Schwarz-Buch Lidl-->RING

Registered by gretel100 of Delmenhorst, Niedersachsen Germany on 6/19/2005
Buy from one of these Booksellers:
Amazon.com | Amazon UK | Amazon CA | Amazon DE | Amazon FR | Amazon IT | Bol.com
RING&author=Andras Hamann, gudrun Giese&isbn=3932349121" target="_blank">  Amazon
  Amazon UK
  Amazon CA
  Amazon DE
  Amazon FR
  Amazon IT
--> RING&author=Andras Hamann, gudrun Giese&isbn=3932349121" target="_blank">  Abe Books
  Barnes & Noble
  BetterWorld Books
  Bol.com
  Book Depository
  Casa del Libro
--> RING&author=Andras Hamann, gudrun Giese&isbn=3932349121" target="_blank">  Biblio
--> RING&author=Andras Hamann, gudrun Giese&isbn=3932349121" target="_blank">  Indigo
  Powells -->
29 journalers for this copy...
Journal Entry 1 by gretel100 from Delmenhorst, Niedersachsen Germany on Sunday, June 19, 2005
Schwarz Buch Lidl. Billig auf Kosten der Beschäftigten

Was alles hinter den Kulissen des - auch von mir - geliebten Discounters passiert ist erschreckend. Wie soll die Verkäuferin z.B. 40 Artikel über die Kasse ziehn, wenn der Käufer es nicht schafft in dieser Zeit auch die Artikel in seinen Korb zu verstauen?
Leider findet man diese Zustände nicht nur in Discountern...

Journal Entry 2 by gretel100 from Delmenhorst, Niedersachsen Germany on Monday, June 20, 2005
RING:
1. paradis-3001
2. Muffeltrine
3. Hoelli-Harnsn
4. Anna-Lena
5. Lilo37fee
6. Laborfee
7. CrazyTabasco
8. rugelach
9. Maresa
10. pepperminza
11. Opossum69
12. Arcon
13. hills-of-tara
14. workingmum
15. winkide
16. Conejita
17. CaoticoCiclista
18. Tywin
19. sir6alot75
20. inkling1
21. Ninoe
22. cucumber82
23. bix-
24. kupfergold82
25. tante25
26. Qantaqa
27. ekorren
28. Polemos
29. JURINDE-->hier ist es
30. Faron
31. pflueckebeutel
32. Wasserfall
33. urfin

Journal Entry 3 by paradis-3001 from München, Bayern Germany on Thursday, June 30, 2005
Hab das Buch gestern im Briefkasten gefunden und hab es heute auch schon durch, nochmals vielen Dank, daß du mich frecherweise an 1.Stelle reingeschoben hast.

Meine Meinung zu dem Buch ist allerdings etwas zwiegespalten: Zum einem fehlt das wirkliche Backgroundwissen im Buch, bis auf ein paar Seiten am Anfang besteht es fast nur aus Augenzeugenberichten ehemaliger Mitarbeiter, zum anderen ist es natürlich schockierend zu lesen, wie systematisch Arbeitsrechte und somit die Mitarbeiter selber quasi mit den Füssen getreten werden. Da werden Mitarbeiter, die ja erst seit 12 Jahren in der Firma arbeiten, aufgrund manipulierter und fadenscheiniger Gründe gekündigt. Insbesondere die Methode mit Testeinkäufen gehört meines Erachtens verboten, weil die Kassiererin dabei nur verlieren kann: Kontrolliert sie nicht jeden Einkaufswagen und Karton nach versteckten Waren, bekommt sie eine Abmahnung, weil Artikel von "Testkäufern" an ihr vorbeigeschleust wurden. Kontrolliert sie nun jeden Einkaufswagen, bekommt sie eine Abmahnung, weil die 40 Scanvorgänge nicht mehr schafft.

Leider merkt man aber dem "schwarzen Buch" an, daß es von der Gewerkschaft Ver.di herausgegeben wurde. Nach ca. 30 Seiten wiederholen sich die Augenzeugenberichten, so daß man fortan eigentlich immer dasselbe liest, nur unter anderen Namen und anderen Filialen. So verfällt das Buch leider aufgrund der immer gleichen Augenzeugenberichten zu einen fortlaufenden Gejammer gegen Lidl. Schade eigentlich, hätte man doch daraus wesentlich mehr machen können, indem man auch andere Aspekte einbezogen hätte. Und so ziehen sich die immer gleichen unschönen Details (40 Scanvorgänge pro Minute, keine Pause, unbezahlte Überstunden...) bis zur letzten Seite hin und verhallen dort schließlich durch ihre ständigen Wiederholungen im Nichts. Lösungsansätze oder Vergleichsberichte fehlen dabei völlig.

Ich persönlich hatte jedenfalls nach der Lektüre zwar das Gefühl, eine 80-seitige Werbebroschüre von Ver.di gelesen zu haben, wurde jedoch auch nachdenklich, was man gegen "Lidl" tun kann. Und so greife ich auf mein einziges Recht als Verbraucher zurück: Ich versuche nichts mehr bei Discounter, insbesondere bei Lidl, zu kaufen.

Gleichwohl drängt sich bei dieser Entscheidung auch wieder folgende Problematik auf: Die armen Leute sind auf die Discounter angewiesen, weil sie es sich nicht mehr leisten können, woanders zu einzukaufen. Dadurch wachsen die Discounter weiter und vernichten zugleich wieder Arbeitsplätze ("1 neue Stelle bei Discountern vernichtet 2 reguläre Arbeitsplätze im normalen Einzelhandel") Vielleicht sollten wir einfach unsere „Geiz ist geil“ Motto ablegen, da die Discounter letztendlich die Früchte unseres Geizes sind.

