Unterleuten: Roman

by Juli Zeh | Literature & Fiction |
ISBN: 3630874878 Global Overview for this book
Registered by wingmimi4711wing of Köln, Nordrhein-Westfalen Germany on 4/8/2016
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Journal Entry 1 by wingmimi4711wing from Köln, Nordrhein-Westfalen Germany on Friday, April 08, 2016
Eigentlich hat's mir gut gefallen - in der Mitte hab ich mich ein bisschen gelangweilt und die Figuren fand ich etwas blass.
Insgesamt viele gute Ideen und lesenswert.
Ein Ring?
1. Wir in Dresden
2.heixly
3. Xirxe
4. Birgit2604
5. Lilo37fee (will nicht mehr - hat es schon!)
6. Maybee
7. Urfin
8. Charly83
9. Lilyklip
Du?
Und zurück zu mir!

Journal Entry 2 by wingmimi4711wing at Köln, Nordrhein-Westfalen Germany on Saturday, April 23, 2016

Released 5 yrs ago (4/23/2016 UTC) at Köln, Nordrhein-Westfalen Germany

CONTROLLED RELEASE NOTES:

Den dicken Ring heute zur Post gebracht...

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Am Welttag des Buches (und des Bieres...)

Journal Entry 3 by wir-in-dresden at Dresden, Sachsen Germany on Friday, April 29, 2016
So, heute ist das Buch nun angekommen... bin gespannt...vielen Dank!

Journal Entry 4 by wir-in-dresden at Dresden, Sachsen Germany on Tuesday, August 09, 2016

Released 4 yrs ago (8/9/2016 UTC) at Dresden, Sachsen Germany

CONTROLLED RELEASE NOTES:

Im Urlaub hatte ich endlich Zeit und Muße für dieses Buch...
und fand es super!!!
Vielen Dank dafür!!!

Journal Entry 5 by heixly at Moers, Nordrhein-Westfalen Germany on Friday, August 12, 2016
Bei mir gelandet, Dankeschön.

15.10.2016: Ein Buch, das Sog entwickelt.
Ich mochte die vielen Erzählersichten, die zum Schluss ein rundes aber weiter vielschichtiges und nie ganz klares Bild ergeben. "Jeder Mensch bewohnt sein eigenes Universum, und hat dort von morgens bis abends recht."
Ich mochte sehr die Gegenwärtigkeit des Romanes, der Fragen zu Selbstoptimierung, (fehlender) Empathie, eigenem Willen und Identität so aktuell stellt, wie ich es noch selten erlas. Es geht auch um die Frage, was Herkunft bedeutet, ob man sich einfach neu erfinden kann – per Umzug oder auch Gedächtnisverlust oder schlicht durch die Kraft des eigenen Willens.
Ich mochte die tiefen psychologischen Gedanken, die hinter der Zeichnung der Figuren stehen. Bemerkenswert fand ich die Einbindung der Zitate dieses Ratgeber-Typen und welche Bedeutung sie für die Person der Linda Franzen erlangen. Die Grenzen von Fiktion und Realität verwischt Juli Zeh absichtlich: "Der Ratgeber Mein Erfolg von Lindas Idol Manfred Gortz, im Roman häufig zitiert, existiert tatsächlich. Er ist beim Goldmann Verlag erschienen, der zur selben Verlagsgruppe gehört wie der Verlag, in dem Unterleuten herauskam. Die Beispiele in diesem Ratgeber stammen alle aus Unterleuten, geschrieben hat ihn Juli Zeh unter dem Pseudonym Manfred Gortz." (zitiert aus Wikipedia).
Diesen Roman hätte ich sehr gerne auf der Liste für den Deutschen Buchpreis 2016 gesehen.

Journal Entry 6 by Xirxe at Hannover, Niedersachsen Germany on Friday, October 28, 2016
Heute bei mir eingetrudelt - hach, was für ein Wälzer. Der hat jetzt noch ein bisschen Ruhezeit, bis er dran kommt.

