Der Vorleser

by Bernhard Schlink | Other |
ISBN: 3257229534 Global Overview for this book
Registered by Zibele of Bern, Bern / Berne Switzerland on 7/27/2004
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Journal Entry 1 by Zibele from Bern, Bern / Berne Switzerland on Tuesday, July 27, 2004
Sie ist reizbar, rätselhaft und viel älter als er... und sie wird seine erste Leidenschaft. Eines Tages ist sie spurlos verschwunden. Erst Jahre später sieht er sie wieder - als Angeklagte im Gerichtssaal. Die fast kriminalistische Erforschung einer sonderbaren Liebe und bedrängenden Vergangenheit.

Buch der 1000 Bücher
Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Der Vorleser
OA 1995 Form Roman Epoche Moderne
In dem zuerst in den USA erschienenen Roman, in dessen Mittelpunkt eine seltsame Liebesgeschichte steht, setzt sich Bernhard Schlink – auch aus rechtsphilosphischer Sicht – mit der Judenvernichtung im »Dritten Reich«, der Schuldfrage und dem Generationenkonflikt in den 1950/60er Jahren kritisch auseinander.
Inhalt: Der 15-jährige Gymnasiast Michael Berg lernt Ende der 1950er Jahre in Heidelberg Hanna Schmitz kennen. Die 20 Jahre ältere Straßenbahnschaffnerin kümmert sich um ihn, als ihm, an Gelbsucht erkrankt, auf dem Nachhauseweg übel wird. Wieder gesund besucht er sie und erlebt mit ihr seine erste Liebe. Bald entwickelt sich während der heimlichen Treffen in ihrer Wohnung ein Ritual, das der zunächst rein körperlichen Beziehung eine seelische Dimension gibt: Michael muss Hanna, über deren Vergangenheit er nur wenig erfährt, stets vor dem Liebesakt vorlesen.
Eines Tages verschwindet Hanna spurlos aus der Stadt. Erst Jahre später sieht er sie als Jurastudent in einem Auschwitz-Prozess wieder, wo sie mit anderen ehemaligen KZ-Aufseherinnen unter Anklage steht. Im Gerichtssaal findet Michael die lang gesuchte Erklärung für Hannas ungeschickte Verteidigung und für viele ihrer Handlungen: Sie ist Analphabetin, verheimlicht dies aus Scham auch im Prozess und wird zu lebenslanger Haft verurteilt. Ihre Mitangeklagten, die ihr die Hauptschuld für ein grauenhaftes, schriftlich dokumentiertes Verbrechen zugeschoben haben, erhalten nur geringe Freiheitsstrafen.
Michael, der sich mitschuldig fühlt, schickt ihr regelmäßig Kassetten ins Gefängnis, die er mit Weltliteratur besprochen hat. Anhand der Kassetten lernt Hanna autodidaktisch lesen und schreiben und beginnt sich mit den Verbrechen der Nationalsozialisten auseinander zu setzen. Nach 18 Jahren Haft nimmt sie sich kurz vor ihrer Entlassung das Leben.
Wirkung: Mit seinem Roman gelang Schlink ein internationaler Sensationserfolg, wie ihn die deutsche Gegenwartsliteratur seit dem Erscheinen R Der Blechtrommel von Günter Grass nicht mehr erlebt hatte. Der Vorleser, der in 27 Sprachen übersetzt eine Millionenauflage erreichte und mit zahlreichen Preisen (u. a. Prix Laure Bataillon, Ehrengabe der Heinrich Heine-Gesellschaft) ausgezeichnet wurde, prägte wesentlich das Deutschlandbild im Ausland. C. H.

Habe dieses Buch verschlungen und musste dabei sogar weinen. Ein unheimlich schönes Buch, was mich oft nachdenklich gemacht hat.

Journal Entry 2 by Zibele from Bern, Bern / Berne Switzerland on Tuesday, July 27, 2004
Verliehen an M./Baden am 25.07.2004.

Journal Entry 3 by Zibele at on Sunday, August 01, 2004
Released on Sunday, July 25, 2004 at Verliehen in Bern, Switzerland Controlled Releases.

Verliehen und damit neue Bookcrosserin gemacht! Willkommen und liebe Grüsse nach Baden!

Released on Thursday, August 05, 2004 at schöne Holde ;) in controlled release, controlled release Switzerland.

