Lese- Plauderrunde Albert Camus :Die Pest ab 08.09.19

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Öfters habe ich Zitate von Albert Camus gelesen. Die haben mir gefallen.
Hier einige Beispiele:

"Die Phantasie tröstet die Menschen über das hinweg,
was sie nicht sein können, und der Humor über das, was sie tatsächlich sind. "

"Einen Menschen zu lieben heißt einzuwilligen,
mit ihm alt zu werden."

"Man sollte auch gute, ja, ausgezeichnete Bücher verbieten,
bloß damit sie mehr gelesen und beachtet werden"

"Wenn die Wahrheit bei irgendjemandem auf Erden zu finden ist,
dann ganz bestimmt nicht bei den Leuten, die behaupten, sie zu besitzen."

Nun möchte ich ein Buch von ihm lesen und mich mit euch darüber austauschen.

Ich gebe eine Seitenzahl vor, so ca 80- 100 Seiten, und wir lesen das in einer Woche. Anschließend tauschen wir unsere Ansichten dazu aus.

Anfangen sollten wir am 09.09.19 so kann sich jede und jeder das Buch besorgen.
Ich habe "Die Pest" uns "Der Mythos des Sisyphos" hier bei mir liegen und würde gerne eines von beiden vorschlagen. Die Ausgaben haben 249 und 200 Seiten.

Edit: geändert auf 08.09

Wer liest mit?

Ophelia1
Holle77
Menade
Babymonster
birgit2604
Richter-Di

 

wingOphelia1wing 3 wks ago
Ich :-)
Albert Camus steht schon lange auf meiner mentalen Leseliste.

Meine Stimme geht an "Die Pest". Ansonsten auch gerne "Der Fremde".
Der Sisyphos sagt mir erstmal gar nichts.

Schön, dass du wieder eine Leserunde organisierst!

 

Die Pest habe ich bereits gelesen. Sehr empfehlenswert!
Da auch der Fremde und der Sisyphos im Buch der 1000 Bücher enthalten sind, würde ich diese beiden gerne lesen. Da wäre ich also dabei.

 

...das klingt interessant. Ich habe die Pest und den Fremden zu Hause, von dem anderen noch nie gehört. Aber lesen wollte ich Camus schon seit längerem.

 

"Die Pest" kenne ich allerdings schon, und "Der Mythos des Sisyphos" reizt mich nach einer erste Recherche nicht. Und ansonsten fällt mir zu Camus nix für einen Gegenvorschlag ein. ;-)

Also werde ich dieses Mal halt "nur" im Forum bei der Leserunde mitlesen.
:-)

 

Oder mit : Der Fremde?
Dann müsste ich mir den besorgen.

 

Ich habe beide und beide noch nicht gelesen. Insofern ist es mir egal.

 

Ist also ein sehr vorsichtiges ja von mir. Die Bücher hier sind etwas chaotisch im Moment...

 

Ich muss mir das zu lesende Buch auch noch besorgen :-)
Und mir ist es zunächst wirklich egal, ob "Die Pest" oder "Der Fremde".

Wenn ich richtig gezählt habe, haben wir Gleichstand zwischen der Pest und dem Fremden.

Der Fremde: bassongirl und Trinibell
Die Pest: Richter-Di und Maenade
Allen anderen ist es egal.

Da du aber die Leserunde vorgeschlagen hast und organisieren wirst, finde ich, dass deine Stimme mehr Gewicht hat. Daher stimme ich jetzt für Die Pest.

 

Viel Spass allen die mitlesen wollen.

 

Ich habe den Roman in meiner Jugend (vor ca 50 Jahren) mal auf Französisch gelesen und er hat mich damals sehr beeindruckt.
Vor ein paar Monaten bin ich zufällig im Netz auf eine Interpretation gestoßen, bei der ich mich fragte, ob man das Buch wohl wirklich so deuten kann und seitdem überlege ich, es nochmal zu lesen, da kommt mir diese Runde sehr gelegen.
(Ich hoffe, dass meine (zur Zeit noch schwache) Konzentration das mitmacht.

 

https://www.bookcrossing.com/---/11577770/
Ich hatte es tatsächlich mal angefangen, bin aber hängengeblieben, warum auch immer. Freue mich!

 

Ich habe "Die Pest" auch noch hier stehen und würde mitlesen.

 

Leider passen die Kapitel nicht zu unserem Pensum.
Ich schlage vor für diese Woche bis zu Seite 82, in meiner Ausgabe die 251 Seiten hat, zu lesen. Und zwar bis :"Gott wuerde das übrige tun." Danach geht es weiter mit: ob diese predigt unsere Mitbürger beeinflusste....

Ich freue mich auf eine rege Diskussionen über das Buch.

 

In meiner aktuellen Ausgabe von rororo ist das Ende Seite 114.

 

Ich hab ururalt auch von rororo, da ist es Seite 60 in der Mitte. Relativ klein gedruckt. Mal sehen was meine Augen machen....

 

Hat mir gefallen, aber Schullektüre ist noGo.

 

Hat mir gefallen, aber Schullektüre ist noGo.

Hm, ich hab es mir jetzt mal rausgesucht, WEIL es auch bei mir Schullektüre war (französisch). Überlege noch, ob ich mitlese. Wollen würde ich ja schon, allein ob ich genug Zeit habe, ist die Frage.

