Bodentiefe Fenster

by Anke Stelling | Literature & Fiction |
ISBN: 395732081X Global Overview for this book
Registered by wingLilliannewing of Wilmersdorf, Berlin Germany on 10/16/2015
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Journal Entry 1 by wingLilliannewing from Wilmersdorf, Berlin Germany on Friday, October 16, 2015

Dieses Buch wird im Rahmen des Abos Shortlist des deutschen Buchpreis' gelesen ...

Da ich es nicht mehr rechtzeitig zur Shortlist-Meldung (6 Bücher) geschafft habe, kam ich dann noch mit diesem Buch auf die Aboliste. Es stand seit Juni 2015 auf meiner Wunschliste. Vielen Dank für diese Gelegenheit.


Aufgrund des Pressewirbels, der um dieses Buch gemacht wurde - schwäbische Mutter, wohnend im Prenzlauer Berg, Berlin - habe ich mich gefragt, warum ausgerechnet dieses Buch auf meiner Wunschliste stand. Nach dem Kauf konnte ich es auf dem Buchrücken lesen: "Von den 68er-Müttern im Aufbruch hat eine Töchtergeneration den Auftrag erhalten, die Welt zu verbessern – das Waldsterben und die Aufrüstung zu stoppen, ein Zimmer für sich allein zu haben, gemeinsam stark zu sein –, und diesen Auftrag kann Sandra nicht vergessen.
Mit vierzig Jahren und als Mutter zweier Kinder ist aus ihr eine Art Kassandra vom Prenzlauer Berg geworden. Sie sieht, dass die Ideale der Elterngeneration im Alltag verloren gehen, auf dem Spielplatz versanden, im Plenum der Hausgemeinschaft ad absurdum geführt werden. Alles auszusprechen, ist offenbar keine Lösung, weggehen kann sie jedoch auch nicht, außerdem genießt sie ihre Privilegien. Sie feiert die Kindergeburtstage wie früher, wie Pippi Langstrumpf, doch der Kern der Utopie ist nicht mehr da. Und die bodentiefen Fenster machen den Alltag allzu durchsichtig."

Ja, das wars: Ich könnte die Mutter der Protagonistin sein, und meine augenblickliche Orientierung geht zum generationenübergreifenden Wohnen. Diese beiden Punkte haben mich bewogen, dieses Buch zu lesen und zu hören, was die Generation meines Kindes denkt. Und hier höre ich eine Stimme, die uns bei unserer Planung so schmerzlich fehlt: Eine junge Familie, die auch mit Alten unter einem Dach leben und die ihre Erfahrungen einbringen könnten.

Eine schöne Rezension liefert ZEIT online, daher erspare ich mir diese Aspekte. Was ich aber ganz furchtbar finde, sind Kommentatoren, die über das Buch schreiben, ohne es gelesen zu haben. Jede*r liest das Buch anders und daher setzte ich hier meinen Schwerpunkt auf die Gemeinschaft, die letztendlich aus der Erziehung erwächst: Groß geworden mit Volker Ludwigs Abzählreime, Theaterstücken und Liedern, tauchen diese immer wieder in den Gedanken auf.

[Zitat] "Wir sagen vier zu vier -- " - diesen Satz habe ich vor vielen Jahren erfunden, um mein Unbehagen auszudrücken gegenüber der alten Formel, die da hieß: "Alle Menschen sind gleich." Mit diesem Satz sind wir aufgewachsen und haben uns doch schon als Kinder unentwegt miteinander verglichen, uns gemessen, die Punkte gezählt und uns gewundert.
" Stimmt doch überhaupt nicht", haben wir festgestellt, um dann erneut gesagt zu bekommen: "Oh doch. Alle Menschen sind gleich. Und in jedem von uns steckt etwas Besonderes."
Das war nicht leicht zu verstehen. Zu verstehen war, dass die Erwachsenen es gerne hörten, wenn wir Kinder die Formel verwendeten, also taten wir es fortan. Sagten wir vier zu vier, auch wenn es in Wahrheit eins zu sieben stand.
"Alle Menschen sind gleich", sagten wir. "Manuela ist genau wie die anderen, auch wenn sie selbstgestrickte Unterhosen trägt."[Zitatende]

