Homo Faber

by Max Frisch | Literature & Fiction |
ISBN: 3518368540 Global Overview for this book
Registered by Zibele of Bern, Bern / Berne Switzerland on 4/23/2005
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Journal Entry 1 by Zibele from Bern, Bern / Berne Switzerland on Saturday, April 23, 2005
Buch der 1000 Bücher
Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Homo Faber. Ein Bericht
OA 1957 Form Roman Epoche Moderne
In seinem Roman Homo Faber bearbeitet Frisch ein aktuelles Phänomen der 1950er Jahre: die fortschreitende Technisierung der westlichen Welt und den damit einhergehenden Glauben an die völlige Erklärbarkeit und Durchschaubarkeit des Lebens. Der lateinische Terminus »Homo faber« bezeichnet den »Mensch als Verfertiger«, der sich mit Hilfe von Werkzeugen die Welt zu Nutze macht. Mit seinem Protagonisten Walter Faber zeigt Frisch einen solchen handlungsorientierten Menschen, in dessen durchweg rationalem und technokratischem Weltbild Schicksalsgläubigkeit keinen Platz hat. Tragischerweise wird das Leben des Selbstsicheren durch eine Reihe von schicksalhaften Zufällen zerstört.
Inhalt: Mit einem Flug nach Caracas beginnt für den Ingenieur Faber eine Reise in seine Vergangenheit. Im Flugzeug sitzt er neben dem Bruder seines ehemaligen Freundes Johannes und erfährt, dass Johannes Hanna geheiratet hat, die in den 1930er Jahren ein Kind von Faber erwartete. Faber schlug damals eine Heirat vor, akzeptierte das Kind aber nur widerwillig. Hanna trennte sich daraufhin von ihm und zeigte sich zu einer Abtreibung entschlossen.
Nach einer Notlandung in der mexikanischen Wüste reisen die beiden Männer gemeinsam nach Guatemala, um Johannes zu besuchen. Sie finden ihn tot vor: Er hat sich erhängt. Auf der Überfahrt nach Europa – die er spontan einem Flug vorgezogen hat – lernt Faber die junge Sabeth kennen, die ihn an Hanna erinnert. Die beiden verlieben sich ineinander und unternehmen eine gemeinsame Europareise, auf der sich herausstellt, dass Sabeth tatsächlich die Tochter der seit vielen Jahren in Athen lebenden Hanna ist. Sabeth hält Johannes für ihren Vater; Faber ist nur zu gern bereit, diesen Glauben zu teilen und die beiden verbringen eine Nacht miteinander. Tage später wird Sabeth am Strand von einer Schlange gebissen, weicht vor dem ihr zur Hilfe eilenden Faber zurück und schlägt mit dem Kopf auf. Im Athener Krankenhaus wird ein Gegengift verabreicht; da Faber aber nicht von dem Sturz berichtet, bleibt eine Gehirnblutung unerkannt, an der Sabeth stirbt. Mittlerweile hat Faber von Hanna erfahren, was er eigentlich schon wuss-te: Er selber ist Sabeths Vater. Allen Versuchen der Selbstrechtfertigung zum Trotz fühlt Faber sich schuldig. Wieder auf Reisen, entschließt er sich zu einer neuen Lebensweise und erfährt einen direkteren, sinnlichen Zugang zur Welt. Ein Zusammenleben mit Hanna erwägend kehrt er nach Athen zurück.
Mit seinen zahlreichen Hinweisen auf die griechische Antike kann der Roman nicht nur wegen der Inzest-Thematik als moderne Variante des Ödipus-Mythos (Stichwort R S. 377) gelesen werden. Wie Ödipus, der meint, seinem Schicksal entgehen zu können, ist auch Faber, der das ganze Leben für kalkulierbar hält, Überheblichkeit vorzuwerfen. Einig sind die beiden Figuren schließlich auch in ihrer erlebten Schuldhaftigkeit, vor der sie das Wissen um die eigene Unwissenheit nicht bewahren kann.
Struktur: Frisch macht seinen Protagonisten zum Erzähler der eigenen Geschichte. Der Roman besteht aus den Aufzeichnungen Fabers, in denen sich ein rückblickender Bericht mit aktuellen Tagebuchaufzeichnungen vermischt. Die Reflexionen Fabers sind dabei von selbstentlarvender Subjektivität – noch in der Rückschau verharrt er in alten Denkmustern und hadert mit dem Unerkärlichen. Der Bericht endet unmittelbar vor einer Magenoperation, der Faber sich unterziehen muss – der tragische Held des Romans scheint diese nicht zu überleben.
Wirkung: Seit seinem Erscheinen ist der Roman ein großer Publikumserfolg von ungebrochener thematischer Aktualität. Der Text gehört zu den beliebtesten Stoffen für die (Schul)unterrichtslektüre und wurde 1991 von Volker Schlöndorff (* 1939) verfilmt. A. K.

