Allzu laute Einsamkeit

by Bohumil Hrabal | Literature & Fiction |
ISBN: 3518392689 Global Overview for this book
Registered by mamoune on 11/27/2004
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Journal Entry 1 by mamoune on Saturday, November 27, 2004
Un livre en allemand offert par Falballa (Karlshuhe) pour le MBC de STRASBOURG.

Journal Entry 2 by mamoune at Parc de l'Orangerie in Strasbourg, Alsace France on Saturday, November 27, 2004
Released on Saturday, December 04, 2004 at about 8:00:00 AM BX time (GMT-06:00) Central Time (US & Canada) at MBC Stasbourg 2004 - Parc de l'orangerie in Strasbourg, Alsace France.

RELEASE NOTES:

quelque part dans le parc de l'orangerie à Strasbourg, entre 15h et 17h, le 4 décembre à l'occasion de Mega Book Crossing Alsacien.

Journal Entry 3 by DEESSE from Erstein, Alsace France on Monday, December 06, 2004
Chassée au MBC du 4.12.04. Merci, mamoune - et Falballa!

Über das Buch:
"Allzu laute Einsamkeit", das ist die parabelhafte Geschichte Hantas, der seit fünfunddreissig Jahren in einer Altpapiersammelstelle mit einer hydraulischen Presse massenweise Bücher vernichtet, die staatlichem Interesse oder öffentlichem Desinteresse zum Opfer gefallen sind. Hanta ist ein Einzelgänger, der seine Opfer, die Bücher , liebt und liest. Kein Wunder, dass er unter apokalyptischen Alpträumen leidet.

Vom back cover:
Die gesamte Kultur ist in den Büchern gespeichert, die der Arbeiter Hanta in der Altpapiersammelstelle einstampft, weil sie dem staatlichen Interesse oder dem öffentlichen Desinteresse zum Opfer gefallen sind. Doch die "Inquisitoren auf der ganzen Welt verbrennen die Bücher vergebens, und wenn die Bücher Gültiges enthalten, hört man sie im Feuer leise lachen..."

Journal Entry 4 by mamoune on Friday, February 06, 2009
Salut chère Deesse
bien contente d'avoir de tes nouvelles grâce à ce livre !!
Voilà j'ai changé le nom de l'auteur, merci de me l'avoir signalé.....
bonne lecture :)

Journal Entry 5 by DEESSE from Erstein, Alsace France on Friday, February 06, 2009
Merci d'avoir changé le nom de l'auteur, mamoune!

Ce livre sera le deuxième que je vais lire en février pour la "Bergabbauchallenge" (Challenge pour reduire le Pile à lire) de bigbooklover82. Tous les mois il faut lire au moins un livre qui va avec le "devoir" du mois. Pour février c'est: Soit le titre ou le nom d'auteur doit consister d'au moins deux syllables et avoir seulement le même voyelle (? a,e,i,o,u) dedans, donc "HRABAL" serait parfait! c'est marrant, et ça me fait redécouvrir les livres qui prennent de la poussière chez moi depuis des années!

Journal Entry 6 by DEESSE from Erstein, Alsace France on Monday, February 16, 2009
Das Buch war nicht so ganz mein Fall, aber da ich es selten übers Herz bringe, ein Buch nicht fertig zu lesen (es könnte ja noch gut werden...), habe ich mich also bis zum Schluss durchgequält. Es war sehr "strange"; vielleicht habe ich Vieles aber auch einfach nicht kapiert? Dennoch gebe ich dem Buch zwei Sterne, denn es gab schon ein paar Stellen, die mich nachdenklich gemacht haben bzw. die auf ihre Art dann wieder lustig waren (z.B. die Episoden mit der "beschissenen Manca").

