🐠 JeanLi`s Maerchen + Sagen im Juni: FISCH/E 🦈

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Registered by wing-JeanLi-wing of Halle (Saale), Sachsen-Anhalt Germany on 6/1/2021
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Journal Entry 1 by wing-JeanLi-wing from Halle (Saale), Sachsen-Anhalt Germany on Tuesday, June 1, 2021
Im Juni fand ich 44 Maerchen/Sagen zum Thema Fisch/e + habe natuerlich alle gelesen. Nebst Maerchen + Sagen, die direkt das Monatsthema als Wort im Titel haben, werde ich diesmal auch nach Fischarten wie Lachs, Aal ect. Ausschau halten.
Komplett gelesen wird das Buch Harzsagen + danach im Harz freigelassen.

In Volkssagen zwischen Hiddensee und Wartburg (2. Exemplar unregistriert) sind 3 Fischsagen zu lesen:
44. Der Fisch in der Marienkirche zu Stendal (Seite 100)
Als 1425 an der Elbe ein Damm brach + in die Stadt Stendal ueberflutete, ragten Haeuser, Kirchen +Kapellen wie aus einem See auf. Schlamm + Schutt blieb ueberall zurueck; die Buerger raeumten die verwuestete Stadt auf + fanden im Schlamm der Marienkirche einen lebenden 16 Pfund schweren Hecht, der als Fastenspeise verzehrt wurde. Sein Bild brachte man in der Kirche zum Gedenken an.

43. Der Koepenicker FISCHfrauenzug (Seite 78)
Im Krieg suchte eine Hungersnot die Koepenicker Bewohner heim. In Spree, Dahme + Mueggelsee gab es keine Fische mehr, als ein Fischermaedchen riet, das Wasser zwischen Schlossinsel + dem Kiez abzufischen, doch die Fischer versprachen sich davon nichts. So wandte sich das Maedchen an die Frauen, die sich fuer einen heimlichen naechtlichen Fischzug verabredeten + tatsaechlich einen reichen Fang in ihren Netzen hatten.

42. Vom FISCHland (Seite 20)
Bei einem sehr starken Sturm brach von einer daenischen Insel ein Stueck ab, triebueber die See + wurde an die Kueste Mecklenburgs getrieben.Die so entstandene Halbinsel nannte man Fischland. Darauf war noch ein daenisches Schloss stehengeblieben, in dem eine alte Fuerstin wohnte. Die Stelle, an der das Schloss gestanden hatte, wird Auf dem Dierhaeger Feld bezeichnet. Auch hat der Ort Daendorf seinen Namen von den Daenen erhalten.

2 finden sich in 'Das grosse Buch der Zaubermaerchen' von Josef Guter (unregistriert)
41. Der Fuchs auf FISCHfang (Seite 379)
Ein Fuchs besuchte die Frauen der Ewenken + fragte sie, warum sie nur Rentierfleisch aber keinen Fisch essen, worauf sie antworteten, dass sie hier keinen fangen koennten. Der Fuchs wollte ihnen einen Fluss voller Fische zeigen, sie sollten aber einen Sack Mehl mitnehmen. Auf der Fahrt schleckte der Fuchs das ganze Mehl auf, zeigte ihnen einen Fluss + machte sich aus dem Staub. Doch auch in diesem Fluss fingen sie ebensowenig Fische wie zuhause.

40. Der Sohn des FISCHERs (Seite 133)
wurde von seinem Vater verstossen, weil er aus Mitleid einen blutroten Fisch freiliess. Der schenkte ihm eine Graete, durch die er ihn in der Not rufen konnte. Ebenso rettete er einen Hirsch, einen Kranich + einen Fuchs vor ihren Jaegern. Mit Hilfe dieser Tiere konnte er die gestellten Aufgaben einer Prinzessin loesen, die Bedingung waren, sie zur Frau zu nehmen + konnte bald die Prinzessin heiraten.


