Wenzels Pilz

by Bernhard Kegel | Science Fiction & Fantasy |
ISBN: 3453147251 Global Overview for this book
Registered by Vargas of Reichenau an der Rax, Niederösterreich Austria on 10/13/2003
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Journal Entry 1 by Vargas from Reichenau an der Rax, Niederösterreich Austria on Monday, October 13, 2003
Aus der Amazon.de-Redaktion
Gesetzt den Fall, ein Wissenschaftler leidet an dem unverantwortlichen Treiben seiner Zunft. Was kann er tun, um die breite Masse aufzurütteln? Wie kann er seine Botschaft auch dem Laien verständlich machen? Der Biologe Bernhard Kegel schreibt zu diesem Zweck einen Roman. Sein Anliegen ist es, zu zeigen, wie hemmungslos die Gentechniker in den Organismus der Natur hineinpfuschen, und vor den irreversiblen und unkontrollierbaren Folgen einer Entwicklung zu warnen, die zu gleichen Teilen von ungezügeltem Forscherdrang und schrankenloser Profitgier der verwertenden Konzerne angetrieben wird.
Wenzels Pilz spielt in einer nahen Zukunft, wo das Genpanschen schon ganz selbstverständlich als Segnung der Menschheit hingenommen wird, auch wenn der eine bei den transgenen Erdbeeren das vertraute Knurpseln vermisst und der andere erschrickt, wenn die Ampeltulpen plötzlich ihre Farbe wechseln. Überhaupt erscheint die neue Welt wenig reizvoll. Ökokatastrophen haben ihre trostlosen Spuren hinterlassen, die Erderwärmung schreitet bedrohlich fort. Der Glaube an die Wissenschaft aber ist ungebrochen.

Kurt Wenzel, Angestellter des mächtigen Konzerns GENTEL, so naiv wie anmaßend und insgesamt ein dürftiges Muttersöhnchen mit der Hybris des Mickerlings, spielt weiterhin Schöpfer in seinem Labor. Das Interessanteste an Wenzel ist sein Pilz, Amanita wenzeli, den er eigens für die sterbenden norwegischen Wälder gebastelt hat. Natürlich läuft die Sache aus dem Ruder, der Pilz entwickelt sich vom Symbiosepartner zum riesigen Parasiten, zum Ökosystemkrebs. Fliegenschwärme, die man in Panik dagegen einsetzt, sind nichts anderes als der Versuch, den Teufel mit dem Beelzebub auszutreiben. Die Natur, durch die Genpanscher laufmaschenartig gestört, ist inzwischen außerstande, sich selbst zu helfen.

Der Leser darf von Bernhard Kegel viel Insiderwissen und ehrliches Engagement, aber nicht allzu hohe literarische Qualität erwarten. Szenen und Figuren sind über bekannte Leisten geschlagen, Klischees (der ewig brüllende Vorgesetzte) werden gewandt aber etwas billig zu Slapstick und Groteske überzeichnet. Auch ist die Zukunftsperspektive nicht zu spüren und die Geschichte nicht wirklich spannend zugespitzt. In der Sache aber hat der Autor wohl recht. Schon drückt man uns die Gentomate aufs Auge, weit kann es nicht mehr sein bis zu Kegels Riesenpilzen und gigantischen Fliegenschwärmen. --Eva Leipprand


Ganz tolle Geschichte

Journal Entry 2 by Vargas at on Wednesday, July 07, 2004
Release planned for Thursday, July 08, 2004 at Cafe "zum Schwammerl" Siebenbrunneng.14, 1050 Wien in Wien, Wien Austria.

Wenzels Pilz paßt doch zum Schwammerl irgendwie... :)

Journal Entry 3 by 5Schwammerl from Wien Bezirk 22 - Donaustadt, Wien Austria on Saturday, July 10, 2004
Wenzels Pilz gehört zu einen Schwung von 30 Büchern die mir Vargas für meine OBCZ vorbeigebracht hat. Sonja die beste Ehefrau der Welt hat es gleich eingezogen, sie interessiert eben alles was mit Pilzen und Schwammerl zu tun hat, woher wohl mein Name? ;)

Journal Entry 4 by Lightdancer from Wien Bezirk 12 - Meidling, Wien Austria on Thursday, July 15, 2004
Da ich schon vor einiger Zeit mal Vargas gebeten hatte, das Buch für mich zu reservieren und es bisher nie zu einer Übergabe kam, bin ich heilfroh, daß ich es heute im Schwammerl entdeckt habe.
Mehr darüber, wenn ich es gelesen habe!

Journal Entry 5 by Lightdancer from Wien Bezirk 12 - Meidling, Wien Austria on Tuesday, May 11, 2010
Lang, lang ist´s her!!!! Aber immerhin das Buch war es wert, dass es so lange warten mußte.
Erschreckende Szenen eröffnen sich dem Leser und man kann nur verwundert den Kopf schütteln über die "Fantasie". Doch leider ist nicht alles Fantasie und Humbug! Gentechnologie hab ich noch nie als notwendig verstanden, aber dennoch - wie man so schön sagt - leben gelassen. Doch nach solchen Schreckensszenarien wird einem übel und man überlegt, ob die Gentechnologie wirklich ihren Platz haben sollte.
Oh... in gewissen Fällen (und meine mittlere Enkelin gehört wohl zu solchen Fällen, denn sie hat eine genetische, auch heute noch sehr seltene, Erbkrankheit) halte ich die Genetik für wichtig. Aber ich finde es empörend, wie der Mensch sich - wie meist - zu etwas erhebt, dessen er sich nicht als würdig erweist. Perfektionieren? Wie soll man die Natur, die es seit Jahrmillionen gibt, perfektionieren? Der Mensch ist das unperfekte Wesen, dass die Welt nach seinen Vorstellungen erschaffen möchte und damit Gott spielen will. Wir sind dazu noch lange nicht fähig und bereit für alles, was bislang erschaffen worden ist und deren Auswirkungen wir nicht einmal ahnen können, sind wir schon überhaupt nicht. Das gerade so ein Bereich, der für alles und jeden wichtig werden kann, unter den Teppich gekehrt und verharmlost wird, übersteigt mein Fassungsvermögen und steigert lediglich Wut in mir. Ich bin absolut keine militante Umwelt- und/oder Tierschützerin, dennoch versuche ich mein Schäufelchen dazu beizutragen. Doch - wie im Anhang erläutert - ohne Kennzeichnung wird die Menschheit auf die Stufe eines Neandertalers gestellt, der von einer Gottheit (den Gentechnikern und Politikern) gleichzeitig ernährt und verscheißert wird.

Wie schon im ersten Journal erwähnt, kann man sich von Bernhard Kegel, der Ökologe ist, keine schriftstellerischen Meisterleistungen erwarten, dennoch kann ich jedem das Buch nur ans Herz legen und wünsche der Menschheit ein baldiges Erwachen, bevor es zu spät ist!

Journal Entry 6 by Lightdancer from Wien Bezirk 12 - Meidling, Wien Austria on Wednesday, May 12, 2010
Dieses Buch werde ich als Ray reisen lassen... Anmeldungen bitte bis 10. Juni, damit das Buch dann reisen kann!

Ray-Liste:
KHu - A, Kärnten
Rianonne - A, Wien
SabinaLorenz - A, Wien
...
Ilovis61 - D, Nordrhein-Westfalen

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