Wie kann man als Kind hier ohne Deformationen ins Erwachsenalter kommen? Sandra, die Protagonistin, sieht hierin ihr eigentliches Problem und seziert ihr Umfeld messerscharf. Auch das ihrer Hausgemeinschaft ... die „bodentiefen Fenster“, stellt sie fest, war der einzige Punkt, auf den sich alle einigen konnten – das lässt tief blicken, im wahrsten Sinne des Wortes.

Ich habe das Buch mit Spannung gelesen und einige Details aus der Kindheit der Mütter wieder entdeckt. Ja, vieles war bei meinem Sohn ähnlich … ob er das Buch lesen würde, um mir ein Feedback geben zu können. Ich würde es mal ausprobieren, dann wenn das Buch wieder bei mir ist.

Es darf jetzt die ABO-Runde drehen. Ich bin gespannt auf die Rückmeldungen der nächsten Leser*innen, die sicherlich einen anderen Blick auf das Buch werfen werden ;-) Es bekommt von mir 8 Sterne und die Leseempfehlung für die Mütter der 68er-Kinder.

Journal Entry 2 by wingLilliannewing at -- Per Post geschickt/ Persönlich weitergegeben --, Berlin Germany on Friday, October 16, 2015

Released 5 yrs ago (10/16/2015 UTC) at -- Per Post geschickt/ Persönlich weitergegeben --, Berlin Germany

CONTROLLED RELEASE NOTES:


Dieses Buch geht nun auf ABO-Reise ...
... die nächste Leserin ist Xirxe. Die Adresse ist da. Viel Vergnügen!


Journal Entry 3 by Xirxe at Hannover, Niedersachsen Germany on Saturday, October 17, 2015
Sehr überraschend habe ich heute beim Riesen-Meetup im Café K das erste Buch der Buchpreis-Aborunde persönlich erhalten - und dabei habe ich mein eigenes noch nicht gelesen ("blush"). Aber das wird nicht mehr lange dauern und dann kommen auch gleich die bodentiefen Fenster dran.
Ganz ganz vielen lieben Dank an Lilliane!!! Wir sehen uns im November!

29. Oktober 2015
Was für eine traurige Lektüre! Fast 250 Seiten Gedanken, Berichte, Selbstgespräche einer der scheinbar typischen Prenzlauer-Berg-Mütter - doch hier liest man nichts von fröhlichen Latte-Macchiato-Gesprächen unter ihresgleichen oder der erfolgreichen Selbstverwirklichung im kreativen Bereich. Ganz im Gegenteil. Sandra, die Hauptfigur dieses Romans, scheint zwar nach außen voll und ganz dem Klischee zu entsprechen, doch tatsächlich zermürbt sie sich selbst mit ihren ständigen Zweifeln und Selbstvorwürfen. Was ist aus den Idealen geworden, die man ihr daheim und im Kinderladen so eingetrichtert hat, dass sie mittlerweile davon überzeugt ist, dass es ihre eigenen sind? Die absolute Liebe zu den Kindern; dass Gemeinschaft das Wichtigste ist; dass Alle gleich sind und man Alle zu lieben hat und selbst geliebt wird. Doch ihre Frustration über sich, ihr vergebliches Mühen sowie die Anderen, die ganz und gar nicht so leben wie es sein sollte, wird immer stärker und lässt ihre Schuldgefühle und Ängste noch größer werden.
Noch nie habe ich ein so eindringliches (wenn auch indirektes) Plädoyer für einen gesunden Egoismus gelesen wie in diesem Buch. Auf jeder Seite hätte ich Sandra am liebsten geschüttelt (ebenso wie die meisten der zahlreichen Frauen, die in diesem Buch auftauchen) und entgegengehalten: 'Was interessiert Dich, was Deine Nachbarn denken? Sag was Du denkst oder fühlst. Du musst es auch aushalten können, wenn Dich jemand nicht mag.' Und so weiter. Ist dies wirklich das Erbe der 68er Generation, wie es der Umschlagtext behauptet? Wurden die Kinder, insbesondere die Mädchen, zu solch wenig sich selbst bewussten Menschen und stattdessen zu Erfüllungsgehilfen der Utopien ihrer Mütter herangezogen? Ich will und kann das nicht glauben, auch wenn diese Geschichte mir den Eindruck vermittelt. Wenn wenigstens ein Fünkchen Hoffnung am Horizont aufleuchten würde, doch das scheint Sandra offenbar nicht vergönnt. Sogar als ihre ständige Selbstzermürbung zum vollständigen Zusammenbruch führt, scheint auch hier keine Lösung in Sicht.
Mut macht dieses Buch nicht, auf mich wirkt es mehr wie eine Bestandsaufnahme eines Menschen, der stets um sich und seine Ideale kreist, die nicht zu erreichen sind und daran krankt, schwer krankt - ohne große Hoffnung auf Besserung. Doch dafür hätte es keine 250 Seiten gebraucht, denn letzten Endes ist das Thema immer das gleiche.
Alles in allem eine gelungene Innenansicht einer überforderten Mutter und Ehefrau aus der Prenzlauer-Berg-Bewohnerschaft, die jedoch meiner Meinung nach um einiges kürzer hätte ausfallen dürfen.

