "zufällig was mit Büchern zu tun haben". Haben wir- es ist katopua!!!!

Haben noch ne ganze Weile geschnackt und uns im Museumshafen herumführen lassen, bis ich langsam durchfröstelte und wir uns deshalb verabschiedet haben- schön, das!!!! :-)))

Und jetzt, gerade eben, kam mir dieser journal entry für einen meiner wildreleases dort ins Haus geflattert:
Puck

Journal Entry 24 by wingmoerschenwing from Braunschweig, Niedersachsen Germany on Thursday, May 01, 2008
Habe gerade diesen Fred gefunden und möchte mal eine Geschichte nachtragen, die sich letzten Sommer ereignet hat- just nach dem längsten MeetUp der deutschen Bookcrossergeschichte- in der DB...

Das Buch hieß "Meuterei der Hormone."

Ich war vorübergehend allein unterwegs am Strand in Karlsminde/Ostsee und habe, weil die einzige Bank weit und breit besetzt war, das Buch kurzerhand in dem Raum neben der Herrentoilette ausgewildert, in der Annahme, daß die dort offenstehende Tür in die Damentoilette führt. Allerdings befand ich mich in der Herrendusche. Man beachte auch noch den Titel des Buches. Ich schwöre, das war nicht geplant. Meine Schwester (die dann auch bald wieder auftauchte) und ich haben dann später meinen Schwager da reingeschickt, er sollte nachsehen, ob das Buch noch dalag (es lag noch da). Und wir haben gegackert wie die Teenager. Mein armer Schwager... :-D Auf dem Rückweg am Strand entlang fragte mich ein aufmerksamer Tourist, ob ich nicht eben noch ein Buch in der Hand gehabt hätte! Ich habe gesagt, ich hätte es gerade vercrosst. Der hat vielleicht geguckt!

Hier der Link: http://www.bookcrossing.com/journal/2587206
Ein Journal hat es aber bisher nicht erhalten.

Journal Entry 25 by wingsatay-spiesswing from Hamburg - Osdorf, Hamburg Germany on Sunday, July 06, 2008
Das ist ja eine nette Idee, Bookcrosser-Geschichten zu sammeln! So werde ich mal meine jüngste BC-Geschichte zum besten geben, schon alleine, damit ich demnächst immer automatisch die neuesten BC-Geschichten per Email serviert bekomme! :-)

In der zweiten Junihälfte 2008 war ich mit RincewindHH in Safaga in Ägypten zum Tauchen. Schon bei der Ankunft in unserem Hotel hielt ich Ausschau nach Büchern, und tatsächlich lagen da auch einige in der Lobby rum und fristeten ihr verlassenes Dasein. Es war aber nichts dabei, das uns interessierte, und außerdem waren wir ja noch gut versorgt mit Lesestoff. Am letzten Tag aber jammerte RincewindHH, dass er nichts mehr zu lesen hätte, woraufhin ich den Vorschlag machte, mal in der Lobby nachzusehen. So steuerten wir also auf die Ablage zu, und aus 5 Metern Entfernung sah ich auf einem Buch schon den made-by-winikide-Aufkleber leuchten. Ich dachte "das gibt es doch gar nicht" und sah mich gleich nach potentiell Verdächtigen um. Beim Aufklappen des Buches stellten wir fest, dass lady-liberty es registriert hatte. Selbstverständlich haben wir das Buch natürlich eingesackt, so dass RincewindHH was zu lesen hatte, und haben im Austausch ein gerade ausgelesenes Buch wieder hingelegt. Nebenbei lag da auch noch "Die Vermessung der Welt" rum (allerdings unregistriert), das auf meiner Wishlist stand. Ein sehr erfolgreicher Gang in die Hotellobby also.
Als wir tags drauf abends zu Hause waren, haben wir uns gleich auf den PC gestürzt und haben 1) festgestellt, dass lady-liberty das Buch in Bayern freigelassen hatte und der Finder es anscheinend mit nach Ägypten genommen hat und 2) dass lady-liberty schon unterwegs war zu Hambook 2008.
Am ersten Abend von Hambook 08 konnte ich lady-liberty ausfindig machen und sie fragen, ob sie das Buch kennt. Sie hat ganz schön gestaunt, als ich ihr die Geschichte erzählt habe.
Hier der Link zu dem weitgereisten Buch: http://www.bookcrossing.com/journal/5481342

Journal Entry 26 by dyabollo from Aulendorf, Baden-Württemberg Germany on Saturday, July 12, 2008
ich habe leider noch nichts spannendes erlebt...möchte aber dabei sein und mitlesen... :)

Journal Entry 27 by myamar from Berlin (irgendwo/somewhere), Berlin Germany on Sunday, July 13, 2008
Ich habe den Spleen, den thematisch passenden Ort zum Buch zu finden und es dort auszusetzen.

Bei einem Buch über den Bundespräsidenten Heinemann beschloß ich, es am Zaun der Dienstvilla von Bundespräsident Köhler (nicht Bellevue) auszusetzen. Nach dem Motto "von Bundespräsident zu Bundespräsident".

Ich lehnte es an den Zaun, zog mich zurück und wartete die Reaktion des Wachschutzes ab, der mit Kameras, das Grundstück überwacht.
Als nichts passierte, wollte ich es mir noch einmal anschauen und ging auf das Buch zu. Wie in einem Western kamen nun zwei Polizisten von der anderen Seite aus dem Wachhäuschen ebenfalls auf das in der Mitte liegende Buch zu. Kurz vor unserem Zusammenstoß zog ich mich fluchtartig zurück, weil ich keine Lust hatte, meine Personalien und lange Erklärungen abzugeben. Hinter der nächsten Ecke spitzte ich hervor und sah die Polizisten mit den Händen in die Hüften gestützt völlig ratlos auf das Buch hinunterschauen. So etwas war offensichtlich in der Dienstanweisung nicht geregelt.

In den Tagen danach wurde mir ganz schlecht, weil Freunde meinten, die hätten auch das Bombenräumkommando holen können oder meine Personalien würden vom Provider erhoben. Jeden Tag wurde ich gefragt, ob der GSG noch nicht da war.
Tja, das waren ungeahnte Auswirkungen, dabei fand ich es nur lustig, dass die Wachleute dienstlich bei Bookcrossing reinschauen müßten.

