Fridolin der freche Dachs. Eine zwei- und vierbeinige Geschichte.

by Hans Fallada | Literature & Fiction |
ISBN: 349911786X Global Overview for this book
Registered by wingLilliannewing of Wilmersdorf, Berlin Germany on 4/6/2013
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Journal Entry 1 by wingLilliannewing from Wilmersdorf, Berlin Germany on Saturday, April 06, 2013
Ein Buch aus der MierendorffboXX.
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Ich habe heute wieder Bücher zur MierendorffboXX gebracht und dabei dieses nette, unregistrierte Buch entdeckt. Banni hatte dies für den Welttag des Buches aus gesucht. Fallada ist ja wirklich ein guter Geschichtenerzähler und dieses Buch ist als Weihnachtsgeschenk für seine Tochter "Mücke" geschrieben worden. Doch der Autor gehört zu den "verbrannten Dichtern" und ist daher ein Kandidat für die Lese-Challenge zum 10. Mai. Vielen Dank für diese "Rettung". Der Band ist ziemlich schmal, so dass ich ihn noch vor dem 10. Mai 2013 lesen kann.

Da ich gerne Geschichten sammle, freue ich mich über einen Eintrag zu diesem Buch. Vielleicht bewegt sich etwas ... für die weiteren Leser/innen.

Gute Reise und viel Freude.

Journal Entry 2 by wingLilliannewing at Wilmersdorf, Berlin Germany on Sunday, April 07, 2013

Ich habe dieses Buch im Rahmen der Lese-Challenge gelesen. Für diese Lese-Challange von lady-liberty gibt es einen Hinweis auch in dem Artikel auf der ballycumber-Website.

Der Autor steht auf der Liste der Bücherlesung, die alle Autoren und ihre Werke gelistet haben, die am 10. Mai 1933 der Bücherverbrennung zum Opfer fielen. Er ist nicht in dem Buch der verbrannten Bücher von Volker Weidermann portraitiert, das die "Urliste" mit 94 deutschsprachigen Autoren und 37 fremdsprachige verarbeitet, der ersten schwarzen Liste der "Schönen Literatur", die als Grundlage für die Verbrennung der Bücher 1933 diente.

Während der Zeit des Nationalsozialismus wurden Hans Falladas Werke von staatlicher Seite immer negativer beurteilt, deshalb wandte er sich politisch unverfänglicher Unterhaltungsliteratur zu. Diese Geschichte wurde erst 1955 veröffentlicht, das Manuskript stammt von 1944. Es ist für seine Tochter genannt "Mücke" geschrieben und schildert eine wahre Geschichte auf dem Gut in Mecklenburg.



Rückentext
"Sobald Fridolin seine wohlgepolsterte Höhle in schöner Südlage mit Seeblick verläßt, führt er ein aufregendes Leben. Überall Fallen, Hunde und Zweibeiner. Aber Fridolin ist zu gewitzt, um sich bei seinen Ausflügen in den Gemüsegarten von Familie Dietz [im Buch Ditzen] erwischen zu lassen, statt dessen schließt er Freundschaft mit dem kleinen Mädchen Mücke und Rosa, der "schwarz-weißen Leitkuh".
Mit dieser heiteren Tiergeschichte, die er seiner Tochter als Weihnachtsgabe zugedacht hatte, erweist sich Hans Fallada ein weiteres Mal als volkstümlicher Erzähler von Rang."



Gelesen am 7. April 2013
Falladas Kindergeschichten sind mir u.a. aus seinem Band "Hoppelpoppel, wo bist du?" bekannt. War diese Geschichte schon eine wunderbar gelungene Vorlesegeschichte, so übertrifft er dies noch mit diesem Band. So begnadet im Beobachten und Erzählen hat er hier ein Werk geschaffen, das man immer wieder lesen kann. Es ist 1944 als Weihnachtsgabe an seine Tochter entstanden und ist im Nachlass der Dichters gefunden worden.

So wie allerdings der Rückentext vermuten, lässt ist die Geschichte dann doch nicht: Freundschaft mit der Kuh war nicht. Dazu sind Dachse viel zu misstrauisch und zu vorsichtig. Nachdem er aus seinem gemütlichen Dachsbau durch einen kleinen frechen Fuchs vertrieben wurde, hat er sich ein neues Quartier gesucht und ist querfeldein in neue Gefilde gewandert. Seine Begegnung mit der Kuh Rosa war auf diesem Weg für den Dachs eine neue Erkenntnis, denn nie zuvor war ihm so "ein Berg" begegnet. Die gemeinsame Annäherung endete damit, dass sich Fridolin, der Dachs, in der Nase der Kuh verbissen hatte und diese so erschrocken das Weite suchte und querfeldein durchs Dorf raste und Fridolin, weiter an die Nase geklammert, nicht entrinnen konnte.

