Kraft

by Jonas Lüscher | Literature & Fiction |
ISBN: 3406705316 Global Overview for this book
Registered by wingLilo37feewing of -- Irgendwo in Bayern, Bayern Germany on 9/14/2017
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Journal Entry 1 by wingLilo37feewing from -- Irgendwo in Bayern, Bayern Germany on Thursday, September 14, 2017
Ich fand das Buch nicht allzu flüssig zu lesen und konnte v.a. deshalb wenig damit anfangen.
Grundsätzlich ist das Thema interessant. Hier der gelehrte Europäer, dort das Silicon Valley und dazwischen die Theodizee-Problematik, verknüpft mit privatem Scheitern. Aber das Buch schafft es nicht mich bei der Stange zu halten. Die Bindung an die Hauptfigur ist zu schwach, für eine reine Parabel ist dann aber doch wieder zu viel Hauptfigur vorhanden.

Zum Glück sehen es die meisten anderen Leser_innen positiver, denn das Buch reist im Buchpreis-Abo und soll dort ja auch erfreuen.
Es war auf der Longlist zum deutschen Buchpreis.

Reiseroute:
Lilo37fee
Lilliane
Heixly
Trik
chawoso
Xirxe
MaggyGray
Lilo37fee

Journal Entry 2 by wingLilliannewing at Wilmersdorf, Berlin Germany on Wednesday, September 27, 2017

Vielen Dank, das Buch steckte heute in meinem Briefkasten. Da bin ich ja sehr gespannt, was mich hier erwartet. Habe noch ein anderes Buch "in der Mache" - danach kommt es aber dann sofort dran.

Zum Buch | Verlagsinformation
Richard Kraft, Rhetorikprofessor in Tübingen, unglücklich verheiratet und finanziell gebeutelt, hat womöglich einen Ausweg aus seiner Misere gefunden. Sein alter Weggefährte István, Professor an der Stanford University, lädt ihn zur Teilnahme an einer wissenschaftlichen Preisfrage ins Silicon Valley ein. In Anlehnung an Leibniz’ Antwort auf die Theodizeefrage soll Kraft in einem 18-minütigen Vortrag begründen, weshalb alles, was ist, gut ist und wir es dennoch verbessern können. Für die beste Antwort ist eine Million Dollar ausgelobt. Damit könnte Kraft sich von seiner anspruchsvollen Frau endlich freikaufen …
Komisch, furios und böse erzählt Jonas Lüscher in diesem klugen Roman von einem Mann, der vor den Trümmern seines Lebens steht, und einer zu jedem Tabubruch bereiten Machtelite, die scheinbar nichts und niemand aufhalten kann. [Quelle]

Zum Autor
Jonas Lüscher, geboren 1976 in der Schweiz, wuchs in Bern auf, wo er 1994 - 1998 am Evangelischen Lehrerseminar Muristalden zum Primarlehrer ausgebildet wurde. Nach einigen Jahren als Stoffentwickler und Dramaturg in der Münchner Filmwirtschaft studierte er an der Hochschule für Philosophie München (2005 bis 2009). Nebenbei arbeitete Lüscher als freiberuflicher Lektor. Sein Studium schloss er 2009 mit der Erlangung des Magistergrades ab. Anschließend folgten zwei Jahre als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut Technik-Theologie-Naturwissenschaften (TTN) der LMU München, gleichzeitig arbeitete er als Ethiklehrer an der Staatlichen Wirtschaftsschule München/Pasing. [...] Lüscher lebt seit 2001 in München. "Frühling der Barbaren" wurde 2013 für den Deutschen Buchpreis nominiert, ebenso für den Schweizer Buchpreis. 2013 erhielt er den Franz-Hessel-Preis, den Berner Literaturpreis und den Bayerischer Kunstförderpreis, 2016 den Hans-Fallada-Preis der Stadt Neumünster. [Quelle]

Dieses Buch steht 2017 auf der Longlist des Deutschen Buchpreises.