2 weitere gibt's in 'Phantastische Maerchen' von Helga Gebert (unregistriert)
39. Als die FISCHE noch ueber Land wanderten (Seite 475)
Die Aborigines in Australien erzaehlen, dass die Fische vor langer Zeit ueber Land gingen. Sie waren erfolgreiche Jaeger + zuendeten sich abends nach erfolgreicher Jagd ein Feuer an, das der Wind ausblies, so dass sie frieren mussten. Dich ein Kabeljau half das Feuer wieder zu entfachen, als ein Windstoss einige Fische ins Wasser wehte. Das Feuer wurde auch ins Wasser geblasen, so dass sie es unten warm hatten. Selbst wenn es draussen eisig kalt ist, blieb es unter Wasser immer warm, so dass sie gar nicht mehr auftauchen wollten.

38. Der rote KARPFEN (Seite 466)
Ein chinesischer Beamter lag 3 Wochen ohne Bewusstsein da, so dass man ihn fuer tot hielt. Als er erwachte, zerteilen seine Kollegen gerade einen grossen Karpfen. Da erzaehlte er von einem Traum, in dem er der Karpfen sei, in den ihn Fische verwandelt haetten. Er fuehlte sich im Wasser sehr wohl, bis er gefangen + zerteilt wurde. So mochten seine Kollegen auch kein Fisch mehr essen.

37. Fin Mac Cul + der LACHS der Weisheit
aus Maerchen aus Irland (Seite 143)
Herrscher Cormac fuehrte Krieg mit seinem Nachbarn, dem Koenig von Munster, da er es auf seine fruchtbaren Auen abgesehen hatte. Der aber huetete das Land wie seinen Augapfel, weshalb er einen Druiden befragte, der ihm riet, einen bestimmten Lachs zu verspeisen, der ihm Weisheit verlieh, so dass er auch alle Kriege gewaenne.
aus Maerchen aus Irland (Seite 143)

In Ostpreussische Sagen von Christa Hinze + Ulf Diederichs fand ich 8 Sagen:
36. Die FISCHe im Lehlesker See (Seite 273)
starben alle, nachdem Tags zuvor der Vogt zu Passenheim, ein geiziger Schinder, mit seinem Pferd darin ersoff. Dieser Vogt verbat seinen Untertanen, voruebergehend fuer den Tisch zu fischen, da sie angeblich ihre Aecker nicht warten konnten. Die Bauern beschlossen dennoch zu fischen, weshalb ihnen der Vogt das Recht zu fischen absprach. Doch auch der Vogt konnte keinen einzigen Fisch mehr aus dem See ziehen.

35. Der FISCHmeister zu Scharpau (Seite 214)
verbot seinen Fischerknechten beim Galgen, Stoere zu zerhauen, wollte sie aber entschaedigen. Als einmal viele Gaeste kamen, riet ihnen der Koch, einen guten Fisch zu zerhauen. So kam es, dass er einen Fisch von 5 Ellen kochte, was dem Fischmeister zu Ohren kam, der den Koch fragte, ob er auch vom Fisch gegessen haette. Er verneinte + sagte, dass er nur von der Suppe gegessen haette. So wurde der Koch von den Fischerknechten gehaengt, da er sie zum Fischreissen angestiftet habe.

34. Von dem Tolkemiter AAL + anderen gefaehrlichen Sachen (Seite 200)
Ein Riesenaal trieb sein Unwesen im Haff, fuegte den Fischern grossen Schaden zu + bedrohte die Stadt Tolkemit, so dass die Bewohner sogar den Aal verpflegen mussten. Als sie ihm ein Toennchen Bier gaben, starb er an Magenverstimmung + konnte unter Jubel an die Kette gelegt werden, die heute noch vorhanden ist. Ein Waldwen im Forst heisst zur Erinnerung Der lange AAl.

