Die grössere Hoffnung: Roman

Besuch aus Berlin
by Ilse Aichinger | Literature & Fiction |
ISBN: 3596214327 Global Overview for this book
Registered by wingAndrea-Berlinwing of Berlin (irgendwo/somewhere), Berlin Germany on 1/21/2017
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Journal Entry 1 by wingAndrea-Berlinwing from Berlin (irgendwo/somewhere), Berlin Germany on Saturday, January 21, 2017
Ein Buch der 1000 Bücher!

»Wer ist fremder, ihr oder ich?«

Ilse Aichingers 1948 erstmals erschienener Roman über rassisch verfolgte Kinder während der Hitlerzeit irritiert noch immer: In verfremdenden Bildern erzählt er von der Angst, von der Bedrohung und der widerständigen Hoffnung der »Kinder mit den falschen Großeltern«. Diese Kinder, die nach den ›Nürnberger Gesetzen‹ als jüdisch oder – wie die Hauptfigur Ellen – als halbjüdisch gelten, leiden unter Isolation, Demütigung und Verhöhnung. Aber nachdem ihre Hoffnung auf Auswanderung zunichte geworden ist, erwächst ihnen eine ganz andere, die »größere Hoffnung«. Dazu gehört die Gewissheit, »dass irgendwann der Abschied endet und das Wiedersehen beginnt«, und dazu gehört auch, dass Liebe und Leiden eins werden: »Peitscht uns, tötet uns, trampelt uns nieder, einholen könnt ihr uns erst dort, wo ihr lieben oder geliebt werden wollt.« Diese Hoffnung haben die Opfer ihren Mördern voraus.

Ilse Aichinger wurde am 1. November 1921 in Wien geboren. 1948 veröffentlichte sie ihren Roman über die Kriegszeit in Wien, ›Die größere Hoffnung‹, und ihre ersten berühmten Geschichten. Für ihren Roman, ihre Gedichte, Hörspiele und Prosastücke, die in viele Sprachen übersetzt wurden, erhielt sie zahlreiche literarische Auszeichnungen, u. a. 1952 den Preis der Gruppe 47, 1982 den Petrarca-Preis, 1983 den Franz-Kafka-Preis, 1995 den Österreichischen Staatspreis für Literatur und 2015 den Großen Kunstpreis des Landes Salzburg. Ilse Aichinger starb am 11. November 2016 im Alter von 95 Jahren.

http://www.fischerverlage.de/buch/die_groessere_hoffnung/9783596110414

Wunschliste SaSch - PN 31.1.2017 - Hat sich leider nicht gemeldet.

4. Februar 2017 Die Verfolgung in der Zeit des Nationalsozialismus aus der Sicht eines Kindes ist herzzerreißend und manchmal kaum zu ertragen - die eingestellten Kindertransporte zur Rettung der Kinder, die Transporte in die Lager, die Diskriminierungen. Manchmal ist es etwas wirr, man erkennt nicht immer gleich, ob es die Wirklichkeit, ein Traum oder gar ein Märchen ist. Die Autorin hat wohl viel von dem erlebt, über das sie 1948, also recht früh nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges, geschrieben hat. Mehr über sie kann man bei Wiki lesen https://de.wikipedia.org/wiki/Ilse_Aichinger


Journal Entry 2 by wingAndrea-Berlinwing at La Fiamma Restaurant in Gesundbrunnen, Berlin Germany on Saturday, February 04, 2017

Released 4 yrs ago (2/6/2017 UTC) at La Fiamma Restaurant in Gesundbrunnen, Berlin Germany

WILD RELEASE NOTES:

Ein Buch für Lillianne - zum Lesen oder Freilassen, vielleicht in der Bücherboxx am Gleis 17 - was immer Du magst. Gute Reise, Buch!

Journal Entry 3 by wingLilliannewing at Gesundbrunnen, Berlin Germany on Tuesday, February 07, 2017

Bei einem netten kleinen MeetUp mit Überraschungsgästen von Andrea bekommen. Vielen Dank dafür, dass du an mich gedacht hast. Ich werde dieses Buch lesen, bevor es zur BücherboXX am Gleis17 weiterreisen wird.

Das Buch wird in der Lese-Challenge unter der Kategorie Lesereise: Ins letzte Jahrhundert gelesen.

Edita ergänzt am 24.2.2017:
Das Buch ist gelesen und hat mich wirklich sehr nachdenklich zurückgelassen. Der Roman ist aus der Sicht Ellens geschrieben, was es auch so schwer macht, alles zu ertragen. Sie ist diejenige, die die größere Hoffnung immer wieder anmahnt, gleichgültig in welcher verfahrenen Situation sie sich befindet. Ein bewundernswertes, tapferes Mädchen! Es ist ein Buch für die BücherboXX am Gleis17.

Hier noch die Bestätigung dessen, was Andrea-Berlin oben schon geschrieben hat: 1945 begann Ilse Aichinger Medizin zu studieren, brach aber nach fünf Semestern ab, um ihren teils autobiografischen Roman Die größere Hoffnung zu schreiben. Er entstand „in der Küche einer armseligen Wohnung in einem äußeren Bezirk“ von Wien sowie im Dienstzimmer „einer Anstalt für Unheilbare, Alte, Abgeschobene“, in der ihre Mutter als Ärztin arbeitete. Der Kritiker Hans Weigel empfahl ihr, sich und ihre Texte beim S. Fischer Verlag vorzustellen, der schließlich ihre Werke veröffentlichte. 1949/50 arbeitete Ilse Aichinger als Verlagslektorin für S. Fischer, 1950/51 als Assistentin von Inge Aicher-Scholl an der Hochschule für Gestaltung in Ulm. [Quelle]

Beeindruckende Nachrufe können in der Welt und im Spiegel nachgelesen werden. Beide erschienen am vom 11. November 2016. [Abruf 24.2.2017]

Spoiler: Diese Rezension >.< bitte erst lesen, wenn man das Buch selbst gelesen hat, denn es verrät doch sehr viel.

Journal Entry 4 by wingLilliannewing at BücherboXX am Gleis 17 in Grunewald, Berlin Germany on Thursday, March 02, 2017

Released 4 yrs ago (3/2/2017 UTC) at BücherboXX am Gleis 17 in Grunewald, Berlin Germany

WILD RELEASE NOTES:


Dieses Buch geht nun weiter auf Reisen ... to whom it may concern. Viel Freude!


»Für die Toten Wein, Wasser für die Lebenden – das ist eine Vorschrift für die Fische.«
Martin Luther [WA 2696]

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