Journal Entry 4 by paradis-3001 from München, Bayern Germany on Saturday, July 09, 2005
Leicht verspätet auf dem Weg zur nächsten Teilnehmerin. Hab als Entschädigung einen Zeitungsartikel von der taz (tageszeitung) über Lidl als Zugabe beigelegt :-)

Journal Entry 5 by Muffeltrine from Hagen, Nordrhein-Westfalen Germany on Saturday, July 16, 2005
Vorgestern ist es angekommen und auf Grund des handlichen 100 Seiten Formats habe ich es bereits durchgelesen.
Den Zeitungsartikel hatte ich auch aufgehoben, um ihn gegebenenfalls dem bookring beizulegen. Da warst du schneller, paradies-3001!
Im Gegensatz zu meinem Vorleser fand ich das Zurückgreifen auf Augenzeugenberichte völlig legitim, denn es scheint schwierig zu sein, bei einem Konzern mit so gewollt verschachtelter und verschwiegenenen Struktur, anderswo Informationen aufzutun. Und offizielle Einlassungen des Unternehmens sind doch wohl auch keine objektiven Aussagen. Außerdem beschreibt ver.di durchaus Lichtblicke durch erfolgreiche Gewerkschaftsarbeit, wie auch die vielen Versuche von Lidl diese zu vereiteln und Mitarbeiter zu verängstigen, oft mit der Folge von Arbeitsprozessen, die nicht zu Lidls Gunsten auszugehen scheinen.

Lange Zeit habe ich schon ein schlechtes Gewissen, wenn ich bei Lidl, Aldi, Schlecker und Co. einkaufen gehe, statt im (Bio)-Laden um die Ecke oder im Supermarkt nebenan. Es ist ja völlig klar, dass bei den "billig billig billig-Preisen" für den Endverbraucher irgendwo gespart werden muss, also bei den Personalkosten mit unzumutbaren Folgen für das Verkaufspersonal, bei den Herstellungskosten der non-food-Artikel durch das Verlagern in möglichst billige Herstellungsländer (Freihandelszonen!), ebenfalls unter grässlichen Bedingungen für die Arbeiter und weiterhin durch massives Drücken der Preise beim Hersteller, bei gleichbleibender Qualität (Natürlich!!!).
So mag ich nicht leben!!!
Ich werde versuchen, Lidl, Aldi und Co. großräumig zu umgehen, auch wenn die Angebote in meinen Augen und Ohren aufs Erste natürlich verführerisch klingen.
Vielen Dank an gretel100 und paradies-3001 für diesen Ring, werde Hoelli-Harnsn jetzt mal nach der Adresse fragen, damit es flott weitergeht.

Journal Entry 6 by Hoelli-Harnsn from Stuttgart, Baden-Württemberg Germany on Saturday, July 30, 2005
Buch ist heute angekommen. Oje, wenn ich so die JE durchlese gehe ich noch schnell mal einkaufen, bevor ich mich den üblen Machenschaften zuwende.
Krass! Die reinste Sklaverei. Jetzt ist mir auch klar, warum an der Kasse immer neue Gesichter sitzen. Daß bei der Personalauswahl alleinerziehende Frauen bevorzugt werden, da von ihnen keinerlei Widerstand erwartet wird, zeigt, daß die menschenverachtende Geschäftsführung nur an Gewinnmaximierung Interesse hat. Und daß Filialen mit Schließung gedroht wird, falls die Belegschaft einen Betriebsrat möchte (siehe Lidl Calw), bedeutet, daß die Beschäftigten keine Gelegenheit haben sollen, sich gegen ihre Ausbeutung zur Wehr zu setzen. Das sind ja traurige Arbeitsbedingungen, die ich ohne dieses Schwarzbuch Lidl wohl nie erfahren hätte. Ironie: der Lidlgründer heißt Dieter Schwarz.

http://www.verdi.de/0x0ac80f2b_0x0060f493

Released 14 yrs ago (9/19/2005 UTC) at Sent to fellow bookcrosser in Stuttgart, A Bookring -- Controlled Releases

WILD RELEASE NOTES:

RELEASE NOTES:

Das Buch geht weiter an Anna-Lena.

Journal Entry 8 by Anna-Lena from Vaterstetten, Bayern Germany on Wednesday, September 28, 2005
Das Buch kam heute sicher bei mir an! Vielen Dank! Ich bin schon gespannt, aber ich bin am Überlegen, ob ich das Buch erst mal an den Nächsten weiterschicke, da ich zu viele Ringe und Rays hier habe, die erstmal gelesen werden müssen. Ich befürchte, das Buch müste zu lange ungelesen hier rumliegen...

Released 14 yrs ago (10/10/2005 UTC) at Per Post (Leipzig) in -- Per Post geschickt/ Persönlich weitergegeben --, Sachsen Germany

WILD RELEASE NOTES:

RELEASE NOTES:

Da ich zur Zeit zu viele Ringe hier habe und das Schwarzbuch nicht aufhalten möchte, schicke ich es heute erst mal weiter zu Lilo37fee!

Journal Entry 10 by wingLilo37feewing from -- Irgendwo in Bayern, Bayern Germany on Tuesday, October 11, 2005
Das Buch ist angekommen und ich habe auch schon angefangen. Schlimm, die Zustände bei Lidl. Ich wohne ja in einer Kleinstadt und bei uns ist natürlich auch ein Lidl (und ein Penny und ein Aldi und ein Netto...) Ich möchte mich mal bei den Verkäuferinnen erkundigen, wie das hier in den Filialen so ist. Und natürlich wieder mal nehme ich mir vor, nicht bei Lidl einzukaufen- heute war ich allerdings schon bei Aldi, wegen der Versandtaschen aus dem Angebot.(Ich habe eh keine mehr erwischt- aber dafür allerhand anderes- nun schlägt mich das schlechte Gewisen)

Journal Entry 11 by wingLaborfeewing from Braunschweig, Niedersachsen Germany on Tuesday, October 18, 2005
Ist bei mir angekommen, aber es braucht mit Sicherheit die "richtige Laune", um dieses Buch zu lesen.

Journal Entry 12 by wingLaborfeewing from Braunschweig, Niedersachsen Germany on Monday, October 31, 2005
Uiuiui, mal abgesehen von einigem an Gewerkschaftswerbung ist das schon harter Tobak. Allerdings frage ich mich, ob mein freiwilliger Verzicht, bei Discountern zu kaufen, erheblich zur Verbesserung der Situation beitragen würde. Diese Läden werden schließlich weder von Bioladen-Käufern genutzt, noch arbeiten diese dort.