33. Der Streit um den FISCHkessel (Seite 178)
1264 belagerten die Preussen Schloss Bartenstein. Einer von den Preussen bekam eines Tages gute Fische, aber keinen Kessel, sie zu kochen. Er bat sich den Fischkessel seiner Tante aus, die ihn aber nicht hergeben wollte, weshalb er ihr ihn wegnahm, worauf sie ein grosses Geschrei anfing. Immer mehr Preussen gerieten in das Gerangel, worauf die Bewohner der Burg ueber die verwirrten Preussen herfielen, die zerschlugen + so ihr Schloss befreien konnten.

32. Das FISCHreiche Schloss bei Ragnit (Seite 138)
war ein Zufluchtsort der Preussen gegen die benachbarten Russen. Als diese die Preussen geschlagen hatten, zogen sie sich in das Schloss zurueck, das neun Jahre belagert wurde. Endlich fragte man, wovon man so lange gelebt habe, worauf die Belagerten antworteten, dass ein fischreicher Teich auf dem Schloss sei, von dem sich alle ernaehren konnten. Darauf hoben die Russen die Belagerung auf + zogen ab.

31. Das MarienFISCHchen (Seite 126)
Jungfrau Maria kam auf einer Reise ans Haff, doch sie konnte nicht uebersetzen. Sie warf Sand + Steine vor sich ins Wasser; so entstand ein Dammueber den sie nach Memel gelangte. Die Reste des Dammes sind noch im Riff enthalten, der das Haff durchsetzt. Als Maria hungrig war, ass sie die Haelfte eines Fischchens + liess die andere Haelfte schwimmen, woraus die Flunder entstand, die heute noch Marienfischchen genannt wird.

30. Die HERINGE (Seite 116)
Frueher kamen die Heringe durchs Frische Haff bis nach Koenigsberg + boten den Armen wohlfeile Kost. Da aber ein Soldat nicht jeden Tag Heringe essen wollte, nahm er aus Wut einen Fisch, haengte ihn auf, schlug auf ihn ein + fluchte, dass er die infamen Racker nicht immer fressen muss. Seitdem kommen die Heringe nicht mehr.

29. Das SCHMERLENFLIESS (Seite 108)
Herzog Albrecht hatte einen kleinen Fluss bei Koenigsberg in dem jedermann fischen durfte + in dem man so viele Schmerlen fing, dass es alle wunderte. Da der Fisch nun fuer die fuerstliche Tafel bestimmt war, verbot man den Unternaten das Fischen. Damit verschwanden aber auch die Fische, so dass man kaum mehr an einem Tag genug Schmerlen fuer den Herzog fangen konnte. Aehnlich sind auch an anderen Orten die Fische fortgelieben.

28. Die Untererdchen kaufen FISCHe (Seite 75)
Einige Fischer gingen auf Zertchenfang zur See, fingen aber nur wenige kleine Fische, die sie am Strand gleich brieten, um sie zu essen. Da kamen zwei Untererdchen, um Fische zu kaufen, doch als sie erfuhren, dass der Fang nicht glueckte, sollten die Fischer noch einmal ihre Netze auswerfen, die sie nun voll an Land zogen. Man kaufte ihnen etliche Fische ab + sie erhielten Saecke voll Gold dafuer.

27. Der grosse HECHT
wurde von einem Gablenzer Fischer gefangen. Er rief seinen Freunden zu, den Hecht zu erstechen, als ein Sturm aufkam, der Freund es mit der Angst zu tun bekam + sie vor Schrecken davon liefen. Der Hecht war aber niemand anderes gewesen als der Nix.
aus Sagen aus Heide + Spreewald (Seite 77)

26. Der seltsame FISCH
Bei Barbis im Amt Scharzfeld ist ein Teich; darin hatte einst ein Schaefer einen grossen Fisch gefangen, ganz mit Moos bewachsen. Da hoerte er aus dem Wasser rufen: Ilian hest de de Swine all bidan? Jetzt sieht der Schaefer, dass der Fisch nur ein Auge hat. Das wird der Teufel sein, denkt er + wirft ihn ins Wasser zurueck.
aus ´Sagen aus dem Harz` (unregistriert, Seite 25)

