Paule Glück: Das Jahrhundert in Geschichten

by Klaus Kordon | Children's Books |
ISBN: 3407783396 Global Overview for this book
Registered by erinacea of Friedrichshain, Berlin Germany on 5/10/2012
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Journal Entry 1 by erinacea from Friedrichshain, Berlin Germany on Thursday, May 10, 2012
Klappentext:
1904: Jeden Morgen trägt Paule Zeitungen aus, um für seine Familie etwas hinzu zu verdienen. Doch dann wird der Vater arbeitslos und für Paule ist es aus mit dem Lernen: Er fängt in der Fabrik als Heizer an.
1941: Für Wolf ändert sich vieles, als er plötzlich den gelben Stern tragen muss. Vorher ist er einer unter vielen gewesen; nun können alle sehen, dass er Jude ist.
1984: Gabi und Katja gehen beide in Berlin zur Schule, die eine in Berlin-Ost, die andere in Berlin-West. Sie leben in zwei völlig verschiedenen Welten.
In seinen Geschichten von Berliner Kindern spannt Klaus Kordon einen weiten Bogen über das ausgehende Jahrhundert und lässt damit Zeitgeschichte lebendig werden.


Gekauft und registriert für die BookCrossing UnConvention 2012 in Berlin. Wenn ich mehr Zeit hätte, hätte es selbst gelesen. Ich hab reingeschnuppert und die Geschichten sind total interessant, aber so... *seufz*

Journal Entry 2 by erinacea at Friedrichshain, Berlin Germany on Tuesday, February 16, 2016
Ich konnte mich dann doch nicht dazu überwinden, dieses Buch ungelesen weiterzugeben. (Außerdem war meine Büchertasche für die UnCon schon voll/schwer genug.)

Letzte Woche im Rahmen meiner "1 Buch pro Woche"-Challenge gelesen. Einzelne Geschichten hatte ich zwar schon gelesen (ich erinnere mich vage an Wolf und Emil), aber das ist lange genug her, dass ich das Buch noch einmal komplett gelesen habe.

Ich habe vor jeder Geschichte erst den dazugehörigen Eintrag auf der Zeittafel gelesen und mir dann Sorgen gemacht, weil mir der Schreibstil und Inhalt der letzteren überhaupt nicht zusagte. Viel zu stark vereinfachend und tendenziös.

Zum Glück stammen diese Texte eindeutig nicht von Kordon, denn die Geschichten selbst (jeweils aus der Sicht der Kinder und Jugendlichen erzählt) bieten jeweils unterschiedliche Blickwinkel auf die jeweilige Zeit, sei es durch Eltern, Freunde oder Lehrer. In den meisten dieser Geschichten stehen die kindlichen/jugendlichen Protagonisten an einem Scheidepunkt und müssen eine mitunter sehr schwerwiegende Entscheidung treffen: Wahrheit oder Schweigen? Ost oder West? etc.

Ich fand alle Protagonisten sympathisch, auch wenn ich nicht in allen Fällen genauso entschieden hätte. Ich hätte mir allerdings gewünscht, dass das Alter der jeweiligen Hauptfigur in allen Geschichten eingeflochten worden wäre, so wie es in einigen (ohne deshalb negativ aufzufallen) bereits der Fall ist. Manchmal macht es eben doch einen entscheidenden Unterschied, ob jemand 11 oder 15 ist.

Der Schreibstil ist mir ein klein wenig zu schlicht, aber die Geschichten (und die Zeitgeschichte dahinter) sind natürlich packend. Die meisten Episoden decken nur wenige Tage ab und geben entsprechend nur einen kurzen, aber dennoch aufschlussreichen Einblick in die jeweilige Zeit, wobei Kordon sich auf besonders typische und wichtige Daten des 20. Jahrhunderts konzentriert, die von der Inflation der 20er Jahre (Jacobs Rettung) über das dritte Reich (Eisern, Emil, eisern! und Hände hoch, Tschibaba!) und den kalten Krieg (Mach die Augen zu und spring!, Ich bin keine Ente) bis nach der Wende (Test the West und Pizza-Tine) reichen. Die ersten paar Geschichten haben mich noch nicht so interessiert, aber ab der Nazizeit konnte ich mehr mit den jeweiligen Zeiträumen anfangen und zugleich wurden auch die Situationen teils sehr viel kritischer, so dass es für mich spannend wurde.

Nicht alle Geschichten sind wirklich Berlin-spezifisch, aber alle spielen in der Stadt, was sich etwa an den Straßennamen und dem Dialekt äußert. Das Berlinern fand ich teilweise etwas zu bemüht, aber das kann auch daran liegen, dass ich im Osten und zu einer Zeit aufgewachsen bin, wo und als der Dialekt nicht (mehr) so verbreitet war. Dafür habe ich jeden Straßenzug und jeden Bahnhof gefeiert, den ich wiedererkannt habe. Ich hatte zudem den Eindruck, dass Kordon sehr darauf geachtet hat, ein ungefähres Gleichgewicht zwischen Ost- und Westberlin, den unterschiedlichen Bezirken sowie zwischen Jungen und Mädchen herzustellen.

Ich weiß noch nicht, was ich mit diesem Buch als nächstes mache. Weitergeben auf jeden Fall, aber wie und an wen?

Journal Entry 3 by erinacea at Spandau, Berlin Germany on Friday, June 10, 2016

Released 4 yrs ago (6/10/2016 UTC) at Spandau, Berlin Germany

CONTROLLED RELEASE NOTES:

Beim Meet-up im Brauhaus Spandau an Physalis74 übergeben.

Journal Entry 4 by wingPhysalis74wing at Wedding, Berlin Germany on Saturday, June 11, 2016

Kam vom Berliner Juni MeetUp in Spandau mit mir in den Wedding. Lieben Dank für das Kordon Buch, bin gespannt :-)

Danke für den entspannten Abend.

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