Mein Ansatz ist - sowohl im sonstigen Leben, als auch wenn ich denn doch mal im Dicounter kaufe - ist, den Leuten die dort arbeiten, das Leben nicht noch durch unsinnige Beschwerden ("Ja, warum haben Sie das denn nicht mehr in allen Größen?", "Geht das hier nicht mal ein bißchen schneller, ich hab's eilig!") und schlechte Laune schwerer als nötig zu machen. Mir ist schon oft aufgefallen, das der Mißmut über die miese Verkaufslage im Discounter oft über die Angestellten ausgetragen wird, und das macht die Situation nur noch unangenehmer. An dem äusseren Druck für die Angestellten ist nicht zuletzt auch das rücksichtslose Selbstverständnis des "Kunden König" zuständig. Und das sicher nicht nur bei Lidl...

Ich bin dazu übergegangen, statt der ständig üblichen Beschwerden wieder die Belobigungskultur wachzurufen. D.h. wenn mir irgendetwas gefallen hat (Service, Beratung, Ware), nicht nur als selbstverständlich hinzunehmen, sondern diese Zufriedenheit auch offiziell, mündlich oder schriftlich an die Vorgesetzten, die Geschäftsleitung heranzutragen. Das ist zwar manchmal ein wenig mehr Aufwand, macht aber alle Seiten deutlich zufriedener. Auch wenn das jetzt nicht direkt etwas mit den skandalösen Arbeitsbedigugnen bei Lidl zu tun hat, sollten alle ihr Käuferverhalten mal überdenken.

Das Buch reist heute weiter zu CrazyTabasco.

Journal Entry 13 by CrazyTabasco from Tuttlingen, Baden-Württemberg Germany on Monday, November 07, 2005
Das Buch ist heute angekommen und wird demnächst gelesen. Die Schwarzmarkt-Beilage habe ich schon gelesen und die verspricht schon mal einiges. Nun denn, ich darf gespannt sein...

Journal Entry 14 by CrazyTabasco from Tuttlingen, Baden-Württemberg Germany on Thursday, December 01, 2005
Was in diesem Buch drin steht hört sich aber alles nicht sehr gut an. Ich kann die Erlebnisberichte sehr gut nachvollziehen, denn ich kenne da aus meinem Bekanntenkreis ebenfalls ein paar Fälle, die ähnlich abgelaufen sind, wenn es auch nicht bei Lidl war.
Klar muss man gegen solch eine Ausbeutung der Mitarbeiter und vor allem auch gegen die Machenschaften des Konzerns vorgehen, aber ich denke, dass das erstens nicht die Aufgabe des Konsumenten ist, und zweitens eine Kaufblockade zu keinem erfolgreichen Ergebnis führen wird.
Zu zweitens sei gesagt, dass es sehr viele Menschen gibt, die einfach bei Billig-Discountern einkaufen müssen, weil sie es sich schlicht und ergreifend nicht leisten können woanders einzukaufen. Alleine schon aus diesem Grund wird eine Kaufblockade niemals funktionieren.
Zu erstens: Es hört sich vielleicht blöde an, aber es zwingt niemanden bei Lidl zu arbeiten. Und das ist meiner Meinung nach auch der einzige Weg um sich solche Arbeitnehmer von Hals zu schaffen. Klar ist es in der heutigen Zeit nicht einfach einen Job zu finden, aber man kann ja schließlich nicht gezwungen werden dort zu arbeiten. Nur wenn sich niemand mehr findet, der diese Methoden der Arbeitnehmerausnutzung akzeptiert, wird sich dort etwas ändern. Wenn dann das Arbeitsamt kommt und sich quer stellen möchte, kann man ja dieses Buch dort vorlegen und sich noch Hilfe bei ver.di holen, wenn man dann dort Mitglied ist.
Sicher ist das alles locker und leicht dahergesagt und für jemanden der den Job braucht ist das auch nicht einfach, aber hierzulande hat es sich leider eingebürgert, dass man immer nur jammert und herummeckert aber nichts unternimmt. Eins ist jedoch klar: Wer nicht bereit ist für sein Recht zu kämpfen, braucht auch nicht erwarten, dass sich etwas ändert. Und das gilt meiner Meinung nach nicht nur für Lidl-Mitarbeiter. Dann lieber keinen Job oder einen mit weniger Lohn, als sich zu einem rechtlosen Sklaven eines Multimilliarden-Euro-Unternehmen degradieren zu lassen. Mal ganz abgesehen von den angeblich haltlosen Anschuldigungen wegen Diebstahls.

Habe gerade die Adresse von rugelach bekommen und werde das Buch nun am Dienstag, den 6. Dezember 2005 ins Bayrische schicken. Viel Spass beim lesen...

CU... CT

Journal Entry 16 by rugelach from Bad Nauheim, Hessen Germany on Thursday, December 15, 2005
Das Buch ist heute wohlbehalten bei mir angekommen. Vielen Dank fürs Leihen und Schicken.

Erschreckend, erschreckend, was sich ein Arbeitnehmer alles bieten lassen muß. Allerdings darf man nicht vergessen, daß es bei anderen Discountern ähnlich schlimm zugeht. Aus mehreren unabhängigen Quellen habe ich z. B. erfahren, daß ein namhaftes deutsches Unternehmen, die Mitarbeiter in der Kommisionierung einschließt um Pausen zu unterbinden. Der Name dieses Unternehmens wird im vorliegenden Buch nicht erwähnt.
Die Dunkelziffer ist sicher größer, als alles bisher vermutete.

Journal Entry 17 by rugelach at a fellow bookcrosser in München, A Bookring -- Controlled Releases on Thursday, December 29, 2005

Released 13 yrs ago (12/26/2005 UTC) at a fellow bookcrosser in München, A Bookring -- Controlled Releases

WILD RELEASE NOTES:

RELEASE NOTES:

macht sich nun auf den Weg zu Maresa

Journal Entry 18 by Maresa from Bayreuth, Bayern Germany on Saturday, January 07, 2006
Uff, das Buch hat mich genau im urlaub erwischt, so dass ich erst jetzt zum registrieren und zum Lesen komme. Ich gelobe Besserung ;-) Vielen dank schonmal fürs Schicken

Journal Entry 19 by Maresa from Bayreuth, Bayern Germany on Monday, January 16, 2006
Ja, das Buch ist krass. Ja, das Buch deckt Dinge auf, die ich lieber nicht gewusst hätte. Aber nein, ich werde mein Einkaufsverhalten die nächsten Jahre nicht ändern, trotz meines Wissens, da ich es mir einfach nicht leisten kann, jede Woche einen Wocheneinkauf im Bioladen zu tätigen... Das ist, in kurzen Worten das, was ich aus dem Buch vor allem mitnehme.
Ich schließe mich Laborfee an, dass ich den Angestellten dort nicht noch auf den Pelz rücke, indem ich drüber meckere, dass ein Sonderposten nicht mehr in meiner Größe vorhanden ist oder dergleichen, und falls Lidl irgendwann doch mal Medikamente ins Sortiment nehmen sollte, werde ich garantiert nicht anfangen, mich bei den Angestellten darüber zu erkundigen - dafür sind Apotheken da. Ich bin an der Kasse höflich und wünsche sogar einen schönen Tag zurück - auch wenn ich nach der Lektüre das Gefühl habe, dass das wirklich zynisch klingen muss für den ein oder anderen Kassier...