3 gibt`s in Der mutige Koehler zu lesen:
25. Erfuellter FISCHerwunsch (Seite 237)
Ein Fischer lebte unterhalb des Felsens, auf dem die Treseburg stand. Als er ein Graumaennlein ueber einen Fluss setzte, hatte dafuer einen Wunsch frei. Da er die alten Ritter der Treseburg als seine Vorfahren ansah, wuenschte er sich 500 Jahre zurueck auf die Burg. Doch als er das grauenvolle Gemetzel seiner Ahnen sah, wollte er zu seiner Fischerhuette zurueck, brachte aber das Wissen um einen Schatz mit, den sein Sohn fand + zu Wohlstand kam.

24. Der FISCHerkrieg (Seite 236)
An der Elbe gab es viele fischreiche Teiche, sogenannte Kolke. 2 Fischerdoerfer waren in erbitterten Krieg, weil nachts in fremden Revieren gefischt wurde. Ein Dorf siegte + so verstopfte man die Zufluesse, dass die Kolke austrockneten. Als das Gericht endlich ein Urteil sprach, war das Streitobjekt bereits verschwunden.

23. Nickelmann als FISCHerknecht (Seite 231)
Ein alter Fischer lebte mit seiner Tochter an der Bode, doch die Umgebung wurde oft vom Hochwasser ueberspuelt. Er suchte einen Gesellen + fand einen kraeftigen Burschen, der nur fuer 2 Pfund Fleisch taeglich fuer ein Jahr bei ihm arbeiten wollte. Es war ein Wassermann, dessen Bruder die Fluten verursachte. Nach einem Jahr wollte er gegen seinen Bruder ziehen. Faerbt sich das Bodewasser braun, hat er gewonnenen + kommt wieder; faerbt es sich gruen, hat er verloren. Das Wasser wurde gruen, eine Flut spielte das Haus fort, der alte Fischer ertrank + seine Tochter wurde erst viel spaeter am Ufer der Bode mit einem Kranz weisser Seerosen gefunden.

In ´Sagen aus Sachsen-Anhalt` von Siegfried Neumann (unregistriert) sind 2 zu lesen:
22. Der Riesenstein bei Dequede + der FISCHteich bei Seehausen (Seite 239)
Zwei Riesen, einer aus Wittenberge, der andere aus Seehausen, lebten in Feindschaft, + spielten sich Streiche, dass einer auf Rache sann + einen grossen Stein nach dem anderen warf, dass dieser ein grosses Loch schuf, das sich mit Wasser fuellte + einen schoenen Teich bildete, der Fischteich genannt wurde. Der Stein aber versank + ist verschwunden.

21. Ludwig der Springer + die Weissenfelser FISCHer (Seite 27)
Landgraf Ludwig verloiebte sich in die schoene Adelheid, die Gemahlin des Pfalzgrafen Friedrichs III. von Goseck. Er liess den Grafen toeten, heiratete Adelheid, doch ihr Sohn klagte Ludwig an, der fuer den Mord auf Burg Giebichenstein gefangengesetzt wurde. Der Kaiser befahl in zu toeten, doch Ludwig sagte einem Freund, er moege Weissenfelser Fischer unter die Burg kommen lassen + sein Pferd bereit halten. Dann sprang er aus dem Burgfenster, wurde von Fischern aus dem Wasser gezogen + entkam mit seinem Pferd. Zum Dank durften die Fischer bis zur Burg fischen.

