Traumpfade SZ-Bibliothek Band 37

Registered by SZ-Bibliothek of München, Bayern Germany on 1/18/2005
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Journal Entry 1 by SZ-Bibliothek from München, Bayern Germany on Tuesday, January 18, 2005
Lese. Freude. Sammeln. heißt das Motto der SZ-Bibliothek. Die Feuilletonredaktion der Süddeutschen hat 50 exklusive Highlights der Weltliteratur ausgewählt. Jede Woche erscheint ein neuer Band. Dies ist der 37. Band der SZ-Bibliothek, der uns freundlicherweise von der Buchhandlung Thalia Köln, Neumarkt (ehemals Gonski) zur Verfügung gestellt wurde und nun ein Bookring werden soll. Vielen Dank an Thalia in Köln und an Wyando, der die Bücher für uns in Köln abholt und sie freundlicherweise an den jeweils ersten in der Liste verschickt.
Viel Spaß beim Lesen!

Klappentext:
Der Erzähler in Chatwins autobiografischem Reiseroman "Traumpfade" (1987) hat Glück. Er lernt während eines Aufenthalts in Australien Arkady Wolschok kennen, einen Australier russischer Herkunft. Er wird ihm schnell zum engen Freund und Vertrauten. Als Nachfahre nomadischer Kosaken ist er von einem unstillbaren Drang zum Reisen erfüllt. So war er bereits in Java, Indien, Afghanistan, Israel, Italien und Frankreich. Nach all seinen Exkursionen hat er beschlossen, dem Konsumdenken der Industrienationen zu entsagen und sich auf die Suche nach der Weisheit der australischen Ureinwohner, der Aborigines, zu begeben. Alles hat er hinter sich gelassen: seine Frau, seine Universitätskarriere, seine Heimat. Er kennt nur noch ein Ziel: die Kultur der Aborigines vor dem Aussterben zu bewahren. Unermüdlich kämpft er dagegen, dass die westliche Zivilisation die so genannten Traumpfade der Ureinwohner zerstört. Denn diese sind die unsichtbaren mythischen Spuren der Aborigines, auf denen einst ihre Vorfahren durch die Weite des Landes zogen und mit ihrem Gesang die Welt erschufen. Doch auf diesen labyrinthischen Pfaden muss stets von neuem gewandert, muss die Natur immer wieder besungen werden, um die Schönheit der Welt vor dem Aussterben zu retten.
"Traumpfade" ist Chatwins bekanntester Roman und machte ihn zu einem der meistgelesenen britischen Gegenwartsautoren.ansicht

An diesem Bookring nehmen teil:
1) Astraios
2) ekaterin4luv
3) RiekeBerlin
4) JURINDE
5) eatsletters
6) Aprille
7) sillesoeren

???

Und am Schluss zurück zu Paranoia/SZ-Bibliothek

Journal Entry 2 by Astraios from Braunschweig, Niedersachsen Germany on Friday, February 18, 2005
Dank unpraktischen Briefkastens erst heute von der Hauptpost abgeholt... 30 minuten Radfahren im Schneetreiben... *brrrr* Ich hab gleich angefangen mich beim Lesen aufzuwärmen. Ein typischer Chatwin, freue mich auf's "richtige" Lesen. :-) Es wird sich aber noch etwas hinziehen, hier liegen noch ein paar Ringe mit Priorität.

So, nun ist er grad noch vor dem Urlaub fertig geworden. Es ist zwar ein typischer Chatwin, aber einer seiner Schwächeren. Zwischendurch hat er doch hin und wieder ein paar Längen, zumal ein großer Teil des Buches aus etwas zusammenhanglosen Schnipseln besteht, derern Sinn erst sehr viel später klar wird. Gelohnt hat es sich trotzdem. :-)

Released 16 yrs ago (5/6/2005 UTC) at BookRing in -- Per Post geschickt/ Persönlich weitergegeben --, Niedersachsen Germany

WILD RELEASE NOTES:

RELEASE NOTES:

macht sich per Opost auf den Pfad zu ekaterin4luv. Gute Reise! :-)

Journal Entry 4 by ekaterin4luv from Nürnberg, Bayern Germany on Sunday, May 8, 2005
Super, ich freu mich. Ich bin gerade aus Basel zurück und schon wieder ein SChmankerl im Briefkasten.

edit 30/07/05: Nein, ich bin nicht verlustig gegangen, sondern endlich angefangen zu lesen, bin bald fertig.
RiekeBerlin hat es bereits gelesen, bei JURINDE angefragt.

