Gott ist mein Broker

by Bruder Ty | Literature & Fiction |
ISBN: 3442445701 Global Overview for this book
Registered by wingtayjanwing of Neuss, Nordrhein-Westfalen Germany on 7/3/2015
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Journal Entry 1 by wingtayjanwing from Neuss, Nordrhein-Westfalen Germany on Friday, July 03, 2015
Von diesem Buch hatte ich schon viel gutes gehört und war entsprechend neugierig darauf.

Es handelt von einem Börsenmakler, der jedoch sehr wenig Erfolg hat und dauernd schlechte Geschäfte macht. Abends besauft er sich in einer miesen Kneipe mit billigem Fusel.

Eines Tages beschließt er, ins Kloster zu gehen. Dort lebt er als Bruder Ty einfach und demütig, bis er erfährt, dass das Kloster vollkommen peite ist. Eigentlich baut es Wein an, die Kelteranlagen sind jedoch in einem desolaten Zustand und der Wein bestenfalls als untrinkbar, eher schon als gesundheitsgefährdend zu bezeichnen. In seiner Not sucht der Abt Rat bei Selbsthilfebüchern und deutet den Hinweis, dass man Geld da holen müsse, wo es sei, so, dass das Kloster für seine letzten 304 Dollar guten Wein kaufen solle. Hiermit wird Bruder Ty beauftragt. Auf dem Weg zum Weinhändler gibt der Pickup der Klosters jedoch seinen Geist auf und Bruder Ty muss das letzte Geld des Klosters für die Reparatur aufwenden. Während er in der Werkstatt sitzt, auf das Auto wartet und in seinem Brevier des Klosters liest, laufen im Werkstattradio die Nachrichten. Bruder Ty sieht eine Parallele zwischen dem Tagesspruch in seinem Brevier und einer Tagesnachricht im Radio. Wie eine göttliche Eingebung ist ihm klar, wie sich ein Aktienkurs entwickeln wird und ohne zu zögern, ruft er einen ehemaligen Bekannten an und gibt das letzte Geld des Klosters statt für die Reparatur oder den Wein für den Börsenauftrag aus.

Seine Eingebung ist zutreffend und das Kloster hat nun mehr Geld, das Bruder Ty mit weiteren "göttlichen Eingebungen" weiter vermehrt. Daraufhin ändert sich im Kloster alles und sie steigen mit sehr erfinderischen Methoden groß ins Geschäft ein und nicht nur ins Weingeschäft.

Dieses Buch ist ein satirisches Werk, das nicht nur witzig ist, sondern uns bei näherem Nachdenken auch einiges vor Augen führen kann.

Journal Entry 2 by wingdracessawing at Mönchengladbach, Nordrhein-Westfalen Germany on Wednesday, June 29, 2016
Das Buch hat gestern beim MeetUp in Neuss seinen Weg in meine Tasche gefunden. Jetzt darf es sich auf meinem Mt. TBR tummeln.


Update 03.01.2017:
Ich habe das Buch jetzt noch schnell im Rahmen der Bergabbau-Challenge zum Thema VORSÄTZE FÜR DAS NEUE JAHR gelesen. (Gott zum Broker zu haben, ist dabei wahrscheinlich nicht der schlechteste Vorsatz.)
Das Buch ist witzig, flott zu lesen und bietet dabei auch noch ein paar Einblicke in wachstumsorientierte Geschäftspraktiken. Mir ist jedenfalls das Lachen ab und an im Hals stecken geblieben.
Das Ende ist mir persönlich etwas zu versöhnlich geraten - aber im großen und ganzen hatte ich viel Spaß mit dem Buch.

Journal Entry 3 by wingdracessawing at Mönchengladbach, Nordrhein-Westfalen Germany on Sunday, January 01, 2017
Dieses Buch versteckte sich hinter dem 2. Türchen meines diesjährigen Adventskalenders und wird 2017 als Ray auf die Reise gehen.

Teilnehmer sind:
wardawas aus St. Ingbert
Waldkus aus Waldeck
Lys-is-trata aus Wulfsen
akireyvonne aus Steglitz
wir-in-dresden aus Dresden
...
du?