Nach zwei Wochen kam tatsächlich ein Journaleintrag zu dem Buch! Anscheinend war es bei einem Menschen mit Humor im Bundespräsidentenamt gelandet, der es mit Interesse durchgeblättert hat und an einem Ort, wo sich politisch interessierte Bürger aufhalten wieder freilassen wollte. Ich fand es klasse, dass er die Idee von bookcrossing aufnahm und weiterspielte. Leider habe ich seitdem nichts mehr von dem Buch gehört.

Auf Wunsch von Oedi kopiere ich den Journaleintrag im Original:
"Habe mit Interesse darin geblättert und gelesen.Habe das Buch an einem Ort ausgelegt, den viele politisch interessierte Bürgerinnen und Bürger besuchen."


Journal Entry 28 by Hippo57 from Meckenheim, Nordrhein-Westfalen Germany on Sunday, July 13, 2008
Ich hab eine etwas deprimierende Geschichte aus meiner Anfängerzeit bei BC beizusteuern. Also: Ich hatte gelesen, dass ein Buch in Meckenheim(meinem Wohnort) an der Kirche versteckt sein sollte. Also ich , im strömenden Regen, zu dieser Kirche und mit Herzklopfen überall gesucht.Ich bin 5x (in Worten fünf)um das gesamte Kirchengelände geschlichen, war klatschnass und musste ohne Buch nach Hause. Ich war völlig danieder.
Inzwischen suche ich nicht mehr, hab immer noch kein Buch gefunden und bin trotzdem glüchliche BC´lerin. ;o))

Journal Entry 29 by wingRazFazwing from Karlsruhe, Baden-Württemberg Germany on Monday, July 14, 2008
Jetzt bin ich doch im forum über deine geschichtensammlung gestolpert. Das erinnerte mich an einen (alten ) beitrag vom 2005 aus meiner früheren jagd&drang periode .

Ein Erlebnisbericht: Schwierige Jagd (oder wo man durch BC landen kann)

Letzte woche kam ein release alert für ein buch, das sich ganz interessant anhörte. Das buch sollte morgens im polizeipräsidium, an den info-flyern freigelassen werden. Da das präsidium in der nähe meiner arbeitsstelle ist, habe ich mich in der mittagspause auf die jagd gemacht. Nur womit ich nicht gerechnet hatte, ist, dass es gar nicht so einfach ist, als unbescholtene bürgerin in diese heiligen hallen vorzudringen. Info-stand klingt auch öffentlich. Vor der verschlossenen tür dachte ich: Naja, klingeln kostet ja nix und vielleicht kommst du so einfach rein. Gesagt getan. Nur der wachsame portier hat mich gleich abgefangen und mich gefragt, was ich hier will. Gedacht habe: ein buch. Aber gesagt: Wo sind denn die info-materialien über präventation?Antwort: Die Präventation-Beratungsstelle ist im seitentrakt, anderer eingang. Dort gibts auch die infoflyer.

Also, ich habe ja daraus nichts gelernt, laufe um das gebäude und stehe dort wieder vor einer geschlossenen eisentür. Jeder normale mensch würde doch aufgeben. Aber nein, ich muss ja schon wieder klingeln. Videokamera zoomt an meinem kopf herum. Uahh. Ich erschrecke und denke, jetzt weglaufen, sieht ganz schön verdächtig aus. Die türe öffnet sich und ich stehe vor den infoflyern. Endlich! Aber, leider kein buch mehr da. :-( Drehe mich um und will schon wieder gehen. Kommt ein polizeibeamter heraus und frägt mich, ob er mir helfen kann. Ich schnappe mir ein paar flyer und sage: Alles, ok. Aber er will mich über einbruchschutz beraten. Um dem doch zu entgehen, gestehe ich, dass ich eigentlich nur ein buch suche. Ungläubiger blick, wahrscheinlich bin ich schon ein verdächtiges subjekt. Schließlich erkläre ich ihm das prinzip von BC. Er wundert sich (und nicht nur er), dass so ein buch hier freigelassen wird, das nicht so öffentlich zugänglich ist. Freundlicherweise klärt er mich darüber auf, dass es im hauptgebäude auch einen infostand gibt. Da ich keine lust habe, die ganze prozedur an einer anderen türe nochmals zu machen, will ich schon abwinken. Aber ihn scheint das rätsel um BC doch zu interesieren und begleitet mich zum anderen infostand.Sehr nett von ihm, nicht? Leider wieder erfolglos. Vielleicht hat sich das buch ein kollege geschnappt.

Eine stressige mittagspause und muss gestehen, dass wohl die BC-sucht einen zu seltsamen taten verleitet.Jedenfalls habe eiige flyer zu präventationsmaßnahmen!


Später habe ich erfahren, dass dieser forumsbeitrag in der internen hauszeitung des Polizeipräsidiums veröfentlicht wurde. ;-)

Journal Entry 30 by myamar from Berlin (irgendwo/somewhere), Berlin Germany on Saturday, August 16, 2008
Noch eine Bookcrosser-Geschichte.

Ich wollte ein Buch in einem Spielsalon freilassen. Also betrat ich zum ersten Mal in meinem Leben einen Spielsalon. Er lag praktischer Weise auf dem Weg zur Arbeit, so daß ich morgens einen kurzen Schlenker machte.

Es war dunkel und schummrig und ich hatte die Illusion, unauffällig das Buch ablegen zu können. Aber die Frau am Tresen erspähte mich sofort und schaute mich fragend an. Also sagte ich, ich wolle ein Buch dalassen.
Sie darauf, wir kaufen keine Bücher. Mir schoß durch den Kopf, natürlich nicht, sagte aber nur geduldig, ich wolle es nicht verkaufen, sondern nur hierlassen. Sie schaute mich stumm fragend mit einem Schuß Irritation an.
Also erklärte ich ihr die Idee von Bookcrossing und schaute mich unauffälig nach einem Platz um, an dem ich das Buch hinterlegen könne. Zu meinem Erstaunen war sie von Bookcrossing ganz begeistert und sagte, sie hätte zu Hause auch Bücher, die sie nicht mehr braucht und die ich freilassen könnte. Ich solle doch in zwei Tagen wiederkommen.
Als ich im Büro ankam, lief ich meinem Chef über den Weg und beschloß, ihn ein wenig zu provozieren. Ich erzählte ihm, ich sei gerade vor der Arbeit in einem Spielsalon gewesen. Er schaute mich ungläubig an, nach dem Motto "Sie!!!".
Bei der Erklärung ich hätte ein Buch freigelassen, war er sofort wieder entspannt. Meine Kollegen kennen alle inzwischen bookcrossing, auch wenn niemand mitmacht.
Nach zwei Tagen ging ich wieder in den Spielsalon und erhielt zwei Bücher von Dan Brown. Nicht unbedingt mein Geschmack,aber um Bookcrossing willen werden sie freigelassen.

