In Zeiten des abnehmenden Lichts
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Journal Entry 1 by
Lilo37fee
from -- Irgendwo in Bayern, Bayern Germany on Thursday, September 23, 2021


Die Familiengeschichte beginnt in Mexiko, wo die Kommunisten Charlotte und Wilhelm im Exil sind und von wo aus sie 1952 in die DDR zurückkehren. Charlottes Söhne kommen 1941 in stalinistische Lagerhaft. Kurt überlebt und heiratet eine russische Frau, mit der er 1956 in die DDR zieht. Ihr gemeinsamer Sohn Alexander verlässt später die DDR und geht in den Westen. Als schwer krebskranker Mann lässt er 2001 seinen dementen Vater allein und reist mit dessen Ersparnissen nach Mexiko, wo er versucht, irgendwelche Anknüpfungspunkte für seine Unrast zu finden. Das ist gleich die erste Szene im Buch.
Sein Sohn Markus wiederum hat gegen Ende des Buches nur noch losen Bezug zur Familie und deren Geschichte.
Das Buch ist geschickt montiert. Gelungen werden Erlebnisse aus immer wieder anderen Perspektiven geschildert (etwa Wilhelms neunzigster Geburtstag, eine Schlüsselszene, die durch die sechsmalige Wiederholung und unterschiedliche Blickwinkel interessant und durchaus auch witzig ist).
Das Buch zeigt verschiedene Positionen zum Kommunismus, die in ihrer Begeisterung und ihrer Teilhabe abnehmen - wie der Titel sagt. Die DDR und ihr System werden anhand dieser Familie dargestellt.
Dennoch gefiel mir das Buch nicht uneingeschränkt. Die Personen sind alle durch die Bank unsympathisch, die Familien dysfunktional, die Männer frauenfeindlich. Klar soll da alles etwas symbolisieren und repräsentieren. Doch ich dachte mir beim Lesen mehrfach, dass ich recht ungern über diese Personen lese.
Sein Sohn Markus wiederum hat gegen Ende des Buches nur noch losen Bezug zur Familie und deren Geschichte.
Das Buch ist geschickt montiert. Gelungen werden Erlebnisse aus immer wieder anderen Perspektiven geschildert (etwa Wilhelms neunzigster Geburtstag, eine Schlüsselszene, die durch die sechsmalige Wiederholung und unterschiedliche Blickwinkel interessant und durchaus auch witzig ist).
Das Buch zeigt verschiedene Positionen zum Kommunismus, die in ihrer Begeisterung und ihrer Teilhabe abnehmen - wie der Titel sagt. Die DDR und ihr System werden anhand dieser Familie dargestellt.
Dennoch gefiel mir das Buch nicht uneingeschränkt. Die Personen sind alle durch die Bank unsympathisch, die Familien dysfunktional, die Männer frauenfeindlich. Klar soll da alles etwas symbolisieren und repräsentieren. Doch ich dachte mir beim Lesen mehrfach, dass ich recht ungern über diese Personen lese.

Steht im Regal in der Regensburger Str. 15 in Kelheim.
Viel Spaß damit!
05.10.2021: Es ist schon wieder weg.
05.12.2021: Nach genau zwei Monaten ist es wieder da.
12.01.2022: Als RABCK unterwegs.
Viel Spaß damit!
05.10.2021: Es ist schon wieder weg.
05.12.2021: Nach genau zwei Monaten ist es wieder da.
12.01.2022: Als RABCK unterwegs.

... und noch ein Wunschbuch - vielen Dank!!!