Und so beginnt das 1. Kapitel:
Der Tag begann wie alle Tage im Kloster zu Kana, mit Glockengeläut und dem Geschlurfe sandalenbeschuhter Füße über rissigen Linoleumfußboden. Einst hatte dort glänzender Marmor gelegen, doch der war längst verkauft, um in unserer Zeit der Bedrängnis die dringendsten Bedürfnisse abzudecken. An die Armut waren wir mittlerweile gewöhnt, doch konnten wir an jenem kühlen Septembermorgen nicht ahnen, wie entsetzlich unsere Lage tatsächlich war.
Ich stand am Beginn meines zweiten Jahres im Kloster und war voll freudiger Erwartung, da ich nun nach dem traditionellen Schweigejahr wieder sprechen durfte.
Das ganze Jahr über hatte ich mich insgeheim gefragt, was meine Mitbrüder wohl von mir hielten. Ich hatte das Leben eines Börsenhändlers an der Wall Street gegen ein Leben der Kontemplation eingetauscht, meinen Aktenkoffer gegen den Rosenkranz, den Lärm des Börsensaals gegen Gregorianische Gesänge. Als ich einmal auf den Knien lag und das Linoleum scheuerte (wobei ich achtgab, nicht zu heftig zu schrubben, um es nicht noch mehr zu ruinieren), hörte ich Bruder Fabian zu Bruder Bob sagen: "Tja, 'Bruder Tycoon' hat offenbar teuer gekauft und billig verkauft!" Diese spöttische Bemerkung verbreitete sich wie ein Lauffeuer, und seit dem Tag nannten mich die anderen Mönche nur noch Bruder Ty. Nie lastete das Schweigegelübde so schwer auf meiner Seele, doch dann rief ich mir in Erinnerung, dass ich eben darum Zuflucht vor der raffgierigen Welt gesucht hatte. Und um der Wahrheit die Ehre zu geben, so ganz unrecht hatten sie nicht. Am Tage meiner Entlassung sagte der Direktor zu mir: "Die Börse boomt wie noch nie. Wie hast du es da bloß geschafft, dass unsere Kunden so viel Geld verlieren?" Darauf wusste ich nicht zu antworten. Ich ging hinaus und machte mich auf zu Slattery's Bar weiter oben an der Wall Street.
"Schön' guten Morgen", sagte Slattery. "Wie üblich?"
Wie üblich? Wie viele Vormittage hatte ich eigentlich hier verbracht, das Journal gelesen und Bloody Marys gekippt?
"Slattery", gab ich zurück, "ich will dich was fragen, von Freund zu Freund: Bist du der Ansicht, dass ich zuviel trinke?"
Er sah mich nachdenklich an. "Naja, beeinträchtigt es deine beruflichen Leistungen?"
"Jetzt nicht mehr", antwortete ich wahrheitsgemäß.
Das ist so ungefähr alles, was mir von dem Tag noch erinnerlich ist. Als ich wieder zu mir kam, lag ich bäuchlings in einer Vorratskammer neben einer Kiste voller Flaschen mit der Aufschrift "Kana 20-20". Mühsam und unter erheblichen Schmerzen erhob ich mich auf die Knie und nahm eine Flasche in Augenschein, die offenbar Rotwein mit einem Stich ins Orange-Gelbliche enthielt. Ich machte sie auf und trank ein Schlückchen . Obwohl ich noch nie eine Mischung aus Traubenlimonade und Batteriesäure probiert hatte, war ich plötzlich überzeugt, das müsste genau so schmecken wie die Flüssigkeit, die ich da im Mund hatte. Ich spuckte sie aus und torkelte auf die Toilette, um mir die grausigen Reste aus dem Mund zu spülen. Als Slattery mich fand, stand ich vor dem Spiegel und klaubte mir Stückchen aus den Zähnen, die wie Rostpartikel aussahen. Slattery wollte eigentlich Feierabend machen, doch ich bat ihn um eine Tasse Kaffee. Er schenkte sie mir an der Bar ein.

Journal Entry 4 by wingdracessawing at by mail, A Bookray -- Controlled Releases on Sunday, January 08, 2017

Released 2 yrs ago (1/9/2017 UTC) at by mail, A Bookray -- Controlled Releases

CONTROLLED RELEASE NOTES:

Das Buch ist auf dem Weg zum ersten Teilnehmern. Ich wünsche allen Lesern gute Unterhaltung!
Gute Reise, liebes Buch. Lass bei Gelegenheit mal von dir hören!

Journal Entry 5 by wardawas at Sankt Ingbert, Saarland Germany on Wednesday, January 11, 2017
Gerade ist mir das Buch per Post ins Haus geflattert - ein schöner Lichtblick an einem sonst eher grauen Tag! Ich freute mich über den liebevoll gebastelten Umschlag und bin gespannt auf die Lektüre - vielleicht kann man ja noch was lernen für den Umgang mit Finanzen?
Vom Umfang her ist es auch gut zu bewältigen, so dass der nächste Listenkandidat nicht allzulang schmoren muss...
Danke fürs Schicken, Dracessa!