Journal Entry 31 by Oedi from Mohrkirch, Schleswig-Holstein Germany on Sunday, March 08, 2009
Es ist ja wirklich eine Schande - beim mal-wieder-lesen der Geschichten hier sehe ich, daß ich diese ja noch garnicht eingetragen habe:

Mitte 2007. Ich hab im Forum mein schönes BC-mobil betrauert (den Kangoo, den ich BC-ig bemalt hatte), und ne Woche später etwa kommt bei mir ein längliches, dünnes Päckchen an. HÄH? Ich hab doch nix bestellt? Absenderadresse ist mir nicht bekannt.....
Öffne das: ein Folien-BC-Logo, Kärtchen dabei: fürs bessere Gewöhnen ans neue Auto.
Ein BC-logo für mich!!!! Selbst gemacht!!! Und schön!!!
Ich brauchte es nur noch auf meinem neuen Auto zu befestigen -
auch jetzt noch einmal: DANKE, ARCON!!!
Ich fahre übrigens immernoch damit herum, es hält prima!!!
Edit: und hielt bis ich letztlich, Mitte 2013, mein inzwischen altes Auto verkauft habe. Die neue Besitzerin, Tochter einer Bekannten, hatte Mühe, es abzupulen. Sie hatte sogar noch versucht, es in einem Stück abzukriegen, damit Muddern (die mitgekriegt hatte, daß es mir darum leid tat) es mir fürs Nachfolge-Auto wieder mitbringen könne, aber leider hat das nicht geklappt.

Journal Entry 32 by Cal-Hifeng from Hannover, Niedersachsen Germany on Friday, April 03, 2009
Wie der Zufall manchmal spielt:

Ich hatte gestern (2. April) das Buch "Wie man Freunde gewinnt" in einer Telefonzelle freigelassen.

Heute ging ich an dieser Telefonzelle vorbei und sah, das es noch keinen Leser gefunden hatte. In der Nähe dieser Zelle ist ein kleiner Bahnhof zu dem ich wollte.

Ich begab mich also die Treppe hinauf und dachte so bei mir "Mal sehen ob das Buch noch einen Mitnehmer findet". Vom Bahnsteig aus kann man diese Telefonzelle sehr gut sehen. Und nun kommt das Unglaubliche:

Ich sah einen Mann aus seinem Auto aussteigen. Er ging an der Zelle vorbei. Er drehte sich um und hob etwas auf oder machte irgendwas an seinen Schuhen (das konnte ich nicht so genau sehen), danach ging er kurz zu seinem Auto zurück. Als er beim zweiten Mal an der Zelle vorbeiging, blieb er plötzlich stehen, drehte seinen Kopf zur Zelle, ging dort hin, öffnete die Tür und musterte das Buch. Er nahm es an sich und blätterte darin, während er weiter seinem Ziel entgegen ging.

Es ist kaum zu glauben, aber wahrhaftig so passiert. Ist schon ein merkwürdiges Gefühl, wenn man sowas direkt mitkriegt.

Sonnige Grüße aus Hannover

Cal

Journal Entry 33 by wingHH58wing from Abensberg, Bayern Germany on Sunday, April 26, 2009
Gestern wollte ich mit einer ehemaligen Kollegin ein Konzert im Audimax der Universität Regensburg besuchen.

Wie der Zufall so spielt, trafen wir auf Goldoni nebst Sohn, die auch ins Konzert wollten. Nach kurzem Geplauder entspann sich folgender Dialog:

Sohn: "Wer ist denn das ?"
Goldoni: "Das ist einer von den Bookcrossern."
Sohn: "Was, die gibt es wirklich ?"

:-)

Journal Entry 34 by kittybrombeere from Ladenburg, Baden-Württemberg Germany on Sunday, February 07, 2010
Aaaaaaaaaaaalso, das war so:
- Das Tierheim Aschaffenburg hatte vom Bücherflohmarkt was übrig und spendete diesen Rest dem Aschaffenburger Jugendkulturzentrum JUKUZ, das einen offenen Bücherschrank hat.

- Meine Wenigkeit als Betreuerin der OBCZ in Aschaffenburg brachte einen Stapel Jugendbücher, die dort nur Ladenhüter waren, ins JUKUZ. Im Austausch erhielt ich zwei (!) Stapel Bücher für etwas ältere Leser, da die im JUKUZ nicht gehen. Dies war wohl der Rest vom Rest vom Tierheim.

- Meine pre-numbered Labels reichten nur für anderthalb Stapel, also nahm ich einen Teil der Bücher zum Registrieren mit nach Hause. U. a. ein englisches Buch, da ich hier noch ein paar englischsprachige Labels hab.

- Und nun will ich besagtes englisches Buch ( The Firm ) registrieren und bemerke, dass dem schon so ist. Fund nach über fünf Jahren. Herzlichen Glückwunsch!


Journal Entry 35 by wingolagoriewing from Stuttgart, Baden-Württemberg Germany on Thursday, April 29, 2010
Was Einem als Bookcrosser alles passieren kann ...

Gestern war ich auf Geschäftsreise und kam abends in Magdeburg an. Ich schaute mir die Stadt an (die Grüne Zitadelle von Hundertwasser ist wirklich beindruckend)... und ließ unterwegs mitgebrachte Bücher frei.
Mein Spaziergang führte mich schließlich an die Promenade am Elbufer. Dort steht die Statue von Europa mit Stier, dessen Hörner sich wunderbar dafür eigneten, eine Büchertüte daran aufzuspießen.