Journal Entry 3 by wingLilliannewing at Wilmersdorf, Berlin Germany on Wednesday, September 27, 2017

Gerade entdeckt ... eine Einlegekarte mit der persönlichen Empfehlung der Buchhändlerin. Falls sie verloren gehen sollte, hier ihr Text:

"Der arme, ins Denken verhedderte Rhetorikprofessor Kraft!
Eine Million Dollar winken ihm, wenn er die Frage nach dem Guten und dem Übel am geistreichsten beantwortet.
Doch sein ironisch-messerscharfes Philosophieren lässt ihn im Stich; im heutigen Kalifornien der erfolgreichen jungen Generation scheitert er kläglich und fällt zunehmend zurück in die Erinnerung an seine eigene Studienzeit in der Kohl-Ära.
Die Frage, warum ihn seine Jugendliebe verlassen hat, wird wichtiger bei allem anderen ...

Genial formuliert, sarkastisch, humorvoll, melancholisch ...

Mein Kommentar | 10. November 2017
Ich habe das Buch nicht so lesen können, wie ich es gerne wollte. Das lag aber nicht an dem Buch sondern an meiner persönlichen Situation. Sanierungsbedingt musste ich in dieser Zeit meine Sachen packen und in ein Ausweichquartier umziehen. Selbst dort gab es immer wieder Dinge, die mit der Sanierung zu tun hatten ... und es ist immer noch etwas aufreibend.

Mit dem Buch habe ich auch deshalb kein Problem gehabt, weil es ein Umfeld widerspiegelt, in dem ich mich lange bewegt habe: Die Diskussionen um liberale Wirtschaftspolitik, public-private-Partnerships und alles, was mit der Marktderegulierung im liberalen Umfeld geschrieben und diskutiert wurde, war in gewisser Weise auch mein Spielfeld. Ich bin allerdings noch vor Hildegard Hamm-Brücher aus der Partei ausgetreten. Mein Schwerpunkt war aber eher der sozialliberale Part. Mir sind die beiden Protagonisten Kraft und Ivan sowas von allgegenwärtig - und fast bin ich geneigt, diesen Beiden Berliner Figuren gegenüberzustellen.

Etwas schwierig war der Ablauf der Erzählung. Nicht immer hat man die Realität nach den Tagträumen so richtig wahrgenommen. Nur wenn dann Kraft seinen "wiedergefundenen" Freund nach einem Erdbeben sucht und mit einem Moped in die Höhe fährt ... und dann nach dem Blick in sein gemietetes Auto steigt, bleibt man an dem Widerspruch hängen. Auch die Einwände des Beobachters waren etwas nervig, weil überheblich. Erklärungen, beispielsweise warum für Kraft die Million so wichtig ist, um sich scheiden zu lassen, könnte in der Geschichte selbst untergebracht werden. Hier macht sich das bemerkbar, das dann im Nachwort aufgeklärt wird. Der Autor hatte ein Stipendium, um seine Dissertation an der Fakultät für Philosophie abzuschließen. Eine Diss gab es nicht - aber dieses Buch. Der Beobachter muss sozusagen seine Fußnoten ersetzen ;-)

Ich gebe dem Buch 7 Sterne. Es wäre ein größerer Genuss gewesen, wenn ich kontinuierlicher hätte lesen können. Ich freue mich jetzt auf das nächste Abobuch ... und gebe dies an die nächste Aboleserin weiter.

Dieses Buch geht nun auf Reisen ... zur nächsten Abo-Leserin. Viel Freude dabei!

Möge dein Tag durch viele kleine Dinge groß werden.

Wahre Gerechtigkeit empfindet Mitleid, falsche Unwillen. WA 1081

Ich wünsche eine schöne Zeit und viel Freude mit diesem Buch.

Postkastenleerung Breitenbachplatz 11.11.2017 um 13h15.

Journal Entry 5 by heixly at Moers, Nordrhein-Westfalen Germany on Wednesday, November 15, 2017
Das Buch ist wohlbehalten gelandet und kann asap gelesen werden.