Das war der Auftakt der Begegnungen verschiedener zwei- und vierbeinige Geschöpfe, für die der Dachs kein Verständnis, geschweige denn Freundschaft, empfindet. Wie das Ganze aber sich entwickelt, ist in acht Kapiteln zum Nachlesen aufgeschrieben. Darin erfahren wir sehr viel über das Leben des Dachses, eines Tieres, das ja nicht so häufig dem Menschen begegnet.

In seinem Nachwort zum Buch schreibt der Autor an seine Tochter:
"Liebe Mücke,
ich habe dir ein Buch vom Leben "unseres" Dachses versprochen, und hier hast du es nun. Du wirst mir zugeben müssen, daß dein Vater fleißig gewesen ist. Es war manchmal gar nicht so einfach, alle diese geheimen Dachsenerlebnisse in Erfahrung zu bringen.
Aber ich gebe zu, daß dieses Buch trotz seiner Größe nicht ganz befriedigen kann; dafür schweigt es sich über Weiterleben und Tod des Dachses Fridolin viel zu sehr aus. Aber was sollte ich tun, liebe Mücke? Ich durfte doch in einem solchen Buch, wo jedes Wort buchstäblich wahr und richtig ist, nicht schwindeln ?! Ich durfte nur die Wahrheit sagen und nichts als die Wahrheit!
Und die Wahrheit ist nun leider, daß unser Dachs noch immer lebt, es gibt nichts von seinem weiteren Ergehen und seinem Ableben zu berichten.
Dein Vater Hans Fallada"

Das war Weihnachten 1944 - und wer weiß, vielleicht hatte er ja schon den zweiten Band dazu im Kopf? Leider starb er bereits im Februar 1947.


Ich gebe alle zehn Sterne für dieses Buch - und wünsche den Nachlesenden genau so viel Freude - und auch neue Dachs-Erfahrungen.

Alle weiteren Bücher, die ich hierfür lese, sind auf meinem erweiterten Profil gelistet.

Journal Entry 3 by wingLilliannewing at Bebelplatz in Mitte, Berlin Germany on Sunday, April 07, 2013

Released 7 yrs ago (5/10/2013 UTC) at Bebelplatz in Mitte, Berlin Germany

WILD RELEASE NOTES:

Dies ist ein Buch, das zum 80. Gedenken der Bücherverbrennung auf dem Bebelplatz die Aktion "Ein Ort zum Lesen" am 10. Mai 2013 unterstützt. Mit dabei werden auch sog. Lesepaten für diese Bücher sein, die mit interessierten Besucher/innen über den Autor und seine Werke sprechen können.


Das Buch reist nun - ja, zu wem?
Vielleicht erfahren wir etwas von der Finderin, dem Finder?

Willkommen bei BookCrossing / Welcome to BookCrossing!

Liebe Finderin, lieber Finder,/ Dear finder,

bitte mache einen Journaleintrag, um mich wissen zu lassen, dass dieses Buch gefunden wurde und dass es bei dir ein gutes neues Zuhause hat. Solltest Du neu bei BookCrossing sein, und Du Lust hast dich hier anzumelden, würde ich mich freuen, wenn Du bei Empfehlungs-Mitglied Lillianne einträgst. (Du kannst natürlich auch ohne dich anzumelden, ganz anonym einen Eintrag über Deinen Fund machen). Ich hoffe Du findest Gefallen an dem Buch. Dann kannst Du einen weiteren Eintrag machen, wie es Dir gefallen hat, sobald Du es gelesen hast.

Wenn Du bereit bist, das Buch weiter zu geben, mache bitte einen Freilass-Journaleintrag, wohin das Buch nun reisen wird. Oder mache ein Freilasseintrag, wenn Du es für Jedermann in die „Wildnis“ freigelassen hast. Verfolge die weitere Reise. Du bekommst eine E-Mail-Nachricht, wenn dieses Buch wieder gefunden wird und jemand einen Eintrag macht. Alles ist absolut vertraulich. (Du bist nur unter deinem Screenname zu sehen, Deine angegebene E-Mail-Adresse ist zu keinem Zeitpunkt für andere sichtbar), alles ist kostenlos und absolut Spamfrei!


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