Das Buch geht jetzt an pepperminza, sobald ich ihre Adresse habe ;-)

Journal Entry 20 by pepperminza from Reinbek, Schleswig-Holstein Germany on Friday, January 20, 2006
yau, das LIDL-Buch hat heute meinen Briefkasten gesprengt ;-)
dankeschön fürs Schicken!
edit:
Na, LIDL ist bestimmt nur die Spitze eines Eisberges in Sachen Ausbeutung. Es gibt auch viele andere kleine Firmen in anderen Bereichen, wo man für relativ hohes Gehalt en masse unbezahlte Überstunden macht und außerdem die Schnauze halten muss. Friss oder stirb ...
Da ist das Motto von CrazyTabasco (s.o.) gar nicht mal so verkehrt:
"Wer nicht bereit ist für sein Recht zu kämpfen, braucht auch nicht erwarten, dass sich etwas ändert. Und das gilt meiner Meinung nach nicht nur für Lidl-Mitarbeiter. Dann lieber keinen Job oder einen mit weniger Lohn, als sich zu einem rechtlosen Sklaven eines Multimilliarden-Euro-Unternehmen degradieren zu lassen."
Das Problem ist aber oft, dass man VOR dem Unterschreiben des Arbeitsvertrages gar nicht weiß, wie die Firma wirklich "gestrickt" ist. Tja, eine Rechtschutzversicherung mit Arbeitsrecht inklusive zu haben, scheint wohl sinnvoll zu sein ...

Released 13 yrs ago (1/30/2006 UTC) at Controlled Release in Controlled release, to another bookcrosser -- Controlled Releases

WILD RELEASE NOTES:

RELEASE NOTES:

heute per Post zu Opossum69

Journal Entry 22 by Opossum69 from Lüdenscheid, Nordrhein-Westfalen Germany on Thursday, February 02, 2006
Das Buch ist heute wohlbehalten bei mir angekommen.

Journal Entry 23 by Opossum69 from Lüdenscheid, Nordrhein-Westfalen Germany on Monday, February 06, 2006
Die 100 Seiten waren dann doch recht schnell durchgelesen.
Erschreckend was da bei den Dicountern abläuft. Aber überrascht das wirklich bei den Billigst-Angeboten, die von den großen Discountern ständig noch unterboten werden?
Augenzeugenberichte find ich o.k., leider wiederholt es sich nach einem Drittel des Buches doch stark und die Gewerkschafts-Werbung nervt auf Dauer etwas. Trotzdem sollte man sich von Zeit zu Zeit Gedanken über sein (Einkaufs-)Verhalten machen und dazu kann es nicht schaden, sich die Verhältnisse bei den Discountern vor Augen zu führen.
Sobald ich die Adresse von Arcon habe, reist das Buch weiter.

Journal Entry 24 by Opossum69 at Büchersendung in per Post, A Bookring -- Controlled Releases on Wednesday, February 08, 2006

Released 13 yrs ago (2/8/2006 UTC) at Büchersendung in per Post, A Bookring -- Controlled Releases

WILD RELEASE NOTES:

RELEASE NOTES:

Das Buch ist unterwegs zu Arcon. Gute Reise und vielen Dank für diesen BookRing.

Journal Entry 25 by Arcon from Hohenstein (Taunus), Hessen Germany on Monday, February 13, 2006
Kam heute zusammen mit einem anderen Ring an und wird baldmöglichst gelesen

Journal Entry 26 by Arcon from Hohenstein (Taunus), Hessen Germany on Monday, February 20, 2006
einiges habe ich schon gewußt, aber nicht alles. Das Büchlein hat mich jedenfalls in meiner Meinung Lidl zu boykottieren bestätigt.

Journal Entry 27 by hills-of-tara from Augsburg, Bayern Germany on Wednesday, March 08, 2006
Am Samstag wohlbehalten angekommen. Danke für´s Schicken!

Journal Entry 28 by hills-of-tara from Augsburg, Bayern Germany on Sunday, March 12, 2006
Die Zustände sind erschreckend, wenn man nun einen Bonus abzieht, schließlich ist es ja von der Gewerkschaft, ist es doch immer noch beunruhigend. Wenn ich aber an meinen Geldbeutel denke..........bin ich nicht sicher, ob ich unseren Einkauf umstellen kann?!
Ich werde da mal in mich gehen.

Released 13 yrs ago (3/27/2006 UTC) at an einen anderen Bookcrosser in per Post, Germany -- Controlled Releases

WILD RELEASE NOTES:

RELEASE NOTES:

Macht sich auf den Weg zu workingmum. Viel Spaß beim Lesen!
Danke für den Ring!

Journal Entry 30 by wingworkingmumwing from Nürnberg, Bayern Germany on Tuesday, April 18, 2006
Huch, eben habe ich festgestellt, dass ich den "Ankunftseintrag" völlig vergessen habe, tut mir leid!

Tja, also zu Lidl ist wohl schon alles gesagt und dass dort merkwürdige, menschenverachtende Zustände herrschen, weiß wohl inzwischen auch schon jedes Kind.

