Der Marques de Bolibar

by Leo Perutz | Literature & Fiction |
ISBN: 3351004397 Global Overview for this book
Registered by lady-liberty of Coburg, Bayern Germany on 10/25/2012
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Journal Entry 1 by lady-liberty from Coburg, Bayern Germany on Thursday, October 25, 2012
Ein Neuzugang in efells Box zur Erinnerung an die Bücherverbrennung 1933, die bald zu Frau_Schmitz weiterreisen wird. Sowohl bei ihr als auch in Berlin sind für den kommenden Mai, dem 80. Jahrestag der Bücherverbrennung, Aktionen geplant, bei der dieses Buch einen neuen Besitzer finden könnte.

Journal Entry 2 by calisson at Heidelberg, Baden-Württemberg Germany on Friday, January 11, 2013
diesen wunderbaren Fund habe ich in der Box gemacht. Bei Leo Perutz kann ich nicht widerstehen, d.h. flugs lesen und dann wieder in die Box legen...

Und ich war nicht enttäuscht. 1919 hat Leo Perutz diesen Roman geschrieben, der eindrücklich den Wahnsinn des Kriegs beschreibt.
"Kurzbeschreibung
In der andalusischen Bergstadt La Bisbal werden im Winter 1812 durch spanische Guerillas die beiden deutschen Regimenter »Nassau« und »Erbprinz von Hessen« vernichtet – Rheinbundtruppen, die Napoleons Spanienfeldzug unterstützten. Nur ein Offizier überlebt, der Leutnant von Jochberg. Seine Memoiren enthüllen die geheimnisvollen Umstände des Massakers.
Im Mittelpunkt der spannenden Geschichte steht der greise Marques de Bolibar, der heimliche Kommandant des spanischen Widerstands, der über seinen eigenen Tod hinaus zum Lenker eines tödlichen Schicksals wird."

Journal Entry 3 by eibia at -- Irgendwo in Niedersachsen --, Niedersachsen Germany on Tuesday, April 09, 2013
hab es der box entnommen und es sehr gern gelesen, alles wichtige ist schon gesagt

Journal Entry 4 by eibia at -- Irgendwo in Niedersachsen --, Niedersachsen Germany on Tuesday, April 09, 2013

Released 7 yrs ago (4/9/2013 UTC) at -- Irgendwo in Niedersachsen --, Niedersachsen Germany

CONTROLLED RELEASE NOTES:

das buch geht auf reist nach berlin

Journal Entry 5 by wingLilliannewing at Wilmersdorf, Berlin Germany on Thursday, April 11, 2013

Leo Perutz ist eine Entdeckung für mich, die ich der Lese-Challenge verdanke. Diese Buch war in der zweiten Buchbox von efells "Verbrannten Dichter". Ich lese es jetzt noch vor der Aktion zum 10. Mai. DANKE!

Edita ergänzt am 17.4.2013
Mit Begeisterung gelesen. Als ersten Roman von Jacob konnte ich den Band "Ein Staatsmann strauchelt" lesen. Mein Kommentar zu diesem Autor ist auch noch dort zu finden.


Das Buch wird im Rahmen der Lese-Challenge gelesen. Für die Lese-Challange von lady-liberty gibt es einen Hinweis auch in dem Artikel auf der ballycumber-Website.

Der Autor steht auf der Liste der Bücherlesung, die alle Autoren und ihre Werke gelistet haben, die am 10. Mai 1933 der Bücherverbrennung zum Opfer fielen. Er ist allerdings nicht in nicht portraitiert in dem Buch der verbrannten Bücher von Volker Weidermann, der die "Urliste" mit 94 deutschsprachigen Autoren und 37 fremdsprachige umfasste, der ersten schwarzen Liste der "Schönen Literatur", die als Grundlage für die Verbrennung diente.


Zum Autor
Leo Perutz, geboren am 2. November 1882 in Prag als Sohn eines Industriellen. Studium der Mathematik; Offizier im Ersten Weltkrieg, 1916 bei Burkanow schwer verwundet. Nach 1918 Korrespondent in Sowjetrußland; lebte danach in Wien als Versicherungsmathematiker und freischaffender Schriftsteller, emigrierte 1938 nach der Annexion Österreichs nach Palästina. Wohnsitz in Haifa und Tel Aviv. Leo Perutz starb am 25. August 1957 während eines Kuraufenthaltes in Bad Ischl.

Er verstand sich besonders darauf, historische Ereignisse mit kühner psychologischer Kombination zu abenteuerlichen Handlungen auszuspinnen. Dabei gelang es ihm mit seinem kunstvoll sachlichen Stil, Begebenheiten und Gestalten in die bereiche des Unheimlichen zu rücken.

Mehr zum Autor ...


Zum Buch
Perutz schildert mit seiner Darstellung der kriegerischen Auseinandersetzungen nicht nur den Unabhängigkeitskampf des spanischen Volkes von 1812 gegen die Napoleonische Armee, sondern er spielt auch auf den Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 und den soeben beendeten Ersten Weltkrieg an. Mit seinem Antikriegsroman wendet er sich eindringlich gegen eine schicksalhafte Verknüpfung von Tod und Untergang und entlarvt den Krieg als ein Verbrechen, dem das Versagen der menschlichen Vernunft vorangeht.