Danke für das Buch. Ich werde dank dir wohl zur angefressennen Bookcrosserin. Überall wo ich hingehe schaue ich nach herumliegenden Büchern aus. Ob ich wohl mal auf eines stossen werde?

Journal Entry 5 by Zibele from Bern, Bern / Berne Switzerland on Friday, August 06, 2004
Nun ist es wieder hier...

Journal Entry 6 by Zibele at Bookbox in Bookbox, A Bookbox -- Controlled Releases on Wednesday, October 13, 2004

Released 14 yrs ago (10/13/2004 UTC) at Bookbox in Bookbox, A Bookbox -- Controlled Releases

WILD RELEASE NOTES:

RELEASE NOTES:

Habe dieses Buch nun in meine kleine, feine Bookbox gelegt und hoffe, es findet noch viele Leser, die es ebenso gern haben werden, wie ich.

Journal Entry 7 by Conejita from Bremen, Bremen Germany on Thursday, October 21, 2004
Aus der Bookbox "Klein, aber fein" von zibele entnommen.

09.04.2005:
Die Story kommt mir sehr ungewöhnlich vor, aber irgendwie war sie recht spannend.
Hanna, die weibliche Hauptperson, ist 36 - genau wie ich. Ich könnte mir echt nicht vorstellen, eine Beziehung mit einem 15-jährigen anzufangen. Sie ist es ja, die ihn verführt, und außerdem muss er sich von ihr einiges gefallen lassen.
Das Thema Nationalsozialismus wurde ergreifend dargestellt und auch Hannas tragisches Ende.
Die Geschichte ist recht deprimierend, man sollte sie also zu einem Zeitpunkt lesen, wo einem das nicht allzuviel anhaben kann.

Heute kommt das Buch mit zum Meet-up.

Journal Entry 8 by aNorthernLight from Bremen, Bremen Germany on Tuesday, April 12, 2005
Beim Meetup mitgenommen! Vielen Dank!

Journal Entry 9 by aNorthernLight at Universität - Studierhaus in Bremen, Bremen Germany on Monday, October 03, 2005

Released 13 yrs ago (10/4/2005 UTC) at Universität - Studierhaus in Bremen, Bremen Germany

WILD RELEASE NOTES:

RELEASE NOTES:

Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen! Nach langem hin und her überlegen, wem das wohl noch gefallen würde, ohne dass derjenige sich auf die Füsse getreten fühlen könnte (hat teilweise eine doch recht explizite Sprache...) werde ich es jetzt in der Uni im Rahmen eines Workshops im Studierhaus freilassen, mal sehen, wer sich dafür begeistern kann. :-)

Journal Entry 10 by wingjoergbruwing from Achim (b. Bremen), Niedersachsen Germany on Saturday, February 25, 2006
Beim Bremer Meetup im Überseekaffee mitgenommen.

Journal Entry 11 by wingjoergbruwing at Bahnhof in Leer, Niedersachsen Germany on Friday, June 15, 2007

Released 12 yrs ago (6/17/2007 UTC) at Bahnhof in Leer, Niedersachsen Germany

WILD RELEASE NOTES:

RELEASE NOTES:

Beim grossen Norddeutschen Treffen in Leer freigelassen.

Journal Entry 12 by wingrealkikuwing from Oldenburg, Niedersachsen Germany on Sunday, June 17, 2007
Dieses Buch habe ich beim Nordwest-Meetup in Leer eingesammelt, es lag unter den Büchern, die keiner so recht haben wollte. Obwohl es ja ein echt gutes Buch ist...aber vermutlich haben grade deswegen es alle schon gelesen.

Also dachte ich, ich erbarme mich mal des Buches, es kann ja auf alle Fälle mit der zu erwartenden Neuauflage von Zibeles 1000-Bücher-Box reisen.

Von daher musste ich eben ganz schön grinsen, als mir klar wurde, dass es ursprünglich von Zibele kam!! *schmunzel* Jaja, die Wege der Bücher sind unergründlich.

Journal Entry 13 by wingrealkikuwing from Oldenburg, Niedersachsen Germany on Saturday, October 27, 2007
Statt in die Box ist das Buch jetzt in den Briefkasten gewandert, als RABCK für Mysteria89, die für die Schule braucht.