Und da passierte es: plötzlich. ..

Einschub: Fortsetzungsideen der Bookcrosser im Forum:

- der Stier wurde lebendig und hat dich nach Kreta getragen ;-)
- wie gemein ! was denn =( ? Eines der Hörner abgebrochen?
- Hat Zeus dich entführt? Oder sollen wir jetzt diese Geschichte weiterschreiben *g*?
- ..schwamm ein eingeschweisstes BC-buch vorbei??? Fiel ich ins Wasser???
- Der Stier sagte: Oh, ich bin auch Bookcrosser, schau mal auf meinen AVL, ob du was davon haben möchtest. (Mein Favorit!!)
- Sagte Europa: "Leg es doch direkt auf meinen Mt TBR. "
- kam ein unbekannter Mann auf mich zu und fragte mich: Bist du auch Bookcrosser?? :)

Warm!!!

Plötzlich hörte ich einen Ruf: Bookcrossing!

Es war eine mir bis dahin unbekannte Bookcrosserin aus Stuttgart, die gerade eine Führung veranstaltete.

Wir haben uns sehr nett unterhalten, ich hoffe, ich sehe sie bei einem Stuttgarter Meet-Up mal wieder - vlt. outet sie sich hier ja noch ;-)

Die Welt ist wirklich klein :-)

Danke für Eure tollen Theorien.





Journal Entry 36 by kittybrombeere from Ladenburg, Baden-Württemberg Germany on Thursday, April 29, 2010
Letzten Herbst hatte ich am Wahlsonntag frei und wollte nach meiner Bürgerpflicht gleich weiter zu einer kleinen Release-Radtour. Vorm Wahllokal hab ich mein Fahrrad geparkt und das erste Buch gleich in einen Fahrradkorb daneben geworfen, ich konnte nicht widerstehen. Als ich ins Wahllokal ging, kam eine Frau genau auf mich zu und wir spielten eine Weile Wir-wollen-aneinander-vorbei-aber-weichen-unwillkürlich-immer-in-die-gleiche-Richtung-aus, hat ein bißchen gedauert, bis wir's geschafft hatten. Nun, so viele Kreuze musste ich ja nicht machen, also war ich schnell wieder draußen. Da steht die Frau von eben an ihrem Fahrradkorb, guckt mich an und meint: "Das waren doch ganz bestimmt Sie. Ich kenne Bookcrossing und finde es toll, aber leider kenne ich auch dieses Buch!" "Och" meinte ich, "wenn's weiter nichts ist - ich hab noch mehr mit."

Sie hat sich mit großem Vergnügen zwei Bücher aus meiner Packtasche ausgesucht und mir noch einen netten Tipp gegeben für die weitere nachmittägliche Gestaltung. Bei Bookcrossing macht sie deshalb nicht mit, weil sie, obwohl sie bei der Telekom arbeitet, keinen eigenen Internet-Anschluss hat.

Journal Entry 37 by Oedi at Mohrkirch, Schleswig-Holstein Germany on Saturday, June 19, 2010
So haben wir, der zartbitter und ich, katopua kennengelernt -
allerdings bin ich mal so frech und kopiere hier herein die Geschichte aus IHRER Sicht, wie sie sie im j.e. hier http://www.bookcrossing.com/journal/5352473 so schön beschrieben hat.
Also, Achtung - Zitat - ab JETZT:


Juhuuuu, mein ERSTES gefangenes Buch :)

Hatte gerade selbst zwei bepackte Release-Bags freigelassen, als ich meinen Augen nicht traute, was ich da mit einem Gummiband an dem Verschluss-Nupsi des Rettungsring-Kastens gegenüber der Hans von Wilster (Plattbodenschiff, was dort im Hafen liegt) sah :)
Das musste ich doch gleich einstecken.

Als ich dann weiter ging (bepackt mit einem Einkaufsroller mit Werkzeug und Co., um an "meinem" Boot zu arbeiten) und auf's Bohlwerk kam, sah ich auch kurz darauf eine weitere der bekannten BC-Tüten ... am Fahnenmast neben Ben's Fischhütte ([Werbemodus ein]Wachhütte des Museumshafenvereins auf dem Bohlwerk, wo Ben am Wochenende und ab April täglich ganz leckere frische Fischbrötchen verkauft![Werbemodus aus]). Ich ging erst mal weiter, um mein Gepäck in der Lüttfischerhütte zu verstauen und dann wieder zurück zu Ben zu gehen um etwas Klönschnack zu betreiben und mir selbst ein Fischbrötchen einzuverleiben.

Aber was war das? Als ich auf dem Hinweg am historischen Hafenkran vorbeigekommen war, stand dieser noch leer und verlassen da. Wenige Minuten später aber hingen an beiden der großen Klampen an den Kranbalken zwei weitere Releasebags. Genau dorthin wollte ich doch eigentlich das Buch, welches ich noch im Rucksack hatte, hinhängen. Also so was! Wer war mir zuvor gekommen?

Sofort begann ich alle Leute auf dem Bohlwerk misstrauisch zu beäugen. Wer sieht wohl wie ein typischer Bookcrosser aus?
Schließlich begann ich Ben und sonstige anwesende Vereinskameraden zu befragen, ob sie irgendwelche verdächtigen Personen mit Büchern in solchen Tüten gesehen hätten?
Den ersten wichtigen Hinweis bekam ich dann von einem Klassenkameraden, der auch vor Ben's Fischhütte saß. Erst erzählte er mir von einer Frau, die mit einer Tüte vorbeigekommen sei, von der er aber dachte, dass sie eher so eine Tüte eingesammelt hätte. Aber er glaubte, dass die Bücher von einer Frau und einem Mann mit einer komischen Mütze hinterlassen worden wären.

Als wir dann etwas später noch zusammen standen meinte er plötzlich, das Bohlwerk 'gen Norden schauend: "Die beiden da vorne, das könnten sie gewesen sein!"

Bookcrossing macht mutig ;) So kommt man dazu, "wildfremde" Leute anzusprechen und zu fragen, ob sie Bookcrosser seien!

Das ist die Geschichte, wie ich Oedi und Zartbitter kennenlernte.

