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Alles, was wir geben mussten
by Kazuo Ishiguro | Literature & Fiction
Registered by t-tower of Morsbach, Nordrhein-Westfalen Germany on 11/17/2016
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Journal Entry 1 by t-tower from Morsbach, Nordrhein-Westfalen Germany on Thursday, November 17, 2016

9 out of 10

Noch Jahre später kreisen Kathys Gedanken um Hailsham, dem in lieblicher Hügellandschaft gelegenen Schulheim, in dem sie und die anderen ihre Kindheit zugebracht hatten. Eine heile Welt, in der eine fröhliche Kinderschar zur „Kreativität“ angeleitet werden soll. Doch bald tauchen erste Schatten auf. Wozu die Aufseher? Warum ist von späteren „Spendern“ die Rede? Und was hat es mit jener eleganten „Madame“ auf sich, die aus dem Nichts auftaucht, um die besten künstlerischen Arbeiten der Zöglinge für ihre Galerie abzuholen. Galerie? Jeder weiß davon, keiner hat sie jemals zu Gesicht bekommen. Nur eine weitere Merkwürdigkeit in der abgeschotteten Welt von Hailsham. Wir werden noch viele davon kennenlernen!

Mit welch unspektakulären, aber erzählerisch raffinierten Mitteln der in Japan geborene und heute in England lebende Kazuo Ishiguro den Leser in seine Geschichte einwebt, gleicht einem kleinen Wunder. Sachter kann man nicht hineingeführt werden in eine Traumwelt, die sich zunehmend als bedrückende und faschistoide Zukunftsvision entpuppt. In den Rückblicken Kathys, die heute als „Betreuerin“ arbeitet, wird alles noch einmal lebendig: Ruth, Kathys beste Freundin. Der rebellische, von allen abgelehnte Tommy, der nur Kathy vertraut -- und doch mit Ruth eine Beziehung eingeht. Der Schulalltag und seine sanften, aber rigorosen Überwachungsmechanismen. Die Fragen hinter vorgehaltener Hand. Die Rebellion, die nie stattfindet.

Ein wundervolles Werk von großer Nachhaltigkeit. In manchem gleicht Ishiguro einem literarischen Update von Daphne du Maurier. Selbst sein traumverlorenes, weltfernes Hailsham erinnert vage an Manderley aus Rebecca (anscheinend kann sich keiner der Schüler später daran erinnern, wo Hailsham überhaupt lag). Ishiguros unaufgeregter, hochliterarischer Ton aber ist es, der den Schrecken erst richtig eindringlich macht. Ein Schrecken, der in einer technikversessenen Welt längst nicht mehr abwegig erscheint. Begleiten wir die Schüler auf ihrem Weg, herauszubekommen, wer sie sind, wo sie herkommen und -- was aus ihnen einst werden soll. Madame wusste es: „Ihr armen Geschöpfe!“ --Ravi Unger -- 


Journal Entry 2 by t-tower at Obernkirchen, Niedersachsen Germany on Saturday, August 12, 2017

This book has not been rated.

Released 4 days ago (8/12/2017 UTC) at Obernkirchen, Niedersachsen Germany

CONTROLLED RELEASE NOTES:

Darf mit zum Schrottwichteln nach Obernkirchen, vielleicht findet sich ein/e Liebhaber/in, ansonsten geht es wieder mit zurück. 


Journal Entry 3 by lostajos at Bückeburg, Niedersachsen Germany on Saturday, August 12, 2017

This book has not been rated.

Ich hab´s gefunden und wenn ich es gelesen habe, gibt es schon eine weitere Leserin. Wird deshalb gleich reserviert für babouchka79. Vielen Dank, auch für´s Abholen und die Wunschbücher.  


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