Journal Entry 6 by wardawas at Sankt Ingbert, Saarland Germany on Friday, January 13, 2017

Released 2 yrs ago (1/13/2017 UTC) at Sankt Ingbert, Saarland Germany

CONTROLLED RELEASE NOTES:

Die ersten zwei Drittel des Buchs dachte ich: so ein Schund! Wer hat nur all die Lobgesänge über witzige Lektüre, lohnendes Lesen etc. verfaßt?
Der Schluß stimmte mich dann doch noch versöhnlich: die Erkenntnis des Autors, daß von all den Büchern über Tricks zum Reich- und Erfolgreich-Werden nur einer reich wird: der Autor des Ratgebers! Und er wendet diese Erkenntnis auch gleich an:
Denn das "halbe" Gesetz lautet: kauft und verschenkt so viele wie möglich Exemplare dieses Buchs!
Hmm, wir sind hier bei BookCrossing...aber vielleicht möchte ja jemand das Buch nach dem Lesen wirklich mehrfach kaufen und verschenken?!
Darf nun weiterreisen zu Waldkus und den restlichen Ray-Teilnehmern - und denkt dran: um die "Ratgeber"-Abteilung in Buchhandlungen künftig einen weiten Bogen machen...

Journal Entry 7 by Waldkus at Waldeck, Hessen Germany on Tuesday, January 17, 2017
Danke fürs Schicken! Das Büchlein wandert erstmal ins Regal, denn es sind noch zwei Bücher vorher zu lesen.

Journal Entry 8 by Waldkus at Waldeck, Hessen Germany on Sunday, February 19, 2017

Released 2 yrs ago (2/20/2017 UTC) at Waldeck, Hessen Germany

CONTROLLED RELEASE NOTES:

So funktioniert der Markt.
Das Buch reist weiter zur nächsten Ringstation. Danke für den Ring!

Journal Entry 9 by Lys-is-trata at Wulfsen, Niedersachsen Germany on Tuesday, February 28, 2017
Ist eingetrudelt, vielen Dank Waldkus, und landet auf meinem Lesestapel.

Journal Entry 10 by Lys-is-trata at Wulfsen, Niedersachsen Germany on Monday, April 10, 2017
Das war eine schnelle Lektüre, durchaus abwech.slungsreich, aber auch sehr abstrus. Völlig überflüssig und daneben fand ich die "Meditationen" von Buckley und Tierney.

Reist weiter, sobald ich die nächste Adresse habe.

Journal Entry 11 by wingakireyvonnewing at Steglitz, Berlin Germany on Saturday, April 15, 2017
Gott, der mein Broker ist, ist heute wohlbehalten hier angekommen, rechtzeitig zu Ostern.
Ich danke Lys-is-trata fürs Schicken.

Journal Entry 12 by wingakireyvonnewing at Steglitz, Berlin Germany on Thursday, April 27, 2017
Das Buch hat mich gut unterhalten und auch erheitert, allerdings sind mir die Einblicke in die Geschäftspraktiken dann auch manchmal zu real um mich noch darüber amüsieren zu können.

Auf Seite 114 steht u.a.
"...Der Abt hatte, um diese Bibliothek zusammenzutragen, die Abteilung "Selbsthilfe" mehrerer großer Buchhandlungen leer gekauft. Der moderne Kanon enthielt Hunderte und Aberhunderte von Büchern - von Trump: 'Die Kunst des Geschäftemachens' über 'Wohlstand ohne Risiko' bis hin zu 'Denke nach und werde reich.' "

Copyright der Originalausgabe 1998. Wir sind jetzt fast 20 Jahre später; geändert hat sich nichts.

Ich bedanke mich auf jeden Fall, dass ich bei dem Ring mitlesen durfte.

Die nächste Adresse, wir-in-dresden, ist angefragt.


Das Buch reist zu der nächsten Ringteilnehmerin, wir-in-dresden. Ich wünsche dem Buch eine gute Reise und wir-in-dresden heitere und schöne Lesestunden.

Vielen Dank an dracessa, dass ich dieses Buch mitlesen durfte.


Journal Entry 14 by wir-in-dresden at Dresden, Sachsen Germany on Saturday, May 20, 2017
Das Buch ist gut bei mir angekommen- hat sich etwas zwischen den Messekatalogen versteckt- deshalb erst jetzt mein Eintrag...

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