"Taunus" Akte 8041/76

by Ronald Wendt | Biographies & Memoirs |
ISBN: Global Overview for this book
Registered by wingLilliannewing of Wilmersdorf, Berlin Germany on 7/2/2019
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Journal Entry 1 by wingLilliannewing from Wilmersdorf, Berlin Germany on Tuesday, July 02, 2019
Dieses Buch … ist mein BCID-Palindrom-Buch *5569655 :-)). Vielen Dank! Gute Reise!

Zum Buch :: Band 2 :: Band 1 Breiter
Ost-Berlin 1976: Im Auftrag des Ministeriums für Staatssicherheit wird unter dem Decknamen »Taunus«ein junger Mann unter operative Kontrolle genommen. Es ist Breiter, der im Überschwang der Gefühle offene Worte über die Diktatur des SED-Regimes und die Schüsse an der Berliner Mauer vor den falschen Zuhörern laut ausgesprochen hat. Ein Staatsfeind ist er jetzt, aufmerksam überwacht von den Mitarbeitern des MfS. Als sein Versuch, nach Westberlin zu gelangen, scheitert und er in die Fänge des MfS gerät, soll er als Spitzel eingesetzt werden. Die Lage spitzt sich zu. Als einziger Ausweg, sich allem zu ntziehen, bleibt nur die Ausreise aus der DDR.

Zum Autor
Ronald Wendt wurde im Juni 1946 in Freyenstein/Brandenburg geboren. Nach seiner Maurerlehre leistete er seine Wehrpflicht in Rudolstadt ab und kehrte für kurze Zeit nach Freyenstein zurück. Bald fand er jedoch seinen Lebensmittelpunkt in Berlin und heiratete 1973 seine Frau Sylvia. 1988 noch, nach vielen Gesprächen mit der Machtelite, reisten er und seine Frau mit den zwei Söhnen in den Westen aus. Heute lebt Ronald Wendt im niedersächsischen Seesen. Im Alter von zwanzig Jahren begann er zu schreiben ‒ Gedichte, Kurzgeschichten und schließlich „Breiter“ und nun auch "Taunus".

Mein Kommentar kommt später. Das Buch darf jetzt solo auf Reisen gehen, denn wurm hat auch ein Exemplar gekauft, das dann zusammen mit Band 1 reisen kann.

Journal Entry 2 by wingLilliannewing at Wilmersdorf, Berlin Germany on Wednesday, November 20, 2019
Das Buch ist gelesen und kommt mit zur Autorenlesung am Sa., 23. November 2019 :: 13 Uhr in der Ev. Patmos-Gemeinde.

Zur Lesung
Der Autor hat etliche Begebenheiten aus seinem Roman vorgelesen - allerdings nicht in der Reihenfolge, in der das Buch gedruckt ist.

Auch Breiter kam in die Situation, dass er plötzlich vor den Herren des MfS saß und sich entscheiden musste: Entweder nach Hohenschönhausen in den Knast für mehrere Jahre und damit seine Familie zu verlieren - oder er arbeitet mit den Herren zusammen.

In einer kleinen Episode erfahren wir die Tatsache, dass sein Vater als russischer Offizier, seinen Sohn nie aus den Augen verloren hatte. Eine Taxifahrt mit ihm, die er arrangiert hat, verläuft aber ereignislos, weil - wie wir in der Diskussion bei der Lesung erfahren - Breiter nicht realisiert hat, welche Möglichkeit ihm hier begegnet ist.

Nach vielen schwierigen Situationen, erhält die Familie eine Genehmigung zur Ausreise im Februar 1988 - nach Gießen und nicht nach West-Berlin, in das Breiter gerne gefahren wäre. Über Umwege geht dann ein Flug nach West-Berlin ...

Die Lesung war ein besonderer Höhepunkt, weil auch eine rege Diskussion dazu entstanden ist. So haben wir am Rande noch etliche Gegebenheiten erfahren, die nicht im Buch stehen. Vielen Dank, Herr Wendt, dass Sie sich auf den Weg zu uns nach Berlin gemacht haben!

Dieses Buch ... reist weiter to whom it may concern. Viel Freude damit!

In einem guten Buche stehen mehr Wahrheiten, als sein Verfasser hineinzuschreiben meinte. Marie von Ebner-Eschenbach [Q]

Das Buch wurde freigelassen, um mit den Menschen die Begeisterung an Bookcrossing zu teilen. Schön, dass Sie es mitgenommen und hier einen Eintrag gemacht haben, denn es ist für Bookcrosser:innen immer sehr schön zu erfahren, wo ein Buch nun hin gekommen ist und wie es dem Finder gefällt. Und genau darum geht es bei Bookcrossing: Bücher auf Reisen zu schicken - gerade auch zu Stellen, an denen nicht damit gerechnet wird - und Leseerfahrungen zu teilen.

