Hotel Savoy

by Joseph Roth | Literature & Fiction |
ISBN: 3423013362 Global Overview for this book
Registered by Colombina of Wuppertal, Nordrhein-Westfalen Germany on 5/9/2012
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Journal Entry 1 by Colombina from Wuppertal, Nordrhein-Westfalen Germany on Wednesday, May 09, 2012
Nach dem Ende seiner Kriegsgefangenschaft gelangt Gabriel Dan auf dem Weg in den Westen in das Hotel Savoy, wo Arm und Reich in den Wirren der Nachkriegszeit einander begegnen ... eine berührende, nachdenkliche, zutiefst menschliche Geschichte.
Dies ist eines jenes Werke, die in den finsteren Tagen des Dritten Reiches von den Nationalsozialisten verbrannt wurden, und siehe: Der Roman von Joseph Roth hat überlebt und wird auch heute noch gerne gelesen, zumindest von mir :-)!
Diese Ausgabe von 1978 stammt ursprünglich aus den Bücherbeständen meiner Großeltern und darf nun auf Reisen gehen.
Gelesen im Rahmen der von lady-liberty organisierten Bookcrossing-Lesechallenge "Verbrannte Bücher und ihre Autoren"
(Lesechallenge zur Bücherverbrennung).

Journal Entry 2 by Colombina at on Thursday, May 10, 2012

Released 8 yrs ago (5/10/2012 UTC) at

CONTROLLED RELEASE NOTES:

Heute per Post verschickt.
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Ich wünsche eine schöne Lektüre!

Journal Entry 3 by wingAndrea-Berlinwing at Steglitz, Berlin Germany on Friday, May 11, 2012
Dankeschön für das Buch und die schönen Aufkleber. Ich habe mich sehr gefreut!

Liste der "verbrannten" Autoren
22.5.2012 Schrecklich, was der Krieg und die Zeit danach aus den Menschen macht. Sehr anschaulich beschrieben.

Journal Entry 4 by wingAndrea-Berlinwing at Joseph-Roth-Diele in Tiergarten, Berlin Germany on Monday, May 21, 2012

Released 8 yrs ago (5/24/2012 UTC) at Joseph-Roth-Diele in Tiergarten, Berlin Germany

WILD RELEASE NOTES:

Ich werde das Buch bei einem Kaffee mit Lillianne freilassen.

Journal Entry 5 by wingLilliannewing at Tiergarten, Berlin Germany on Thursday, May 24, 2012

Daran konnte ich nicht vorbei. Es ist bei dem Treffen in der Joseph-Roth-Diele mit Dagobert zu mir gewandert :-) Wird nun im Rahmen der Lese-Challange von lady-liberty gelesen. Der Autor ist gelistet in dem Buch der verbrannten Bücher von Volker Weidermann

Vielleicht kommt es nach dem Lesen einfach wieder zurück in das Roth-Regal, denn da passt es doch ganz wunderbar dazu, wie auf dem Bild zu erkennen ist. Das war eine schöne Idee, Dagobert! Danke, hat mir gut gefallen.

Journal Entry 6 by wingLilliannewing at Wilmersdorf, Berlin Germany on Wednesday, May 30, 2012
Edita: gelesen 27. Mai 2012 - dem Todestag von Joseph Roth, an dem er 1939 im Armenhospital in Paris starb.

Einen ausführlichen inhaltlichen Bezug bekommt man über den Wikipedia-Artikel zu dem Roman.

Mich hat die Sprache fasziniert und ein Detail aus dem Roman lässt auch den Blick auf den besonderen Umgang mit der Sprache zu. So wird die erste Begegnung mit dem Namen des Hoteldirektors so verarbeitet: Der Name war fremd, ein griechischer Name, ich bekam Lust, ihn zu deklinieren: Kaleguropulos, Kaleguropulu, Kaleguropulo - - eine leise Erinnerung an ungemütliche Schulstunden; einen Griechischlehrer, der Aufstieg aus vergessenen Jahren in einem patinagrünen Jäckchen, drängte ich zurück."
Es ist die Geschichte der Kriegsheimkehrer in einer elenden Zeit, detailreich beschrieben und dennoch streckenweise sehr postiv belegt. Das liegt insbesondere an Gabriel Dan, der trotz dieses Elends in seinen positiven Gedanken haften bleibt: "Gabriel, sage ich mir, du kommst mit einem Hemd im Hotel Savoy an und fährst weg als ein Gebieter über zwanzig Koffer."

Die feine und bildhafte Beschreibung der Figuren und deren Zusammenleben zeigt eine große Hingabe an die Menschen der Zeit. Roth schildert mit seinem Roman 1923 eindrucksvoll die Umbruchzeit nach dem ersten Weltkrieg. Und alle diese Menschen warten auf das große Ereignis, auf die Ankunft des Milliardärs Bloomfield aus Amerika ... Amerika ist auch bei Zwonimir Pansin, dem Heimkehrer, Kroate und Gabriels treuer Freund der Ausdruck des Positiven: "Er liebte Amerika. Wenn eine Menage gut war, sagt er: Amerika! Wenn eine Stellung schön ausgebaut war, sagte er: Amerika! .."
Und es ist auch die Geschichte von Freundschaften und es ist die Geschichte der Sehnsucht nach Heimat ... die im Aufstand der Revolutionäre endet.

Zur Rezeption im Buch der verbrannten Bucher
Joseph Roth wird im Buch von Volker Weidermann im 23. Kapitel "Die Hölle regiert!" portraitiert. Er nimmt die Freundschaft der beiden Schriftsteller Stephan Zweig und Joseph Roth zum Anlass, deren Wege zu beschreiben.
Beide Schriftsteller wurden mit ihren Werken verbrannt, weil sie Juden waren. Zweig schreibt darüber am 10. Mai 1933, "dem Tag des Ruhms, da meine Bücher auf dem Scheiterhaufen brennen", an Romain Rolland u.a. "Adieu nun! In wenigen Stunden flammt in Berlin der Scheiterhaufen, aber ich lebe weiter und wie ich hoffe, auch meine Bücher!".
Roth schreibt noch 1933 an Zweig nach Salzburg: "Abgesehen von den privaten - unsere literarische und materielle Existenz ist ja vernichtet - führt das Ganze zum neuen Krieg. Ich gebe keinen Heller mehr für unser Leben. Es ist gelungen, die Barbarei regieren zu lassen. Machen Sie sich keine Illussionen. Die Hölle regiert!"
War es zu Beginn vor allem Roth, der versuchte seinem Freund von Paris aus die Gefahren nahe zu bringen, war es zum Schluss Zweig, der Roth in seinen letzten Jahren unterstütze und versuchte, ihn aufzubauen: "Nein, Roth, nicht hart werden an der Härte der Zeit, das heißt sie bejahen, sie verstärken! ... Roth werden sie nicht bitter, wir brauchen Sie, denn die Zeit, soviel Blut sie auch säuft, ist doch sehr anämisch an geistiger Kraft. Erhalten Sie sich! Und bleiben wir beisammen, wir wenige!".
Das Exil hat nicht nur die Freundschaft sondern auch deren Leben beendet.

Alle Bücher, die ich lese, sind auf meinem erweiterten Profil gelistet.

Journal Entry 7 by wingLilliannewing at Joseph-Roth-Diele in Tiergarten, Berlin Germany on Wednesday, July 04, 2012

Released 8 yrs ago (7/4/2012 UTC) at Joseph-Roth-Diele in Tiergarten, Berlin Germany

WILD RELEASE NOTES:


Dieses Buch reist nun zurück an die Quelle.

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