Mein Kommentar
Diese Geschichte kommt aus dem Nachlass des hessischen Leutnants und Rittergutsbesitzer Eduard von Jochberg, der als einziger Überlebender der beiden Regimenter, seine Memoiren aufgezeichnet hat. Er wird als "ein schrullenhafter, alter Hherr und von einer beinahe pathalogischen Wortkargheit" bezeichnet. "Niemand hatte ihn jemals Erlebnisse aus diesem Abschnitt seines Lebens erzählen oder auch nur andeuten gehört. Um so mehr mußte es alle, die ihn gekannt hatten, überraschen, als sich in seinem Nachlaß, sorgföltig geordnet, verschnürt und versiegelt, ein Stoß Schriften vorfand, die sich bei ihrer Durchsicht als des Leutnant Jochbergs Denkwürdigkeiten aus dem spanischen Feldzug Napoleons I. erwiesen."

Wer das Buch gelesen hat, weiß auch, warum Eduard von Jochberg nie davon erzählt hat. Beim Lesen des Buches kam mir immer wieder in den Sinn, dass es ja so eine Formel gibt, wie "Zerstörung aus dem Inneren heraus" oder "Wehrzersetzung aus dem Inneren". Die Offiziere aus dem Roman hätten sich nie träumen lassen, dass sie selbst diejenigen sind, die für die Niederlage verantwortlich sind. Und das wird nie so in den Geschichtsbüchern stehen.

Und das ist auch das Besondere an dieser Geschichte: Nicht nur, dass Perutz wieder einen höchst interessanten Roman geschrieben hat, sondern, dass es einen weißen Flecken in der Historie lösen kann. Wir müssen sicherlich bedenken, dass es nicht nur die Freiheit der Kunst gibt, die dem Autor ermöglicht, seine Geschichte "fügig" zu schreiben sondern schon im Vorfeld mit berücksichtigen, dass es durchaus möglich ist, dass der Memoirenschreiber nicht alles wahrheitsgetreu wieder gegeben hat, um sich auch nicht unbedingt in ein schlechtes Licht zu setzen.

Im Mittelpunkt der spannenden Geschichte steht der greise Marques de Bolibar, der heimliche Kommandant des spanischen Widerstands, der über seinen eigenen Tod hinaus zum Lenker eines tödlichen Schicksals wird. Und diese Geschichte hier zu lesen, ist vorzüglich komponiert. Sie könnte sich auch heute in ähnlicher Weise in der Armee abspielen, so wenig hat sich im Verhalten der Männer verändert.
Drei Zeichen werden verabredet, um die Truppen aus einem Hinterhalt heraus anzugreifen. Der Zufall will es, dass zum Einen die Strategie dem "Feinde" zu Gehör kommt und zum Andern, dass der Marquese schon fast zu Beginn der Geschichte erschossen wird. Die Geschichte könnte damit zu Ende sein. Doch - wie sich der Geist des Marquese durch die Ereignisse hindurch zieht, ist höchst spannend nachzulesen.

10 Sterne auch für diesen Band. Ich freue mich, dass dieses Buch nun im Vorfeld des 10. Mai für die Buchaktion freigegeben werden kann.


Alle weiteren Bücher, die ich hierfür lese, sind auf meinem erweiterten Profil gelistet.

Journal Entry 6 by wingLilliannewing at Bebelplatz in Mitte, Berlin Germany on Wednesday, April 17, 2013

Released 7 yrs ago (5/10/2013 UTC) at Bebelplatz in Mitte, Berlin Germany

WILD RELEASE NOTES:

Dies ist ein Buch, das zum 80. Gedenken der Bücherverbrennung auf dem Bebelplatz die Aktion "Ein Ort zum Lesen" am 10. Mai 2013 unterstützt. Mit dabei werden auch sog. Lesepaten für diese Bücher sein, die mit interessierten Besucher/innen über den Autor und seine Werke sprechen können.


Liebe Finderin, lieber Finder,

Du hast ein freies Buch gefunden. Ich hoffe, es gefällt Dir. Aber Du hast nicht nur ein Buch, sondern auch eine ganze Gemeinschaft von Leserinnen und Lesern gefunden, die Bücher lieben.

Schau Dir die Seite mal an! Das ist anonym, kostenlos und macht Spaß! Die deutschsprachigen Bookcrosser tauschen sich übrigens in einem öffentlichen Forum aus, in dem jeder Interessierte auch unregistriert mitlesen kann.

Wenn Dir die Idee von Bookcrossing gefällt, kannst Du Dich kostenlos registrieren und mit anderen Bücherfreunden in Kontakt treten. Und wenn Du Lust hast, dich hier anzumelden, würde ich mich freuen, wenn Du bei Empfehlungs-Mitglied Lillianne einträgst (Du kannst natürlich auch ohne dich anzumelden, ganz anomym einen Eintrag über Deinen Fund machen). Ich hoffe Du findest Gefallen an dem Buch.

Möchtest Du mehr erfahren oder benötigst du Hilfe, schaue einfach im Deutschen-Forum vorbei oder besuche die deutsche Support-Site http://www.bookcrossers.de.

Ich hoffe Du kannst Dich auch für BookCrossing begeistern
Gute Reise und lass bald was von dir hören.

Journal Entry 7 by wingRalfHwing at Mitte, Berlin Germany on Thursday, May 09, 2013
Lilianne hat das Buch gestern in das Regal der Verbrannten Bücher gestellt, dass anlässlich einer Ausstellung zur Bücherverbrennung im Foyer der juristischen Fakultät der Humboldt Universität am Bebelplatz eingerichtet wurde. Dort hat es das Buch nicht lange ausgehalten ...

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