Lärm im Spiegel. Gedichte.

by Erich Kästner | Poetry |
ISBN: 3426006383 Global Overview for this book
Registered by wingLilliannewing of Wilmersdorf, Berlin Germany on 3/15/2013
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Journal Entry 1 by wingLilliannewing from Wilmersdorf, Berlin Germany on Friday, March 15, 2013
Ein Buch von Kästner für den 10. Mai zum Freilassen
.

"Lärm im Spigel" ist einer der frühen Gedichtbände Erich Kästners. Vor einem halben Jahrhundert geschrieben und gegen Heuchelei, falsches Pathos und Spießermoral gerichtet, haben diese Verse nichts von ihrer ironisch-kritischen Treffsicherheit eingebüßt. Gedichte zu schreiben war für Kästner nie verbunden mit den Ambitionen einer hehren Dichterkuns, sondern der Ausdruck des Moralisten, der satirisch und doch auch behutsam den Lebensalltag unter die kritische Lupe nahm.

"Zum Glück gibt es ein oder zwei Dutzend Lyriker", schreibt Kästner, "- ich hoffe fast mit dabei zu sein-, die bemüht sind, das Gedicht am leben zu erhalten. Ihre Verse kann das Publikum lesen und hören, ohne einzuschlafen; denn sie sind seelisch verwendbar. Sie wurden im Umgang mit Freuden und Schmerzen der Gegenwart notiert; und für jeden, der mit der Gegenwart geschäftlich zu tun hat, sind sie bestimmt."

Dieser Text stammt von der einzigen "Prosaischen Zwischenbemerkung" in diesem Gedichtband, der so heftig anfängt "Obwohl ich selber Verse mache, sind mir viele Lyriker noch unsympatischer als alle Tenöre." wie er aufhört: "Daß jemand ausspricht, was ihn bewegt und bedrückt - und andere mit ihm -, ist nützlich. Wem das zu einfach gesagt ist, der mag sich von den Psychoanalytikern erklären lassen! Wahr bleibt es trotzdem."

Was auffällt bei diesem Band ist die Tatsache, dass er kein Vorwort hat. Möge daher die prosaische Zwischenbermerkung als solche gelten: "Trotzdem dürfen die Gebrauchspoeten ein bißchen froh sein: Sie rangieren unmittelbar nach den Handwerkern."

Und gutes Handwerk liefert Kästner unzweifelhaft ab, wie er in einem Rundschreiben an geschäftsleute selbst formuliert:
"Ich bin so frei, Sie auf mich hinzuweisen.
Als Liefernat von Scherzen jeder Art.
Und zwar zu, man darf sagen, kleinen Preisen.
Verpflegung extra. Und auch freie Fahrt.

Sie gehen, das kommt vor, zu einem Feste.
Das kann im Zoo sein. Oder auch bei Kroll.
Und umgekehrt: Sie haben selber Gäste.
Und keiner weiß, weshalb r lachen soll.

Denn Lachen muß er ja. Auf alle Fälle.
Ob er nun Grund dazu hat. Oder nicht.
Denn wozu gibt er sonst und geht auf Bälle?
Oft ist Gelächter erste Bürgerpflicht.

[...]

Das war meine so praktische Erwägung,
die (anbei Referenzen) sehr gefällt.
Ich koste, außer Anfahrt und Verpflegung,
10 Mark pro Stunde. Und das ist kein Geld.

[...]"


Der Autor ist in dem Buch der verbrannten Bücher von Volker Weidermann sowie auf der Liste der Bücherlesung gelistet.

Erich Kästner war gerade 34 Jahre alt geworden und auf dem Höhepunkt seines schriftstellerischen Schaffens, da wurde sein Erfolg durch die Machtergreifung der Nationalsozialisten gebremst.
Seine Kritik am Krieg und seine Klage über die Not der Armen auf der einen Seite und seine Entlarvung der Ausschweifungen der Wohlhabenden auf der anderen Seite erregten den Ärger der neuen Herrscher.
So wird auf der Seite "Kästner im Netz" sein Schicksal zitiert, zu den Autoren zu zählen, deren Werke 1933 im Feuer landeten.

Dieser Gedichtband wurde im Rahmen der Lese-Challenge zu den "verbrannten Dichtern" gelesen und da es nicht das erste Kästner Buch war, verweise ich einfach hier auf die weiteren Informationen in meinen Eintrag bei den Drei Männern im Schnee.

Alle weiteren Bücher, die ich hierfür lese, sind auf meinem erweiterten Profil gelistet.


Da ich gerne Geschichten sammle, freue ich mich über einen Eintrag zu diesem Buch. Vielleicht bewegt sich etwas ... für die weiteren Leser/innen.

Gute Reise und viel Freude.

Journal Entry 2 by wingLilliannewing at Bebelplatz in Mitte, Berlin Germany on Friday, March 15, 2013

Released 7 yrs ago (5/10/2013 UTC) at Bebelplatz in Mitte, Berlin Germany

WILD RELEASE NOTES:

Dies ist ein Buch, das zum 80. Gedenken der Bücherverbrennung auf dem Bebelplatz die Aktion "Ein Ort zum Lesen" am 10. Mai 2013 unterstützt. Mit dabei werden auch sog. Lesepaten für diese Bücher sein, die mit interessierten Besucher/innen über den Autor und seine Werke sprechen können.


Das Buch reist nun - ja, zu wem?
Vielleicht erfahren wir etwas von der Finderin, dem Finder?

Willkommen bei BookCrossing / Welcome to BookCrossing!

Liebe Finderin, lieber Finder,/ Dear finder,

bitte mache einen Journaleintrag um mich wissen zu lassen, dass dieses Buch gefunden und dass es bei dir ein gutes neues Zuhause gefunden hat. Solltest Du neu bei BookCrossing sein, und Du Lust hast dich hier anzumelden, würde ich mich freuen, wenn Du bei Empfehlungs-Mitglied Lillianne einträgst (Du kannst natürlich auch ohne dich anzumelden, ganz anomym einen Eintrag über Deinen Fund machen). Ich hoffe Du findest gefallen an dem Buch. Du kannst einen weiteren Eintrag machen, wie es Dir gefallen hat sobald Du es gelesen hast.

Dann, wann immer Du Du bereit bist es weiter zu geben, mache bitte einen Freilass-Journaleintrag ob Du dieses Buch an eine Dir bekannte Person weitergegeben oder gesendet hast, oder mache ein Freilasseintrag wenn Du es für Jedermann in die „Wildnis“ freigelassen hast. Verfolge die Weitere reise. Du bekommst eine Emailnachricht, wenn dieses Buch wieder gefunden wird und jemand einen Eintrag macht. Alles ist absolut vertraulich (Du bist nur unter deinem Screenname zu sehen, Deine angegebene Emailadresse ist zu keinem Zeitpunkt für andere sichtbar), alles ist kostenlos und absolut Spamfrei!


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Gute Reise und lass bald was von dir hören.

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