Journal Entry 5 by ekaterin4luv from Nürnberg, Bayern Germany on Friday, August 12, 2005
Wanderfieber!


Bruce Chatwin, versteht es, auch Alltägliches noch so zu beschreiben, daß man es gerne liest und es nicht langweilig wirkt. Auch wenn eigentlich nicht viel passiert, das Buch lebt eher von Rückblicken und Einblicken in eine fremde Kultur. Und nicht nur der der Aboriginees. Anekdoten von vielen Reisen und anthropologische Skizzen werden häppchenweise serviert, zwar oft aus dem Zusammenhang gerissen und nicht sehr ausführlich, aber meist sehr anschaulich.

(S.248) "Alles in allem gibt es nur zwei Arten von Menschen auf der Welt - solche, die zu Hause bleiben, und solche, die es nicht tun." Kipling

Das zentrale Thema des Buches ist jedoch die Natur der menschlichen Ruhelosigkeit. Deshalb ist es noch lange kein wissenschaftliches Buch, sondern nur ein eher privates Streiflicht eines Wanderers zwischen den Kontinenten, der sich für die Hintergründe interessiert.

Was mich ein bischen erschreckt hat, ist der geschilderte Rassismus in Australien, auch, das es so alltäglich klingt.
Und etwas habe ich nicht ganz verstanden:
(S:145)"Australien (..)ist das Land verlorener Kinder." Das hört sich bedeutend an, ich weiss nur nciht, worauf es sich bezieht. Hat das was mit den Vertreibungen und den Lagern zu tun?


Und nun wandert auch dieses Buch weiter auf den glänzenden Asphaltpfaden zu JURINDE.

Journal Entry 6 by Jurinde from Dessau-Roßlau, Sachsen-Anhalt Germany on Wednesday, August 17, 2005
Vielen Dank fürs zusenen, setzte das Buch ganz oben auf meinen Lese-Stapel.

Journal Entry 7 by Jurinde from Dessau-Roßlau, Sachsen-Anhalt Germany on Sunday, August 28, 2005
Ein sehr anspruchsvolles Buch. Gegen Ende habe ich dann doch hin und wieder die Notizfragmente übersprungen, dafür habe ich im Moment einfach keine Muße. Ich lese immer wieder gern über die Kultur der Abiriginies und andere alte Völker. sehr interessant. Nun kann das Buch weiterreisen.

Released 16 yrs ago (8/31/2005 UTC) at Post in -- Per Post geschickt/ Persönlich weitergegeben --, Brandenburg Germany

WILD RELEASE NOTES:

RELEASE NOTES:

So dieses Buch ist jetzt auf dem Weg zu eatsletters.

Journal Entry 9 by eatsletters on Saturday, September 10, 2005
bin schon sehr gespannt...

Journal Entry 10 by eatsletters on Wednesday, November 2, 2005
hatte es gleich mal angelesen und dann wieder gelassen, es war einfach kein "roterFaden" zu finden, mir wurden zu viele Personen zu zusammenhanglos eingeführt.

Werde es aber nochmal versuchen, da Astraios ja geschrieben hat, dass das alles später klar wird. Eine Chance kriegt er also noch...

Journal Entry 11 by eatsletters on Monday, December 19, 2005
nachdem ich auch beim letzten Versuch nicht weiter als bis zur Hälfte gekommen bin, geb ich jetzt auf. Das Buch reist weiter zu Aprille.

Journal Entry 12 by wingAprillewing from Bochum, Nordrhein-Westfalen Germany on Friday, January 6, 2006
Zerknirscht sitze ich vor meinem Bücherberg. Wie lange wird es dauern, bis ich dieses Buch lesen werde?
So nutze ich dieses Journal, um allen, die mich auf irgendwelchen Listen finden, zu signalisieren: ich lese noch! Ich lese mich durch den Bücherberg... Wer ein Buch aus meinem TBR-Stapel möchte, der soll sich bitte kurz melden!
Ich frage mich, wie hoch der Berg sein wird, wenn das Jahr sich wieder neigt? Im letzten Jahr wäre meine Prognose günstiger gewesen, jetzt möchte ich schon gar keine Prognosen mehr machen, denn BC ist so verführerisch. Immer kommt irgendein Buch um die Ecke. Und außerdem hat das Leben auch manche lesefeindliche Überraschung in petto, weshalb dieses Journal mit zweitägiger Verspätung kommt.......

