Pünktchen und Anton

by Erich Kästner | Children's Books |
ISBN: 3791530321 Global Overview for this book
Registered by whotithi of Kreuzberg, Berlin Germany on 6/10/2012
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Journal Entry 1 by whotithi from Kreuzberg, Berlin Germany on Saturday, November 10, 2012
Eines meiner Lieblingsbücher von Kästner, leider als Begleitbuch zu einem Film, der das Material "politisch-korrekt" ziemlich verhunzt: Anton wird geschwächt, alle Frauenrollen verstärkt, und möglichst dekriminalisiert. -- Am besten also, d. LeserIn konzentriere sich auf den reinen Text, und die gezeichneten Bilder, und ignoriere die Fotos im Buch. Dann eröffnet sich die Magie eines Berlins von vor fast 100 Jahren, und dem Spannungsfeld zwischen arm und reich. Insbesonders erfreut, dass Kästner sich deutlich von seiner moralistischen Seite zeigt; viele der Ratschläge sind human und gut, und das Ganze wirkt näher am Autor dadurch. Die beste Szene: Die, in der Pünktchen Antons Lehrer gerade bügelt! <3<3<3

Journal Entry 2 by winginkenwing at Wedding, Berlin Germany on Saturday, November 10, 2012
"Pünktchen und Anton" verbringen nun eine Nacht im Wedding, ehe sie morgen nach Friedrichshain reisen.

Ich mag auch keine Sonderausgaben von Büchern anläßlich von Verfilmungen mit den Filmsternchen auf dem Buchcover...

Das interessanteste für mich war Kästners Nachdenkerei zum zweiten Kapitel "Anton kann sogar kochen". Kästner fragt: "Ich weiß nicht, wie ihr darüber denkt. Findet ihr es recht, dass ein Junge kocht? Dass er sich eine Schürze von der Mutter umbindet...?"


Journal Entry 3 by wingAndrea-Berlinwing at Steglitz, Berlin Germany on Sunday, November 11, 2012
Ich liebe Bücher von Erich Kästner. Vielen Dank liebe Inken, dass Du an mich gedacht hast.

Es ist wirklich ein wundervolles Buch, insbesondere die Abschnitte zum Nachdenken über Stolz, Mut, Armut usw. hat Erich Kästner toll geschrieben und die Kinder, die das Buch lesen, mit dem Vorwort - wie ich finde - ganz geschickt dazu angeregt, auch diese Abschnitte aufmerksam zu lesen.

Und Kästner gibt auch die Antworten auf die damals (wieso eigentlich damals, solche Meinungen gibt es doch auch heute noch, leider) sicherlich "normalen" Fragen: "...wenn deine Mutter nun im Bett läge, und sie wäre krank...... dann würde ich eben auch kochen, genau wie Anton..."

Den neuen Film habe ich ca. im Jahr 2000 gesehen und fand ihn gar nicht schlecht. Fehlender Respekt, fehlendes Pflichtgefühl, Eltern, die sich trotz Bildung, Zeit und finanzieller Sicherheit nicht um ihre Kinder kümmern, Armut u.s.w. das gibt es doch auch heute, daher ist das Buch immer noch aktuell und ich finde es ganz witzig, wenn so ein Buch als Film in die heutige Zeit umgesetzt wird. Und Meret Becker in der Rolle von Antons Mutter war einfach klasse.

Journal Entry 4 by wingAndrea-Berlinwing at Café Kuchen :: Ist geschlossen in Friedenau, Berlin Germany on Monday, November 19, 2012

Released 8 yrs ago (11/20/2012 UTC) at Café Kuchen :: Ist geschlossen in Friedenau, Berlin Germany

WILD RELEASE NOTES:

Das Buch kommt mit zum Mini-Treffen mit Lillianne.

Journal Entry 5 by wingLilliannewing at Friedenau, Berlin Germany on Tuesday, November 20, 2012

Habe ich heute von Dagobert1 erhalten, als wir ein kleines Treffen im Café Engelmann-Tarabichi verabredet hatten. Ich freue mich, im Rahmen der Lese-Challenge, ein Kinderbuch lesen zu können. Und wie ich gerade gelesen habe, sind bereits 400 Bücher gelesen worden, von denen Erich Kästner mit Abstand der beliebteste Autor unter den "Verbrannten Dichter" ist. Vielen Dank dafür.


Der Autor ist in dem Buch der verbrannten Bücher von Volker Weidermann sowie auf der Liste der Bücherlesung gelistet.

Erich Kästner war gerade 34 Jahre alt geworden und auf dem Höhepunkt seines schriftstellerischen Schaffens, da wurde sein Erfolg durch die Machtergreifung der Nationalsozialisten gebremst.
Seine Kritik am Krieg und seine Klage über die Not der Armen auf der einen Seite und seine Entlarvung der Ausschweifungen der Wohlhabenden auf der anderen Seite erregten den Ärger der neuen Herrscher.


So wird auf der Seite "Kästner im Netz" sein Schicksal zitiert, zu den Autoren zu zählen, deren Werke 1933 im Feuer landeten.

