Kann man noch Christ sein, wenn man an Gott zweifeln muss?

by Heiner Geißler | Philosophy |
ISBN: 3550050062 Global Overview for this book
Registered by wingLilliannewing of Wilmersdorf, Berlin Germany on 1/16/2018
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Journal Entry 1 by wingLilliannewing from Wilmersdorf, Berlin Germany on Tuesday, January 16, 2018

Dieses Buch … ist meine Spende für Bookcrossing, sobald es abgearbeitet wurde. Ich habe es bei booklooker bestellt, weil wir in den Glaubensgesprächen genau dieses Buch durcharbeiten werden. Ich freue mich schon auf den Austausch.

Zum Buch | Rückentext
Wenn es Gott gibt, warum ist die Welt dann voller Katastrophen und Kriege? Immer mehr Menschen rebellieren gegen die Sprachlosigkeit der Kirchen auf die Frage nach der Gerechtigkeit eines angeblich allmächtigen Gottes. Sie verlangen nicht Rituale und fromme Lieder, sondern Wahrheit. Heiner Geißler übt fundamentale Kritik an den theologischen Trugbildern von der Verantwortung Gottes für die Leiden der Menschheit.

Das sagen andere

Der streitbare 1930 in Oberndorf am Neckar geborene und am 12. September 2017 in Gleisweiler gestorbene Heiner Geißler war 1982-85 Bundesminister für Jugend, Familie und Gesundheit (in dieser Eigenschaft für mich als Zivildienstleistender zuständig damals) und von 1977-1989 Generalsekretär der CDU. Ich erinnere viele Talkshows und politische Diskussionsrunden aus dieser Zeit, in denen er rhetorisch geschickt gegen die Linken polemisierte, wesentlich eloquenter als der olle Kohl. Inzwischen in die Jahre gekommen, entwickelte er aber immer stärker selbst tendenziell linke Positionen und trat als Schlichter in Tarifkonflikten wie auch im Rangel um das Bahnhofsbauprojekt Stuttgart 21 auf.

Er wurde - nicht nur mir - dadurch immer sympathischer und hatte auch als Autor von sich reden gemacht, schrieb über die „neue soziale Frage“, zum „Abschied von der Männergesellschaft“, zum „Irrweg des Nationalismus“, daneben als ehemaliger Novize des Jesuitenordens auch Bücher religiösen Inhalts („Wo ist Gott?“, „Was würde Jesus heute sagen?“, „Was müsste Luther heute sagen?“ und, kurz vor seinem Tode in diesem Jahr erschienen, das schmale Bändchen „Kann man noch Christ sein, wenn man an Gott zweifeln muss?“

Darin wettert er über die theologischen Versuche, Gott als gut, allwissend usw. darzustellen, die angesichts des vielen unverschuldeten Leids, das allen Geschöpfen und eben auch dem Menschen ungezählt widerfährt, eher noch den Atheismus befördern helfen. Und je mehr man versucht, sich Gott vom Verstand her zu nähern, desto mehr entzieht er sich unseren Begrifflichkeiten, die wir eben auch nur vom Menschen her denken können.

Dennoch: die Hoffnung, dass es da etwas gibt, das auch unserer menschlichen Freiheit eine ethische Richtung gibt, ist unausrottbar in allen Weltteilen vorhanden. Geissler selbst glaubt vor allem an die Menschlichkeit und Nächstenliebe Jesu, die dieser aus seinem Gottesbild bezog, und Richtschnur auch unseres Handelns sein sollte. Alles andere und besonders das dogmatische Lehrgebäude des christlichen Glaubens, ist eher hinderliches Beiwerk, dass unnötig die Kommunikation mit Anderen erschwert. Und darin kann ich ihm als Leser nur zustimmen. Ein Kunde | 30.12.17


Zum Autor
Heiner Geißler, geboren 1930, war 25 Jahre lang Mitglied des Deutschen Bundestages, Landesminister, Bundesminister, Schlichter von Stuttgart 21 und gilt als einer der besten politischen Redner der Bundesrepublik. Er ist Autor zahlreicher Bestseller, u. a. von Sapere aude! und Was müsste Luther heute sagen? Heiner Geißler verstarb am 12. September 2017.

In einem der letzten Interviews "Packt ihn der Zorn" ...

Mein Kommentar
Gelesen für die Veranstaltung am 20. Februar 2018
69 Seiten lang zählt Heiner Geißler auf, weshalb ihn der Zorn packt, erst auf den letzten sechs Seiten bringt er einen Vorschlag - eigentlich auch nicht sein Vorschlag. Er verweist auf Jesus als historische Person, der gelebt und die größte Volksbewegung der Weltgeschichte in Gang gebracht hat. "Er hat der Nächstenliebe, das heißt der Solidarität unter den Menschen, denselben Rang gegeben, wie der Gottesliebe."

Was heißt das? Geißler führt weiter aus, dass "Jesus - aktueller geht es kaum - sieben Forderungen für diejenigen, die zu ihm gehören, also Christen sein wollen", formuliert hat: "Den Hunger bekämpfen, allen Menschen Trinkwasser verschaffen, Obdachlosen eine Wohnung geben, Flüchtlinge aufnehmen, den Frierenden Kleider geben, Kranke pflegen und Gefangene betreuen."

Eine Herausforderung auch heute noch. In der heutigen Welt ... "mit den gesellschaftlichen Leitbildern Egoismus, gier, Geiz, Erfolg, Dividende, Konsum, Rang und Titel ist Jesus eine totale Provokation und die Verkörperung von Menschlcihkeit und Barmherzigkeit. Sein Denken und Handeln stellen heute wie damals die herrschenden Werte uns Maßstäbe auf den Kopf. Ihm und an seine Botschaft können wir glauben."

Sorry, aber das ist zu wenig - nur glauben? Umkehren, Einhalt gebieten, eine Welt schaffen, in der wieder Menschlichkeit und Barmeherzigkeit als Regeln gelten. Und die Politik muss die Rahmenbedingungen dazu schaffen. Von einem Politiker, der so lange an der Macht war, habe ich etwas andere erwartet, als nur jammern - er hatte doch alle Möglichkeiten - damals noch mehr als heute. So bin ich doch sehr entäuscht über das Pamphlet.

Journal Entry 2 by wingLilliannewing at Patmos-Gemeinde (LUTHER2017) in Steglitz, Berlin Germany on Monday, April 23, 2018

Released 2 yrs ago (4/24/2018 UTC) at Patmos-Gemeinde (LUTHER2017) in Steglitz, Berlin Germany

WILD RELEASE NOTES:


Dieses Buch geht nun mit auf Reisen ... to whom it may concern. Viel Freude damit!
In einem guten Buche stehen mehr Wahrheiten, als sein Verfasser hineinzuschreiben meinte.
Marie von Ebner-Eschenbach [Q]


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