Tour des Lebens

by Lance Armstrong | Biographies & Memoirs |
ISBN: 3404614704 Global Overview for this book
Registered by winghuskywing of Kürnbach, Baden-Württemberg Germany on 7/26/2020
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Journal Entry 1 by winghuskywing from Kürnbach, Baden-Württemberg Germany on Sunday, July 26, 2020
"Wie ich den Krebs besiegte und die Tour de France gewann"

Ich bin kein Lance Armstrong-Fan und war es nie, sein Buch hat mich auch nie interessiert. Aber dieses Buch lag so einladend in einer Büchertelefonzelle, dass ich dachte, ich muss mal ausprobieren, wie es sich denn liest, vor allem 20 Jahre später, in dem Bewusstsein, dass ja vieles ganz anders war, als er es immer dargestellt hat.
Es ist sicher ein Fehler, solche Bücher zu schreiben, wenn man jung ist und mitten drin im Geschehen. Heutzutage müsste der Untertitel heißen:
"Wie ich den Krebs besiegte, auf Teufel-komm-raus gedopt und betrogen habe, alle unangenehmen Fragesteller mit fiesen Methoden mundtot gemacht habe, die Tour de France gewann, meine Ehe in die Brüche ging und ich mich mit den meisten meiner ehemaligen Freunde und Kollegen in endlosen Gerichtsprozessen stritt, die ich leider alle verlor"

(Foto: Tour de France 2005, Einfahrt zum Etappenfinale in Karlsruhe, Lance in Gelb in der Mitte)

Journal Entry 2 by winghuskywing at Kürnbach, Baden-Württemberg Germany on Sunday, September 13, 2020
Tja, er wird ja auch als "größter Sportbetrüger der Geschichte" bezeichnet, und ich finde, er kommt auch in seinem eigenen Buch durchaus als Unsympath rüber. Das Buch an sich hab ich schnell und mit Interesse gelesen. Außer über die Selbstgerechtigkeit und Heuchelei von Armstrong hab ich mich aber auch über die vielen Fehler und Ungenauigkeiten geärgert. Fängt damit an, dass es schlampig recherchiert ist, was die Tour de France-Historie betrifft (das berühmte Zitat mit den Mördern, zugedacht den Organisatoren, fiel bei der ersten Pyrenäen-Überquerung 1910, und nicht bei Alpe d'Huez), geht weiter mit haarsträubenden Jahrszahlendrehern (einmal wird berichtet, im Jahr 1958 habe jemand das erste fast rein amerikanisch besetzte Rennteam organisiert, das in Europa antrat, und ein Jahr darauf gewann Greg LeMond die Tour de France 1986), und endet mit den Klassikern der Übersetzungs-Irrtümer (aus dem "Amerikanischen"). So werden wieder mal die "trucks" der amerikanischen Farmer (= Pick-Ups) mit Lastwagen verwechselt, und die "pine" (=Kiefer) mit Pinie übersetzt; am Col du Galibier auf über 2000 m Höhe wachsen keine Pinien. Einerseits bin ich selbst schon da hoch und runter geradelt und hab's gesehen; andererseits heißt die Pinie (Pinus pinea) nicht umsonst auch Mittelmeer-Kiefer, weil sie eben am Mittelmeer wächst und nicht im Hochgebirge der Alpen (bis maximal 1000 m über dem Meer, in Süditalien, Anatolien, Kreta...). Und das, obwohl gleich vier Übersetzer im Impressum stehen.
Das Buch trägt nicht umsonst im Original den Titel "it's not about the bike". Es ging offenbar Lance Armstrong nie um das Radfahren an sich, um den Spaß daran, sondern immer nur ums Gewinnen, um das Ausstechen von Konkurrenz, mit allen legalen und illegalen Mitteln, egal auf welchem Gebiet. Und das Buch bringt nichts, aber auch gar nichts davon rüber, dass Radfahren Spaß machen kann und Rennräder Faszination ausüben und Rennradfahren was mit Freude, Stil, Kameradschaft, Erfüllung zu tun haben kann.

Journal Entry 3 by winghuskywing at Kürnbach, Baden-Württemberg Germany on Saturday, September 19, 2020
Am Tag, als Tadej Pogacar den Primos Roglic im Zeitfahren am Berg auf der vorletzten Etappe spektakulär aus dem Gelben Trikot gefahren hat, wollte sich keiner mit Lance A. belasten...

Journal Entry 4 by winghuskywing at Gräfental in Kürnbach, Baden-Württemberg Germany on Saturday, September 26, 2020

Released 1 mo ago (9/26/2020 UTC) at Gräfental in Kürnbach, Baden-Württemberg Germany

WILD RELEASE NOTES:

Zum Aktionstag Wine & Bike auf dem Badischen Weinradweg!
(www.badischer-weinradweg.info)

Liebe Leserin, lieber Leser,

dieses Buch wurde nicht verloren, sondern absichtlich liegengelassen, um gefunden zu werden. Du kannst (musst aber nicht!) es lesen und dann wieder frei lassen, damit es seine Reise fortsetzen kann.

Die deutschsprachigen Bookcrosser tauschen sich in einem öffentlichen Forum aus, in dem jeder Interessierte auch unregistriert mitlesen kann:
http://www.bookcrossing.com/forum/14

Außerdem empfehlenswert bei Fragen: Supportseite http://www.bookcrossers.de.

Journal Entry 5 by winghuskywing at Kürnbach, Baden-Württemberg Germany on Saturday, October 03, 2020
Das Buch fand leider eine Woche lang keine Interessenten, trotz Freilassort an einer viel begangenen und beradelten Wegekreuzung. Daher erstmal wieder eingesackt. Wird gerne weitergegeben, falls jemand es möchte.

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