20. Wie der Delphin an den Himmel gelangte
Poseidons Wahrsager Nereus hatte 50 Toechter, von denen er die Schoenste Amphitrite entfuehren wollte. Doch sie lief davon + bat Atlas um Hilfe, der sie im Ozean versteckte. Poseidon suchte sie ueberall; schliesslich verriet ein Delphin das Versteck, so dass er Amphitrite finden + in seinen Palast bringen konnte. Als Dank brachte er den Delphin zum Himmel + liess ihn als Sternbild erstrahlen.
aus 'Sternbilder - Sternsagen' von Angel Bogov (unregistriert, Seite 175)

4 fand ich in Friesische Sagen von Jurjen van der Kooi:
19. Der Ring im FISCHbauch (Seite 265)
Auf Ringswarft wohnte ein reicher Bauer, dessen Frau so stolz war, dass sie einen Ring in das grundlose Wasserloch bei der Warft warf + meinte, dass es ebenso unmoeglich sei, den Ring wiederzufinden wie Arm zu werden. Am naechsten Tag kaufte sie von einem Fischer einen Hecht, in dessen Magen sie ihren Ring fand; kurz darauf verarmte ihre Familie. Von ihrem sparsamen Dienstmaedchen wird erzaehlt, dass dieses so schoenes Leinenbettzeug hatte, worauf sie gestand, dass sie den gebrauchten Hanf aus dem Abort des reichen Bauern ausgewaschen + sich das Leinen daraus gesponnen habe.

18. Weshalb die HERINGE weggeblieben sind (Seite 264)
In einer Chronik von 1530 wird berichtet, dass bei Helgoland ein solcher Heringfang war, dass 2000 Menschen Nahrung davon haben. Die Einwohner wurden uebermuetig + stolz, dass die Heringe mit Ruten strichen, sich deshalb die Heringe vom Land verloren, dass 1554 kaum noch 100 Menschen ihre Nahrung davon hatten. Auf Norderney könnten sie die Heringe buchstaeblich mit Eimern schoepfen.

17. Der SEETEUFEL (Seite 264)
Mueller Klaus betrog, weshalb er vor Gericht kam, doch niemand konnte ihm so richtig etwas beweisen. Er solle schwoeren, dass er unschuldig sei, was er beteuerte + sagte, dass er in ein boeses Tier verwandelt werden solle, wenn er schuldig sei. Kurz darauf wurde er erschlagen + auf einer einsamen Warft verscharrt. Als ein Fischer ein seltsames Tier fing, war es ein Seeteufel, den man nur den Mueller nannte + nicht isst, sondern voll Ekel wegwirft.

16. FISCHkoenige (Seite 182)
1857 fing man an der Nordsee einen Hering mit einer goldenen Krone + unergruendliche Zeichen auf dem Bauch. Als im naechsten Jahr die Heringe ausblieben, wurde klar, dass man deren Koenig gefangen, die Heringe sich aber durch sein Fehlen zerstreut hatten.
Auch Aal + Hecht haben ihre Koenige. Als die Fischer auf die Idee kamen, das Meer leerzufischen + schon einen riesigen Berg Fische in den Booten hatten, fingen sie einen riesigen Hecht. Als sie ihn ins Boot ziehen wollten, kennterte es + die Fische schwammen davon - so wurde ihre Habgier bestraft.

15. Der wunderbare FISCHfaenger
war der Diener Geverhardus des Probstes Olricus von Bxdehude, der nach Belieben im Strudel der Eschede grosse Fische fing, mitunter eine ganze Stunde wegblieb + seinen Herrn oft mit Fischen versorgte.
aus Sagen von Fahrten, Abenteuern und merkwürdigen Begebenheiten von Leander Petzoldt (Seite 22)

14. Der AALkoenig vom schwarzen Wehl
Bauer Pecke fing einen Armdrücken Aal mit einer goldenen Krone + silbernen Spange. Der Aal bat um sein Leben, das Gold kann er behalten. Als das Fett schon in der Pfanne brutzelte, brach ein Sturm los, der Deich brach + von Pecke, seiner Frau + dem Haus blieb nichts mehr uebrig.
aus 'Maerchen + Sagen-Atlas Deutschland' (unregistriert)