6. Dezember 2016
Wenn in Unterleuten, einem kleinen Dorf in Brandenburg, überwiegend Kopien der eigenen Person leben würden, dann, ja dann wäre das Leben dort vermutlich sehr idyllisch und harmonisch. So aber treffen Menschen aufeinander, von denen sich jede/r im Besitz der alleinglückseligmachenden Wahrheit meint, während der Rest nur Stuß verzapft. Darüberhinaus pflegen praktisch Alle ihre Vermutungen und Erwartungen über die Anderen, die im seltensten Fall positiv sind. Jede/r traut jeder/m das Schlechteste zu und fast wie eine Art selbsterfüllender Prophezeiung geschehen Dinge, die die eigene Meinung noch bestätigen. Statt miteinander wird mehr übereinander geredet und so verbreiten sich Mutmaßungen und Argwohn in Windesweile im Dorf. Stadtbewohner (junge Frau, alter Mann) gegen grobschlächtigen Einheimischen - die Frau nennt diesen nur 'das Tier'. Naturschützer gegen Unternehmen - man schreibt Briefe. Kommunist gegen Kapitalist - eine Feindschaft, die keinerlei sachliche Grundlage hat. Ehemann gegen Ehefrau in unterschiedlichen Konstellationen - Erwartungen und Vermutungen werden nicht ausgesprochen, stattdessen schweigt man bis zum bitteren Ende. Als dann im Dorf ein Streit über die Errichtung eines Windparks beginnt, werden diese Beziehungsgeflechte auf's Äußerste strapaziert, wobei die alten Konflikte mit einer ungeheuren Heftigkeit wieder aufbrechen und die NeubürgerInnen direkt miteinbeziehen.
Obwohl das Buch mehr als 600 Seiten hat, lässt es sich weglesen wie ein Unterhaltungsroman. Die Figuren, die erst recht klischeehaft daherkommen, entwickeln sich ziemlich schnell zu eigenständigen Persönlichkeiten, sodass von der ursprünglichen Schablonenhaftigkeit nicht mehr viel bleibt. Gombrowski beispielsweise, der massige, ungeschlachte und auch brutale Wendegewinner hat eine überaus sensible Seite, von der aber nur die Wenigsten wissen - was ihn dennoch nicht von seinem Verhalten Anderen gegenüber freispricht. Schaller, sein ehemaliger Angestellter und Handlanger ist ähnlich ungeschlacht, wenn auch nicht so schlau wie dieser. Sein Schicksal ist derart unvorstellbar, dass ich mehr Mitgefühl als alles andere für ihn empfand. Und so ist es bei fast allen Figuren in diesem Roman, so eindimensional zu Beginn sie auch daherkommen mögen: Jeder/r von ihnen hat eine Geschichte, die sich zu erzählen lohnt.
Von Juli Zeh habe ich kürzlich in einem Interview gelesen, dass Jonathan Franzen einer ihrer Lieblingsschriftsteller ist. "Mit seinem Roman 'Freiheit' kam ich mir wieder vor wie als Kind, als ich mit der Taschenlampe unter der Decke Seite um Seite verschlungen und alles andere vergessen habe. Es gibt nicht viele, die es beherrschen, so realistisch zu erzählen, ohne dass es dröge wird. Franzen schafft es, die Welt in der wir leben, anschaulich zu machen." Liebe Juli Zeh, Sie schaffen das auch! Danke dafür!

Journal Entry 7 by Xirxe at Buchring, By Mail/Post/Courier -- Controlled Releases on Thursday, December 08, 2016

Released 4 yrs ago (12/8/2016 UTC) at Buchring, By Mail/Post/Courier -- Controlled Releases

CONTROLLED RELEASE NOTES:

Das Buch ist wieder auf Reisen - ich wünsche viel Vergnügen beim Lesen.
Ganz lieben Dank an mimi4711 für diesen Ring!!!

Journal Entry 8 by birgit2604 at Schwäbisch Hall, Baden-Württemberg Germany on Tuesday, December 13, 2016
Das dicke Ding war heute in der Post. Ich habe etwas Stau und bitte noch um Geduld.

22.02.2017 Ich starte heute damit. Sorry, dass es so lange gedauert hat. Ich gebe Gas. Aber so ein dicker Wälzer....

Journal Entry 9 by birgit2604 at Schwäbisch Hall, Baden-Württemberg Germany on Wednesday, February 15, 2017
So, bitte nicht schimpfen. Ich bin jetzt fertig mit dem dicken Wälzer und gebe ihn heute noch in die Post. Die Adresse hatte ich schon angefragt. Was mir sehr gut gefallen hat, ist die Fortsetzung der Erzählung aus der jeweiligen Sicht eines anderen Protagonisten. Das hat es sehr abwechslungsreich gemacht. Ein gutes Buch und Danke für dieses Ringangebot. Und nochmal sorry, dass ich so lange gebraucht habe.