Was mich mal wieder vom Hocker gehauen hat, ist die Tatsache, dass beim "Who is who?" altbekannte Namen auftauchen! Wie z.B. das vorbestrafte Aufsichtsratsmitglied Anton Schlecker (ja, genau DER Schlecker, der ebenfalls auf Grund seiner miesen Personalpolitik immer wieder Schlagzeilen macht), oder Dr. Gerhard Rüschen, Aufsichtsratsmitglied bei Nestlè und -vorsitzender der Dualen System Deutschland GmbH; oder der Ex-Oberbürgermeister von Neckarsulm, Dr. Erhard Klotz und jetziger Geschäftsführer der Dieter Schwarz Stiftung gGmbH, um nur einige Namen zu nennen!

Über die Zustände bei Lidl (und wahrscheinlich den meisten Discountern) kann man nur den Kopf schütteln. Am schlimmsten finde ich, dass diese Machenschaften auch den Politikern bekannt sind und der Staat keinerlei Handhabe gegen solche Arbeitgeber hat!

Uns als Endverbraucher bleibt also nur der solidarische Boykott, (bei Lidl und Schlecker praktiziere ich das bereits seit längerem). Und als Alternative gibt es ja nicht nur Bioläden, wie maresa meint, sondern auch noch was dazwischen. Man muß ja nicht von einem Extrem ins andere fallen ;-)

Sobald ich die Adresse von winkide habe, reist das Buch weiter!

Journal Entry 31 by winkide from Frechen, Nordrhein-Westfalen Germany on Tuesday, April 25, 2006
Angekommen und auf Grund der Größe für Zwischendurch geeignet :-)

Journal Entry 32 by winkide from Frechen, Nordrhein-Westfalen Germany on Wednesday, April 26, 2006
So, jetzt versuche ich mal mich und Meinung zu diesem Buch zu erklären.

Gestern war es in der Post und hat mich doch gereizt, so habe ich es zügig gelesen. Auch habe ich mir die bisherigen Journals angeschaut und werde dies jetzt hoffentlich verständlich kommentieren.

Das Buch an sich prangert Dinge an, die in jedem Großunternehmen Gang und Gebe sind. Mitarbeiter sind Ware und Kostenfaktor, diesen gilt es entsprechend gering zu halten. Soweit aus betriebswirtschaftlicher Sicht durchaus verständlich. Vor allem im Niedriglohnsektor, zu dem Lidl als Arbeitgeber gilt, sind Gewerkschaften immer ganz schnell mit Aussagen und Anprangerungen. Hier muss man allerdings schauen, um was es überhaupt geht. Lidl schafft als erstes mal Arbeitsplätze für Ungelernte. Das diese Arbeitsplätze kosten Geld, nämlich Lidl. Lidl wiederum verkauft aber auch Waren zu einem sehr niedrigen Preis, dieser muss gehalten werden. Ich habe selbst über 9 Jahre während meines Studiums und der Schulzeit bei staeinem großen Konzern im Niedriglohnsektor gearbeitet, auch auf Führungsebene, und weiß das vor allem Lohnkosten nicht zu unterschätzen sind. Rein wirtschaftlich gesehen macht Lidl genau das Richtige: Wenig bezahlen und sich die Möglichkeiten offen lassen, das Personal zu seinen Bedingungen einzusetzen.

Das Buch prangert viele Dinge an, aber nichts, was meiner Meinung nach wirklich schlimm ist. Jeder dieser Artikel kann man auch auf z.B. McDonald's, Burger King oder Schlecker, Takko und Deichmann umwälzen. Geiz ist doch geil, das wird doch täglich vermittelt. Also, wer günstige Waren will, muss mit solchen Zuständen leben. Das Problem liegt weniger an Lidl, sondern an der deutschen Politik. Vorweg: Ich bin weder links noch rechts und Parteien gehen mir Arsch vorbei. Ich behaupte von mir selbst das ich politisch so neutral bin wie man es nur sein kann. Aber, und da liegt das Problem, es wurde vor allem in den 70ern unter der SPD ein Solzialstaat geschaffen, der sich in keinster Weise tragen kann. Gerwerkschaften wurden zu sehr bemächtigt und die Kosten für die Allgemeinheit wurden nicht wirklich bedacht. Die folgenden Jahre der CDU waren kein deut besser, die wesentlichen Dinge wurden versäumt. Auch heute spiegelt sich das wieder: Deutschland ist in keinster Weise auf dem internationalen Markt wettbewerbsfähig was Lohnkosten angeht. Auf Grund staatlicher Auflagen ist nicht der Lohn, den der Arbeiter bekommt das Problem, nein, es sind die Lohnnebenkosten. Ein großer Faktor in der Spirale, denn wenn kein Geld da ist kann kein Geld ausgegeben werden. Lidl geht seinen Weg um günstige Waren zu vertreiben und kommt damit durch. Ich würde es begrüßen, wenn mehr Firmen dieses durchziehen würden, denn es würde einige Sachen verbessern, vor allem die Arbeitslosigkeit würde sinken. Nur scheint dem faulen deutschen Pack, das lieber ALG bezieht als für 10 Eur weniger im Monat arbeiten zu gehen, das Wohlergehen des eigenen Landes und damit DIREKT das eigene Wohlergehen am Arsch vorbei zu gehen.
Wir brauchen dringend Reformen in allen Bereichen, wir müssen weg vom Sozialstaat wie wir ihn jetzt kennen und wir müssen mehr für uns tun, denn dann helfen wir auch den anderen. Das Ausland macht es teilweise erfolgreich vor, klar, man kann nicht alles übertragen, aber man muss umdenken. Mit "Geiz ist geil" kommt niemand weiter.

Ich will mal, das meine Kinder eine Chance haben, das sie ein Leben ohne Armut führen können, Reisen und andere Kulturen kennen lernen können. Das geht aber nur wenn wir alle anpacken und etwas dafür tun. Und sei es, für weniger Geld zu arbeiten, für das Land, in dem wir leben etwas zu leisten und Dinge, die uns betrffen, nicht immer nur kritisieren sondern auch mal hinterfragen und versuchen zu verstehen. Lidl geht einen einfachen Weg: Der Mitarbeiter braucht uns, wir können es uns erlauben so zu sein. Niemand wird gezwungen bei Lidl zu arbeiten. Es hört sich gleichgültig an, aber man muss es differenzieren. Gäbe es Lidl mit seinem System nicht gäbe es mehr Arbeitslose, man müßte mehr Geld für Waren ausgeben und die Spirale dreht sich weiter zu... Niemand muss sich das gefallen lassen was Lidl bietet, kein Thema, aber man muss das Thema global angehen.

