Die Rache der Mercedes Lima

by Arnoldo Gálvez Suárez | Literature & Fiction |
ISBN: 3864060850 Global Overview for this book
Registered by wingKYHwing of Siegburg, Nordrhein-Westfalen Germany on 4/9/2019
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Journal Entry 1 by wingKYHwing from Siegburg, Nordrhein-Westfalen Germany on Tuesday, April 09, 2019
Guatemala-Stadt, Ende der 1980er Jahre: Der Geschichtsprofessor Daniel Rodríguez Mena wird auf offener Straße erschossen. Er hinterlässt seine Frau und zwei Söhne. Es herrscht Bürgerkrieg, täglich verschwinden oder sterben Menschen. Wie unzählige andere bleibt auch dieser Mord ungeklärt.

Etwa 25 Jahre später bemerkt sein Sohn Alberto im Supermarkt eine Frau, die er sofort wiedererkennt: Mercedes Lima, eine ehemalige Studentin seines Vaters. Schlagartig kehrt die Erinnerung an dessen gewaltsamen Tod zurück und er beschließt, ihr zu folgen – ist sie doch die Einzige, die die Hintergründe kennen könnte. Nie hat Alberto erfahren, ob sein Vater von der Junta exekutiert oder Opfer eines Eifersuchtsdramas wurde, in das auch eine junge Frau mit „sehr langem, schwarzem und glänzendem Haar“ verwickelt war.

Fesselnd, einfühlsam und verstörend direkt berichtet der vielschichtige Roman vom Leben, Lieben und Sterben in einem Land, auf dem noch immer der Schatten eines jahrzehntelangen Bürgerkriegs liegt.



Arnoldo Gálvez Suárez, geboren 1982 in Guatemala-Stadt, ist Schriftsteller und Professor für Journalistische Textgestaltung. Seit 2011 koordiniert er das Kommunikationsteam von interpeace, einer unabhängigen internationalen Organisation für Friedensarbeit. Sein Debütroman Los Jueces (2008) wurde mit dem Mario Monteforte Toledo Prize for Fiction ausgzeichnet, 2013 folgte ein hochgelobter Band mit Kurzgeschichten. Der vorliegende Roman erhielt 2015 den BAM Letras Prize for Fiction.


Journal Entry 2 by wingKYHwing at Siegburg, Nordrhein-Westfalen Germany on Tuesday, April 09, 2019


Ein Jahr = Ein Land:
Guatemala



Ich habe den ersten Satz des Klappentextes bewusst nicht mit in die Beschreibung geschrieben, denn er führte für mich nur zu falschen Erwartungen:
"Spannender Krimi, abgründige Liebesgeschichte und finsteres Polit-Drama: Meisterhaft verschränkt 'Die Rache der Mercedes Lima' einen tragischen Vater-Sohn-Konflikt mit der jüngsten Landesgeschichte."

Nur weil jemand ermordet wurde, ist es noch kein Krimi.
Nur weil die politischen Umstände eine Rolle spielen, ist es kein Polit Drama.
Und nur weil jemand einen anderen begehrt, ist es keine Liebesgeschichte.
Schon gar nicht spannend, finster oder abgründig.
Und unter _tragischem_ Vater-Sohn-Konflikt verstehe ich auch etwas anderes.

Auf Goodreads habe ich dem Buch 2 Punte = "It was ok" gegeben.
Hier gibt es ein paar Pünktchen mehr - und das hat einen Grund.
Dort geht es um meine Lesefreude bei einem Buch, das ich als Krimi gekauft habe.

Hier geht es auch um die Betrachtung als Buch aus Guatemala. Und als solches ist es durchaus lesenswert.

Wer Spoiler ganz vermeiden will, sollte nicht weiterlesen.
Den Teil mit den echten Spoilern werde ich mit Rot-13 verschlüsseln.

Erzählerisch gibt es mehrere Ebenen. Da ist zum Einen der Ich-Erzähler Alberto, der Sohn des getöteten Professors. Er erzählt seinem Bruder Daniel die Abläufe rund um die Begegnung mit Mercedes Lima und den daraus resultierenden Ablaufen. Es könnte sich um Tagebucheinträge oder Briefe handeln, ich hielt sie immer eher für eine Art Selbstgespräch.
Immer wieder schweift Alberto dabei ab und berichtet über zurückliegende Ereignisse, wie er bestimmte Personen kennenlernte oder warum es auf einer Brücke so viele Selbstmörder gibt. Diese sind nicht so förderlich für den Handlungsfluss, aber interessant, weil sie Einblicke in sein und das Leben in Guatemala als solches geben.

Zum anderen gibt es die Rückblenden, die in der 3. Person aus der Perspektive des Vaters geschrieben wurden. Ebenfalls ein Daniel.
Ausnahme ist der Anfang des Buches, eine Rückblende aus Albertos Sicht.

Die Geschichte des Vaters und seine Entwicklung ist durchaus tiefgründig und interessant, durch die Erzählart und die Sprünge aber auch ein wenig gehemmt.
Auch Alberto hat viel zu bieten, wirkt aber doch sehr lange auch sehr distanziert.
Überhaupt baut man keine richtige Beziehung zu den Protagonisten auf.

Das Ende selbst ist etwas gewönungsbedürftig.
Und weil die Rest meiner Ausführungen Spoiler enthält, ab hier als Rot-13 (decodieren z.B. hier: https://gc.de/gc/rot13/)
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Nachdem ich soviel dazu gescheiben habe habe ich das Gefühl, ich müsse die Bewertung bei Goodreads hochsetzen. Mache ich aber nicht...

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