Journal Entry 4 by Xirxe at Buchring, By Mail/Post/Courier -- Controlled Releases on Sunday, November 08, 2015

Released 5 yrs ago (11/7/2015 UTC) at Buchring, By Mail/Post/Courier -- Controlled Releases

CONTROLLED RELEASE NOTES:

Ist nun auf dem Weg zur nächsten Leserin. Da der Briefkasten aber erst am Montag geleert wird, wird sich die Zustellung wohl noch etwas verzögern.
Auf jeden Fall schöne Lesezeit!

Journal Entry 5 by Seepferdchen17 at Leipzig, Sachsen Germany on Friday, November 13, 2015
Das Buch ist nun gut hier angekommen. Dann werde ich mal den Fuchs weiter schicken - das habe ich bisher noch nicht gemacht. Naja, ich habe das Gefühl, innerhalb eines Monats drei Bücher des Abos gelesen - das ist ja ein sehr guter Schnitt, hätte ich nicht gedacht. Aber die Wälzer folgen ja wohl noch ;-)

Hier passt ja einiges zu mir in der Beschreibung: zuerst mal heiße ich Sandra, habe zwei Kinder und bin ebenfalls 40. Nur großwerden konnte ich nicht in den typischen 68-Verhältnissen, dafür aber in DDR-Verhältnissen und da waren ja auch alle Menschen gleich. Bin also schon sehr gespannt.

Ein tolles Buch, ich habe gar nicht aufhören können zu lesen. Meine Eltern sind zwar nicht aus der "westlichen" 68er Generation, wir sind alle in der DDR aufgewachsen, trotzdem kenne ich die Gedankengänge und Schwierigkeiten der Protagonistin zu einem großen Teil sehr genau. Wir im "Osten" sind halt sehr stark von solchen Sprüchen wie "Wir sind schon viele - doch der Frieden braucht mehr" geprägt.( ähnliche Sprüche hat die Protagonistin ja auch aufgeführt) Uns wurde mitgegeben, fügt euch in die Gemeinschaft ein, zusammen seid ihr stark und dann dafür verantwortlich aus der Welt eine bessere zu machen. Zumindest ich fühle mich dadurch oft verantwortlich für das Wohl und Wehe aller um mich herum, vor allem meiner Kinder.
Viele Dinge sind mir durch das Buch bewusst geworden, die mir so vorher nicht klar waren. Das kann ich nur von wenigen Büchern sagen. Mal schauen, was ich nun damit anfange ;-)

Das Buch reist nun weiter zu Lilo37fee.