04.01.2018: Gelesen, durchgelesen, aber irgendwie gepackt hat es mich nicht. Und beim Lesen der Danksagung stellte ich mir ganz ernsthaft die Frage, ob es nicht doch besser eine Dissertation geworden wäre. Vielleicht ist es ja nur folgerichtig, dass ein Roman über einen Schwafler viel pseudointellektuelles Geschwafel enthält, mich als Leser hat das aber nicht befriedigt. Ich mag Menschen und Geschichten und den ganzen psychologischen Unterbau ... in der Beziehung überzeugten mich nur wenige Abschnitte, unter anderem das konstruktive Misstrauensvotum gegen Helmut Schmidt und der Einkauf des Herrn Kraft von Mitbringseln für seine Zwillinge. Da scheint Menschsein durch alles Intellektualisieren und Ironisieren und Distanzieren des Autors hindurch, der ja durchaus sprach- und satzgewaltig schwafelt, was mich zum Beginn des Romanes erstmal beeindruckte. Aber im Verlauf des Buches, setze sich der Eindruck durch, dass sich da ein Theoretiker um seine Gedanken und sich selbst herum einfach nur im Kreis dreht. Ob das Ende des Herrn Kraft ein Bild dafür ist? Zufrieden gemacht hat es mich nicht.

Journal Entry 6 by wingtrikwing at Düsseldorf, Nordrhein-Westfalen Germany on Sunday, January 14, 2018
Ich habe das Buch gerade aus der Packstation abgeholt, danke fürs Schicken.
Seit der Leipziger Buchmesse 2017, während der ich Herrn Lüscher aus "Kraft" lesen hörte, steht das Buch auf meiner Wunschliste. Ich bin also entsprechend gespannt!

Journal Entry 7 by wingchawosowing at Heusenstamm, Hessen Germany on Tuesday, May 08, 2018
Gut bei mir gelandet.

Ich hatte Probleme mit diesem Buch. Es war schwierig hineinzukommen und die eigentlich spannende philisophische Frage des Theodizee war nur der Aufhänger für wieder einmal die Lebensgeschichte eines alternden Wissenschaftlers: Auf seinem Fachgebiet sicher brilliant, aber im Zwischenmenschlichen eher ein Versager; klassische Rückblenden in die Studienjahre und, und, und ...
Die philosophischen Ansätzen werden der Leserschaft auf wenigen Seiten um die Ohren gehauen. Hans Poser hat sicher eine recht große Rolle für den Plot des Buchs gespielt, aber es ist eben doch ein Unterschied, ob man Literatur für eine Dissertation sichtet oder diese Erkenntnisse für einen Roman hernimmt.
Mich konnte das Buch insgesamt nicht überzeugen.

Journal Entry 8 by wingchawosowing at Heusenstamm, Hessen Germany on Tuesday, May 22, 2018

Released 2 yrs ago (5/19/2018 UTC) at Heusenstamm, Hessen Germany

CONTROLLED RELEASE NOTES:

Da das Vorgänger-Buch noch einmal zu mir zurückkam, hat sich dieses gleich angeschlossen.

Viel Freude beim Lesen und wieder Freilassen.
Lass wieder von Dir hören, liebes Buch!

Journal Entry 9 by Xirxe at Hannover, Niedersachsen Germany on Sunday, May 27, 2018
Kaum ist das letzte Deutsche-Buchpreis-Abobuch unterwegs, flattert schon das nächste herein. Schön, allzu lange wird es nicht auf's Lesenwerden warten müssen.

