Was soll an meiner Nase bitte jüdisch sein?

by Thomas Meyer | Nonfiction |
ISBN: 9783763273195 Global Overview for this book
Registered by levander of Bochum, Nordrhein-Westfalen Germany on 10/5/2021
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Journal Entry 1 by levander from Bochum, Nordrhein-Westfalen Germany on Tuesday, October 5, 2021
Antisemitismus hat viele Gesichter – und die meisten davon sind sehr freundlich. Doch auch die besten Manieren schützen nicht davor, Unsinn zu glauben. Wie zum Beispiel, dass alle Juden große Nasen hätten. Oder gut mit Geld umgehen könnten. Der Schweizer Schriftsteller Thomas Meyer wurde nie verprügelt, weil er Jude ist. Aber viele Male verspottet, beleidigt und mit irrwitzigen Behauptungen konfrontiert. Wie zum Beispiel, dass seine Nase typisch jüdisch sei. Widersprach er, widersprach man ihm: Doch, doch, das sei eindeutig eine jüdische Nase. Genau so sähen die aus! Irgendwann hörte er auf zu diskutieren und begann, seine Erlebnisse mit dem alltäglichen Antisemitismus aufzuschreiben. Entstanden ist ein kompakter Essay mit großer Wirkung. Die Alltäglichkeit und die oft erschreckende Direktheit von Meyers antisemitischen Erlebnissen nimmt uns als Leserinnen und Leser voll in die Pflicht. Und Meyer schont auch sich selbst nicht, denn er geht seinen eigenen Ressentiments in diesem bewegenden Text ebenso auf den Grund. Meyers Essay ist ein radikal subjektiver, persönlicher Beitrag zur Antisemitismus-Debatte – ein dichtes Buch mit großer Sprengkraft. Und seine Nase ist ganz normal, übrigens.


Soviel zum offiziellen Text.
Mich hat dieses schmale Büchlein, kaum begonnen, nicht mehr losgelassen und ins Nachdenken versetzt. Das fing schon bei den Fragestellungen auf den ersten Seiten an. Und ich glaube, dass es auch eine Frage davon ist, wieviel der Schulstoffe der Nazizeit wir in unserer eigenen Kindheit durch Eltern oder Großeltern aufgenommen haben. Meine Eltern sind beide nach dem zweiten Weltkrieg geboren und zur Schule gegangen und bei meinen Großeltern war das Thema "Judentum" kein Thema mir gegenüber. Und dennoch ist gerade das Denkmuster des Buchtitels in mir. Was mich u.a. zum Kauf dieses Buches veranlasste.
Für mich ist Meyers Text ein Beitrag dazu generell unsere automatisierten Denkmuster zu durchbrechen und infrage zu stellen und damit der Anlass, dass diese nicht zu Worten werden und verletzten oder gar ein, wenn auch ungewollter, Hetzbeitrag zu sein. Und dafür bin ich dem Autor dankbar!

Journal Entry 2 by levander at Bochum, Nordrhein-Westfalen Germany on Tuesday, October 5, 2021

Released 1 mo ago (10/6/2021 UTC) at Bochum, Nordrhein-Westfalen Germany

CONTROLLED RELEASE NOTES:

der Ring startet

Nachtrag am 18.10.21:

Bitte maximal drei Wochen Verweildauer! Das sollte locker reichen.

Die Reihenfolge würde ich dann so legen, dass möglichst kurze Wege bei der Buchreise entstehen.

Teilnehmer:
Lire NRW
Lillianne Berlin
Nancman82 S
Dani75 BW
Holle77 NRW
Zurück zu levander
zu Mary-T BW ?
Und danach zu Ciamara

Journal Entry 3 by wingLirewing at Aachen, Nordrhein-Westfalen Germany on Thursday, October 7, 2021
Schon angekommen.
Danke dafür - und die lieben Beigaben 😍

Journal Entry 4 by wingLirewing at Aachen, Nordrhein-Westfalen Germany on Thursday, October 14, 2021
Nachdem mich die "Wolkenbruch"-Bücher des Autors begeistert haben, wollte ich natürlich wissen, was er zum Antisemitismus zu sagen hat.

Ein Büchlein, das ich bearbeitet habe mit Klebezetteln in diversen Farben, um nachzulesen, wirken zu lassen, im Internet zu forschen - und wieder wirken zu lassen. Eigentlich wollte ich in meiner Rezension alle Passagen, die ich wichtig finde, zitieren - bis ich zum Kapitel "Groll" kam. Dort steht in einer kleinen Passage das, was für mch die Essenz dieses Buches ist:
"Die Überwindung von diskriminierendem Gedankengut besteht also nicht nur darin, es bis zu dessen familiärem Ursprung zurückzuverfolgen und seinen bornierten Alltagsdünkel abzulegen, sondern auch, sich seelisch in einen derart leichten, hellen Zustand zu erheben, dass man keinen Zorn mehr hegt, gegen nichts und niemanden. Von allen drei Aufgaben dürfte dies die schwierigste sein."

Was ich ganz großartig finde, ist, dass Thomas Meyer nicht belehrt, nicht den Zeigefinger erhebt, nicht anklagt, sondern statt dessen hat er ganz am Ende des Buchs, im vorletzten Abschnitt, einen sanftmütig wirkenden Wunsch.

Released 1 mo ago (10/14/2021 UTC) at -- Per Post geschickt / Persönlich weitergegeben --, Nordrhein-Westfalen Germany

CONTROLLED RELEASE NOTES:

Das kleine Buch reist weiter zu Lillianne.
Ich bin sicher, es wird dir gefallen.

Danke, liebe levander, dass ich bei diesem Ring mitlesen durfte.