Journal Entry 7 by wingLilo37feewing at Kelheim, Bayern Germany on Sunday, December 20, 2015
Das Buch ist gestern mit einer schönen Weihnachtskarte angekommen, danke!
Auch ich wünsche allen Abo-Leserinnen frohe Weihnachten!

Journal Entry 8 by wingLilo37feewing at Kelheim, Bayern Germany on Monday, December 28, 2015
Sandra lebt in einem Gemeinschaftshaus am Prenzlauer Berg. Kinder wachsen hier frei und ohne einschränkende Autorität auf, so wie auch Sandra selbst als ein Kind der ersten Kinderladengeneration antiautoritär erzogen wurde. Doch vor lauter Zwang, alles richtig zu machen, weiß niemand mehr genau, was richtig und was falsch war: Welche Grenzen brauchen Kinder? Wie kann man seine eigenen Freiräume behaupten? Wie kann Gemeinschaft, wie Paarbeziehung funktionieren, v.a. dann, wenn alles immer hinterfragt wird?
Sandra verrennt sich immer mehr in ihre klarsichtigen, aber auch zynischen Beobachtungen, die mehr und mehr zur Belastung werden. Aussprechen funktioniert nicht, denn wie bei Kassandra versteht niemand ihre Warnungen, nimmt niemand sie ernst, ruft sie Unverständnis hervor.
Mir gefällt das Buch. Es ist recht gnadenlos, allerdings auch perspektivlos. Anke Stelling selbst ist trotz der geringen Begeisterung, die ihr Buch in ihrem Haus ausgelöst hat, wohnen geblieben. Gibt es ein richtiges Leben im falschen?

Journal Entry 9 by MaggyGray at Freising, Bayern Germany on Wednesday, January 13, 2016
Dieses Buch lag gestern auf meinem Poststapel, und weil ich da gerade ein anderes ausgelesen habe, kam dieses gleich dran.
Vielen lieben Dank fürs Schicken und die lieben Grüße!! :o)

Journal Entry 10 by MaggyGray at Freising, Bayern Germany on Friday, January 15, 2016
Ein tolles Buch!

Und zwar deshalb, weil es erschreckend deutlich zeigt, wie gut es der Gesellschaft heutzutage geht:

In "Bodentiefe Fenster" geht es um Sandra, die, gute vierzig, zweifache Mutter und in einer Beziehung lebend, in eine schlimme Depression rutscht, weil sie sich komplett überfordert fühlt und ihre Mitmenschen mit ihren jeweiligen kaputten Leben langsam aber sicher nicht mehr erträgt. Sie wohnt in einem Wohnprojekt, einem Haus mit mehreren Parteien, in dem das Miteinander gelebt werden soll, ohne Status oder Herkunft. Man besucht sich gegenseitig, es gibt alle zwei Wochen eine Versammlung im Gemeinschaftsraum, in dem aktuelle Probleme und/oder Themen besprochen werden, der Garten ist für alle da.

Die Geschichte ist in der Ich-Form geschrieben und lässt sich flüssig lesen. Auch die Dialoge sind gut gesetzt. Man ist also schnell durch damit.

Was mich so erschreckt hat, an dieser Geschichte ist die Tatsache, dass es abertausenden von Eltern so geht wie Sandra. Die nicht aus noch ein wissen, weil das Gedanken- und Grübelkarussell niemals stillsteht: wenn sich nicht sämtliche Überlegungen um das eigene Kind drehen, so dann doch um die der Schwester, oder der besten Freundin, oder der Nachbarn. Die eigene Beziehung wird von vorne bis hinten durchanalysiert, und dann auch gleich noch die der Verwandten und Bekannten. Nahrungsaufnahme ist ohnehin eine Wissenschaft für sich, denn schließlich muss ja alles BIO sein, Probleme werden bis zum Erbrechen ausdiskutiert, und wo das nicht möglich ist, entwickelt sich aus den unterdrückten Lösungswünschen Geschwüre, die über kurz oder lang alle Gedanken zuwuchern. Alles muss perfekt sein, alles muss perfekt laufen, innerlich wie äusserlich - und an diesem ganzen Summs scheitert Sandra schlussendlich.
Sie lebt in einer einigermaßen harmonischen Beziehung, ist nicht obdachlos und/oder arbeitslos, hat zwei gesunde Kinder und ist selbst eigentlich eine selbstbewusste, normale Frau. Doch die zig-millionen Gedanken, mit denen sie ihr tägliches Dasein verstopft, lassen sie wie in einem Hamsterrad immer schneller und schneller rotieren, und irgendwann kollabiert sie schlussendlich.