Der Platz reicht hier nicht für weitere genauere Ausführungen...

Für weitere Diskussionen stehe ich gerne zur Verfügung :-)

Journal Entry 33 by winkide at N/A in ***, a fellow bookcrosser -- Controlled Releases on Saturday, April 29, 2006

Released 13 yrs ago (4/29/2006 UTC) at N/A in ***, a fellow bookcrosser -- Controlled Releases

WILD RELEASE NOTES:

RELEASE NOTES:

Sobald ich die Adresse von sir6alot75 habe gehts sofort weiter.

Edith sagt:
Conejita soll die nächste sein, sir6alot75 wandert ans Ende des Rings.

Journal Entry 34 by Conejita from Bremen, Bremen Germany on Sunday, May 07, 2006
gestern bei mir angekommen

30.07.2006:
Ich habe das Buch schon vor einiger Zeit gelesen und weitergeschickt und dann fand ich irgendwie die Journal Entries dazu nicht wieder ;-(
Aber durch Tywins Journal Entry, den ich per Mail bekam, bin ich nun doch noch hier gelandet :-)
Mein Kommentar zu dem Buch: Erschreckend, diese Arbeitsbedingungen. Kein Wunder, dass das Personal nicht allzu freundlich ist!
Und was die Berichte über die Sauberkeit angeht, schreckt mich das auch ab. Lidl ist zwar der Supermarkt, der für mich am nächsten zu erreichen ist, aber ich versuche, dort möglichst nicht mehr viel zu kaufen.

Journal Entry 35 by CaoticoCiclista from Dresden, Sachsen Germany on Thursday, May 18, 2006
Unser Briefkasten ist eindeutig zu klein, oder die Postbeamten zu blöde etwas größere Briefe mit einer gewissen Sensibilität einzuwerfen. Wie dem auch sei, das Schwarz-Buch ist angekommen und mein müßiger Bruder hat auch schon sein geschocktes Auge darauf geworfen. Ich werde es ihm demnächst gleichtun.
---
Edithlein vom 14.6:
mmmm.... was soll ich zu diesem Büchlein sagen (was nicht bereits gesagt worden ist)?
Nichts ist perfekt, oder so schlimm ist es doch gar nicht? Vielleicht?
Ich bin ein wenig traurig, dass es in einem solch reichen Land, wie Deutschland so laufen muss. Das Multimillionäre immer noch mehr Geld scheffeln wollen, obschon sie wissen, dass sie es nie ausgeben können.
Ich habe bei meinen letzten Lidl- und Kauflandbesuchen mal drauf geachtet, ob die Kassierer wirklich so unter Zeitdruck stehen, sie wirklich so lange sitzen müssen, die 40 Scanvorgänge etc. ... und ich hatte den Eindruck, dass sie alle entspannt waren, sich Zeit nehmen konnten. Trotz dieser Beobachtung bleibe ich niedergeschlagen und auch bei meinem generellen Grundsatz: Ich bin lieb und freundlich zu den Menschen, schauen ihnen in die Augen und behandle sie wie einen Menschen, nicht wie eine Dienstleistungsmaschine!
Es bringt relativ wenig Lidl (oder andere "Ausbeuter-Ketten") zu boykottieren, solange es nur wenige machen. Wie es auch nur wenig bringt, wenn ein einzelner Angestellter dort aufmüfig wird ... darum: Proletarierer aller Länder vereinigt euch!
Ähm.. ach nee - das war wieder was anderes.

PS: Liebe Ver.di - Eigenlob stinkt und zwar meilenweit aus diesem Buch!

Journal Entry 36 by Tywin from Dortmund, Nordrhein-Westfalen Germany on Saturday, July 29, 2006
Das Buch ist heute bei mir angekommen.

Journal Entry 37 by Tywin from Dortmund, Nordrhein-Westfalen Germany on Monday, July 31, 2006
Ich fand das Buch interessant, auch wenn sich die Zeugenberichte oftmals ähnlich anhören, wie schon erwähnt wurde. Da ich Gewerkschaften und Betriebsräte für sinnvoll halte, hatte ich nicht das Gefühl es gäbe zu starke Eigenwerbung.

Zu der Diskussion hier:
Die Löhne in Deutschland sind schon mehrere Jahre kaum gesunken und die Wirtschaft wächst kaum, während in anderen Ländern wie Großbritannien die Löhne stärker gestiegen sind und dies mit zu einem höheren Wirtschaftswachstum geführt hat. Deutschland ist zwar Exportweltmeister, aber durch die niedrigen Löhne ist die Binnenkonjunktur zum Stillstand gekommen. Wenn wir alle weniger Lohn bekommen, können wir auch weniger ausgeben und dadurch werden wieder mehr Menschen arbeitslos.

Man braucht nicht direkt in einen Bio-Laden zu rennen, aber man kann ja auch versuchen nach anderen Läden zu gucken, bei denen die Kosten nicht so hoch sind und die Mitarbeiter trotzdem faire Arbeitsbedingungen haben. Mit jedem Kauf unterstützt man ein Unternehmen und seine Methode mit den jeweiligen Beschäftigten umzugehen.

Journal Entry 38 by inkling1 from Basel, Basel-Stadt Switzerland on Monday, September 04, 2006
Das Schwarz-Buch kam heute mit der Post; vielen Dank

das Buch stellt detailliert dar was man die letzten Jahtre über die Herren Schwarz und Schlecker in der Wirtschaftspresse verfolgen
konnte (der Name Lidl ist übrigens seinem Berufsschullehrer abgekauft, da sich Schwarz-Markt schlecht als Ladenbezeichnung eignet)

Die Herren Schwarz und Lidl reisen morgen zu Ninoe

Journal Entry 39 by Ninoe from Würzburg, Bayern Germany on Wednesday, September 20, 2006
Ist gut bei mir angekommen! Dankeschön für´s Schicken!

Journal Entry 40 by Ninoe from Würzburg, Bayern Germany on Thursday, March 08, 2007
Soooo...das Buch lag jetzt ziemlich lange bei mir rum und jetzt habe ich es endlich gelesen. Hab das Buchh gleich an cucumber82 weitergeschickt, die sich noch angemeldet hat.

