Werden alle Menschen Schwestern?: Sprachfeminismus und die Folgen

by Norbert Dörner | Nonfiction |
ISBN: 9783864170706 Global Overview for this book
Registered by wingZa-idawing of Bielefeld, Nordrhein-Westfalen Germany on 3/24/2020
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Journal Entry 1 by wingZa-idawing from Bielefeld, Nordrhein-Westfalen Germany on Tuesday, March 24, 2020
Von einer lieben Freundin bekommen


Wird man in Zukunft noch von "Fußgängern" und "Radfahrern" sprechen? Zumindest die Straßenverkehrsordnung kennt diese Begriffe seit 2013 nicht mehr und führt sie nun als "zu Fuß Gehende" und "Rad Fahrende". Dies gilt als "Erfolg" sprachfeministischer Bemühungen, die deutsche Sprache "geschlechtergerecht" umzugestalten.

Dr. Norbert Dörner untersucht solche sprachlichen Veränderungen und kommt zu einem alarmierenden Urteil: Die Sprache wird zunehmend sexualisiert, ideologisiert und dadurch immer schwerer verständlich und weniger alltagstauglich. In der Praxis haben sich die "geschlechtergerechten" Formulierungen des Sprachfeminismus nur in Teilbereichen durchgesetzt und der allgemeine Sprachgebrauch hat dem Treiben der Sprachveränderer bisher glücklicherweise widerstanden.

Über den Autor
Vor seiner Pensionierung war Dr. Norbert Dörner als Abteilungsleiter bei der Oberfinanzdirektion Hannover und als Pressereferent tätig. Zuletzt veröffentlichte er mehrere Beiträge zum Alltagsrecht und zu juristischen Kuriositäten.

Journal Entry 2 by wingZa-idawing at Bielefeld, Nordrhein-Westfalen Germany on Thursday, March 26, 2020
SUPER!!!!!

Schon bevor ich mit dem Lesen begonnen hatte, hab ich mir gedacht, dass ich auf jeden Fall erwähnen werde, dass ich mich noch an den Sprachfeminismus der 1970er Jahre erinnere und schon als junge Frau eine emanzipierte Frau war. Noch in den 1980ern gab es die Unterscheidung zwischen Frau und Fräulein, womit verheiratet oder unverheiratet ausgedrückt wurde. Schon am Ende meiner Teenagerzeit hab ich darauf bestanden, mit "Frau" angesprochen zu werden. Da gab es immer wieder süffisante und schleimige Entgegnungen 😏 Und die Frage, ob ich denn wohl verheiratet sei, hab ich entweder damit beantwortet, dass das denjenigen nix angeht. Oder, dass ich keinen Mann brauche, um Frau zu sein!

So, und nun, fast 40 Jahre später, kann ich mir gut vorstellen, dass mir vielleicht so manche Feministin den Kopf abreißen möchte.

Denn: JAAA! Herr Dr. Dörner hat sooo recht! Ich kann seinen Ausführungen mit kleinen Nuancen Abweichung völlig zustimmen! Großartig formuliert hat er das alles!!

Schon den ersten Satz fand ich köstlich: Ein Gespenst geht um in Europa, das Gespenst des Sprachfeminismus. (Obwohl dieser abgewandelte Satz natürlich dem Original widerspricht...)

Mich nervt diese ganze Diskussion, indem immer wieder das Geschlecht/der Sex in der Sprache abgebildet werden soll. Das wird vor allem von Frauen gefordert, die anscheinend Wertschätzung von außen erwarten, die aber nicht einmal in der Lage sind, sich selbst wertzuschätzen. Damit fängt es nämlich immer an. Alles erstmal selbst besser machen, bevor es von anderen erwartet wird. So sollten diese Personen lernen, "ich" zu sagen! "Am Sonntag kann man ausschlafen". Nein, nicht alle, deswegen trifft dieses allgemeine Wort "man" (jeder x-beliebige Mensch) nicht zu. Noch lächerlicher ist die Formulierung "frau". "Am Sonntag kann frau ausschlafen". Das ist gleich doppelt falsch. Denn zusätzlich halte ich es für extrem sexistisch, den Spieß einfach umzudrehen und die scheinbare Ausgrenzung der Frau damit zu bekämpfen, indem der Mann ausgegrenzt wird. Das vermeintlich "Schlechte" wird damit definitiv nicht besser. Tssss… Sehr unintelligent, weil es vom Wesentlichen ablenkt.

Sprache ist dafür da, dass sie gesprochen werden kann und man sich verständigen kann. Kein Mensch kann Schrägstriche, Klammern, Unterstriche, Binnen-I, Sternchen oder diese ganzen Doppelungen sprechen. Und ich will sie auch definitiv nicht lesen müssen, nirgends, nicht in Romanen, Sachbüchern oder in der Zeitung, nirgends. Texte sind dann nicht mehr lesbar und werden unnötig lang - dafür werden dann ganz schön viele Bäume abgeholzt!

Vor einigen Jahren sollte ich mal das Lektorat für eine umfangreiche Arbeit übernehmen und es sollte gegendert werden. Grausam, ich bin fast verzweifelt.

Aus "der Bürgermeister und sein Stellvertreter" wird dann "die Bügermeisterin oder der Bürgermeister oder ihre Stellvertreterin oder ihr Stellvertreter oder seine Stellvertreterin oder sein Stellvertreter." Das ganze kann man dann noch aufblähen, indem man alles auf "Bürgerinnen- oder Bürgermeisterin" ausweitet.

Auffallend ist bei diesem Neusprech, dass Wörter, die negativ belegt sind, weiterhin männlich bleiben: Der Teufel, der Terrorist, der Betrüger, der Mörder, der Rassist, der Alkoholiker. Oder hat schon mal jemand gelesen "Vor Taschendiebinnen und Taschendieben wird gewarnt!"?

Wortänderungen wie "Studierende/r" statt Student funktionieren ja auch nicht, ist grammatikalisch falsch. "Studierend" ist eine Verlaufsform. "Der schlafende Student" kann kein "schlafender Studierender" sein, weil er dann ja schläft und nicht studiert.

Da ich nicht bei Facebook angemeldet bin, war es mir neu, dass es 60 (!!) Auswahlmöglichkeiten für das Geschlecht gibt. Schreibt man dann "Sehr geehrte Damen und Herren und alle anderen"?

Wird dann der Hauptmann zur Hauptfrau? Und das Mitglied womöglich zum Ohneglied??

Mittlerweile gibt es sogar eine feministisch übersetzte Bibel. Unglaublich.

Und ein sehr gutes Argument führt der Autor aus, indem er auf den Artikel 3 Absatz 3 Satz 1 des Grundgesetzes eingeht. Genial! Ja, damit hat er absolut recht. Aber das nehmen manche ja nicht so genau, die sich selbst als tolerant bezeichnen.

Auch vielen weiteren Beispielen des Autors kann ich nur zustimmen - einfach klasse. Solche Verrenkungen ändern nix.

Journal Entry 3 by wingZa-idawing at Bielefeld, Nordrhein-Westfalen Germany on Friday, September 25, 2020

Released 1 mo ago (9/25/2020 UTC) at Bielefeld, Nordrhein-Westfalen Germany

CONTROLLED RELEASE NOTES:

Das Buch bekommt heute Clausi80 beim Treffen in der Bar Celona.

Eine interessante Lesezeit wünscht dir 💕 Za-ida💕

Journal Entry 4 by Clausi80 at Bielefeld, Nordrhein-Westfalen Germany on Saturday, September 26, 2020
Mitgenommen beim MU in der Bar Celona

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