Wäre schön, wenn es trotz Anstreichungen/Notizen später weiterreisen kann.

Journal Entry 14 by GranWeatherwax from Düren, Nordrhein-Westfalen Germany on Tuesday, October 30, 2007
Danke für's Schicken!
Ich denke schon, dass es weiterreisen wird, aber wahrscheinlich erst im April nach meiner Deutsch LK-Prüfung.

So, das Buch haben wir jetzt durch und ich kann nur eins sagen: Ganz ganz schrecklich! Warum das Buch so beliebt wurde, weiß niemand, der ganze LK-Kurs war entsetzt über soviel Stümperei.
Ich habe eine Rezension zum Buch geschrieben, die ist sehr lang, aber ich kopiere sie mal rein:

Der Roman „Der Vorleser“, verfasst im Jahre 1995 von Bernhard Schlink, thematisiert die Aufarbeitung der Geschehnisse des Holocaust am Beispiel des Protagonisten Michael Berg und der 20 Jahre älteren KZ-Aufseherin Hanna Schmitz.
In der engen Verflechtung ihrer Biografien stehen sie exemplarisch für das Aufeinandertreffen der Kriegs- und der Nachkriegsgeneration und deren unterschiedlichen Umgang mit der persönlichen Schuld am Holocaust.

In seiner frühen Jugend macht der Schüler Michael Berg die zufällige Bekanntschaft mit Hanna Schmitz und geht mit ihr eine Liebesbeziehung ein, die einen Sommer lang von der ritualähnlichen Wiederholung von vorlesen, baden und Geschlechtsverkehr geprägt ist. Michael gerät in eine Art Abhängigkeit von Hanna, wendet sich aber zunehmend von ihr ab als er Anschluss in einer Gruppe von Gleichaltrigen bekommt.
Trotzdem kommt Hannas verschwinden aus der Stadt und die damit verbundene Trennung für ihn überraschend. Die Beziehung zu Hanna kann er auch in den folgenden Jahren nicht vergessen.
Beide Protagonisten treffen sich Jahre später zufällig in einer Gerichtsverhandlung wieder, in der Hanna angeklagt ist. Michael erfährt hier erstmalig von Hannas Vergangenheit als KZ-Aufseherin. Sie wird angeklagt, die Hauptverantwortliche zu sein für einen Vorfall, bei dem KZ-Häftlinge in einer Kirche verbrannten, die bombardiert wurde und aus der die Aufseherinnen sie nicht befreiten. Als Beweis für ihre führende Rolle gelten Berichte, die Hanna angeblich geschrieben hat.
Im Laufe des Prozesses findet Michael jedoch heraus, dass sie Analphabetin ist und die Berichte nicht geschrieben haben kann. Hanna gibt diese Tatsache jedoch aus Scham und falschem Stolz nicht zu und Michael kommt in den Gewissenskonflikt, ob er verantwortlich dafür ist, dies dem Richter mitzuteilen und Hannas Urteil damit abzuschwächen.
Hanna wird jedoch zu einer lebenslangen Gefängnisstrafe verurteilt und Michael nimmt erst nachdem Hanna schon einen Teil ihrer Strafe abgesessen hat, Kontakt zu ihr auf. Er schickt ihr Tonbänder, auf die er Bücher gesprochen hat und führt dadurch das Ritual des Vorlesens nach Jahren wieder fort.
Durch diese Tonbänder fühlt Hanna sich im Gefängnis motiviert und lernt lesen, sie setzt sich auch mit der NS-Geschichte und ihrer eigenen Vergangenheit auseinander.
Einen Tag vor ihrer Entlassung wählt sie den Freitod und richtet sich dadurch nachträglich selbst für ihre Taten. Ihr Geld vermacht sie den überlebenden Opfern des Kirchenbrandes.