 

Mental war ich ja auch auf Sonntag, also morgen, für den Start eingestellt.

Der 09. ist aber Montag. 😁
Ich grübele seit ein paar Tagen, warum du diesmal den Start auf einen Montag gelegt hast - und habe für mich beschlossen, auf jeden Fall morgen anzufangen...

 

Mental war ich ja auch auf Sonntag, also morgen, für den Start eingestellt.

Der 09. ist aber Montag. 😁
Ich grübele seit ein paar Tagen, warum du diesmal den Start auf einen Montag gelegt hast - und habe für mich beschlossen, auf jeden Fall morgen anzufangen...

Weis ich auch nicht mehr. Wahrscheinlich damit ich immer Sonntags eine Zusammenfassung einstelle. Das mache ich aber trotzdem.

 

Ich dachte nun, du hattest dich einfach im Datum geirrt.
Letztlich egal, ich habe heute angefangen.
Wunderschöne Sprache, aber eins von den Büchern, auf die man sich einlassen muss. Definitiv nicht geeignet, um es so nebenbei zu lesen.

 

Denn gestern war ich den ganzen Tag unterwegs. Als ich abends dann das Buch heraus geholt habe, habe ich festgestellt, dass es winzig gedruckt ist. Definitiv nicht mehr für spät abends geeignet. Also heute...
In meiner Ausgabe ist es übrigens S. 66

 

Ich werde von meinem Mitlese-Wunsch wieder zurücktreten. Bis heute habe ich es noch nicht geschafft zu starten und ich habe im Geschäft unverhofft viel draufgepackt bekommen, so dass ich es auch nicht schaffen werden. Ich lese dann Eure Kommentare. Vielleicht passt es beim nächsten Anlauf.

 

Die Pest 1

Ort der Handlung ist die Stadt Oran in Algerien in den 194... .  Jahren. Algerien war zur damaligen Zeit Französisch. Ein allwissend, unbekannter Erzähler schildert die Ereignisse, die sich im Frühjahr des Jahres abspielen. Zunächst werden einige wenige tote Ratten überall in der Stadt gefunden. Der Arzt Rieux sieht sie als einer der ersten. Er begleitet uns durch den Abschnitt. Er schildert alles sehr sachlich. Es werden immer mehr tote Ratten. Die werden entsorgt. Irgend wann sieht man keine sterbenden oder tote Ratten mehr.
Dann erkranken die Menschen. Auch hier erst einige wenige, dann immer mehr.
Alle Anzeichen deuten auf dir Pest hin. Doch zunächst will niemand das bestätigen. Menschen sterben. Schließlich werden Massnamen ergriffen: Nothospitaeler und die Stadt wird abgeriegelt. Quarantäne. Als weitere Personen neben Dr. Rieux wird der Herr Cottard eingeführt. Er versucht Selbstmord zu begehen wird aber von Herrn Grand  und Dr. Rieux gerettet. Des weiteren taucht der Reporter Rambert auf. Und zum Schluss des lese Abschnitts der Priester Paneloux, ein Jesuit, der die Pest als Geissel für Verfehlungen sieht.

In dem Abschnitt wird die Pest mit dem Krieg verglichen. Dr. Rieux setzt die beiden Begriffe sogar gleich: „Es hat auf der Erde ebenso viele Pestseuchen gegeben wie Kriege. Und doch finden Pest und Krieg die Menschen immer gleich wehrlos.“

Das Buch hätte einen super ersten Satz gehabt. Leider kommt der erst nach einer Einführung. :
"Am Morgen des 16. April trat Doktor Bernard Rieux aus seiner Praxis und stolperte mitten auf dem Treppenabsatz über eine tote Ratte."

Sprachlich ist das Buch eine Herausforderung. Lange, verschachtelte Sätze. Dennoch wird die Spannung der Handlung gut aufgebaut und die Personen betreten die Bühne.

Bislang gefällt mir das Buch dieses Autors. Etwas das ich nicht von vielen Literatur Nobelpreis Trägern sagen kann.

Weiter geht es bis Seite 162.:
Während der letzten Septembertage hatte Rambert an Rieux Seite tüchtig gearbeitet.

 

Ich fand den Absatz über die Abriegelung der Stadt sehr treffend beschrieben. Wenn man den Abschnitt aus dem Kontext nimmt, könnte er auch die Abriegelung der innerdeutschen Grenze damals beschreiben.
Das fand ich sehr beeindruckend.

Die Sprache und der Stil des Buches gefällt mir sehr gut. Aber es ist schwere Kost, ich dachte heute noch, dass sich im Vergleich dazu "Anna Karenina" aus einer der letzten gemeinsamen Leserunden spielend leicht herunterlesen ließ.

Ich wunderte mich immer wieder über die Formulierung "Serum" zur Bekämpfung der Pest. Immerhin fällt die Geschichte zeitlich mit der Entdeckung des Penicilins zusammen. Wikipedia hat mir dann erklärt, dass es tatsächlich einen Impfstoff gegen die Pest gibt.

 


Weiter geht es bis Seite 162.:
Während der letzten Septembertage hatte Rambert an Rieux Seite tüchtig gearbeitet.

Seite 228 in der neueren Fassung.

 

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