[OT] Fotografieren, um die Achtsamkeit zu schulen?

Forum » German - Deutsch | Refresh | Search

Sort Options 

Complete Thread
Hallo, ich wollte hier im Forum einfach mal hören, ob Ihr sowas Ähnliches schon einmal gemacht habt und was Ihr davon haltet:

Vor 4 Jahren hatte ich am 01.01. damit begonnen, jeden Tag irgendetwas Rotes zu fotografieren, das mir im Alltag über den Weg gelaufen ist. Und so ging es jeden Tag des Jahres bis zum 31.12.
Es war unglaublich spannend, wie sich mein Blickwinkel dadurch verändert hat und wie ganz kleine und unscheinbare Dinge, oft die tollsten Motive waren! Ich nannte mein Projekt übrigens "Karin sieht ROT".
Vom knallroten Eierbecher bis zum Feuerschiff war am Ende des Jahres alles vertreten! 365 unterschiedliche Motive ( da habe ich schon Wert drauf gelegt - man ist ja schließlich ehrgeizig) ūüėĀ!

Und nun bin ich am Überlegen, ob ich es mir antun soll, am 01.01.19 ein ähnliches Projekt zu starten, allerdings mit Motiven aus der Natur (wobei ich den Begriff "Natur" sehr grosszügig auslegen würde).
Ich schrecke noch ein bisschen davor zurück, weil vor allem die Wintermonate schwierig werden könnten, da ich morgens bei Dunkelheit aus dem Haus gehe und abends im Dunkeln heimkomme.

Was meint Ihr zu meiner Idee? Habt Ihr Vergleichbares schon mal durchgezogen?

 

Aber es gab da mal so eine Übung in einem Buch, unter anderem ging es darum, 48 Stunden lang die Aufmerksamkeit auf ein bestimmtes Objekt zu lenken. z.B. Grüne Ampeln oder gelbe Schmetterlinge.
Ich empfehle auch gerne den Hundehassern unter den Radfahrern 48 Stunden lang sich bei jedem, der seinen Hund einsammelt, bei Fuß gehen lässt, sitz übt und beiseite geht zu bedanken.

 

Ich empfehle auch gerne den Hundehassern unter den Radfahrern 48 Stunden lang sich bei jedem, der seinen Hund einsammelt, bei Fuß gehen lässt, sitz übt und beiseite geht zu bedanken.

Der ist gut!!! Aber da ich eher zur autofahrenden Fraktion gehöre, sind mir die unerzogenen Wuffis bzw. deren Halter eher schnurz ūüėĀ

 

Ich empfehle auch gerne den Hundehassern unter den Radfahrern 48 Stunden lang sich bei jedem, der seinen Hund einsammelt, bei Fuß gehen lässt, sitz übt und beiseite geht zu bedanken.

Der ist gut!!! Aber da ich eher zur autofahrenden Fraktion gehöre, sind mir die unerzogenen Wuffis bzw. deren Halter eher schnurz ūüėĀ

Liegt daran, dass ich viel durch die Felder Rad fahre und gut mit Hunden kann. Die meisten Halter verhalten sich nämlich genau so wie beschrieben. Viele ältere Hunde laufen auch einfach unbeeindruckt am Wegrand und man kann sicher vorbei fahren. und nur in sehr seltenen Fällen ist der Hund wirklich unkontrolliert und der Halter passt nicht auf. Es gibt aber tatsächlich Menschen, die ihre Aufmerksamkeit so auf "unerzogene" Hunde (als Autofahrer vielleicht Rüpelradler, ) also negatives richten, dass sie nicht mehr bemerken, dass die meisten sich völlig korrekt verhalten.
Es bricht mir kein Zacken aus der Krone Fußgängern mit oder ohne Hund ein Dankeschön zuzurufen, wenn sie Platz machen. aber es stärkt mein Bewusstsein dafür, wie viele mir eigentlich Platz machen und auch bei den Fußgängern wirkt es positiv verstärkend.

Momentan versuche ich meine Aufmerksamkeit auf liebe Kinder in der Straßenbahn zu richten (seufz)

 

Momentan versuche ich meine Aufmerksamkeit auf liebe Kinder in der Straßenbahn zu richten (seufz)


Wirklich schlimm. Vor zehn Jahren etwa, da war ich grad noch in den 30ern, ist doch so ein Rotzblag mal für mich aufgestanden, da hab ich mich alt gefühlt. Die wissen gar nicht was die anrichten die Bälger.

