Kind aller Länder

by Irmgard Keun | Literature & Fiction |
ISBN: 3404102674 Global Overview for this book
Registered by wingLilliannewing of Wilmersdorf, Berlin Germany on 9/17/2012
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Journal Entry 1 by wingLilliannewing from Wilmersdorf, Berlin Germany on Monday, September 17, 2012


Wird im Rahmen der Lese-Challenge von lady-liberty gelesen.

Die Autorin ist gelistet in dem Buch der verbrannten Bücher von Volker Weidermann sowie in der Liste der Bücherlesung.

Am 10. Mai 1933 ließ Propagandaminister Joseph Goebbels im Rahmen der öffentlichen
Verbrennung „undeutschen Schrifttums“ auch Keuns Schriften vernichten.

Bei Weidermann werden im Kapitel 19 "Gottfried Benn und andere Drogen" - neben Irmgard Keun "Ich habe den Feh an und wirke" auch Anna Seghers - das Kreuz mit Mexiko, Klaus Mann - das ganze Exil in einer Person, Otto Linck - der widerspenstige Förster aus Güglingen und Bertha von Suttner - der Friedensglnaz hält einfach an, portraitiert.


Zusammenfassung aus Weidermann, S. 188-191


"Aber ich will schreiben wie Film ..."
Sie war in den dreißiger Jahren der Shootingstar - wie man heute sagen würde. "Wie schnell kam der Ruhm ins Leben der Irmgard Keun. Gilgi - eine von uns erschien 1931 und war eine Sensation. Was für ein neuer Ton, was für eine neue, moderne, selbstbewusste Frau. Und kaum ein halbes Jahr später - wer langsam schreibt ist dumm - Das kunstseidenen Mädchen."

"Auch ihre Bücher brannten. Von den gehassten Frauen im neuen Land war sie die meistgehasste. Aber Keun blieb. Ihr Mann, der 23 Jahre ältere Schriftsteller und Regisseur Johannes Tralow, war dem Regime willkommen."

Ihr Selbstbewustsein blieb auch noch, als sie bereits ihr Bücher auf dem Scheiterhaufen sah. Sie unternahm den verwegenen, tollkühnen Schritt und melde beim Landgericht Berlin Schadenersatz an für die Bestände, die durch die geheime Staatspolizei im Juli 1933 beschlagnahmt hatte. Und sie beantragte auch gleich Armenrecht für den bevorstehenden Prozess. Welch eine Kühnheit. Nichts dergleichen passierte. Stattdess wurde sie verhaftet, verhört und freigekauft von ihrem Vater - mit 200.000 Mark, wie sie erzählte.

Sie ging dann doch außer Landes und traf in Ostende/Belgien auf Joseph Roth, mit dem sie zwei Jahre zusammenlebte und unmäßig und selbstzerstörerisch getrunken und um die Wette geschrieben hat. Sie schrieb über diese Episode: "Joseph Roth war der einzige Mann, der mich je gefesselt hat, so dass manches Wort von ihm in meiner Seele Wurzeln schlug."

Sie kam 1940 mit gefälschten Papieren wieder nach Köln zurück, wo sie bei ihren Eltern blieb. Ihr Stern ging erneut auf, als 1977 Jürgen Serke im Stern die "Verbrannten Dichter" potraitierte. Bis dahin war sie völlig in der Vergessenheit verschwunden. Ihre Bücher wurden neu aufgelegt und sie konnte ihre Lesereisen mit großem Erfolg durchführen. Ihr letztes uch, das sie gerne noch geschrieben hätte, in dem das gesamte Leben versammlet sein sollte, hat sie nicht mehr fertig gestellt. Sie starb am 5. Mai 1982 - das heißt 30 Jahren vor unserer Lese-Challenge.


Bei Wikipedia ist Weiteres nach zu lesen.


Zum Buch
Kully, das Kind aller Länder, irrt mit ihren Eltern durch die Welt, weil der Vater bei den Nazis unerwünscht und als Schriftsteller wenig erfolgreich ist. Aus ihrer Sicht schildert sie die Reise ins Exil, die von Wien über Warschau, Prag, Paris nach New York führt. Sehr bald schon lernt das Mädchen, daß man ohne Paß - zumindest in den Augen der Behörden - keine Daseinsberechtigung hat und daß die Angst ihr ständiger Begleiteer sein wird.
Damit es trotzdem weitergeht, flüchtet Kully ind as reich der Phantasie, und mit dem ihr eigenen hintergründigen Humor überbrückt sie die schwersten Jahre ihres Lebens.

Eine Zusammenfassung zum Buch wird bei Wikipedia angeboten

Edita schreibt am 23.12.2012: Nach Lektüre der Sonntagszeitung muss ich hier noch etwas ergänzen: "Hinter mir ein Land und vor mir die ganze Welt" ist ein ganzseitiger Artikel von Volker Weidermann betitelt. Er schreibt über "Eine Fahrt nach Ostende, ans Meer, wo sich im Sommer 1936 die Emmigranten trafen und Irmgard Keun sich in Joseph Roth verliebte".

