Der Leopard: Roman

by Giuseppe Tomasi Di Lampedusa | Literature & Fiction |
ISBN: 3492203205 Global Overview for this book
Registered by Wichtelkoenigin of Köln, Nordrhein-Westfalen Germany on 1/15/2017
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Journal Entry 1 by Wichtelkoenigin from Köln, Nordrhein-Westfalen Germany on Sunday, January 15, 2017
Für die 1 Jahr = 1 Land Challenge gekauft. Wird mein zweites Buch aus Italien.

Journal Entry 2 by Wichtelkoenigin at Köln, Nordrhein-Westfalen Germany on Sunday, February 26, 2017
Guiseppe Tomasi, Herzog von Palma und Fürst von Lampedusa, wurde am 23. Dezember 1896 in Palermo geboren und starb am 23. Juli 1957 in Rom.

Der Ort und die Zeit, in der der Roman spielt (Sizilien zur Zeit Garibaldis) waren schon ganz interessant, aber ansonsten war ich nicht besonders begeistert. War mir zu fatalistisch. Alle Protagonisten scheinen ihr Leben furchtbar verschwendet zu haben, und unglücklich zu sein , ohne aufzubegehren, zu kämpfen oder irgendwas.

Bin gespannt, wie es der nächsten Leserin gefällt.

Edit: Inzwischen wurde mir auch erzählt, dass das Buch ziemlich berühmt ist und es sogar eine Verfilmung gibt.

Journal Entry 3 by Wichtelkoenigin at Köln, Nordrhein-Westfalen Germany on Saturday, August 25, 2018

Released 2 mos ago (8/25/2018 UTC) at Köln, Nordrhein-Westfalen Germany

CONTROLLED RELEASE NOTES:

Das Buch hat sich am Donnerstag Post auf den Weg zum nächsten Leser gemacht.

Journal Entry 4 by wingLilo37feewing at -- Irgendwo in Bayern, Bayern Germany on Thursday, August 30, 2018
Angeblich das beste Buch über Sizilien, das es gibt. Ich bin gespannt!
Danke!

Journal Entry 5 by wingLilo37feewing at -- Irgendwo in Bayern, Bayern Germany on Friday, November 16, 2018
Vor einiger Zeit habe ich auf Bayern 2 einen Beitrag über Sizilien gehört, in dem dieses Buch als eines der besten Bücher über Sizilien gewürdigt wurde. "Der Leopard" ist das einzige Werk von Giuseppe Tomasi, Fürst von Lampedusa, ist jedoch erst nach seinem Tod berühmt geworden, in vielen Auflagen erschienen, in viele Sprache übersetzt und von Visconti verfilmt.
NDR-Kultur beschreibt: „"In diesem Roman", schrieb Lampedusa in einem Brief, "wird es um vierundzwanzig Stunden aus dem Leben meines Urgroßvaters gehen, um den Tag, an dem Garibaldi auf Sizilien landete." Es ist der 11. Mai 1860. Garibaldi, die Symbolfigur der italienischen Einigungsbewegung, landete mit tausend Freischärlern bei Marsala und besiegte die bourbonischen Truppen. Das handstreichartige Unternehmen verändert von einem Tag auf den anderen die politische Landkarte Italiens. Gerade noch in zahlreiche Kleinstaaten und Fürstentümer zersplittert, erglüht das Land im patriotischen Feuer des Risorgimento. Die Herrschaft der alten Mächte stürzt, und Italien schließt sich im Zeichen des Liberalismus zusammen. Auch Sizilien wird von dieser Bewegung erfasst, aber in einer zwiespältigen und widersprüchlichen Weise. Auch nach der Einigung Italiens bleibt es bestimmt von seiner geographischen Randlage, seiner insularen Existenz, seiner ökonomischen Unterentwicklung und sozialen Deformation, kurz, von seiner historischen Verspätung.“
Doch das Buch ist weit mehr als eine Darstellung dieser Historie. Sie wird versinnbildlicht an der eigentlichen Handlung: Der geliebte Neffe des Fürsten heiratet die Tochter des Emporkömmlings Calògero. Das wird mit feinem Humor und wunderbarer Beobachtung erzählt. Jener Neffe Tancredi „schlägt sich auf die Seite des "neuen Italien", das heißt auf die Seite der neuen Aristokratie des Geldes, die an die Stelle der alten Aristokratie des Blutes getreten ist.“, so heißt es in NDR-Kultur. Und dieser Wandel wird in vielen kleinen Anekdoten und Begegnungen aus der Sicht des alten Don Fabrizio geschildert. Dabei bleibt leises Lächeln nicht aus, denn der sprachgewaltige Autor findet wunderbare Bilder für die „neue Zeit“. Wegen des Ehevertrags müssen sich Calògero und Don Fabrizio immer wieder treffen und der Autor schildert wie nach und nach die Adeligen versuchen, die neue Verwandtschaft irgendwie zu integrieren, und sei es nur ins Weltbild: „Viele Probleme, die dem Fürsten unlösbar schienen, wurden von Don Calògero im Handumdrehen gemeistert; da dieser frei war von den hundert Fesseln von Ehrenhaftigkeit, Anstand und auch guter Erziehung, Fesseln, die den Taten vieler anderer Menschen abgelegt sind, schritt er im Walde des Lebens vorwärts mit der Sicherheit eines Elefanten, der. Bäume entwurzelnd und Hütten niederwuchtend, geradeaus weiterstampft und die Dornenkratzer und die Schmerzensschreie derer, die er mit Füßen tritt, nicht einmal gewahr wird.“
Natürlich kann nur der Fürst selber so argumentieren, denn auch die Aristokratie ist weit genug entfernt von denjenigen, die sie ggf. niederwalzt. Am Ende bleibt den Nachkommen nur die Flucht in den Schoß der Kirche - auch sie aber letztendlich eine Enttäuschung.
Ich finde das Buch großartig, gerade auch die Schreibweise, die immer wieder Bezüge zur Jetztzeit herstellt (Angelica betritt den Raum „an Wirksamkeit der Regie geradezu dem Kinderwägelchen von Eisenstein vergleichbar“) symbolisiert die Distanziertheit des Nachgeborenen gegenüber den damals erschütternden Ereignissen.
Auf jeden Fall ein Lesetipp, ich bin froh es gelesen zu haben!

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