In Das Leuchten des Meeres - Seesagen + Schiffermaerchen aus aller Welt finden sich 4 Passende:
13. Der WALrider (Seite 207)
Im Herbst liess ein Schiffer sein Segelboot vor Emden vor Anker gehen + seinen Steuermann als Waechter zurueck. Zu Weihnachten hatte er das Gefuehl, dass etwas mit seinem Schiff nicht stimmte, fuhr hin, doch es befand sich nicht ganz an der Stelle, an der er es zurueck liess. Er versteckte sich heimlich an Bord; nachts sauste das Schiff schnell fort + fand sich in voellig anderer Gegend, wo der Schiffseigner ein paar Zweige am Ufer Abschnitt + sich wieder versteckte. Morgens wieder in Emden stellte er den Steuermann zur Rede, der ihm sagte, er waere ein Walrider, der mit dem Schiff durch die Luefte fliegt. Dem Schiffer war das zu unheimlich, weshalb er seinen Steuermann im neuen Jahr entliess.

12. Wie es kam, dass der FISCHreichtum bei Helgoland nachliess (Seite 152)
Einst war es um Helgoland so fischreich, dass die Helgolaender reich aber auch ueberheblich wurden. Bald mangelte es ihnen an Salz + Tonnen, die Heringe zu poekeln. Die Frauen hatten darauf keine Lust mehr, die Fischer fingen weniger. So krochen die Heringe am Unterland auf den Strand + wurden von einer Helgolaenderin ins Wasser gekehrt, worauf die Heringe in andere Gegenden zogen, wo die Menschen dankbarer waren.

11. Der ErdbebenFISCH (Seite 118)
lebt unter der Insel Japan. Mit der Bewegung seines Schweifes bringt er Erdbeben, die frueher noch zahlreicher waren. Der maechtige Gott Kaschima haelt Wache, damit der Fisch nicht noch mehr Unheil anrichtet + ergreift sein Schwert, um den Fisch im Zaum zu halten.

10. Das FISCHlein mit der goldenen Krone (Seite 80)
Ein unbeliebter Fischer hatte einen Schiffsjungen namens Klas, den er schlug. Klas hatte viele Schlaege bekommen, sass traurig am Steuer + sah ins Wasser, als er ein Fischlein sah, der ihm einen Wunsch erfuellen wollte. So wuenschte er sich, immer ein volles Netz zu haben, worueber auch der Fischer zufrieden war. Doch der Fischer wollte, dass sich Klas wuenschte, dass alle Fische aus Gold waeren, worauf des Fischers volles Boot sank, Klas' kleines Boot mit einigen goldenen Fischen kam aber nach Hause + er konnte mit seiner Mutter ohne Not leben.

2 weitere in Die schoensten Sagen aus Lübeck
09. Des FISCHers List (Seite 105)
Stoertebeker hatte sich auf der Elbe versteckt. Ein alter Fischer legte bei ihm an + bat um Feuer, um sein Essen zu kochen. Er machte mit dem Feuer Blei fluessig + goss damit in der Nacht das Steuer aus. Dann berichtete er in Hamburg davon; man schickte 3 Schiffe, man erschlug 40 Seeraeuber + nahm 70 gefangen, auch Claus Stoertebeker.

08. Der kluge FISCHer Luba (Seite 10)
Als Fuerst Krutos Stadt Buku angegriffen wurde, verschanzte man sich in der Festung, aber die Vorraete gingen bald zur Neige. Fischer Kuba hatte einen Plan: er sammelte alles Essbare ein, lud es auf seinen Kahn + ruderte auf die feindlichen Schiffe zu. Dort fragte man ihn, was er damit wolle, worauf er antwortete, es auf dem Markt zu verkaufen, da man in der Stadt genug davon habe. Die Belagerer glaubten nun, dass eine weitere Belagerung sinnlos sei. So wurde die Stadt befreit + dem Fischer zu Ehren Lubastadt genannt.