Ich boykottiere schon länger Discounter. Nicht, weil ich glaube, damit die Welt veränderrn zu können, aber ich versuche doch, den mir möglichen Teil dazu beizutragen. Geld regiert nunmal die Welt und deshalb versuche ich, bei Dingen, die ich sowieso brauche, nicht zu sparen. Dafür spende ich dann nichts. Denn ich finde es sehr doppelmoralisch, über Konsumverhalten Menschen auszubeuten und das dann über Geldspenden wieder auszugleichen.

Ich bedanke mich vielmals für den Ring und dass ich mitlesen durfte!

Journal Entry 41 by cucumber82 from Saarlouis, Saarland Germany on Monday, March 12, 2007
Buch ist heute angekommen. Sieht schon leicht mitgenommen aus. Bemühe mich, es so fix wie möglich zu lesen.

14.03.2007 Offengestanden bin ich doch etwas geschockt. Das sind ja schon Mafia-Methoden, die bei Lidl angewandt werden. Interessant fand ich die Zusammenhänge der einzelnen Gesellschaften, die unter Schwarz' Führung stehen. Dass Kaufland und Lidl im Prinzip dem gleichen Gesellschafter gehören, habe ich nicht gewusst... Und wieder ist man um eine Erfahrung schlauer... Vielen Dank fürs Mitlesen lassen!!!

Journal Entry 42 by bix- from Köln, Nordrhein-Westfalen Germany on Tuesday, March 27, 2007
Ist angekommen, Danke.

19.04.007:

Hm, da ver.di mir aus privaten Gründen höchst unsympathisch ist, war ich beim Lesen etwas vorbelastet (Ich arbeite bei einer Zeitarbeitsfirma und hab es ver.di zu verdanken, dass ich nicht mehr als 35 Stunden die Woche bezahlt bekomme, egal wie viel ich arbeite. Der Rest geht auf ein Zeitkonto, über das ich aber keinerlei Verfügngsgewalt habe....).

Ausserdem lässt sich so eine "reisserische" Broschüre unter Garantie über wirklich JEDES Unternehmen schreiben.

Des weiteren halte ich es für eine mehr als fragwürdige Strategie, nun einfach zu sagen "okay, wenn das so ist - bei LIDL kauf ich nix mehr!". Die Verkäuferinnen arbeiten ja trotzdem dort, wenn auch nur weil sie das Geld brauchen. Aber: Wenn keiner mehr dort einkaufen würde - wären sie doch ebensoschnell arbeitslos!

Dennoch fand ich es durchaus interessant zu lesen, was Menschen sich im Beruf so alles gefallen lassen "müssen".

Und wer sich frag, ob sich an der Situation bei Lidl inzwischen etwas geändert hat, kann sich unter diesem Link informieren:
http://lidl.verdi.de

Journal Entry 43 by kupfergold82 from Jettingen, Baden-Württemberg Germany on Monday, April 30, 2007
so das buch ist bei mir gelandet, mal sehen, was so ver.di über lidl erzählt und mit meinen erfahrungen übereinstimmt...


nun ja, sagen wir es mal so, es gibt in jeder firma schwarze fälle. aber das was verdi da gebracht hat, nun ja, sagen wir es mal so, ist doch eher die krasse ausnahme. ich arbeite in einem guten Team, wo solche Sitten definitiv nicht herrschen. werde es nächste woche weiterschicken.

nachtrag:

in jedem Beruf herrschen in der Zwischenzeit strenge Sitten, jeder muss sich anstrengen, und seinen Teil erledigen. Dass Lidl Spinde kontrolliert, bzw. Taschen, usw. ist meiner Meinung nach völlig okay. Man muss es aus der Sichtweise des Unternehmens sehen, das Erfolg haben möchte, und doch Bestand haben will. Die Schulungen hinsichtlich Freundlichkeit finde ich auch in Ordnung, schließlich erwartet doch jeder Kunde eine Verkäuferin, die vielleicht nicht jeden Tag die beste Laune an den Tag trägt, aber zumindest höflich und zuvorkommend ist, und einen nicht anmeckert.
Zu den Positionen. Es ist sicherlich anstrengend am Anfang, bis man eine gewisse Anzahl an Positionen schafft, viele haben vielleicht ein Problem damit, die Leistung zu schaffen. Aber mir geht es ehrlich gesagt schon so, dass ich allein wegen der Schnelligkeit schon gerne zu Aldi oder Lidl gehe, weil ich z. B. beim Real oder Kaufland in der zwischenzeit die Krise kriege, wieviel Zeit die sich lassen beim Ware scannen, wo ich mir ernsthaft schon überlegt habe, was zu sagen. Ich möchte bei meinem Einkauf doch wieder zügig nach hause, und nicht noch ewig warten, bis die Verkäuferinnen noch die Zutatenliste der einzelnen Lebensmittel oder Pflegeprodukte durchgelesen hat.

Ich denke, es ist abhängig vom Team, in dem man arbeitet. In meiner letzten Filiale hatte ich eine Filialleiterin, die war mit dem Job der FL total überfordert, und hat ihren Stress entsprechend an ihren MItarbeitern ausgelassen und teilweise auch an den Kunden. In der jetztigen Filiale geht es viel entspannter zu.

Ich denke, in jedem Beruf gibt es schwarze Schafe, sprich ARbeitnehmer und ARbeitgeber, mit denen man zu kämpfen hat. Von dem her würde ich mir da nicht zu viel auf dieses Buch geben.

Grüße


Edit: ist endlich unterwegs, mir ist eine unerwartete Hochzeit dazwischen gekommen, es auf den weg zu schicken... nicht böse sein!

Journal Entry 44 by tante25 from Grebenstein, Hessen Germany on Tuesday, October 23, 2007
Ich Schaf habe ganz vergessen, dass Buch einzutragen..Auch wegen Hochzeit, sorry.
Es ist ganz schön erschütternd zu lesen, mit welch dubiosen Machenschaften der Konzern arbeitet.*kopfschüttel*

Sobald ich die nächste Adresse habe, geht es endlich weiter auf die Reise.
Danke für den Ring!

Journal Entry 45 by Qantaqa from Dachau, Bayern Germany on Monday, November 12, 2007
Ist am Samstag angekommen, vielen Dank! Ich werde mich beeilen, damit das Buch schnell weiterreisen kann.