"Hanta, (...) gaff nicht dauernd in die Bücher und mach was! Der ganze Hof ist voll, und du träumst da unten bloss und hast nur Raupen im Kopp! Und ich am Fusse des Papierbergs ducke mich wie ein Adam im Gebüsch, öffne, das Buch noch in der Hand, meine verängstigten Augen und sehe eine ganz andere Welt als jene, in der ich mich gerade befunden habe, denn wenn ich einmal richtig reinkomme ins Lesen, bin ich ganz woanders, bin drinnen im Text, ich bin erstaunt darüber und muss zerknirscht bekennen, dass ich wirklich in einer Traumwelt, dass ich mitten im Herzen der Wahrheit war. Zehnmal am Tag bin ich dann ganz baff, wenn ich sehe, wie weit weg ich von mir selbst bin." (S. 12f.)

Hanta hat in den 35 Jahren seiner Tätigkeit auch viele Bücher vor dem Tod in seiner Presse gerettet:
"(...) jeden Tag nehme ich mir am Abend Bücher mit nach Hause, und meine Wohnung im zweiten Stock in Holesovice steht überall voller Bücher, Keller und Schuppen sind bis an den Rand voll und reichen längst nicht mehr aus, meine Küche ist voll, Toilette und Speisekammer auch, nur die Wege zum Fenster und zum Herd sind frei, auf dem Klo ist nur so viel Platz, dass ich gerade noch sitzen kann, einen Meter fünfzig über der Kloschüssel liegen bereits Balken und Bretter, und darauf türmen sich bis zur Decke Bücher, zehn Zentner Bücher, eine einzige unvorsichtige Setzbewegung, ein unbedachtes Hochfahren genügt, um an den Tragbalken zu kommen, und eine halbe Tonne Bücher fällt auf mich nieder und zermalmt mich samt der herabgelassenen Hose. Aber auch hier hätte kein einziges Büchlein mehr Platz, und so habe ich im Schlafzimmer zwei Betten zusammengeschoben, und darüber habe ich aus Balken und Tragplatten ein Gestell bauen lassen, und so habe ich einen Baldachin und ein Himmelbett, und darauf habe ich Bücher bis zur Decke gestapelt, zwei Tonnen Bücher habe ich in den fünfunddreissig Jahren mit nach Hause gebracht, und wenn ich einschlafe, lasten die zwei Tonnen Bücher wie ein vierzig Zentner schwerer Mahr auf meinen Träumen, manchmal, wenn ich mich unvorsichtig drehe oder aufschreie im Schlaf oder jäh zusammenfahre, höre ich mit Schrecken, wie die Bücher rutschen, ein leichtes Antippen mit dem Knie, ein einziger Schrei genügt, und der ganze Himmel bricht wie eine Lawine über mir zusammen, ein Füllhorn seltener Bücher entleert sich über mir und drückt mich platt wie eine Laus, manchmal, da denke ich, dass die Bücher ein Komplott gegen mich schmieden, so wie ich täglich Hunderte von unschuldigen Mäusen zu Paketen presse, so bereiten diese Bücher da oben eine gerechte Vergeltung für mich vor, denn jede Feindseligkeit schlägt auf einen zurück. (S. 21f.)
Diese Idee der "Rache" für jedes getane Unheil führt er dann noch weiter aus.

Hantas Ansichten über Hygiene und Körperpflege sind auch etwas gewöhnungsbedürftig:
"(...) und ich bade nur ungern, (...) ich würde gleich ganz krank davon, mit der Hygiene, da muss ich sehr vorsichtig und langsam sein, weil ich mit den bloßen Händen arbeite, wasche ich mir meine Hände nur am Abend, (...), wenn ich mir die Hände mehrmals am Tag waschen würde, würden sie ganz rissig, aber manchmal, (...), da wasche ich mir ein Bein und manchmal auch den Hals, und Wochen später, da wasch ich mir das zweite Bein und einen Arm, wenn aber die hohen christlichen Feiertage kommen, da wasche ich mir auch noch den Brustkorb und die Füsse, aber das weiß ich ja alles im voraus und nehm mir deshalb ein Antiallergikum, weil ich, ich bekomme immer Heuschnupfen, selbst wenn draußen der Schnee fällt, das kenn ich." (S. 31f.)