Journal Entry 38 by Oedi at Mohrkirch, Schleswig-Holstein Germany on Tuesday, July 06, 2010
Also....
DAS ist mal eine unglaubliche Bücherreise - 2x freuen: 1. über den schönen "anonymous finder"-Eintrag, dann über ceejays Fund
http://www.bookcrossing.com/journal/7313899

Journal Entry 39 by Cal-Hifeng at Hannover, Niedersachsen Germany on Saturday, October 30, 2010

Eine "Sehr abenteuerliche Aktion"

Mit dem Beitrag Aus Groß mach Klein Box von Stepnina fing alles an. Ich gab mein Interesse bekannt und nach einigen PM's einigten wir uns auf ein Tauschtreffen.

Vorgesehen war folgendes:
Ich fahre mit der Linie 9 Richtung Empelde. Stepnina steigt Station Waterloo zu. Wir tauschen unsere Büchertüten, reden noch ein wenig und Stepnina steigt ein oder zwei Stationen später wieder aus.

Nun die wahre Geschichte :-))!
Da ich früher am Bahnhof war, nahm ich die nächste erreichbare Bahn die in der Station Waterloo hielt. Dort angekommen, stieg ich aus und schaute nach einer Frau (ich wußte ja nicht wie Stepnina aussieht) mit einer schweren Tüte. Da ich keine, in mein gedachtes Bild, passende Frau fand dachte ich mir "Vielleicht ist sie ja noch nicht hier". Ich wartete weiter, immer im Gedanken "Wer so schwer trägt, erkennst du" - aber nichts.

Da kam die U-Bahn in der wir uns verabredet hatten. Auch bei den, in die Bahn einsteigenden, Passagieren fiel mir nichts auf. Mit dem Gedanken "Vielleicht hat Stepnina es noch nicht geschafft, hier zu sein" blieb ich in der Station. Als die Bahn aus der Station fuhr rief ich Stepnina an und erfuhr, das sie in der abfahrenden Bahn saß. Noch ganz verwirrt antwortete ich auf ihre Frage warum ich nicht eingestiegen bin, das ich die Bahn verfehlt hatte. Wir verblieben so, das ich am Schwarzen Bär (die nächste Station) aussteige.

Wenig später rief mich Stepnina an. Ich solle nicht aussteigen (da ich ja noch im Anschluß weiter Richtung Arbeit fahren musste) und sie würde einsteigen. Hierbei erfuhr ich auch das sie, auf Grund des Gewichtes der Bücher, keine Tüte nutzte sondern einen Trolly - da konnte ich natürlich keine schwere Büchertüte sehen. Die nächste Bahn kam. Schon bei der Einfahrt in die Station konnte ich Stepnina, jetzt auch mit schwerer Büchertüte, sehen und winkte schon mal - um sicher zu gehen das wir uns nicht aus den Augen verlieren. Die Türen öffneten sich.

Jetzt ging alles sehr schnell. Stepnina entschloss sich, nicht einzusteigen. Also gab ich ihr meine Büchertüte und sie hievte ihre Büchertüte auf den Boden der Bahn (dort ist nämlich ein Tiefbahnsteig). So schnell konnte ihr gar nicht helfen. Ich streckte meine Hand nach ihrem Trolly - ich dachte sicher da waren weitere Bücher drin. Aber den wollte sie dann doch selbst behalten ;-) Als sich die Türen wieder schlossen, kam ich nicht mal mehr dazu ihr ein "Danke schön!" zuzurufen oder zum Abschied zu winken.

Meine Güte, das war wirklich eine abenteuerliche Aktion.

Journal Entry 40 by Oedi at Mohrkirch, Schleswig-Holstein Germany on Sunday, November 14, 2010
Vorgestern war ein Anruf auf dem AB:

Eine Frau X aus S.- sie habe von Frau Y gehört, daß wir Interesse an Büchern hätten, und sie hätten da welche – wenn wir unter der Nr.**** anrufen würden, würde sie uns alles weitere sagen.

Hmmmm.

Ich kenne keine Frau namens Y. Mien Söten auch nicht. Ich also gestern morgen angerufen, ein sehr netter Herr X erzählt, daß es 8 Kisten Bücher gebe, und bevor sie sie in die Altpapiertonne drückten ….. meine Frage nach Frau Y beantwortete er so, daß diese Dame, die er nicht kenne (FRAU X war nicht daheim) aus E. komme und irgendwas mit einem Bäckrbus zu tun habe.

Hmmmm.

Wir sind dann also hingefahren, haben die Bücher abgeholt, Alles gut – aber bei mir bleibt dann doch ein "?" betreffend die mysteriöse Frau Y – wir bekommen zwar 2x wöchentlich Besuch vom Bäckerbus – aber diese Damen kennen doch nicht unsere Telefonnummer!? Und aus E. kennen wir Niemanden, und….

Geschichten, die das BookCrosser-Leben schreibt – oder vielleicht doch eher das Landleben? Wie eine Freundin gestern Abend meinte: "Du weißt garnicht, was Alles über Dich in Umlauf ist, so ‘ne richtige Dorffrauen, die wissen ALLES!!!!"

Journal Entry 41 by myamar at on Sunday, April 17, 2011
Ich suche immer gerne Orte aus, die zum Inhalt des Buches passen. In diesem Fall war es ein mittelmäßiger Krimi über illegale Müllverschiebung. Ich ließ mir die Möglichkeiten durch den Kopf gehen und beschloß, das Buch auf dem Werkhof der Berliner Stadtreinigung auszulegen. Also ging ich an einem Sonntagnachmittag dort hin, alles offen, keine Kontrolle. Ich streune über den Hof und schaue nach einem passenden Platz, als mir ein Mann entgegenkommt. Oh je der Wachschutz, denke ich, jetzt wird es schwierig. Ich atmete tief durch und erklärte ihm die Idee von bookcrossing und meine Besonderheit wegen des Ortes. Ich fügt auch hinzu, dass ich der BSR mit der Wahl des Ortes nichts unterstellen wollte. Der Typ in abgerissenen Räuberzivil, Stummelzähnen und leichter Alkoholfahne sagte im schönsten Berlinerisch: jeben se ma her, hört sich interessant an, det nehme ick. Und so hatte das Buch einen neuen lesergefunden.