Vielleicht lag es daran, dass ich zufällig an dem Tag, als ich dieses Buch ausgelesen habe, mit meiner Mutter über meine Kindheit geredet habe, wie sie mich und meine Zwillingsschwester ohne jegliche fremde Hilfe (mein Vater war arbeitstechnisch viel zu viel eingespannt) aufs Leben vorbereitet hat. Nach "Bodentiefe Fenster" frage ich mich schon, wie sie das geschafft, nein: überlebt hat. Wie gut muss es einer Sandra-Generation gehen, die sich in Problemen, wie in "Bodentiefe Fenster" beschrieben, ihr eigenes Grab schaufeln? Die dermaßen fixiert sind auf Kinder, auf Partner, auf ihre ganze Lebensweise, dass sich dabei irgendwann die Katze selber in den Schwanz beißt.

Natürlich wird hinterfragt, und natürlich läuft nicht immer alles glatt. Es gibt Zeiten, da sind die Batterien einfach leer, und natürlich macht man sich über dies und das Gedanken. Das ist auch richtig und gesund. Aber im Buch von Anke Stelling hätte ich Sandra gerne selbst von ihrer Dachgeschosswohung in den Gemeinschaftsgarten gestossen, damit sie es endlich hinter sich hat!

Journal Entry 11 by auweia at Langen, Hessen Germany on Wednesday, February 03, 2016
Das Buch lag gestern Abend im Briefkasten und ar eine nette Überraschung nach einem sehr anstrengenden Tag. Da muss ich jetzt mal den Fuchs fertiglesen, um hiermit weiterzumachen. Es hört sich sehr interessant an, bin gespannt!

Journal Entry 12 by auweia at Langen, Hessen Germany on Sunday, April 17, 2016
Ich kann mich dem ausführlichen Bericht von Maggy Gray nur anschließen !
Das Buch war klasse, eine sehr nachhaltigen Lektüre, erschreckend nachvollziehbar dieses Gedankengegrummel und endlose Kreisen mit dem Einmünden in den endgültigen Kollaps, sprich nervenzusammenbruch. Alles selber erlebt, daher für mich ein gut verständliches Buch, für jüngere Leser wahrswcheinlich nicht so nachzuvollziehen und daher vielleicht verschreckend. Dankbar bin ich für diese wunderrbare Darstellung der Plenarsitzungen der Hausgemeinschaft - immer noch ein stiller Traum von mir nach vielen Jahren WG-Erfahrung, aber eben genau wegen dieser nervigen Debatten scheue ich mich davor diesen Traum umzusetzen.
Fazit: dieses Buch hätte bislang für mich den Deutschen Buchpreis am ehesten verdient!

Journal Entry 13 by auweia at Langen, Hessen Germany on Sunday, April 17, 2016

Released 5 yrs ago (4/17/2016 UTC) at Langen, Hessen Germany

CONTROLLED RELEASE NOTES:

Gestern beim Strick-Häkel-Sticktreffen bei chawoso höchstpersönlich übergeben

Journal Entry 14 by wingchawosowing at Heusenstamm, Hessen Germany on Sunday, April 17, 2016
Ja, vielen Dank. Vielleicht darf es mit in den Urlaub. Sonst wird es erst im Mai in Angriff genommen.

Liebe Grüße nach Berlin!