Irmgard Keun schreibt in dem Buch aus der Sicht des Kindes Kully<, die mit ihren Eltern ins Exil reist: "Wir waren im Sommer 1936 in Ostende, ich habe viele schöne Muscheln gesucht, Seesterne und kleine Taschenkrebse, von denen ich mir ein Aquarium abgelegt habe. [...] Ich hatte in Ostende zuerst keine Kinder zum Spielen, weil ich sie ja nicht erstehen konnte, denn sie sprechen französisch. Ich aber konnte nur Deutsch, und davon hauptsächlich Kölsch."

In dem Zeitungsartikel der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung lesen wir: "Die Königin dieses Sommers war Irmgard Keun. Sie war gerade aus Deutschland gekommen. "Ich bin der einzige Arier hier", schrieb sie entzückt nach Hause." Der Titel des Artikels ist ein Zitat aus diesem Brief. Joseph Roth wollte von ihr wissen, warum sie erst so spät aus Deutschland ging. Er verliebte sich in sie und sie erlag seiner sexuellen Anziehungskraft. Wir wissen, wie es weiterging ...
Soweit die Ergänzung durch den Zeitungsausschnitt. Weiteres kann bei Stefan Zweig, Ernst Toller und anderen Emigranten eingefügt werden.


Alle Bücher, die ich lese, sind auf meinem erweiterten Profil gelistet.

Journal Entry 2 by wingLilliannewing at Hua Ting - China-Restaurant in Friedrichshain, Berlin Germany on Thursday, January 10, 2013

Released 8 yrs ago (1/10/2013 UTC) at Hua Ting - China-Restaurant in Friedrichshain, Berlin Germany

WILD RELEASE NOTES:


Das Buch reist nun - ja, wohin?
Vielleicht erfahren wir etwas von der Finderin, dem Finder?

Willkommen bei BookCrossing / Welcome to BookCrossing!

Liebe Finderin, lieber Finder,/ Dear finder,

bitte mache einen Journaleintrag um mich wissen zu lassen, dass dieses Buch gefunden und dass es bei dir ein gutes neues Zuhause gefunden hat. Solltest Du neu bei BookCrossing sein, und Du Lust hast dich hier anzumelden, würde ich mich freuen, wenn Du bei Empfehlungs-Mitglied Lillianne einträgst (Du kannst natürlich auch ohne dich anzumelden, ganz anomym einen Eintrag über Deinen Fund machen). Ich hoffe Du findest gefallen an dem Buch. Du kannst einen weiteren Eintrag machen, wie es Dir gefallen hat sobald Du es gelesen hast.

Dann, wann immer Du Du bereit bist es weiter zu geben, mache bitte einen Freilass-Journaleintrag ob Du dieses Buch an eine Dir bekannte Person weitergegeben oder gesendet hast, oder mache ein Freilasseintrag wenn Du es für Jedermann in die „Wildnis“ freigelassen hast. Verfolge die Weitere reise. Du bekommst eine Emailnachricht, wenn dieses Buch wieder gefunden wird und jemand einen Eintrag macht. Alles ist absolut vertraulich (Du bist nur unter deinem Screenname zu sehen, Deine angegebene Emailadresse ist zu keinem Zeitpunkt für andere sichtbar), alles ist kostenlos und absolut Spamfrei!

Möchtest Du mehr erfahren oder Hilfe benötigen schaue einfach im Deutschen-Forum vorbei oder besuche die deutsche Support-Site www.bookcossers.de

Ich hoffe Du kannst Dich auch für BookCrossing begeistern
Gute Reise und lass bald was von dir hören.

Journal Entry 3 by wingAndrea-Berlinwing at Steglitz, Berlin Germany on Thursday, January 10, 2013
Das war ein sehr schönes Treffen der Berliner Bookcrosser im Hua Ting am Strausberger Platz. Wie immer habe ich viel zu viele Bücher mitgenommen, 19 Stück diesmal, ich danke allen ganz herzlich.

Released 8 yrs ago (2/26/2013 UTC) at Café Sibylle, Karl-Marx-Allee 72 in Friedrichshain, Berlin Germany

WILD RELEASE NOTES:

Was für ein Buch, ich habe es in nur einem Tag verschlungen. Ein zehnjähriges Mädchen berichtet über das Leben im Exil nach der Flucht aus dem nationalsozialistischen Deutschland mit zahlreichen Hotelaufenthalten in verschiedenen Städten, den Frust des Vaters, die Verzweiflung der Mutter, ganz lebendig, man fühlt mit.

Das Buch kommt mit zum Mini-Treffen im Café Sibylle, vielleicht gefällt es Patschouli oder Feuerzeug11; wenn nicht, kommt es in das Regal.

Journal Entry 5 by wingPatschouliwing at Friedrichshain, Berlin Germany on Sunday, June 09, 2013
Ist vom Café Sibylle zum Bebelplatz gewandert

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