Journal Entry 6 by wingLilliannewing at Wilmersdorf, Berlin Germany on Saturday, October 16, 2021
Liebe Lire! Vielen Dank für die Überraschung, die mit diesem Ringbuch heute bei mir angekommen ist. Ein Buch habe ich schon gelesen, das Ringbuch ist bereits angelesen … und bei den anderen überlege ich, ob ich bei der Trilogie noch den fehlenden zweiten Band bestellen sollte ;-) Die Bücher melden sich entsprechend ...

Wer ist der oder die Nächste? Ich habe mal nachgeschaut und den Faden gefunden. Jetzt frage ich mal Nancman an.


Verdeckte Ressentiments
Der Schweizer Autor Thomas Meyer wurde nie verprügelt, weil er Jude ist. Aber doch viele Male verspottet, beleidigt und mit den abwegigsten Behauptungen konfrontiert. Irgendwann hörte er auf zu diskutieren und begann damit, seine Erlebnisse aufzuschreiben. Entstanden ist ein Buch, gespickt mit erschreckenden Details. Thomas Meyer im Gespräch mit Angela Gutzeit: Nachzulesen und nachzuhören im dlf.

Eine Buchbesprechung in der JA
Das neue Buch des Schweizer Autors, in dem er den Antisemitismus und seine Vorurteile zerlegt, ist ein großer Volltreffer. Lesen! von Sophie Albers Ben Chamo | 01.07.2021.

Journal Entry 7 by wingLilliannewing at Wilmersdorf, Berlin Germany on Friday, October 22, 2021
Thomas Meyer schreibt einfach das auf, was ihm über Jahre an Antisemitismus begegnet ist und reflektiert das mit den Leser:innen. Und seine Fragen - aber auch seine Erklärungen - sollten jede:n nachdenklich machen.
»Offenbar müssen wir peinlich genau darauf achten, was wir unseren Kindern erzählen und vorleben, denn offenbar fällt jedes einzelne Wort, das wir ihnen gegenüber äußern, und jede Tat, die wir vor ihnen vollbringen, mitten in ihre unschuldige Seele *) hinein und wird dort, ungeachtet der Qualität, als prototypisches Exempel empfangen.« [Seite 63]
*) Hier muss ich gerade an das Buch von Goldschmidt denken, der seine Kindheit reflektiert. Dieser Junge ist in seiner Seele zu tiefst verstört.

Meyer stellt dies so heraus, weil er auf die Wurzel der Vorurteile gestoßen ist. Unbarmherzig hat er immer weiter gefragt: "Woher weißt du das?" ... von der Oma, vom Vater, von dem Onkel ....usw. usf.

Ganz nebenbei stellt er sich selbst noch als Macho mit Vorurteilen vor. Auch er ist geprägt von seinem Umfeld. [Seite 75/76]

Sein Fazit - im letzten Kapitel Wunsch formuliert - ist ein Appell an uns alle:
»Es ist deshalb von höchster Bedeutung, was wir sagen und wie wir es sagen, und wir können es auch nicht "zurücknehmen" oder uns darauf berufen, es sei ganz anders gemeint gewesen, als es angekommen sei, zumal es immer exakt so gemeint ist, wie es gesagt wird, sonst würde es ja nicht so gesagt.«

»Ich will wenigstens am Ende
meines Lebens nicht dauernd
Angst haben müssen,
dass jemand einen antisemitischen
Spruch macht.»


Die Erklärung seiner Mutter, warum sie unbedingt in ein jüdisches Altersheim ziehen wolle.

Vielen Dank für das Verringen dieses besonderen Buches. Es ist wichtig, das Thema auch mal von dieser Sichtweise betrachten zu können und auch darüber mal nachzudenken, wie die angesprochene Person das wahrnimmt.

Released 1 mo ago (10/25/2021 UTC) at BookRing in -- Per Post geschickt/ Persönlich weitergegeben --, Berlin Germany

WILD RELEASE NOTES:

Dieses Buch reist weiter ... zu Dani, der nächsten Leserin. Nancman möchte übersprungen werden. Viel Freude damit!
Briefkastenleerung Blissestraße/Am Volkspark 25.10. um 15h15.

Am 18. Oktober 1941, vor 80 Jahren, verließ der erste Berliner "Osttransport" mit mehr als 1.000 jüdischen Kindern, Frauen und Männern den Bahnhof Grunewald in Richtung Litzmannstadt (Łódż). Ab 1942 fuhren Deportationszüge auch vom Anhalter Bahnhof und vom Güterbahnhof Moabit ab. Ziele der Transporte waren Ghettos, Konzentrations- und Vernichtungslager in Minsk, Kowno, Riga, Piaski, Warschau, Theresienstadt, Sobibor, Rasik und Auschwitz.


» … abgeholt!« Gedenken an den Beginn der nationalsozialistischen Deportationen von Juden aus Berlin vor 80 Jahren.

Die Veranstaltung war corona-bedingt nicht-öffentlich. Sie ist auf www.orte-der-erinnerung.de einsehbar.

Journal Entry 9 by Dani75 at Rudersberg, Baden-Württemberg Germany on Wednesday, October 27, 2021
Die Benachrichtigung kam gestern um 15.23h und heute konnte ich das Büchlein dann aus der Packstation befreien.
Ich bin gespannt!

Journal Entry 10 by Dani75 at Rudersberg, Baden-Württemberg Germany on Sunday, November 21, 2021
Ausführlichen Kommentar schreib ich in den nächsten Tagen :)

Ist nun per Post auf dem Weg zu holle77!

Journal Entry 12 by wingholle77wing at Meschede, Nordrhein-Westfalen Germany on Thursday, November 25, 2021
Heute angekommen, vielen Dank.

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