Eine Wendeltreppe in den blauen Himmel

by Rudi Strahl | Other | This book has not been rated.
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Journal Entry 1 by wingJanni52wing from Teterow, Mecklenburg-Vorpommern Germany on Tuesday, October 29, 2019
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Und noch ein kleines Überraschungsbuch

Gute Unterhaltung beim Lesen

Journal Entry 3 by wingLilliannewing at Wilmersdorf, Berlin Germany on Sunday, March 29, 2020
Und dieses Buch kam ebenfalls mit in dem Überraschungspaket. Vielen Dank, liebe Janni! Ich werde auf alle Fälle reinschauen, denn alleine die Illustrationen finde ich schon klasse. Ich kenne viele Bücher aus dem Eulenspiegel Verlag, der schon immer wunderbare Exemplare produzierte.

Liebe Grüße nach Teterow & bleib gesund!

Fundstück
Rudi Strahl und "Ein irrer Duft von frischem Heu"

Der am 14. August 1931 in Stettin geborene Rudi Strahl übersiedelte 1948 in die sowjetische Besatzungszone. Er lebte zunächst mit seiner Mutter und seinem jüngeren Bruder im thüringischen Mühlhausen und nahm dort die Werkzeugmacherlehre auf. Da sein Meister Radrennfahrer war, übertrug sich dessen Leidenschaft auch auf den Jungen. Nach anfänglichem Zögern bewarb sich Rudi Strahl bei der Kasernierten Volkspolizei (KVP), die der Nationalen Volksarmee (NVA) vorausging. Nach der Grundausbildung besuchte er die Offiziersschule. Im Anschluß an seine Militärzeit bei KVP und NVA arbeitete er als Redakteur beim "Eulenspiegel" und studierte am Literaturinstitut in Leipzig.

Seit 1961 war Rudi Strahl freischaffender Schriftsteller. Er verfaßte Kinderbücher, Gedichte, Erzählungen und Romane. Von seinen Prosawerken sei hier "Aufs Happy-End ist kein Verlaß" (1966) erwähnt. Strahls wohl eindrucksvollster Gedichtband trägt den Titel "Eine Wendeltreppe in den blauen Himmel".

Viele seiner zahlreichen Theaterstücke waren ausgesprochene Publikumserfolge. "Noch einmal ein Ding drehen" (1970), "Wie die ersten Menschen" (1972), "Keine Leute, keine Leute" (1973), "Arno Prinz von Wolkenstein oder Kader entscheiden alles" (1977) und "Vor aller Augen" (1982) gingen über nahezu alle Bühnen der DDR. "Flüsterparty" fiel bei der Obrigkeit zunächst in Ungnade, wurde dann aber 1988 in Rostock uraufgeführt.

Strahls Renner waren vor allem "Ein irrer Duft von frischem Heu" und "In Sachen Adam und Eva". Sie erlebten über 500 Inszenierungen, fanden auch in Moskau, Paris, Bukarest, Saarbrücken und anderen Städten Resonanz. Eine Art Neuauflage erfuhr der "Irre Duft", der nach 1990 unter dem Titel "Ein seltsamer Heiliger oder ein irrer Duft von Bibernell" herauskam.

Strahl wußte so manches humorvoll auf den Punkt zu bringen. Seine Sympathie und Zuneigung galten immer den kleinen Leuten. 1993 stritt Strahl mit Fernsehproduzenten, die meinten, in einer Komödie habe im Hauptprogramm ein Arbeitsloser nichts zu suchen. Er wollte sich mit der heilen Welt eines Komödienstadels nicht anfreunden. Als sein letztes neues Bühnenstück wurde in Cottbus der Schwank "Kein Bahnhof für zwei" uraufgeführt.

Film und Fernsehen sicherten Strahls Werken weitere Erfolge. Von seinen mehr als vierzig Spielfilmen und Fernsehspielen seien erwähnt: "Der Reserveheld", "Seine Hoheit, Genosse Prinz", "Meine Freundin Sybille", "Du und ich und Klein-Paris" und "Einfach Blumen aufs Dach". Besondere Resonanz fand der Film "Ein irrer Duft von frischem Heu" (1977, Regie: Roland Oehme). Zu dieser Fabel äußerte Strahl: "Es reizte mich, eine ungewöhnliche Geschichte zu erzählen, die Hoffnung, der Einmaligkeit und Originalität des menschlichen Individuums ein Stück näherzukommen ..." Stoffe aus dem Alltag bildeten die Grundlage, die er mit phantastischen Einfällen oder "Sensationen" verfremdete. Strahls Monologstück "Probe aufs Exempel", das er selbst am Maxim-Gorki-Theater in Berlin in Szene setzte, ging 1988 mit Hans-Peter Minetti über den Bildschirm. Den Fernsehfilm "Ein Kerl wie Samt und Seide", der nach 1990 gesendet wurde, hatte er Harald Juhnke geradezu auf den Leib geschrieben.

Erzähltes und Gedichtetes stellte Strahl in seinem Buch "Schlaraffenland" (1997) vor - gewürzt mit einer ordentlichen Prise Ironie und einem Schuß Galgenhumor. Der Autor apostrophierte: "Ein noch so abrupter gesellschaftlicher Umschwung ändert nichts an Biographien und Charakteren. Schweinehunde bleiben Schweinehunde. Die was taugen, taugen immer noch was."

Im Herbst 2001 erschien sein Hörbuch "Ein Schlitzohr aus Cotta" als Auswahl amüsanter Geschichten, von denen er selbst drei las. Strahl erreichte mit seinen humorvoll gewürzten Büchern ein enorm breites Leserpublikum. Seine Werke liegen in etwa fünf Millionen Exemplaren und in 26 Sprachen vor. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Nationalpreis der DDR (1980), den Lessing-Preis (1974) und zweimal den Goethe-Preis. Baden-Württemberg erkannte ihm seinen Volkstheaterpreis zu.

Der erfolgreiche Stückeschreiber Rudi Strahl erlag am 3. Mai 2001 im Alter von 69 Jahren einem schweren Leiden. Sein Nachlaß wird im Brigitte-Reimann-Literaturhaus von Neubrandenburg aufbewahrt.

Dieter Fechner aus Schattenblick ROTFUCHS #117 Nr. 163 - August 2011

Journal Entry 4 by wingLilliannewing at Grunewald (Ortsteil) in Grunewald, Berlin Germany on Tuesday, April 28, 2020

Released 3 wks ago (5/3/2020 UTC) at Grunewald (Ortsteil) in Grunewald, Berlin Germany

WILD RELEASE NOTES:

Dieses Buch ... reist weiter to whom it may concern. Viel Freude damit!

Es gibt wieder einen Bücherzaun, der zum Zeitpunkt des Balkonkonzertes eröffnet wird. Dieses Buch darf hier von eine:n neue:n Lesebegeisterte:n gepflückt werden.


In einem guten Buche stehen mehr Wahrheiten, als sein Verfasser hineinzuschreiben meinte. Marie von Ebner-Eschenbach [Q]

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