Kurzbeschreibung
-Der Bürger verläßt das Gefängnis seiner Wohlanständigkeit, versinkt im Anonymen und kehrt anders zurück, als er aufbrach. Dort, wo das Ich sich in der Namenlosigkeit verliert und seine Vergangenheit preisgibt, entfernt sich das Individuum von allem Vertrauten-. (Walter Jens)Max Frisch, am 15. Mai 1911 in Zürich geboren, starb dort am 4. April 1991. Sein Werk wurde vielfach ausgezeichnet.

Journal Entry 2 by Zibele from Bern, Bern / Berne Switzerland on Wednesday, September 28, 2005
Dieses Buch wird heute freigelassen zur Freude am
Artikel über bookcrossing in der aktuellen Coop-Zeitung

...und weil ich es doppelt habe! :-)
Viel Spass beim lesen!

Journal Entry 3 by Zibele at Botanischer Garten in Bern, Bern / Berne Switzerland on Wednesday, September 28, 2005

Released 13 yrs ago (9/28/2005 UTC) at Botanischer Garten in Bern, Bern / Berne Switzerland

WILD RELEASE NOTES:

RELEASE NOTES:

...das Buch liegt auf einer Mauer, dort, wo man in den Garten kommt, wenn man von der Brücke in den Garten hinabgeht....

Journal Entry 4 by wingAnonymousFinderwing on Wednesday, December 21, 2005
This book was set free in the Botanical Garden of Bern in September 2005. I`m working there and saw it laying on a stone - assuming someone forgot it. 3 days and a rain later it was still there and I decided to have a closer look.... I enjoyed the story, I once tried to read it when I was younger and I couldn`t get very far at this time, so this was the perfect opportunity to have another try. Since it is Christmas time and I`m going to see my family in Berlin, I will try to place it in some tourist-frequented place....

CAUGHT IN BERN BERN SWITZERLAND

Journal Entry 5 by Vanpey from Berlin (irgendwo/somewhere), Berlin Germany on Monday, January 02, 2006
I found it in the "Kino International" in Berlin. I´m realy happy about it. I wanted to find one book of bookcrossing ... now I have to start reading ...

Journal Entry 6 by Vanpey from Berlin (irgendwo/somewhere), Berlin Germany on Saturday, March 18, 2006
schreckliches Buch ... aber sehr gut !
fertig gelesen und freigelassen heute (18.03.06) im Marcanns in Berlin.

Journal Entry 7 by wingAnonymousFinderwing on Tuesday, March 21, 2006
It is very funny to find a books in a coffee. I wish this principle a very successfully way. And now, I will read the book.

Samoht

CAUGHT IN BERLIN BERLIN GERMANY

Journal Entry 8 by wingAnonymousFinderwing on Tuesday, September 05, 2006
geschrieben via www.bookcrossers.ch

Ich habe das Buch in einer Taverne in Georgioupolis (Westkreta)am 25.08.2006 gefunden und auf dem Heimflug gelesen. Jetzt befindet es sich in Lindhorst (Deutschland, Sachsen-Anhalt, kleines Dorf bei Magdeburg). Ich werde es wohl in Magdeburg demnächst wieder freilassen.
Das Buch ist sehr ungewöhnlich im Schreibstil, eigentlich nicht meine Interessenrichtigung, gleichwohl aber sehr fesselnd. Jedenfalls kann man es auch lesen und weiterempfehlen, wenn man gewöhnlicherweise diese Art Bücher nicht liest.
Es war mein erstes BookCrossing-Buch, das ich gefunden habe, ich werde die Augen aufhalten nach weiteren Büchern :-)
Nette Grüße

CAUGHT IN GEORGIOUPOLIS KRETA GRIECHENLAND

Journal Entry 9 by MartinaHr from Magdeburg, Sachsen-Anhalt Germany on Thursday, September 07, 2006
geschrieben via www.bookcrossers.de

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CAUGHT IN KRETA

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