Schauen Sie doch auch mal ins deutsche Bookcrossing-Forum, in den Begrüßungsfaden für Neulinge oder auf die Hilfeseite. Im Forum werden übrigens auch die monatlichen Treffen angekündigt, bei denen uns neue Bookcrosser:innen immer herzlich wilkommen sind.

Ein Video der Nachrichtenagentur AFP erklärt eigentlich recht gut, worum es bei Bookcrossing geht.

Journal Entry 4 by wingRalfHwing at Aachen, Nordrhein-Westfalen Germany on Thursday, April 23, 2020
Das Buch kam mit zwei Mund-Nasen-Schutzen, einer Postkarte, einer CD und einem Brief mit der Post! Vielen Dank, liebe Lillianne, für Dein großzügiges Geschenk!

Journal Entry 5 by wingRalfHwing at Aachen, Nordrhein-Westfalen Germany on Thursday, September 17, 2020
Erstaunt entnahm ich der Danksagung, dass es sowohl ein Lektorat als auch eine Typografin gab. Die zahlreichen Fehler im Buch ließen das eher nicht vermuten. Ein Teil davon wurde schon von jemandem angestrichen, es sind aber noch genügend Fehler für weitere Hobbykorrektoren übrig.
Auch die Geschichte ist nicht wirklich konsistent: Mal ist der Breiter Fahrer beim Wasserwerk, dann Taxifahrer, dann wieder Fahrer beim Wasserwerk und dann will er Taxifahrer werden, darf aber nicht. Dann lässt er sich vom MfS anheuern, wird dann aber selber vom MfS ausspioniert. Er schiebt in der DDR Frust, weil er nicht raus darf und schiebt im Westen Frust, weil der Kapitalismus kapitalistisch ist. Insgesamt ist der Herr Breiter - und wohl auch der Herr Wendt, dessen Lebensgeschichte hier wohl erzählt wird - einfach nur ständig unzufrieden.

Released 1 mo ago (9/19/2020 UTC) at -- Per Post geschickt / Persönlich weitergegeben --, Nordrhein-Westfalen Germany

CONTROLLED RELEASE NOTES:

Das Buch reist nun zu Andrea-Berlin und ggf. anschließend zu Urfin.

Journal Entry 7 by wingAndrea-Berlinwing at Berlin (irgendwo/somewhere), Berlin Germany on Wednesday, September 23, 2020
Nun ist die Fortsetzung von "Breiter" wieder in Berlin. Hier https://www.bookcrossing.com/journal/15068309/ sind die Kommentare zum ersten Band.

27. September 2020 Genau wie im ersten Band ging es hier sprunghaft und durcheinander, diesmal durch die 1970er- und 1980er-Jahre in der DDR. Ich habe aber beschlossen, nachsichtig zu sein, weil "Breiter" nun schon 73 Jahre alt ist, so manches Negatives im Leben durchmachen musste, er das Buch bestimmt nicht geschrieben hat, um einen Preis zu erhalten, sondern, wie man auch dem Nachwort entnehmen kann, um seinen Söhnen zu erzählen, wie es war in der DDR und mit dem MfS. Und es ist ihm gelungen, die Erinnerungen, Gedanken und Gefühle festzuhalten für Menschen, die nicht in der DDR gelebt haben, oder zu jung waren, das alles bewusst mitzubekommen. Der Frust über die "Wiedervereinigung", bei der auch die westliche Seite, wenn auch erst nach vielen Jahren, eingesehen hat, dass Vieles hätte anders und besser gemacht werden können, um die die DDR-Bürgerinnen und -Bürger wirklich aufzunehmen, ist mehr als verständlich.

Schön, dass man auch etwas über Breiters Vater erfahren hat. Aber noch immer weiß ich nicht, wie es ihn nach Seesen verschlagen hat, deshalb hoffe ich auf einen dritten Band.

Schmunzeln musste ich in Anbetracht der unglaublich vielen Fehler (Erich Mielke wurde zum Beispiel häufig "Milke" geschrieben) auf den Hinweis, dass es sich um die zweite korrigierte veränderte Auflage handelte. Ich möchte daher lieber nicht wissen, wie die erste Auflage aussah. Auch geschmunzelt habe ich über die erotischen Alt-Männer-Fantasien; das hat der Autor mit Bosetzky gemein.

Nach mir liest Urfin.

Das Buch geht auf die Reise nach Wolfsburg zu Urfin. Ich wünsche interessante Lesestunden und dem Buch eine gute Weiterreise.

Journal Entry 9 by wingUrfinwing at Wolfsburg, Niedersachsen Germany on Thursday, October 01, 2020
Gekonnt verpackt kam das Buch heute wohlbehalten (und schnell!) bei mir an. Danke.

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