Athena (dt.)

by John Banville | Literature & Fiction |
ISBN: 3462025643 Global Overview for this book
Registered by sintra of Bonn, Nordrhein-Westfalen Germany on 12/6/2004
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Journal Entry 1 by sintra from Bonn, Nordrhein-Westfalen Germany on Monday, December 06, 2004
John Banville, der zu den bedeutenden zeitgenössischen Autoren Irlands gehört, erzählt in seinem faszinierenden Roman die Geschichte des Kunstexperten Morrow. Von Nostalgie erfüllt, beschwört Morrow seine Erinnerungen und schreibt voller Leidenschaft an A. Sie ist seine Liebe, sein A. und O., seine Athena, die er verloren hat. (Umschlagtext)

Banvilles Stil ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, da er ziemlich aus- und gerne auch abschweifend schreibt. Nachdem ich mich nach einem etwas mühsamen Einstieg irgendwann eingelesen hatte, habe ich den Monolog des "tragischen Helden" Morrow dann nur ungern aus der Hand gelegt. Was das Buch neben den wunderbaren Einblicken in Morrows Seelenleben lesenswert macht, ist die ständige Verschiebung von Wahrheit und Täuschung, Realität und Illusion. Zudem treten im Laufe des Romans noch einige skurrile Figuren auf, wie z.B. die exzentrische Tante Corky.

Das Buch wandert wohl demnächst in die Irische Bookbox.

Journal Entry 2 by sintra at ... in Irische Bookbox 4, A Bookbox -- Controlled Releases on Sunday, February 20, 2005

Released 15 yrs ago (2/20/2005 UTC) at ... in Irische Bookbox 4, A Bookbox -- Controlled Releases

WILD RELEASE NOTES:

RELEASE NOTES:

Das Buch geht mit der Irischen Bookbox auf die Reise.

Journal Entry 3 by DEESSE from Erstein, Alsace France on Wednesday, February 01, 2006
Auch dieses Buch hab' ich aus erdlindes 4. Irischen Bookbox entnommen - der Klappentext klingt sehr interessant.

Journal Entry 4 by DEESSE from Erstein, Alsace France on Sunday, March 07, 2010
Ich habe das Buch im Rahmen der Bergabbauchallenge (Februar-Aufgabe) endlich mal gelesen - und es war eigentlich ganz gut. Wenn ich es richtig verstanden habe, ist es ein einziger langer Brief an seine verschwundene Geliebte, Athena.
Von der Sprache her hat es mich anfangs etwas irritiert, die Sätze wirken sehr "konstruiert" und sind voller sprachlicher Bilder, aber nachdem ich mich daran gewöhnt hatte, war es eigentlich auch sehr schön zu lesen.

Hier ein paar Stellen, die mir besonders aufgefallen sind:

Morrows erster Besuch im Altersheim bei seiner Tante:
"Die Verandatür war offen, und ich ging hinein. Ein paar ausgedörrte alte Kadaver sonnten sich in Liegestühlen zwischen den Topfpalmen. Gelbliche Triefaugen schwenkten herum und hefteten sich auf mich. Eine Tür mit Glasscheiben führte ins umbrafarbene Halbdunkel des Inneren." (S. 38)
"(...) in dessen Mittelpunkt Tante Corky winzig klein auf der Barkasse ienes großen hohen Bettes lag, dahintreibend in iihreer Unbrauchbarkeit." (S. 41)

"(...) Busse bäumten sich brüllend auf, Autos husteten und dampften." (S. 74)

Ein bisschen nervtötend waren die vielen Fremdwörter, ich hatte nämlich keine Lust, sie alle nachzuschlagen, aber eigentlich konnte man der Handlung auch folgen, ohne die Bedeutung der Fremdwörter zu kennen.
(ein paar Beispiele: "jene Pasiphaë der Prärie", "die Versammlung uralter Mänaden", "in der Düsternis jenes piranesischen Gewölbes")

"Ich hatte keine Ahnung, wohin ich ging, aber ich ging mit großer Zielstrebigkeit dorthin." (S. 173)

"Draußen fiel die Nacht mit überraschender Helligkeit über mich her. (...) Auf der Straße klatschte der Wind seine riesigen Hände auf den überschwemmten Straßenbelag, und vorüberfahrende Autos zogen weißgeränderte Heckflossen hinter sich her." (S. 246)

Das 8. (letzte) Bild wird zwar erwähnt ("Geburt der Athena", S. 281), aber für dieses Bild - das einzige echte! - macht Morrow keine Expertise mehr.

Selbst die Kneipe, in der er dann "seine A." kurz wiedersieht (oder doch nicht?), ist unecht:
"Natürlich ist dort alles unecht, die Holzvertäfelung, der Messingbelag und der hölzerne Ventilator an der Decke, (...)" (S. 284)


Im Restaurant, vor den bemalten Holzvögeln hinter einer Sitzbank

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