2. Juni 2018
Kraft, eigentlich erfolgreicher Professor in Tübingen, braucht dringend Geld. Seine zweite Ehe steht kurz vorm endgültigen Scheitern, vier Kinder und zwei (Ex)-Ehefrauen müssen versorgt werden. Und die teure Wohnung ist auch noch nicht abbezahlt. So nimmt er sich in den USA bei seinem ehemals besten Freund Ivan zwei Wochen Auszeit, um sich auf eine Preisfrage vorzubereiten, die als Gewinn eine Million Dollar bietet. Doch eine mögliche Antwort fällt ihm deutlich schwerer als er es sich vorgestellt hat.
Während sich Kraft in der Gegenwart mühsam mit der Beantwortung der Frage 'Why whatever is, is right und why we still can improve ist?' abmüht, wird parallel dazu sein Leben geschildert, das sich hauptsächlich an 'seinen' Frauen ausrichtete. Kraft ist ein Schwafler sondergleichen, was sich in seinem Berufsleben bislang eher positiv auswirkte, in seinem Privatleben hingegen verheerend. Obwohl in Wissenschaftskreisen seine Person hochgeschätzt wurde und wird, bleiben im Rückblick (so erschien es mir nach der Beendigung des Romans) in erster Linie für sein Leben seine Beziehungen bestimmend, die durchweg nicht glücklich endeten - seine Schwafelei hatte vermutlich keinen kleinen Anteil daran.
Der gesamte Roman ist in einem solch schwafelnden Tonfall geschrieben, wobei er durchaus mit einer Menge Ironie versehen ist wie in diesem Textauszug, als Kraft den Stanfordcampus durchquert, während dort ein Attentäter unterwegs sein soll:
"Andererseits, so rechnet er (Kraft) sich aus, wird er, wenn alles gut geht, den Schuss gar nicht mehr hören. Kraft versteht zwar nichts von Ballistik, aber er ist sich doch sicher, dass die Kugel schneller sein wird als der Schall ... Überlegungen dieser Art anstellend, gelangt er zum Shopping Center, um etwas enttäuscht festzustellen, dass dort reger Betrieb herrscht und der Alarm für diese Gegend nicht gilt … Allerdings so muss er zugeben, wäre es für seine Biographie kein besonders würdiger Schlusspunkt, zwischen Victorias Secret und einem Dunkin' Donut zu verbluten, zumindest wesentlich unpassender als der Tod auf einem Universitätscampus."
Doch irgendwann nutzt sich dieser Tonfall ab und die endlos langen Schachtelsätze (teilweise deutlich länger als eine Seite) wirkten trotz aller Ironie und Spott nur noch ermüdend. Schade, denn dem Autor gelingt es ohne jede Gehässigkeit zu zeigen, dass nicht hinter jedem erfolgreichen Start-up und Jungmillionär auch ein großer Geist steckt. Selbst in Silicon Valley findet sich jede Menge hohles Geschwätz und Geschwafel.

Journal Entry 10 by Xirxe at Buchring, By Mail/Post/Courier -- Controlled Releases on Friday, June 08, 2018

Released 2 yrs ago (6/4/2018 UTC) at Buchring, By Mail/Post/Courier -- Controlled Releases

CONTROLLED RELEASE NOTES:

Kraft ist nun auf dem Weg zur nächsten Ringstation. Viel Freude beim Lesen!

Journal Entry 11 by MaggyGray at Freising, Bayern Germany on Wednesday, June 13, 2018
Angekommen! Vielen Dank fürs Schicken!

Journal Entry 12 by MaggyGray at Freising, Bayern Germany on Saturday, September 29, 2018
Ab der Hälfte mehr oder weniger nur noch quergelesen.
Die Idee klingt nicht schlecht: eine Million für die perfekte Antwort auf die Frage: was wir warum tun und wie wir es besser machen können (oder so ähnlich). Kraft, ein midlifecrisis geplagter Mann, der in seinem persönlichen Ehe-Hamsterrad gefangen ist, möchte sich das Geld holen, um sich "frei zu kaufen".
Die Erzählung springt zwischen Vergangenheit und Gegenwart hin und her, und mit der Zeit bekommt man ein Bild von Krafts psychisch desolatem Zustand. Dabei konnte ich mich aber nie in ihn hineinfühlen, sein ewiges lamentieren und schwafeln gingen mir irgendwann nur noch auf den Keks. Wieder einmal jemand, der in seinem Leben ein paar falsche Entscheidungen trifft, und dafür - in diesem Fall - die (Ex-)Frauen verantwortilch macht. Selbst ist man ja immer nur das arme Opfer. So ist denn auch der Schluss zwar unausweichlich, für mich aber trotzdem ein bisschen zu melodramatisch.

Journal Entry 13 by MaggyGray at Freising, Bayern Germany on Saturday, September 29, 2018

Released 2 yrs ago (9/29/2018 UTC) at Freising, Bayern Germany

CONTROLLED RELEASE NOTES:

Reist nun mit einiger Verspätung weiter!

Journal Entry 14 by wingLilo37feewing at -- Irgendwo in Bayern, Bayern Germany on Thursday, October 04, 2018
Danke schön, das Buch ist wieder zu Hause!

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