 

Momentan versuche ich meine Aufmerksamkeit auf liebe Kinder in der Straßenbahn zu richten (seufz)


Wirklich schlimm. Vor zehn Jahren etwa, da war ich grad noch in den 30ern, ist doch so ein Rotzblag mal für mich aufgestanden, da hab ich mich alt gefühlt. Die wissen gar nicht was die anrichten die Bälger.

Als ich in den 30ern war, konnte es tatsächlich noch passieren, dass jemand versuchte mich hochzuscheuchen, damit ich für vermeintlich ältere, faktisch aber nur dickere oder verbrauchtere Platz machte.
Als ich 2016 mit Gips rumlief, sind immer nur die jungen Männer aus dem Flüchtlingsheim für mich aufgestanden.

Ich meinte aber eher Kinder, die einfach nur da sitzen, anstatt wie am Spieß zu brüllen.

 

Mir hat sich erst vor ein paar Wochen die Achtsamkeit aufgeschlossen als ich ein Aha-Erlebnis bei einem Buch hatte und ich angefangen habe auch Meditation aus einem ganz anderen Blickwinkel zu betrachten.

Ich möchte jetzt grade mal sagen, dass ich Bookcrosser prima finde und mir dieser Thread mit all den Kommentaren heute richtig gute Laune gemacht hat! Dankeschön dafür! :o)
Die Anregungen sind prima und es ist so schön von den positiven Begegnungen und deren Anerkennung zu lesen.

Für mich ist es an manchen Tagen ein Ansporn Lächeln zu sammeln! Ist euch schon einmal aufgefallen, dass wenn man die Menschen, die einem so im Lauf des Tages begegnen die meisten nicht ins Gesicht schauen, geschweige denn grüßen. Es ist gar nicht so einfach unbekannten Menschen ein Lächeln zu schenken, weil sie entweder so in Gedanken oder beschäftigt sind dass sie die anderen Menschen gar nicht bemerken - oder aber absichtlich einer Kontaktaufnahme ausweichen.
Wenn man dann mal jemanden "erwischt" ist es auch oft spannend was der aus einem freundlichen Lächeln macht. Viele sind iritiert, freuen sich dann aber - manche fühlen sich bedrängt oder durchforsten merklich ihr Gehirn auf der Suche nach einer Information woher dieser fremde Mensch einen kennt. Das ist wirklich spannend!

 

Momentan versuche ich meine Aufmerksamkeit auf liebe Kinder in der Straßenbahn zu richten (seufz)

Ich meinte aber eher Kinder, die einfach nur da sitzen, anstatt wie am Spieß zu brüllen.

Schön, aber wie bedankst Du Dich da? Du wirst ja kein Bonbon anbieten...

 

Das finde ich doch mal prima!!!

 

Und gerade im Winter kann man doch tolle Motive entdecken. Sicherlich hast du am Tag mal Zeit raus zu gehen, oder vielleicht auch nur aus dem Fenster zu sehen. Da kann man sicherlich auch einiges entdecken. Von Reifenspuren im Schnee, oder Frost auf Ästen, Nebel der sich auch tagsüber nicht verzieht über Weihnachtsbaumverkaufstände. ;-) Da findet sich bestimmt einiges. Jeden Tag was Rotes war sicher auch nicht einfach.

Ich hatte mir mal überlegt, Gesichter zu fotografieren, dort wo sie mir begegnen. Wie oft hat mich schon der Kaffee morgens angelacht, oder ein Baum zeigt mir sein Gesicht (oder ganz andere Sachen!).

Vielleicht sollte ich auch einfach mal damit anfangen. Fotoapparat habe ich ja immer dabei.

 

Ich hatte mir mal überlegt, Gesichter zu fotografieren, dort wo sie mir begegnen. Wie oft hat mich schon der Kaffee morgens angelacht, oder ein Baum zeigt mir sein Gesicht

Das ist ja originell! Gäbe bestimmt eine super Foto-Sammlung!
Aber was mich reizt, sind nicht die "Zufallstreffer" irgendwann, sondern die Kontinuierlichkeit, ein passendes Motiv entdecken zu "müssen" - aber soll ja auch nicht in Stress ausarten.

 

Ich hatte mir mal überlegt, Gesichter zu fotografieren, dort wo sie mir begegnen. Wie oft hat mich schon der Kaffee morgens angelacht, oder ein Baum zeigt mir sein Gesicht

Das ist ja originell! Gäbe bestimmt eine super Foto-Sammlung!
Aber was mich reizt, sind nicht die "Zufallstreffer" irgendwann, sondern die Kontinuierlichkeit, ein passendes Motiv entdecken zu "müssen" - aber soll ja auch nicht in Stress ausarten.