Journal Entry 42 by hexenberg73 at Aachen, Nordrhein-Westfalen Germany on Tuesday, October 11, 2011
Ich weiss ja nicht ob es anderen auch so ergangen ist wie mir, aber ich könnte mir ein Leben ohne Bookcrossing gar nicht mehr vorstellen.

Ich bin nun seit 3 Jahren aktive Bookcrosserin und das ist wohl das schönste Hobby, dass ich je hatte:o)

Mein erstes großes Treffen fand im letzten Jahr in Essen statt. Ich war so begeistet von allem. Ich kann mich noch heute an Fuenf´s Satz erinnern: Komme setz Dich, hier ist frei. Ja und damit war ich auch schon angekommen beim Ruhrcrossing. Ich war begeistert davon wie so viele verschiedene Menschen sich so gut verstehen, kommunizieren und problemlos unterhalten können. Und auch beim Treffen in Konstanz habe ich die gleiche Erfahrung gemacht. Man kommt an und wird direkt herzlich begrüßt und dann ist man auch schon mitten drin im Geschehen. Bei den regelmäßigen Treffen hier in Aachen habe ich Freunde gefunden und Menschen kennengelernt, die ich ohne Bookcrossing nie kennengelernt hätte. Ich danke also demjenigen, der Bookcrossing ins Leben gerufen hat. Denn das ist nicht nur eine gute Sache für die Bücher sondern auch für Bookcosser. Und ich freue mich schon jetzt auf Mai 2012 in Berlin, bei dem ich sicher das eine oder andere bekannte aber auch neue Gesicht entdecken werde. Am spannensten finde ich die die Entwicklung von Newbies. Manche lernt man niemals kennen und manche will man nie mehr missen weil sie zu Freunden werden, die das Leben bereichern. Also rundum eine tolle Sache.

Journal Entry 43 by EXC-677421 at Brühl, Nordrhein-Westfalen Germany on Thursday, June 07, 2012



Hallo Oedi,
heute habe ich mich sehr über Deine Antwort bei diesem Treat gefreut !!!

Freigelassene Bücher werden mitgenommen aber nicht bei BC als gefunden gemeldet


Jeder schreibt im Forum so seine Geschichten hin, doch kommt man selten in den Genuß einer wirklichen Kommunikation. Dabei habe mich schon oft gefragt, woran es wohl liegen mag. Manchmal traue ich mich auch selbst nicht auf einen Beitrag zu antworten, da ich dann die Sorge habe, demjenigen zu nahe zu treten.
Daraufhin habe ich die "Geschichten, die das Bookcrosserleben schreibt" gefunden und
wollte Dir dafür auch ♥-lich danken !
Care

Journal Entry 44 by Tüpfelblatt22 at Leipzig, Sachsen Germany on Saturday, January 26, 2013
Also.... Ich habe einen Schülervortrag über BC in meiner Schule gehalten...

Aber erst nochmal vielen, vielen Dank an alle die mir in meinem Thread (http://www.bookcrossing.com/forum/14/485901/) geschrieben habe und etwas geschickt haben! ES HAT SICH GELOHNT!

Und so wars:

Ich hab das Buch "Die Letzte Tide" als Beispiel für einen Ring verwendet und hab im vorraus alle Infos rausgesucht: -das Buch wurde ca. 25 mal gelesen, - hat eine Flugstrecke von 6.420 km hinter sich (die Flugstrecke würde reichen und von Leipzig nach Mumbai,Nepal, Tansania oder Kenia zu kommen (und das waren nur Beispiele....)

Für das Buch habe ich eine Deutschlandkarte besorgt und auf Folien Pfeile gemalt, die die Reise des Buches anzeigen.

Dann habe ich 2 A3 Blätter mit Flyer, Stickern und einer Tüter bestückt (natürlich so, dass ich das wiederverwenden kann). Die zwei Blätter habe ich an die Tafel gehangen.

Dann habe ich sehr viel über BC erzählt z.B. über die LeiBCig, - wie das ganze eig. Funktioniert (und habe viel Bilder von der Website, den Entwicklern- von Bücherschränken rumgegeben....)- dann hab ich natürlich auch einbisschen was zur entstehung gesagt, -wie viele Bookcrosser es gibt (übrigens steigt das ganz schön an!!!),-dann ein paar Geschichten über Bookcrossing, -über die Jagt, registrierung und meet-ups-, u.s.w, u.s.w. ......

Dann habe ich die ganzen Bücher gezeigt die ich mit hatte und auch weitergegeben habe. 18 Bücher hatte ich mit und alle Bücher haben einen neuen Leser gefunden. Und das eine Buch wollen 7 lesen.... Sie haben dann in der Pause diskutiert wer es zuerst liest und wer es danach bekommt. ;) Toll. :) (Übrigens hat mein Lehrer sich auch 2 Bücher mitgenommen und meine Schulleiterin 1 Buch)

Neija, jedenfalls sollten wir so um die 10 min. reden.... Ja... *hust* ich habe 40 min. geredet. Aber zu meiner Verteidigung: Es hat mich keiner gestoppt! Es hat sich für mich so angefühlt wie 15 min! Ich bin unschuldig... neija, fast. :D

Das beste ist ja: Meine Klasse hat mir zugehört! Bei allen anderen Vorträgen habe sie gequatscht, geschrieben oder Musik gehört und nur bei meinem Vortrag haben sie alle, wirklich alle, zugehört. Und das sogar 40 min lang. :O (Meine Klasse ist im zuhören nicht gerade die beste...)

Nach meinem Vortrag hatten wir große Pause (40 min.) und wegen dem schlechten Wetter hatten wir Hauspause und so waren alle im Zimmer. Normalerweiße wäre totales Chaos und es wäre so Laut, dass man seine eigenen Gedanken nicht mehr hören kann aber... nein - diesesmal nicht... es war toten Still im Zimmer und ich konnte sogar das leise Ticken der Zimmeruhr hören... Alle saßen still scheigend da und schauten in ihre ersten Bookcrossing Bücher. So habe ich meine Klasse noch nie gesehen! Klar, hin und wieder hat einer gelesen... aber das alle, die da waren, im Zimmer (freiwillig!) saßen und lasen.... wow. o.O

Viele haben mich wärend der Pause nochmal angesprochen und wollten Flyer und Sticker. Manche sagten mir das, dass der interessanteste Vortrag von allen war und das, dass der einzige Vortrag war bei dem man nicht vor Langeweile eingschlafen ist.