Journal Entry 13 by wingAprillewing from Bochum, Nordrhein-Westfalen Germany on Sunday, July 2, 2006
Ich glaube, dass viele Menschen sich fragen, warum sie das Leben leben, das sie leben, bzw. warum sie in dem Leben gelandet sind, das sie leben.
Chatwin hat ein Leben aufgegeben, um ein anderes Leben zu erleben und das Buch, das ich nun gelesen habe, ist in Teilen der Versuch einer Rechtfertigung dieser Entscheidung, in anderen Teilen der Versuch einer Erklärung dieser Entscheidung und last but not least ist das Buch auch der Versuch einer wissenschaftlichen Begründung dieser Entscheidung.

Es gibt Menschen, die bleiben zu Hause.
Es gibt Menschen, die wandern herum.

Die einen sind die Nomaden. Die anderen sind die Siedler. Die einen sind die Jäger, die anderen sind die Sammler.

Das Herumziehen gefällt ihm besser, folglich zog er Jahre seines Lebens mit Menschen herum, die nomadisch leben. Das vorliegende Buch beschreibt seine Wanderungen mit den Aborigines, deren Wanderungen nicht nur nomadisch, sondern auch religiös sind.

Im mittleren Teil seines Buches exerpiert es aus seinen Notizbüchern, in denen er Zitate zu dem o.a. Themenkreis gesammelt hat. Mir gefielen diese Auszüge aus seinen Notizbüchern besonders gut, weil er dem Leser einen Blick in seine privaten Aufzeichnungen gestattet. Für mich waren sie der lohnendste Teil der Lektüre.

Und ich möchte aus meinen privaten Notizbüchern zitieren: "Es ist gleichgültig, was die Welt über religiöse Erfahrung denkt; derjenige, der sie hat, besitzt den großen Schatz einer Sache, die ihm zur Quelle von Leben, Sinn und Schönheit wurde und die der Welt und der Menschheit einen neuen Glanz gegeben hat. (...) Gibt es tatsächlich irgend eine bessere Wahrheit über letzte Dinge als diejenige, die einem hilft zu leben?" (C.G.Jung)

Und zu sterben, möchte ich ergänzen.

Die Aborigines scheinen eine Religion zu haben, die ihnen zu leben und zu sterben hilft; jedenfalls kommt es ihm als Betrachter so vor. Dass man sich auch Illusionen über ihre Fähigkeiten machen kann, zeigt er in der Schilderung der Jagd, auf die ihn Aborigines mitgenommen haben. Was ist Wahrheit, was ist Legende? Was ist echt und was ist nur noch Schau?

Chatwin hat versucht, es herauszufinden.

Habe ich das gern gelesen? Die Schilderungen seiner Erlebnisse in Australien fand ich inhaltlich zwar nicht uninteressant, aber wirklich schlecht geschrieben. (Sagte er, sagte sie, sagte ich. Wörtliche Rede ist auf die Dauer ermüdend; ich finde es literarischer, Handlungen, Gesten, Mimik neben der wörtlichen Rede beschrieben zu finden. So, wie er hier schreibt, ist sein Stil trivial.)
Vermutlich schrieb er dieses Buch im Bewusstsein seiner knapp werdenden Zeit.
Dass er da überhaupt noch schrieb, zeigt, wie wichtig es ihm war, sich die oben angegebenen Fragen noch einmal vorzulegen.

Ich hoffe, er war mit dem Ergebnis seiner Arbeit (und seines Nomadenlebens) glücklich.

Nicht viele Sterne für sein Buch, aber volle Sternzahl für Chatwin, den Sucher.

Das Buch ist eingepackt für die Reise zu sillesoeren.

PS.: Das Buch wandert seit mehreren Wochen, aber da sillesoeren auch wandert, habe ich noch die Hoffnung, dass es sich n i c h t verlaufen hat.

Journal Entry 14 by wingsillesoerenwing from Hürth, Nordrhein-Westfalen Germany on Thursday, August 3, 2006
Ja, in der Tat war ich in Wales wandern und konnte daher nicht mitteilen, dass dieses Buch bei mir angekommen ist. Ich werde mit der Lektüre beginnen, wenn ich aus Djerba zurück bin. Tja, so ein Nomadenbuch hat es nicht leicht mit nomadischen Leserinnen...

Released 10 yrs ago (2/8/2011 UTC) at Ehrenfeld - Goldmund (Literaturcafé) in Köln, Nordrhein-Westfalen Germany

WILD RELEASE NOTES:

Dieses Buch begleitet mich heute zum Café Goldmund. Wenn es von keinem der anderen Bookcrosser mitgenommen wird, stelle ich es ins Regal.

Viele vergnügliche Lesestunden wünsche ich!

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