Glaub mir! Inzwischen seh ich überall Gesichter... Bei jedem Schild einer abknickenden Vorfahrtstraße guckt mich ein miesepetriger Chinese an! Fahranweisungen wie: am böse guckenden Chinesen geradeaus! wird aber nur wirklich von meinem Mann verstanden ;-)

Wolkenbilder haben auch was, aber die sind meist auch schnell wieder weg.


 

Ich hatte mir mal überlegt, Gesichter zu fotografieren, dort wo sie mir begegnen. Wie oft hat mich schon der Kaffee morgens angelacht, oder ein Baum zeigt mir sein Gesicht


Das geht mir schon mein ganzes Leben so. Habe leider bis heute nur mein handy zum knipsen. Wollte diese Bilder schon seit 20 Jahren machen...

 

In der dunklen Jahreszeit ist es vielleicht der Tritt, den ich brauche, um in der Mittagspause auch bei Schmuddelwetter draussen eine Runde zu drehen...
Ingwer, Deine Vorschläge bzgl. Winter-Motiven hat was!
Also vielleicht doch starten?

 

Wunderbare Idee! Ich hätte nicht die Disziplin wirklich jeden Tag etwas zu fotografieren. Was hast du mit den Fotos am Ende des Jahres gemacht?

Ob man dadurch achtsamer seine Umgebung betrachtet oder eher einen Tunnelblick (ich muß etwas z.B. Rotes finden) entwickelt, hängt sicher von jedem selber ab...

Ich denke aber Natur wirst du auch im Winter und im Haus finden und wenn es der Brokkoli im Essen oder die Regentropfen am Fenster sind...

 

Deine Idee mit dem Foto gefällt mir sehr gut und auch gerade das Thema Natur. Das könnte ich mir auch gut vorstellen zu machen.

Ich habe etwas ähnliches gemacht mit Glücksmomenten. Dazu habe ich jeden Tag mindestens 5 "Dinge" aufgeschrieben, für die ich dankbar war, über die ich mich gefreut habe. Und das konnten ganz kleine Dinge sein. Manchmal habe ich auch Fotos dazugefügt oder Eintrittskarten oder Adressen,...
Ich habe auch einen Austausch mit engen Freundinnen (zur positiven Verstärkung) versucht, das hat allerdings nicht geklappt.
Derzeit übe ich präsent zu sein und nicht immer in Gedankenkreisläufen verstrickt. Ich kann mir gut vorstellen, dies mit Deiner Idee mit den Naturfotos zu verbinden.

Was hast Du mit Deinen roten Bildern gemacht? Hast Du ein virtuelles oder ein richtiges Album angelegt?

 

Ich habe etwas ähnliches gemacht mit Glücksmomenten. Dazu habe ich jeden Tag mindestens 5 "Dinge" aufgeschrieben, für die ich dankbar war, über die ich mich gefreut habe.


Das ist eine wirklich schöne Anregung! Ich finde es auch sehr schade, dass wir so oft nur das Negative sehen, egal, ob in den Nachrichten oder sonst im Alltag. Dabei jammern wir wirklich auf sehr hohem Niveau!

Daher ist es umso wichtiger, sich die schönen Dinge, denen wir begegnen und für die wir dankbar sein sollten, ganz bewusst wahrzunehmen! Einfach kurz innehalten und den Tag reflektieren - irgendetwas Schönes gibt's immer - man muss es nur erkennen (beispielsweise liegt meine Mieze Luna gerade auf meinem Schoß und schnurrt, wie eine Nähmaschine! - ach wie schön!!!!)

 

und das finde ich auch prima!!!

 

Die Idee finde ich super, ob ich Fotos mache oder die Aufmerksamkeit auf positives richte, mal schauen.
Da ich gerade den neuen Kalender bestücke lege ich mich jetzt als Start auf den 1. Dezember fest, die Neujahrsvorsätze halten nie so gut bei mir ;).

 

Schöne Idee! Ich sammel z.B witzige Fehler im Alltag. Es gab z.B. mal "Kinderhack" im Discounter (stand auf der Verpackung) oder in der Altstadt hängt ein Banner "Businesslunch Mo - von bis Uhr", wo während des Weihnachtsmarktes nahtlos eine Bude darunter anschliesst: "Grünkohl-Ersbsensuppe-Glühwein"... XD

Das Thrma "Natur" finde ich allerdings etwaszu weit gefasst. ROT gefiel mir besser.

 

Das ist ja eine supertolle Idee! Ich kann mir gut vorstellen, dass man dadurch die Achtsamkeit schult!! Und zudem hast du bestimmt eine geniale Sammlung am Ende des Jahres. Das Projekt zum Thema "Natur" finde ich ebenfalls klasse! Und ich kann mir vorstellen, dass du auch in den Wintermonaten, trotz weniger Sonnenstunden Motive finden wirst!