Ich habe an dem Tag noch viele davon reden hören und alle sagten nur positives. Sogar die Leute die bei mir in der Klasse immer die "Obercoolen" raushängen lassen und mit mir, der "normalen", eig. nicht sprachen, sagten das der Vortrag gut war. :)

Ich hab es also geschafft. Und habe dafür eine Komplexe (Also eine Doppelnote) 1 bekommen. :) Und das dank euerer Hilfe.

Ich möchte mich bei euch allen herzlich bedanken - VIELEN DANK!

Journal Entry 45 by wingHH58wing at Abensberg, Bayern Germany on Saturday, May 11, 2013
Vor gut einer Woche. In Abensberg ist eine Veranstaltung im Gange, bei deren Durchführung u.a. ein gewisser R.Z. und meine Wenigkeit mithelfen.

Unter den Gästen sind auch Lilo37fee und ihre Familie. Ihr Mann unterhält sich eine Weile mit R.Z., und ich gewinne den Eindruck, dass die beiden sich schon länger kennen. Daraufhin entwickelt sich etwas später in etwa folgendes Gespräch:

Ich: Ich kenne die Familie ... auch, allerdings vor allem die Frau (also Lilo37fee).
R.Z.: Woher denn ?
Ich: Sie ist Bookcrosserin. Ich bin auch Bookcrosser.
R.Z.: Bookcrossing ? Was ist denn das ?
Ich: (* Bookcrossing erklär *)
(Auftritt Lilo37fee's Mann)
R.Z.: Deine Frau ist Bookcrosserin, weißt Du das ?
Lilo37fee's Mann: Ja, das lässt sich auch schwer verheimlichen. Vor allem wenn am Anfang einer Wanderung der Rucksack so schwer ist ...

:-)

Journal Entry 46 by Oedi at Mohrkirch, Schleswig-Holstein Germany on Sunday, May 12, 2013
An demselben Tag, an dem hier endlich einmal wieder eine Geschichte zu lesen war - die vom HH58 - durfte ich dastehen mit dem breitestem grinsen der Welt im Gesicht und Tränen in den Augen.
Grund: ein Buch.
Aber nicht wegen des Inhaltes stand ich so da! Sondern wegen der Geschichte, die dieses Exemplar zu mir geführt hat. Und die beginnt im Jahre 2005:

Damals besuchte ich ein BookCrosser-Treffen in Kiel, und da stand im Regal ein dünnes, kleines Buch, in dem ich mich schon während des Treffens etwas festgelesen hatte, und das ich dann mit nach Hause nahm. Es war ein Exemplar von “Die Birnen von Ribbeck”, geschrieben von Friedrich Christian Delius. Gefallen hat mir das damals ganz gut. Überwältigt war ich nicht, aber beeindruckt, daß man ein ganzes Buch in nur einem einzigen Satz schreiben kann, ohne daß das unlesbar wird.
Dieses Buch habe ich dann auch in meine Bookbox “deutsche Sprache” gesteckt. Da passte es gut rein.

Was ich damals noch nicht wusste, ist, daß dieses Buch mich wirklich nachhaltig beeindruckt hatte. Immer wieder habe ich an es gedacht- ob ich eine Birne gegessen habe, oder ob es hier oder da in einem Gespräch um “Sprache in Büchern” ging- immer dachte ich an die “Birnen” und immer wieder habe ich auch gedacht- och, eigentlich würde ich das wirklich gern noch einmal lesen.
Es war aber nie so vordringlich, daß ich mich drum gekümmert hätte.

Nun war in den letzten Wochen im BC-Forum ein thread namens “Sprachstil-talk” , und auch in diesem thread habe ich mich wieder an das Buch erinnert und geschrieben:

"Ich habe eine Allergie gegen fehlende Groß-/Kleinschreibung. Halte ich selbst bei Blogs nur ganz schwer aus (da muß mich der Blog schon extrem interessieren, damit ich weiterlese). In Büchern: gar nicht. Kommt so-fort weg. *g*
Sonst habe ich auch oft Stil-Probleme, kann die aber nie so recht orten oder auf den Punkt bringen.
Ich hatte mal ein ganzes Buch, das nur aus einem einzigen Satz bestand, und der Autor hat es geschafft, das lesbar und interessant zu halten. Das war immerhin so beeindruckend, daß ich heute noch oft dran denke. Das würd ich inzwischen- eben weil ich so oft dran denken muß- gern nochmal lesen…."

Ja, und nun?
Nun lag eben grade in meinem Briefkasten ein Päckle- angekündigt durch eine Adreß-Anfrage von lady-liberty wegen einer Überraschung. Ich hatte nicht die geringste Ahnung- eine Überraschung finde ich aber immer gut, und nun war sie also da. Ich öffne das Päckle, und- ein Exemplar von den “Birnen”!!!!!!
Da war diese Frau auf dem riesigen, mehrtägigen BookCrossertreffen in Leipzig, sieht da, im Gewimmel von Menschen und Büchern auf dem Büchertisch das Buch liegen- und denkt an mich und den Beitrag im Forum!!!!!!! Steckt das Buch ein- und schickt es mir zu!!!! Ist das zu glauben????
Eigentlich nicht. Aber genauso ist es passiert.
Danke, Du Liebe! YMMD!!!!

Journal Entry 47 by Oedi at Mohrkirch, Schleswig-Holstein Germany on Friday, December 20, 2013
Bei mir im Briefkasten lag vorhin eine Büchersendung, Absender W. Wichtel ....

Aufgemacht: ein Bienen-Buch! http://www.bookcrossing.com/---/12316937 Und dabei noch ein BookCrossing-Schlüsselband. Aber sonst nichts... von wem kann das denn sein? Hoch an den Computer, die Nummer des Buches eingegeben- und was?
Das Büchlein losgeschickt hat ein RABCKsanta, Wohnort Rovaniemi, Finnland, homepage santaclausvillage ... hier, guckt selbst http://www.bookcrossing.com/---/RABCKsanta
Neee, ne? Wie süß ist das denn? Sich extra ein Pseudonym zulegen, um unerkannt Überraschungen verschicken zu können
Ich, natürlich neugierig, gucke, was für Bücher da sonst noch im virtuellen Regal stehen- aber keine Chance, der Weihnachtsmann ist anscheinend öfters mal im Ruhrpott unterwegs, aber sonst gibt das alles nix her!
Ich hab ein soooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo breites Grinsen auf dem Gesicht.