Ich bin durch, auch wenn ich mich oft zwingen musste weiter zu lesen. Die Tristesse, dieses Selbstzerfleischen und Sezieren von sich selbst und anderen, hat es mir schwer gemacht.
Insgesamt kann ich mich den Gedanken von XirXe sehr gut anschließen.

Journal Entry 15 by wingchawosowing at Heusenstamm, Hessen Germany on Sunday, June 12, 2016

Released 4 yrs ago (6/12/2016 UTC) at Heusenstamm, Hessen Germany

CONTROLLED RELEASE NOTES:

Begleitet Baba Dunja auf ihrem Weg nach Bayern.

Viel Freude beim Lesen und wieder Freilassen.
Lass wieder von Dir hören, liebes Buch!

Journal Entry 16 by karneol at Nürnberg, Bayern Germany on Tuesday, June 28, 2016
Das Buch und Begleitung sind gut hier angekommen :-) Danke für's Senden.

Dieses Buch fasziniert mich schon äußerlich, da ich erstens ne Ewigkeit gebraucht habe, bis ich eine vernünftige Interpretation des Covers beisammen hatte und zweitens bei jedem neuen Blick wieder einen Moment brauche, bis ich mich daran erinnere...
Ob das wohl Absicht ist?

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04.08.2016:
Also bis jetzt ist dieses Abo echt eine Fundgrube für mich :-)

Mir hat das Buch super gefallen und wenn mich wieder mal jemand fragen sollte, wie es eigentlich von wegen Kindern aussieht (nicht dass das ständig vorkommt, aber gelegentlich taucht sie doch auf die Frage...), werde ich in Zukunft wohl nur noch auf dieses Buch verweisen! Genau so oder schlimmer würde ich funktionieren, befürchte ich, nur dass ich mir niemals freiwillig zu Kindern noch die Unsicherheit der beruflichen Selbständigkeit aufhalsen würde... Und ich glaube, die Befürchtung ist mehr als berechtigt, da ich ja schon so funktioniere allein beim Gedanken an Kindern ;-)
Spannend fand ich, dass ich den Eindruck hatte, Sandra hat zwar einen tollen Mann erwischt und zweifelt daran auch nicht ernsthaft; trotzdem scheint sie sich irgendwie nicht voll auf ihn zu verlassen. Die Möglichkeit, einfach mal zu sagen: Hi, ich schaff das heute nicht, kannst du bitte? Zieht sie ja gar nie in Erwägung. Ist das eine verbreitete Krankheit? Würden sich die Männer mehr kümmern, wenn wir ihnen mehr zutrauen würden? Frag ich mich manchmal ernsthaft, auch wenn ich natürlich weiss, dass man das so nicht pauschalisieren kann etc. etc. etc.
Klasse fand ich auch die Analyse der Müttergeneration: die hätten ja angeblich auch schon alles gekonnt, wenn sie gewollt hätten... Praktisch bringt das Leben aber doch einfach immer wieder ein bisschen kompliziertere Umstände zustande, als man sich theoretisch ausdenkt. Die Selbstverwirklichung durch die Kinder ist aber wohl kein Generations- oder Zeitspezifisches Thema. Da hab ich das Gefühl, die Krankheit war und ist immer da, in unterschiedlich stark ausgeprägten Varianten. Und selbst wenn man dagegen ankämpft, ist es schwer vermeidbar, denn als Kind will man doch gefallen und irgendwie kriegt man schon raus, was denn den Eltern so gefallen würde.

Also, das Buch hat mir gefallen, weil es für mich auf nachvollziehbare und so gut verarbeitete Art, dass es authentisch rüberkommt ein Problem oder Scheinproblem der Zeit aufarbeitet und präsentiert.

Journal Entry 17 by karneol at by post, A Bookring -- Controlled Releases on Saturday, September 17, 2016

Released 4 yrs ago (9/17/2016 UTC) at by post, A Bookring -- Controlled Releases

CONTROLLED RELEASE NOTES:

So, nach einer Woche von dahinsiechendem krank-halbkrank-krank usw. hab ich heute eine Tasche voll Bücher zur Post gebracht :-)

Das tatsächlich schon letzte Buch der Runde für heixly ist nun unterwegs.