Da ich gefragt wurde, warum Kästner zu den verbrannten Dichter gehört (siehe oben), möchte ich zusätzlich aus dem Buch Volker Weidermann zitieren. [Alle Kästner Bücher - bis auf Emil und die Detektive wurden 1933 verbrannt!]


Erich Kästner wird bei Weidermann unter dem Kapitel 17: "Wir haben unsere Pflicht versäumt" portraitiert. In diesem Kapitel steht "Erich Kästner - die Tarnung am Feuer fliegt auf" neben "Heinrich Mann und der falsche Optimismus", "Alfred Döblin - auf Taubenflügeln gegen die Kanonen", "Berthold Brecht - die Katze mit den sieben Leben" und "Johannes R. Becher - die neue benaglische Marseillaise". Ihnen allen ist die "Schwäche des Moments" gemein: "Ich habe gezaudert" schreibt Heinrich Mann, "so sehr wohl aus menschlicher Schwäche wie deshalb, weil ich euch schon von zu hoch oben her sah, euch Menschen, euch, meine Freunde." (S.167)

"Zu zauderhaft. Zu kurzsichtig. Zu schwach." fasst Alfred Döblin seinen Zustand zusammen. Weidermann schreibt über Erich Kästner (S. 172-173):
Zitat: "Erich Kästner (1899-1974) war der Einzige, der mit ansah, wie die eigenen Bücher in die Flammen geworfen wurden. Er stand da, vor der Universität, eingekeilt zwischen den Studenten in SA-Uniform, und sah die Bücher in die Flammen fliegen. Sein Name wurde gebrüllt, gleich nachdem der Rufer "Gegen Dekadenz und moralischen Zerfall! Für Zucht und Sitte in Familie und Staat!" gewettert hatte. Kästner sah zu. [...]
Erich Kästner blieb im Land. Wie oft hat man ihn später gefragt: Warum? Mal sagte er: Als Chronist. Aber was er mitschrieb, in dem viel später veröffentlichen Tagebuch Notabene 45 (1961) aus dem letzten Kriegsjahr oder auch in dem gerade erst erschienenen Tagebuchaufzeichnungen aus den Jahren davor, das ist nicht viel und nicht sehr genau. Er habe genug damit zu tun gehabt, die Zeit zu überstehen, hat er erklärt: Er blieb aus Sorge um seine Mutter, die zu keinem Ortswechsel mehr zu bewegen war: er blieb wegen seiner Freunde in Berlin: er blieb, weil er vielleicht wirklich den Roman jener Zeit schreiben wollte; er blieb weil er dachte, das wird alles so lange schon nicht dauern. Und er blieb weil er kein mutiger Mann gewesen ist."

Auch er hat nicht gegen den Nationalsozialismus angeschrieben. So hat Ernst Toller in seiner Biographie: Eine Jugend in Berlin, berichtet, wie er als junger Schriftsteller von den älteren Kollegen an Stefan Zweig geschrieben hat, um seinem Auftrag gerecht zu werden, die Jugend der Welt über den Krieg und seine Folgen zu informieren. Das war und ist sicherlich auch heute noch aktuell: Die Erfahrungen und damit auch eigene Werte weitergeben, ist heute notwendiger denn je.

Kästner gab auf der Rede zum 25. Jahrestag der Bücherverbrennung, am 10. Mai 1958, folgendes zur Kenntnis: "Ich war nur passiv geblieben. Auch damals, und sogar damals, als unsere Bücher brannten. Ich hatte nicht mit der Faust gedroht. Ich hatte sie nur in der Tasche geballt. Warum erzähle ich das? Warum mische ich mich unter die Bekenner? Weil keiner von uns und überhaupt niemand die Mutfrage beantworten kann, bevor die Zumutung an ihn herantritt. Keiner weiß, ob er aus dem Stoff gemacht ist, aus dem der entscheidende Augenblick Helden werden."

Journal Entry 6 by wingLilliannewing at Wilmersdorf, Berlin Germany on Thursday, November 22, 2012

so, das war ein netter Abendspaß .. mit Pünktchen und Anton. Gewundert habe ich mich über die Bilder, die aus dem Film mit eingebunden waren, bis ich den Rückentext gelesen habe: Der neue Film spielt nicht im Berlin der 30er Jahre sondern ist von der Regisseurin in das heutige München transportiert worden. Das erklärt die Bilder ... Die Illustrationen sind aber alle von Walter Trier, der der Zeichner der Kästner Bücher war.

Ich habe das Buch im Rahmen der Lese-Challenge von lady-liberty gelesen und werde es gerne weitergeben, wenn es gewünscht wird. Ansonsten kommt es in die BücherboXX am Gleis 17, zu der auch die "verbrannten Dichter" passen.


Alle Bücher, die ich lese, sind auf meinem erweiterten Profil gelistet.



Das Buch reist nun als Wunschbuch an PDB11.
Vielleicht erfahren wir etwas von der Finderin, dem Finder?

Gute Reise und lass bald was von dir hören.

Journal Entry 8 by PDB11 at Coalville, Leicestershire United Kingdom on Saturday, December 01, 2012
Das Buch ist in England angekommen. Vielen Dank, Lillianne!

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