Ich war gerade beim Mittagessen in einem Café, als ich die Stelle las, als Hanta seinen toten Onkel findet, der schon zwei Wochen bei hochsommerlichen Temperaturen tot auf dem Boden seines Stellwerkes gelegen hatte, und wie er sich dann seiner Überreste annimmt, die die Leute vom Bestattungsinstitut nicht mitnehmen wollten:
"(...) es war gerade Ferienzeit und seine Freunde waren in die Wälder und ans Wasser gefahren, und so war keiner vorbeigekommen bei dieser Julihitze, und der Onkel lag fünfzehn Tage lang auf dem Boden seines Stelwerks, bis ihn der Lokführer inmitten von Fliegen und Maden fand und der Körper meines Onkels auf dem Linoleum zerflossen war wie ein Camembert. Als die Leute vom Bestattungsinstitut kamen, nahmen sie vom Onkel nur das mit, was in den Kleidern hing, und dann waren sie zu mir gerannt, und ich war es ja von meinem Keller her gewöhnt, und so musste ich mit einer Schaufel und dann mit einer Kelle die in den Fussboden eingebackenen Reste meines Onkels vom Linoleum kratzen, man gab mir eine Flasche Rum, und ich kratzte schweigend und bedächtig all das Leibliche, was vom Onkel übriggeblieben war, das alles kratzte ich weg, die meiste Mühe machten mir seine rotblonden Haare, sie steckten in dem Linoleum so tief, wie wenn auf der Autobahn ein Laster über einen Igel gefahren wäre, ich musste zu einem Meissel greifen, und als ich dann fertig war, stopfte ich die Reste meinem Onkel in den Sarg, unter die Kleider, auf den Kopf setzte ich ihm seine Eisenbahnermütze, (...), und ich brachte auch noch einen Immanuel Kant mit und drückte ihm diesen schönen Text, der es mir angetan hatte, zwischen die Finger... (...) Dann aber hatte ich's mir anders überlegt und blätterte die noch schöneren Sätze des jungen Kant auf..." (S. 57f.)
Guten Appetit! Zum Glück habe ich einen sehr robusten Magen - das Essen hat mir trotzdem noch geschmeckt.

"... denn wir, die alten Packer, wir waren gegen unseren Willen gebildet, wir hatten jeder gegen unseren Willen eine ansehnliche Bibliothek zu Hause stehen, aus Büchern, die wir in der Sammelstelle gefunden hatten, und jeder von uns hatte die Bücher in der törichten Hoffnung gelesen, einmal darin etwas zu finden, was uns qualitativ verändert hätte." (S.77)

Wie die Bücher in der gigantischen Presse von gefühlskalten Arbeitern zerstört werden, tat mir selbst richtig weh:
"(...) sie (...) rissen weiterhin das Innere der Bücher aus den Deckeln und warfen weiter die entsetzten und angstgesträubten Seiten auf das laufende Band, so gleichgültig und seelenruhig und nichts ahnend davon, was so ein Buch überhaupt bedeutet, jemand hat doch das Buch schreiben müssen, jemand hat es korrigieren müssen, jemand hat es lesen müssen, jemand hat es illstrieren müssen, jemand hat es setzen müssen, jemand hat es wieder korrigieren müssen,(...)" (S.79f.)



Journal Entry 7 by DEESSE at Pro Lindau Touriinfo, Alfred-Nobel-Platz in Lindau, Bayern Germany on Wednesday, March 04, 2009

Released 11 yrs ago (3/4/2009 UTC) at Pro Lindau Touriinfo, Alfred-Nobel-Platz in Lindau, Bayern Germany

WILD RELEASE NOTES:

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Auf der Prospektwand, neben den Stadtplänen

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