Journal Entry 10 by wingMaybeewing at Nürnberg, Bayern Germany on Saturday, February 18, 2017
Das Buch ist heute bei mir angekommen. Vielen Dank! Ich fahre jetzt aber erstmal in den Urlaub und kann erst im Anschluss mit dem Lesen dieses Buches beginnen, weil ich nicht mit dem Auto unterwegs bin, sondern mit dem Flieger. Also bitte - etwas Geduld. Danach kommt es aber gleich dran.

Journal Entry 11 by wingMaybeewing at Nürnberg, Bayern Germany on Tuesday, April 04, 2017
Ich fand das Buch absolut lesenswert. Die einzelnen Charaktere gut beschrieben - die "Idylle" auch.
Das Buch wandert nun weiter zu Urfin. Viel Spaß damit!

Journal Entry 12 by wingUrfinwing at Friedrichshain, Berlin Germany on Wednesday, April 26, 2017
Alles kla
ist da
:o)

Journal Entry 13 by wingUrfinwing at Wolfsburg, Niedersachsen Germany on Sunday, March 14, 2021
"Als die Klinke an der Tür befestigt wurde, hatten die Leute, die das bezahlten, noch nichts von zwei bevorstehenden Weltkriegen gewusst." (S.15)
"In den fünfzig Jahren seines Lebens hatte er gelernt, dass Kampf niemals zum Frieden führte." (S.24)
Schon auf den ersten 30 Seiten, die ich heute las, waren wieder jede Menge denkwürdige Gedanken verbaut. (Wieder - ich habe ja schon zwei Bücher von JZ gelesen: Corpus Delicti und Nullzeit)

Boah, und wie Psycho das gleich losgeht! Ich habe mich dabei ertappt, daß ich dachte, dieser Schaller, der muß einfach weg... und dann endet genauso das Kapitel, also daß Jule das auch denkt und ausspricht...

18.3. Heute habe uch Kapitel 5 gelesen (jeden Tag eins, ich glaube, ich behalte das bei, das sind immer so kleine Minigeschichten), und da waren wieder einige Schmankerl: "Aber es sind halt Lebewesen. ... Es sollte besser Sterbewesen heißen." Zusammenfassung von 2 Dekaden Nachkriegsgeschichte (Junkerland in Bauernhand (Bodenreform) bis Sozialistischer Frühling auf dem Lande (LPG-Gesetz)) auf 3einhalb Buchseiten :o- "Leider bestand der Beruf eines Landwirts aber im Hellsehen. Er musste das Wetter von nächster Woche genauso vorausahnen wie die neuesten Einfälle der europäischen Agrarpolitik."

Emotionstheater, Überzeugungsinszenierung, Entscheidungssimulation - JZ verballert großzügig drei Begriffe auf einmal (S.115) um die Hauptaufgaben von Politikdarstellern (in die sich die Politiker verwandelt haben) aufzulisten
Kapitel 7 ist sowas von wahr, sicher hat JZ da auch aus eigenem Erleben geschöpft, laut WikiPedia ist sie Mutter zweier Kinder

25.3. Ein Kapitel pro Tag habe ich nicht durchgehalten ;D es ist einfach zu spannend!
Vorgestern hatte ich Teil 2 durch, hier noch ein paar Ausschnitte:
"...mitten auf der Landstraße nach Groß Väter, wo man, wenn ein bekanntes Auto entgegenkam, einfach anhalten und Fenster an Fenster ein paar Minuten plaudern konnte, bevor sich ein weiteres Fahrzeug näherte, für das man die Straße freigeben mußte." (S.191)
"Vergangenheit und Zukunft waren dabei, sich in Luft aufzulösen, weshalb sich die Gegenwart schon aufgrund ihres bloßen Stattfindens wie ein Irrtum anfühlte." (S.191f)
"Seit die Wirtschaft gelernt hatte, die Sprache der Moral zu sprechen, lag das politische Engagement im Koma." (S.219)
"Als ob eine Stadt mehr wäre als eine Ansammlung von haushoch gestapelten Heimatlosen." und "Wer beim Verhandeln nicht trinkt, will sich nicht einigen, pflegte Gombrowskis Vater zu sagen." (beides S.249)

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