Damals war es Friedrich.

by Hans Peter Richter | Teens |
ISBN: 3423078006 Global Overview for this book
Registered by wingLilliannewing of Wilmersdorf, Berlin Germany on 2/11/2013
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Journal Entry 1 by wingLilliannewing from Wilmersdorf, Berlin Germany on Monday, February 11, 2013
Mein Sohn hat sein Bücherregal freigegeben. DANKE!
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Rückentext
Zwei Jungen wachsen im selben Haus auf und gehen in dieselbe Schulklasse. Jeder wird als einziges Kind von verständnis- und liebevollen Eltern erzogen. Selbstverständlich werden sie gute Freunde und jeder ist in der Familie des anderen daheim.
Doch Friedrich Schneider ist Jude und allmählich wirft der Nationalsozialismus seine Schatten über ihn. Friedrichs Freund, der zwar bis zuletzt an Friedrich hängt, kann ihm immer weniger zur Seite stehen, da er selbst dem Zwang seiner Zeit ausgeliefert ist.
Langsam gleitet die Geschichte aus der heilen Kinderwelt in ein unfassbares Dunkel.

Eine gute Zusammenstellung und Einschätzung gibt Tante Wiki.

Da ich gerne Geschichten sammle, freue ich mich über einen Eintrag zu diesem Buch. Vielleicht bewegt sich etwas ... für die weiteren Leser/innen.

Gute Reise und viel Freude.

Journal Entry 2 by wingLilliannewing at Wilmersdorf, Berlin Germany on Thursday, February 14, 2013

Da am Sonntag, dem 17.2.2013 die Arbeitsgruppe "Sozialpraktikum an der GKS" das Buch im Rahmen der Projektübergabe der BücherboXX am Gleis 17 vorstellen wird, habe ich es nochmals gelesen. Nachdem ich nun so viele Bücher aus der Kategorie gelesen habe, war ich etwas enttäuscht. In Erinnerung hatte ich es anders.

Es ist in Berlin zur Schulzeit meines Sohnes (1988) Grundschul-Lektüre gewesen und ist es heute noch an den Berliner Schulen. Es wurde mit dem "Mildred-Batchelder Award" der American Library Association ausgezeichnet, für das beste in Amerika veröffentlichte Jugendbuch eines nichtamerikanischen Autors; weiterhin mit dem Selbaldus-Jugendbuchpreis und dem Wordward-School-Book-Award. Das Buch stand außerdem in der Auswahlliste zum Deutschen Jugendbuchpreis.

Das Buch ist in 32 Episoden aufgeteilt, die die Zeit von 1925 bis 1942 umfassen. In diesen siebzehn Jahren begleiten wir Friedrich - von der Geburt bis zum seinem tragischen Ende. Jede einzelne Episode ist ein Augenblick aus dem Leben der zwei Freunde. Sie sind in der zeitlichen Reihenfolge erzählt, sie bilden aber keine geschlossene Geschichte, was mir wohl aus der Erinnerung entfallen war. Die Geschichte wird von dem Freund von Friedrich erzählt, dem Ich-Erzähler, dem damit ein Name fehlt. Wir lernen den Hausbesitzer, den Vermieter beider Familien kennen, es gibt den Großvater des Ich-Erzähler, "Mutters Vater", einen Eisenbahner, Lehrer und weitere Akteure, die in die Geschichten eingebaut sind.

Die Familie des Ich-Erzählers bleibt bis zum tragischen Ende der Familie Schneider wohlgesonnen und auch Friedrich verrät den Gast, den Rabbiner, nicht, den er bei einem Besuch von Friedrich in der abgedunkelten Wohnung angetroffen hatte.

Trotzdem können sie das Schicksal von Friedrichs Familie und letztlich auch das von Friedrich nicht verhindern, da letztendlich die Parteizugehörigkeit des Vaters sie zum Schweigen bestimmt.

Beeindruckt hat mich der Lehrer (1934), der der Klasse mitteilen muss, dass Friedrich auf eine andere Schule geht. Er hat seine Ansage in die fast 2000 Jahre umfassenden Geschichte der Juden gepackt. Sein Resummee möchte ich hier zitieren:
"Eines aber müssen selbst die ärgsten Judenfeinde zugeben: Die Juden sind tüchtig!
Nur Tüchtige können zweitausend Jahre Verfolgung durchstehen.
Indem sie mehr und Besseres leisten als die Menschen, unter denen sie lebten, errangen sich die Juden immer wieder Ansehen und Geltung. Viele große gelehrte und Künstler waren und sind Juden.
Wenn ihr heute oder morgen erlebt, wie man die Juden missachtet, dann bedenkt eines: Juden sind Menschen, Menschen wie wir.
"
Er erklärt den Schülern auch, warum er "dies alles erzählt [hat].
Er stellte sich neben Friedrichs Platz und legte Friedrich seine Hand auf die Schulter.
"Einer von euch wird die Schule verlassen. Friedrich Schneider soll unsere Schule nicht mehr besuchen; er muss in eine jüdische Schule überwechseln, weil er jüdischen Glaubens ist.
Wenn Friedrich in eine jüdische Schule muss, dann ist das keine Bestrafung, nur eine Veränderung. Ich hoffe, ihr versteht das und bleibt Friedrichs Freunde, so wie ich sein Freund bleibe, wenn er auch nicht mehr meine Klasse besucht. Vielleicht wird Friedrich gute Freunde brauchen.
[...]Lehrer Neudorf eilte mit raschen Schritten nach vorn. Der Klasse zugewandt, hob er den rechten Arm mit ausgestreckter Hand in Augenhöhe und grüßte: "Heil Hitler!" Wir sprangen auf und erwiderten den Gruß auf die gleiche Weise.
"

Drei Jahre später besucht der Lehrer Friedrich zu Hause und schenkt ihm einen Füller mit seinem Namen zur Einführung Friedrichs in die Gemeinde der Thoraleser. Da war Friedrich in dem Alter, in dem die männlichen Juden in den Kreis der Gemeinde aufgenommen werden (13 Jahre). In der Geschichte erfahren wir auch über weitere jüdische Traditionen, die der Freund von Friedrich selbstverständlich alle mitmacht und darüber berichten kann.

Im Anhang des Buches ist eine Zeittafel vom 30. Januar 1933 bis zum 8. Mai 1945 sowie nähere Erläuterungen zu den einzelnen Textabschnitte aus dem Buch.


Was Kinder und Jugendliche zu diesem Buch geschrieben haben, kann hier nachgelesen werden..

Ich gebe 8 Sterne, obwohl das Thema 10 verdient hätte. Es ist mir zu plakativ und transportiert so manche Klischees, die in einem längeren Handlungsstrang differenzierter darstellbar gewesen wären.

Journal Entry 3 by wingLilliannewing at BücherboXX am Gleis 17 in Grunewald, Berlin Germany on Saturday, February 16, 2013

Released 11 yrs ago (2/17/2013 UTC) at BücherboXX am Gleis 17 in Grunewald, Berlin Germany

WILD RELEASE NOTES:


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