In 'Deutsche Sagen der Brueder Grimm' (unregistriert) sind 2 zu lesen:
07. Der Knabe im FISCHteich (Seite 186)
Eine Frau gebahr 7 Kinder, die sie auf Furcht vor der Schande in einen Fischteich warf. Das sah ein vorbei reitender Koenig, der seinen Spiess in den Teich hielt. Als ein Kind danach griff, zog er es heraus, da er es fuer etwas Besonderes hielt. Der Knabe wurde einer Amme uebergeben, man nannte ihn Lamissio + nach des Koenigs Tod wurde er Koenig der Langobarden

06. Der FISCH auf der Tafel (Seite 183)
Der Ostgotenkoenig Theoderich war so grausam, dass er seine beiden treuen Diener hinrichten liess. Als er kurz darauf zu Mittag den Kopf eines grossen Fisches auf die Tafel bekam, schien es ihm der Kopf seines enthaupteten Dieners zu sein. Theoderich erschrak, beweinte seine Untat + verschied kurz darauf.

2 weitere in´Grimms Maerchen - Gesamtausgabe`:
05. Die SCHOLLE (Seite 537)
Die Fische waren schon lange unzufrieden ueber die Unordnung in ihrem Reich + wuenschten sich einen Koenig, der Gerechtigkeit brachte. Der Fisch solle ihr Herr werden, der am schnellsten die Fluten durchstreicht. Hecht, Hering, Gruendling, Barsch u.a. schossen wie ein Pfeil vor + der Hering gewann. Das aergerte die Scholle, worauf sie zur Strafe ein schiefes Maul bekam.

04. Das Laemmchen + das FISCHchen (Seite 478)
waren von ihrer boesen Stiefmutter verzaubertes Geschwisterpaar, deren Mutter gestorben war. Als Gaeste kamen, schickte die Stiefmutter den Koch zum Lamm, um es schlachten zu lassen. Da rief das Lamm zum Fisch, dass der Metzger sein Messer setzt, worauf der Fisch im Teich heran schwamm + antwortete. Der Koch hatte Mitleid, nahm ein anderes Lamm + erzaehlte einer Baeuerin davon, die beide zurueck verwandelte, in ein Waldhaeuschen fuehrte, wo sie gluecklich + zufrieden lebten.

Plattdeutsche Maerchen kennt 3 Fischmaerchen:
03. Der FISCHreiher + die Ente (Seite 139)
sind im Streit, weil beide das Wasser fuer sich haben wollen. Wer am Morgen zuerst wach ist, soll es allein haben. Der Reiher verschlaeft die Zeit, erschreckt sich, faellt vom Baum, bricht sich das Genick + hat heute noch einen krummen Hals. Er steht zwar am Wasser, aber die Ente schwimmt darin.

02. Die Koenigswahl unter den FISCHen (Seite 9)
Die Fische schauen in die Welt + sehen, dass alle einen Koenig haben. Da wollen sie auch einen: Koenig soll der sein, der am schnellsten schwimmen kann. 'Der Hering ist vorn!' rufen sie bald alle. 'Der nackte Hering?' meint neidisch die platte Scholle; seitdem steht ihr das Maul schief. So wird Missgunst bestraft.

01. Vom FISCHer + seiner Frau / un syner Fruun syner Fru (Seite 10)
(auch in ´Grimms Maerchen - Gesamtausgabe` (Seite 75, unregistriert)
Ein Fischer un syner Fru wahnten tausammen in `n Pisspott un dei Fischer angelt ein groten Bütt. Dei Bütt säd: Ick bün `n verwünschten Prinz und dei Fischer heff em werrer schwemmen laten. Hest du di denn niks wünscht, säd dei Fru? So güng hei stan un säd: Mantje, mantje Timpe Te, Buttje, Buttje in dei See, Mine Fru dei Ilsebill, Will nich so, as ick woll will! Dei Bütt erfüllt den arm en paar verscheeden Wünsche, bet se riek sünd un toletzt de liee Gott wedder wullen, wiel se weer in ehr alen Hütt lannen.

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