Der Papalagi. Die Reden des Südsee-Häuptlings Tuiavii aus Tiavea

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Journal Entry 1 by litrajunkie from Pretzfeld, Bayern Germany on Friday, January 05, 2018
Mein Exemplar stammt aus dem 943. - 957. Tausend März 1992.

Vor einigen Monaten erhielt ich es von einem guten Bekannten und war der Meinung, es sei eine Leihgabe, daher legte ich es auf meinem MTBR ziemlich weit nach oben.

Als ich es gestern zurückgeben wollte, sagte er mir, dass ich es behalten könne, weil er noch ein anderes Exemplar habe. Vielen Dank!

Maxine van Eerd-Schenk hat das Buch illustriert.

Journal Entry 2 by litrajunkie at Pretzfeld, Bayern Germany on Friday, January 05, 2018
Der Häuptling spricht klare Worte und vergleicht die Lebensweise der weißen Eindringlinge mit den traditionellen Strukturen seiner eigenen Gesellschaft. Meistens kommen wir dabei nicht gut weg - und wer würde nicht das Leben auf einer Südseeinsel dem Streß, der Hektik und der Frustration des Konkurrenzkampfes in den "unwirtlichen Tundren nördlich des Alpenhauptkamms" (Herbert Rosendorfer), die noch dazu völlig überbevölkert sind, vorziehen, zumindest für den größten Teil des Jahres?

Genaugenommen sind es für mich nur Musik, Literatur und Kunst, die ich vermissen würde - denn einen Bach, Mozart oder Vivaldi gibt es unter Palmen eben leider nicht.

Markante Zitate
* Papalagi (sprich: Papalangi) heißt: der Weiße, der Fremde, wörtlich übersetzt aber der Himmelsdurchbrecher. Der erste weiße Missionar, der in Samoa landete, kam in einem Segelboot. Die Eingeborenen hielten das weiße Segelboot aus der Ferne für ein Loch im Himmel, durch das der Weiße zu ihnen kam. - Er durchbrach den Himmel. (S. 3)
* Weil nun die Leiber der Frauen und Mädchen so stark bedeckt sind, tragen die Männer und Jünglinge ein großes Verlangen, ihr Fleisch zu sehen; wie dies auch natürlich ist. Sie denken bei Tag und bei Nacht daran und sprechen viel von den Körperformen der Frauen und Mädchen und immer so, als ob das, was natürlich und schön ist, eine große Sünde sei und nur im dunkelsten Schatten geschen dürfe. Wenn sie das Fleisch offen sehen lassen würden, möchten sie ihre Gedanken mehr an andere Dinge geben, und ihre Augen würden nicht schielen, und ihr Mund würde nicht lüsterne Worte sagen, wenn sie einem Mädchen begegnen. [...] Noch aber wollen wir uns freuen, daß unser Fleisch mit der Sonne sprechen kann, daß wir unsere Beine schwingen können wie das wilde Pferd, weil kein Lendentuch sie bindet und keine Fußhaut sie beschwert und wir nicht achtgeben müssen, daß unsere Bedeckung vom Kopfe fällt. Laßt uns freuen an der Jungfrau, die schön von Leib ist und ihre Glieder zeigt in Sonne und Mondenlicht. Töricht, blind, ohne Sinn für rechte Freude ist der Weiße, der sich so stark verhüllen muß, um ohne Scham zu sein. (S. 26f)
* Lieben wir unsere Sitten, die es nicht dulden, daß einer viel mehr hat als der andere oder einer sehr vieles und der andere gar nichts. Damit wir nicht im Herzen werden wie der Papalagi, der glücklich und heiter sein kann, auch wenn sein Bruder neben ihm traurig und unglücklich ist. (S. 47)

Journal Entry 3 by litrajunkie at Pretzfeld, Bayern Germany on Friday, January 05, 2018
Reserviert für meine Mitleserin.

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