Journal Entry 18 by heixly at Moers, Nordrhein-Westfalen Germany on Friday, September 23, 2016
Yeah, mein letztes Buch der Abo-Runde und auch noch eines auf das ich positiv gespannt bin!

Ich hab's in einem Rutsch durchgelesen, fand es interessant, aber auch erschrecklich irgendwie. Sandras Beobachtungen ihrer Generation treffen messerscharf und spitz - schonungslos fallen ihre Urteile dann wie Fallbeile. Aber das alles geschieht nur in ihr drin, nach außen gilt "nix sagen", "sich es mit keinem verderben" - das ist ein unlösbarer Knoten, der irgendwann zum Knall führen muss. Dabei analysiert Sandra sich selbst von Punkt zu Punkt der Burnout-Liste, es ist schon unheimlich, wie jemand so sehenden Auges in den Zusammenbruch rennen kann ohne jede Chance sich selbst zu retten. Mit fortschreitendem Monolog von Sandra weiß man als Leser manchmal gar nicht, welche Dinge real passiert sind und welche Geschichten nur ihren Ängsten und angstvollen Träumen und Gedanken entspringen. Das ist psychologisch geschickt gemacht wie sich die Frau voller (Vor-)urteile entpuppt als Frau voller Ängste und zum Schluss als Frau der großen Sehnsucht nach Gemeinsamkeit, die sie aber so gar nicht selbst herstellen kann, weil sie sich selbst nie zeigt, wie sie ist, und sich durch ihre ewig kritischen Gedanken von allen und allem trennt.

Journal Entry 19 by heixly at Moers, Nordrhein-Westfalen Germany on Monday, September 26, 2016
Das Buch reist jetzt nach Hause zu Lillianne und ist das letzte, das ich in dieser Abo-Runde an sie schicken werde. Aber zum Glück lauert die nächste Abo-Runde schon auf den Start :).

Journal Entry 20 by wingLilliannewing at Wilmersdorf, Berlin Germany on Saturday, October 01, 2016

Vielen Dank fürs Zurücksenden. Das Buch ist nun wieder im Heimathafen angelangt. Vielen Dank euch allen für die erfeulichen Journaleinträge und die gute Behandlung für das Buch. Dir heixly auch Dank für die Rezeptsammelkarten :-)

Es könnte theoretisch auf Ringreise gehen, wenn sich jemand findet, der das übernimmt, denn mein Sohn hat augenblicklich wenig Zeit zum Lesen. Ich werde im nächsten MeetUp mal nachfragen.

moerschen hat das Buch auf ihrer Wunschliste, daher habe ich zunächst bei ihr angefragt.


Dieses Buch geht nun weiter auf Reisen ... es ist ein Wunschbuch von moerschen. Viel Freude!


Der Herbst ist immer unsere beste Zeit. [J. W. von Goethe]


Ich würde mich freuen, etwas von dem Buch zu hören: Wer hat es gefunden, wie hat es gefallen und wohin darf es weiterreisen? Einfach die BCID bei www.bookcrossing.com auf der Website eintragen und dann den Anweisungen folgen. Das kann völlig anonym bleiben, wenn gewünscht. Und wenn du dich anmelden solltest, wäre bei der "Neue Mitglieder geworben" ein Hinweis auf Lillianne sehr erfreulich. In diesem Sinne auch meinen Dank im Voraus.

Falls noch Fragen auftauchen, kann vielleicht die Hilfeseite unter www.bookcrossers.de weiterhelfen. Viel Erfolg, vielen Dank und viel Spaß mit diesem Buch.

Journal Entry 22 by wingmoerschenwing at Braunschweig, Niedersachsen Germany on Sunday, October 16, 2016
Das Wunschbuch ist im Lauf der Woche angekommen, ganz lieben Dank!
Hab es schon mal kurz angelesen, es trifft wirklich den Nerv der Zeit meiner Generation!
Ich freue mich auf die Lektüre!

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