Fabian: Die Geschichte eines Moralisten

by Erich Kästner | Literature & Fiction |
ISBN: Global Overview for this book
Registered by wingLilliannewing of Wilmersdorf, Berlin Germany on 2/28/2013
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Journal Entry 1 by wingLilliannewing from Wilmersdorf, Berlin Germany on Thursday, February 28, 2013
Noch ein Buch zum Freilassen
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Ich habe es nun aus meinem Regal geholt, weil mich dieser Autor mit den bereits gelesenen Büchern fasziniert hat. Es ist eine sehr frühe Ausgabe (11.-15. Tausend) aus der Deutschen Verlags Anstalt, wahrscheinlich mal auf einem Buchtrödelmarkt gekauft. Es fehlt der Schutzumschlag, stattdessen ist es mit selbstklebender Folie bezogen (das mache ich bei meinen Büchern nicht). Auf einem Klebezettel standen die Stichworte: Erschienen 1931, Weimarer Republik, Wirtschaftskrise, Ende der 1920er Jahre.

Gelesen habe ich es bereits - in einem langen Tag, nur unterbrochen durch die Termine, die nicht aufschiebbar waren. Und das Ende war so plötzlich da, dass ich nicht nur erschüttert, sondern auch erschrocken war. Der Roman gilt als Kästners einziger Roman von literarischer Bedeutung. Es spielt im Berlin der aufkommenden Wirtschaftskrise - Ende der Zwanziger Jahre (ca. 1928/29). Jakob Fabian, ein studierter Literaturwissenschaftler aus Sachsen erlebt den Niedergang der Weimarer Republik und die Dekadenz des Großstadtlebens. Ich vermute sehr autobiografische Züge, kommt Kästner doch auch aus Sachsen, hat Literatur studiert und ein ebenso gutes Verhältnis zur Mutter, wie Fabian. Ihm an die Seite stellt er einen Freund, Labude, der gerade fünf Jahre an seiner Habilitationsschrift geschrieben hat und auf seine Zulassung zur Verteidigung wartet. Von zu Hause gut gestellt, leistet es sich eine Zweitwohnung, die für beide ein Refugium der Diskussionen wird. Hier diskutieren sie ihre so unterschiedlichen Haltungen zum Leben und hier kommt so eine schöne Formulierung zustande wie die Folgende: Labude sagt zu Fabian (S. 68): "Wenn es eine Gärtnerei gäbe, wie ich sie mir erträumte! Ich brächte dich, an Händen und Füßen gefesselt, hin und ließe dir ein Lebensziel einpflanzen!"

Fabian bleibt bis zum Schluss ein Moralist: "Ich sehe zu, ist das nichts?" ... sicherlich auch eine Eigenschaft, die Kästner innewohnte. Als wenn er es voraus ahnte: Er sah der Bücherverbrennung seiner Werke zu und Fabian war eines seiner Werke, was den größten Hass der Nazis auf sich zog.

Fabian schaute allerdings nicht zu, als ein Junge vom Brückengeländer in die Spree sprang ... er hat sich immer für andere eingesetzt: Ließ einen Wohnungslosen bei sich auf der Couch übernachten, bezahlte für ein kleines Mädchen den Aschenbecher, ein Geburtstagsgeschenk für den Vater, damit sie nicht als Diebin gemeldet wird und steckt seiner Mutter, die ihn in Berlin besucht, Geld in die Tasche, obwohl er gerade arbeitslos wurde ...

Ich fand den Roman beeindruckend - vom Aufbau, vom Inhalt, von der Umsetzung der aktuellen politischen, sozialen und wirtschaftliche Lage und von den handelnden Figuren. Ich konnte mir das Berlin der damaligen Zeit sehr gut vorstellen, zumal die Straßen und Plätze heute noch existieren. Und der Kern der Geschichte ist, nach mehr als 80 Jahren, heute noch genauso aktuell wie damals.

Dieser Roman wurde im Rahmen der Lese-Challenge zu den "verbrannten Dichtern" gelesen und da es nicht das erste Kästner Buch war, verweise ich einfach hier auf die weiteren Informationen in meinen Eintrag bei den Drei Männern im Schnee.

Ich gebe allerdings nur 9 Sterne, weil mir das Ende zu plötzlich kam.
Alle weiteren Bücher, die ich hierfür lese, sind auf meinem erweiterten Profil gelistet.

Nachtrag: Bei der Suche nach einem Cover, habe ich die passenden Seite zum Buch gefunden: Erich Kästner. Fabian beim DHM.

Journal Entry 2 by wingLilliannewing at Bebelplatz in Mitte, Berlin Germany on Thursday, February 28, 2013

Released 7 yrs ago (5/10/2013 UTC) at Bebelplatz in Mitte, Berlin Germany

WILD RELEASE NOTES:

Dies ist ein Buch, das zum 80. Gedenken der Bücherverbrennung auf dem Bebelplatz die Aktion "Ein Ort zum Lesen" am 10. Mai 2013 unterstützt. Mit dabei werden auch sog. Lesepaten für diese Bücher sein, die mit interessierten Besucher/innen über den Autor und seine Werke sprechen können.


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