Journal Entry 46 by wingekorrenwing from Tübingen, Baden-Württemberg Germany on Monday, December 10, 2007
Also, offensichtlich ist tante25 hier nicht das einzige Schaf (siehe zwei Einträge über meinem). Ich wollte nämlich gerade schauen, wieviele Leute bei diesem Buch noch hinter mir stehen und wie lange es schon hier liegt, weil ich bisher noch nicht zum Lesen gekommen bin (sind aber erst ein paar Tage oder so)... dabei hatte ich doch noch gar keinen Eintrag gemacht, dass es hier angekommen ist.

Mein Problem: Ich bezweifel leider, dass ich es diese Woche gelesen bekomme. Da ich aber dann erstmal bis Ende des Jahres weg bin (mitnehmen geht nicht), kann ich nicht versprechen, dass es vor Anfang Januar weiterreist. Ich werde mich aber bemühen, es noch vor der Abreise zu schaffen.

Journal Entry 47 by Polemos from Berlin (irgendwo/somewhere), Berlin Germany on Friday, January 11, 2008
Anfang Januar ist schon ok, ein Ringlein passt gerade ... Vielen Dank fürs Schicken.

Journal Entry 48 by Polemos from Berlin (irgendwo/somewhere), Berlin Germany on Monday, February 04, 2008
15 Jahre habe ich in einer Branche gearbeitet, in der die Sitten und Gebräuche einiger Arbeitgeber gegen den Arbeitnehmer ähnlich sind, sieben Jahre davon waren sie fast so wie bei Lidl. Druck, Drohungen, Taktik, Kalkül, falsche Anschuldigungen, Psychoterror - das ist alles ganz normal und gehört eben dazu. Wer nicht mitmacht, ist ein Querulant, wer nicht mitkommt, ein Leistungsverweigerer. Da bekomme ich heute noch die heiße Wut und das Kotzen.

Doch nicht nur über den AG bzw. hier Lidl, sondern auch über Mitarbeiter/innen, die das System mittragen, die sich kujonieren lassen. Denen der Arsch in der Hose fehlt, die Klappe aufzumachen und gemeinsam (!) etwas dagegen zu tun. Das Spiel funktioniert nur, weil der AG die AN gegeneinander ausspielen kann, das Prinzip: jeder ist sich selbst der nächste, greift vorzüglich. Arbeiten, Maul halten und nicht auffallen scheinen einfacher zu sein, als für seine Würde, seine Recht und seinen Arbeitsplatz zu kämpfen.
Hier hat die Industrielobby ganze Arbeit geleistet, indem sie über Jahre eingeflüstert hat, ich zitiere aus einem Journal:
in jedem Beruf herrschen in der Zwischenzeit strenge Sitten, jeder muss sich anstrengen, und seinen Teil erledigen. Dass Lidl Spinde kontrolliert, bzw. Taschen, usw. ist meiner Meinung nach völlig okay. Man muss es aus der Sichtweise des Unternehmens sehen, das Erfolg haben möchte, und doch Bestand haben will. SO IST DAS EBEN IN DER LEISTUNGSGESELLSCHAFT! Ob die Kontrolle von Spinden und PKW einen Eingriff in die Grundrechte darstellt, ist sekundär, Hauptsache, es geht dem Unternehmen gut. Statt dem deutschen Volke, der deutschen Wirtschaft?!

Wie gesagt, ob Lidl, Aldi, Schlecker oder zig andere Unternehmen, es herrschen in der Tat rauhe Sitten. Ein System funktioniert nur so lange, wie es von der Mehrheit seiner Mitspieler getragen wird. Das ist so banal wie richtig. Solange die Mehrheit nicht auf die Idee kommt, die Regeln zu ändern (das Spiel, das ist leider allzu wahr, lässt sich nicht ändern), solange stützen sie das System und sind ihm ausgeliefert.
Solange der Konsument sich nach "billig will ich" und ähnlichem Dummschwatz richtet, solange haben Discountreiche Erfolg.
Das ist legitim, denn ein guter Teil unserer Konsumenten mag es billig, ohne sich zu überlegen, wie billig funktionieren mag; und, ja, ich weiß, manche müssen billig, weil ... Aber dann soll keiner klagen, dass es in der Straße keinen Bäcker mehr gebe, dass der Metzger zumacht, dass der kleine Laden, der immer so lange auf hatte, verschwunden ist. Dann soll keiner klagen, dass die Auswahl im Discounter geringer ist als im Vollsortimenter (2.500 zu 10.000, meine ich mich zu erinnern).

Dass ver.di eher emotional den faktisch an den Sachverhalt geht und doch sehr viele Augenzeigenberichte und Wiederholungen bringt, ist der Sache geschuldet. Hier soll nicht nur dargestellt werden, hier soll Gewerkschaftsarbeit geleistet werden - mehr Philippika denn Sachbuch.

Was tun? Hätte ich die Antwort auf alle Fragen, wäre ich ein alter Gott und könnte viel schlafen. So bleibt mir nur, trotz seiner Schwächen für dieses Buch zu plädieren, den ganz kleinen persönlichen Kampf für einen ein bißchen bessere Welt nicht aufzugeben, und die Läden und Leistungen zu meiden, so gut es geht, von denen ich weiß, dass es dort zugeht wie beschrieben. Ob das was bringen mag, sei fürderhin gestellt, ich kann allerdings nur bei mir anfangen.

Reist heute konsequent weiter zu Jurinde

Journal Entry 49 by wingJurindewing from Dessau-Roßlau, Sachsen-Anhalt Germany on Monday, February 11, 2008
So jetzt ist es bei mir, hat ja schon eine lange Reise hinter sich. Da sich die Ringe jetzt ein bisschen bei mir stauen, bleibt es noch ein bisschen bei mir.

Journal Entry 50 by wingJurindewing from Dessau-Roßlau, Sachsen-Anhalt Germany on Friday, October 03, 2008
Also ich sehe gerade meine TBR Bücher durch und finde dieses hier. Ich hab das Buch ganz bestimmt schon vor sehr sehr langer Zeit weitergeschickt. Ist es nie angekommen?

Are you sure you want to delete this item? It cannot be undone.