Häuptlinge vom Oayapok!: Roman in fünf Reden

by Albert Helman | Literature & Fiction | This book has not been rated.
ISBN: 3891070284 Global Overview for this book
Registered by Torgin of Mülheim an der Ruhr, Nordrhein-Westfalen Germany on 2/24/2016
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Journal Entry 1 by Torgin from Mülheim an der Ruhr, Nordrhein-Westfalen Germany on Wednesday, February 24, 2016
Klappentext: Im Quellgebiet des Oayapok (sprich Wajapok), zwischen Französisch-Guayana und Brasilien, hält Malisi zwischen 1942 und 1945 vier Reden vor seinen Stammesgenossen, den Oayampi. Sie gehören zu den Indianerstämmen im Gebiet zwischen dem Orinoco und dem Amazonas und sind ein halbnomadisches Volk, das vor der Besitzgier der Weißen und dem oft fanatischen Wirken christlicher Missionare immer tiefer nach Süden zurückgewichen ist. Heute haben nur noch wenige Hundert die forcierte Akkulturation, den Alkoholismus und dei Epidemien überlebt.
Malisi versucht, sich nach mehr als fünfzehnjähriger Abwesenheit in Europa wieder in seinen Stamm zu integrieren; mit vorsichtigen Reformen dessen Überleben zu sichern. Er scheitert. Die Schlußrede, die er 1985 als anerkannter Gelehrter hält, wird eine bittere Abrechnung auch mit der Anthropologie.
Albert Helman bezeichnet diesen kleinen Roman als den poetischen Niederschlag eines umfangreichen historischen Werks über die fünf Guayana-Länder, das er 1983 unter dem Titel »De foltering (die Folterung) van Eldorado« veröffentlichte. Der Redner und die Zuhörer der ersten vier Ansprachen sind in dem Stamm seiner eigenen Herkunft angesiedelt, bei den Oayampi-Indianern in Südamerika. Die Redekunst steht bei den ansonsten schweigsamen Oayampi in hohem Ansehen. Und so entfaltet diese poetisch-rhetorische Prosa, auch in der sorgfältigen deutschen Übersetzung, ihre ganze Wirkung beim lauten Lesen.
Dei Zeitabstände zwischen den Reden vergrößern sich exponentiell, die Zwischenräume muß die Phantasie des Lesers ausfüllen. Der Sprecher altert und ändert seinen Stil. Seine fünfte Rede schließlich hält er als alter Mann – eine makabre Danksagung an eine illustre europäische Gelehrtenversammlung.

Journal Entry 2 by Torgin at Mülheim an der Ruhr, Nordrhein-Westfalen Germany on Wednesday, February 24, 2016
Interessantes Experiment in der Form und als solches durchaus besser geglückt als ich vor dem Lesen vermutet (oder befürchtet) hatte. Allerdings sind auf Grund der Struktur die Lücken schon größer als die eigentliche Erzählung, was es nicht gerade einfacher macht, diese zu füllen – vor allem, wenn man mit der Kultur der betreffenden Indianervölker nicht sonderlich vertraut ist. Das Nachwort des Autors für diese deutsche Ausgabe, das ich empfehlen würde, vorab statt im Anschluß zu lesen, erhellt zwar manches, aber vieles bleibt trotzdem im Ungefähren, was ein bißchen schade ist.

Journal Entry 3 by wingholle77wing at Meschede, Nordrhein-Westfalen Germany on Wednesday, June 22, 2016
Vielen Dank für's Überlassen der Bücher 📚.

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