Journal Entry 48 by LionsAngel at Rostock, Mecklenburg-Vorpommern Germany on Friday, December 20, 2013
Das Ganze begann am 08.12.2013 mit einer Antwort von mir auf den Wochenendthread. Es wurde soviel von selbstgebackenen Plätzchen geschrieben, dass mir das Wasser im Mund zusammen lief und ich echt neidvoll schrieb, dass ich alle beneide um die Plätzchen, denn ich habe ja keinen Herd seit meinem Umzug und kann deswegen nicht backen.
Gestern Abend (19.12.2013) klingelt es bei mir, ich an die Gegensprechanlage und eine weibliche Stimme sagt "Hallo, wir bringen ein Weihnachtsgeschenk von V." Also auf den Türöffner gedrückt und runter. Auf halber Strecke kommen mir zwei junge Leute entgegen, die einen Herd zwischen sich tragen. Ich kann es nicht glauben, da hat jemand, der mich überhaupt nicht kennt, Weihnachtsengel für MICH!!!! gespielt und sich aus der Ferne darum gekümmert, dass ich jetzt doch noch Plätzchen backen kann.

Ehrlich, ich habe auch jetzt wieder Gänsehaut des Glücks und mir laufen auch wieder die Freudentränen.

Ich liebe dieses Forum und die soziale Menschlichkeit hier...

Ich kann nicht oft genug DANKE sagen.

Journal Entry 49 by myamar at Schöneberg, Berlin Germany on Sunday, November 02, 2014
Ich hatte ein Buch vor einem Feinkostgeschäft mit angeschlossenen Restaurant (klein) auf einen der Tische draußen gelegt.
Drinnen hatte ich mir etwas zu Essen bestellt. 30 Sekunden später kommt die Kellnerin zurück und sagt "Sie haben etwas vergessen" und hielt mir das Buch hin. Ich sagte ich hätte es nicht vergessen, sondern absichtlich hingelegt, damit andere es lesen können. Bei ihrer fragenden Miene setzte ich gerade an, ihr Bookcrossing zu erklären, als hinter mir eine Stimme ruft, das Buch lese ich gerne. Eine Frau hatte schon einmal mit Bookcrossing Erfahrung gemacht und wollte das Buch. So schnell hat noch keines meiner freigelassenen Bücher eine neue Leserin gefunden.

Journal Entry 50 by wingsatay-spiesswing at Hamburg - Osdorf, Hamburg Germany on Sunday, November 02, 2014
Es trug sich zu ..... dass klein satay-spiess zu einer Konferenz nach Melbourne fliegen durfte. Ja, genau, das Melbourne im weit entfernten Australien. In den Wochen vor der Konferenz hatte ich irgendwie hölle viel zu tun und habe die Reise nicht besonders intensiv vorbereitet. Immerhin hatte ichaber mal nachgesehen, ob es in Melbourne eine OBCZ gibt (gibt's, wurde im Navi eingetragen), und ob die Aussis vielleicht ein eigenes Forum haben (haben sie nicht, die Armen).
Nun ja, in meiner Reisetasche war noch etwas Platz, so dass ich neben einem noch zu lesenden Papier-Buch in englischer Sprache und dem Ebook-Reader 3 Bücher zum Freilassen mitnahm. Am zweiten oder 3. Tag ließ ich das Buch in Melbourne in einem Park frei und kündigte das auch mittels release note an. Es dauerte nur wenige Stunden, bis ich eine PM von der Bookcrosserin meganh bekam mit einer Einladung zum monatlichen Meet-Up am kommenden Sonntag. Ich freute mich total und schrieb zurück, dass ich zwar sehr gerne gekommen wäre, aber nach der Konferenz nun eine Woche auf Tour sei und erst Donnerstag Abend wieder in der Stadt und am Freitag (31.10.) kurz vor Mitternacht mein Flug zurück nach Hause ginge. Daraufhin fragte sie mich prompt, ob wir denn dann an meinem Abreisetag uns vormittags auf einen Kaffee treffen wollten?
Kurzum: wir haben uns getroffen, und sie hatte auch noch einer weiteren Crosserin Bescheid gesagt (bronwyna), und wir haben einen wunderbaren Vormittag mit Quatschen verbracht.

Bookcrosser sind toll, und man fühlt sich auch ganz weit weg von zu Hause trotzdem heimisch. :-)

Journal Entry 51 by Oedi at Mohrkirch, Schleswig-Holstein Germany on Sunday, January 11, 2015
Ein wunderbarer Journaleintrag - der kleine Prinz hat zur richtigen Zeit den richtigen Menschen getroffen und getröstet
Der kleine Prinz
:-)

Journal Entry 52 by Krissa33 at Bordeaux, Aquitaine France on Wednesday, January 25, 2017
Kleine Anekdote von 2014:

Ich war für ein paar Tage in Freiburg und habe ein BC-Treffen vorgeschlagen. Wir waren (glaube ich mich zu erinnern) fünf oder sechs Bclerinnen, haben gut gegessen und uns herrlich amüsiert. Nach dem Essen natürlich releasen. Und da passierte Folgendes (und hier kopiere ich einfach meinen Eintrag)

"Kleine Anekdote für die Abwesenden: wir kamen gerade aus dem Restaurant und hatten zwei Bûcher freigelassen, da wurden wir angesprochen: " Hallo hallo, wollen wir ein Buch tauschen?" Wir drehten und erstaunt nach der Stimme um, ein Mann und eine Frau lächelten uns an, der Mann holte aus seiner Tasche ein Buch, eingepackt in ein BC-Plastiksäckchen! Zwei Bookcrosser die gerade zufällig auch in Freiburg waren! Ein Buch wurden getauscht, es wurden ein bischen geredet, und dann ging jeder seiner Wege! Bookcrosser gibt es überall!"

Der Faden ist hier:
http://www.bookcrossing.com/forum/14/505254

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