Schlink klärt nicht endgültig, ob er Hanna für schuldig oder unmündig aufgrund der Tatsache hält, da sie nicht lesen und schreiben kann. Auch ist sie nicht als typische Täterin dargestellt, sondern anfangs als leidenschaftliche Liebhaberin und in ihrer Rolle als KZ-Aufseherin erscheint sie immer als unschuldig Hineingerutschte, die die Ideologie des Nationalsozialismus nicht als Antrieb für ihre Tätigkeit im KZ sieht.
Stellenweise ist die Protagonistin dadurch ein wenig zu harmlos dargestellt, denn eine solche Darstellung lädt zur Verallgemeinerung ein. Sie kann nicht als typische KZ-Aufseherin gesehen werden, denn es ist davon auszugehen, dass die meisten wirklich aus Überzeugung diesen Beruf gewählt haben.
Dem Leser hätte durch das Auftauchen eines überzeugten Nationalsozialisten ein vollständigeres Bild von der Realität gezeigt werden können und das Werk würde sich nicht so einseitig auf die Verharmlosung Hannas konzentrieren.
Der Leser kann davon ausgehen, dass Schlink auf die so genannte „Banalität des Bösen“ und die Problematik abzielte, dass auch die Nationalsozialisten mit ihren schrecklichen Taten zu hause friedliche und liebevolle Zeitgenossen waren, doch dem Autor gelingt es nicht, beide Aspekte ausreichend gegenüber zu stellen und den Konflikt deutlich zu machen. Das Werk ist zu einseitig.
Einzig Hannas Charakter als ewig Flüchtende wird durch die Vielzahl der Umzüge und in gewisser Weise auch durch ihren Freitod gut herausgestellt.
Weder Michael noch Hanna übernehmen jemals Verantwortung für ihr Handeln, Michael ist vielmehr durch eine große Portion Selbstmitleid geprägt und sogar Hannas Grab besucht er nur einmal.

Der Schreibstil Schlinks wirkt unheimlich banal, besondere rhetorische Figuren verwendet er nicht und lässt dem Leser so wenig Raum für Fantasie und Vorstellungsvermögen. Es fehlen auch überraschende Wendungen in der Handlung, die vorhersehbar und wenig spannend ist.
Die Beschreibung der Liebesaffäre zwischen Michael und Hanna lässt keine echte Liebe erkennen. Im Wesentlichen handelt es sich um eine sexuelle Abhängigkeit. Michael lässt sich von Hanna durch die Androhung von Liebesentzug erpressen und gefügig machen.
Die detailreiche Beschreibung des Sexuallebens der beiden ist absolut unnötig, da nicht nur schlecht geschildert und wenig erotisch, sondern absolut pervers. An keiner Stelle ist nachzuvollziehen, warum Michael sich in Hanna verliebt hat, die absolut unsympathisch auftritt, ihn sogar schlägt.

Historisch gesehen bleibt der Roman sehr grob und undetailliert. Dass das Buch nach dem Zweiten Weltkrieg spielt, wird natürlich deutlich und auch die Nachkriegsprozesse werden beschrieben. Doch das Buch gibt keine historischen Antworten auf die Beweggründe der Nationalsozialisten und auch ihr Vorgehen wird auf den Holocaust beschränkt.
Die Historie wird an vielen Stellen durch das Thema Analphabetismus verdrängt, doch beide Motive kommen zu wenig zum Ausdruck, weder das eine, noch das andere werden ausreichend ausgeführt und unterschlagen große Teile ihrer Problematik.

Für eine Interpretation eignen sich einzig die Schuldfrage der Protagonisten und in der Folge der Umgang der Deutschen mit ihrer persönlichen Schuld. Der Konflikt zwischen Eltern als Tätergeneration und ihren Kindern als Nachkriegsgeneration wird nur kurz erwähnt, dies bleibt allgemein auf der Stufe des Generationenkonflikts.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es zum Thema Nationalsozialismus mit Sicherheit bessere Bücher gibt, die nicht nur die Thematik eindeutiger und historisch präziser beschreiben, sondern auch angenehmer geschrieben sind und den Leser mehr fesseln.
Schlink hat sich auf zu viele Konflikte gleichzeitig gestürzt, dabei aber keinen ausreichend beschrieben und dem Leser nahegebracht.
Der Roman wirkt an vielen Stellen einseitig und auf eine Fassette des Problems beschränkt. Den Anspruch, dem Horizont eines Deutsch-Leistungskurses zu entsprechen und diesen eventuell zu erweitern, hat der Autor durch seinen Roman „Der Vorleser“ nicht erfüllt, wodurch dieser für das Zentralabitur nicht als geeignet bezeichnet werden kann.

RELEASE NOTES:

Vielleicht findet ja irgendwer das Buch gut... ich nicht...


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