Ich finde deine Idee sehr inspirierend - ich glaube, da möchte ich mir was davon "abgucken"!

 

Eure Beiträge haben mich nun doch schon fast überzeugt, mein neues "Projekt" zu starten. Ihr spornt mich an!

Zu Eurer Frage, was ich mit meinen "roten" Fotos gemacht habe: eigentlich nur ein virtuelles Album auf der Cloud. Ich hatte mir zwar überlegt, ob ich so ein Fotobuch draus machen soll, mich dann aber doch dagegen entschieden.
Ich finde es zwar immer noch spaßig, mir die alten Fotos anzuschauen (oft erinnere ich mich auch noch gut an den Ort oder die Umstände, als ich das Foto gemacht hatte) aber das Wesentliche war für mich immer der Augenblick des "Entdeckens" ("Oh, was für ein niedlicher roter Knopf an Deiner Jacke - darf ich den mal kurz knipsen?"). Ich hätte mir zuvor nicht vorstellen können, wie man bewusst seinen Blick auf etwas Bestimmtes trainieren kann. Man entdeckt ganz belanglose Dinge des Alltags - und findet sie plötzlich interessant und schaut sie sich ganz genau an!

Bei Natur-Motiven könnte ich mir sogar vorstellen, tatsächlich ein gedrucktes Fotobuch daraus zu machen.

 

Das finde ich eine total tolle Idee. Also das mit der Aufmerksamkeit. Man muss es ja nicht als Foto festhalten, aber überhaupt wahrzunehmen ist doch schon gut. Ich hab mir vorgenommen sowas mal auszuprobieren :-) Blau, oder Wasser, würde mich reizen...

Ein Natur-Fotobuch stelle ich mir sehr schön vor

 

Blau, oder Wasser, würde mich reizen...


Als ich mich damals Ende Dezember zu meinem Projekt ("Karin sieht ROT" ) entschlossen habe, wollte mein Mann es mir gleichtun (mehr im Spaß, als ernste Absicht) und nannte sein Projekt "Stefan macht BLAU". Aaaaaber: er hat es gerade mal ein paar Tage geschafft, dann war es ihm zu aufwendig. Es gibt nämlich eindeutig weniger blaue Motive, als in der Signalfarbe Rot! So zumindest mein/unser Eindruck.

Und ich will hier keinesfalls den Eindruck erwecken, dass ich hochwertige Fotos mache oder so. Damals knipste mit meiner Nikon Coolpix und inzwischen ganz banal mit dem Handy (hatte ich damals noch nicht mal eines).
Allerdings werden damit die Fotos doch nicht so gut und evtl. schaffe ich mir doch wieder eine kleine und handliche Kamera an, mit der man vor allem schön heranzoomen kann. Ich liebe nämlich die Nahaufnahmen von winzigkleinen Details!


 

wingHH58wing 1 wk ago
Nein ...
... aber ich weiß, dass 5inq öfter mal einen "Vorsatz des Jahres" hat, wenn auch nicht auf dem Gebiet der Fotografie, z.B. jede Woche ein bisher noch unbekanntes Lebensmittel essen oder eine Straße oder Gasse benutzen, die er bisher noch nicht benutzt hat o.ä.

 

und überlege sie zu stibitzen! Besonders die Farben reizen mich.

 

und überlege sie zu stibitzen! Besonders die Farben reizen mich.


Ich werde es auf alle Fälle im kommenden Jahr mal versuchen. Mal gucken ob "Steffis Blaue Periode" ein Jahr füllen kann. Ich hab heute mal bei der Heimfahrt so nach Blauen Sachen Ausschau gehalten. Da sind jede Menge Straßenschilder dabei ;-D
Ich seh mich schon immer Sommer auf den Wiesen den Ameisenbläulingen hinterher rennen... Wobei - das mach ich ja auch jetzt schon.

 

 

Habe gestern noch in einer Zeitung gelesen, dass man jeden Tag eine schöne Sache fotografieren soll, sei es der neue Pulli, das Essen, die Natur, Sehenswürdigkeiten, eben um die Achtsamkeit zu stärken und dann stolpere ich heute über diesen thread. Wenn das kein Wink mit dem Zaunpfahl ist?Das mache ich auch nächstes Jahr, dann mit den schönen Sachen.
Die Idee ein Fotoalbum/ Fotobuch daraus zu machen finde ich auch gut.
Also ich klaue mir die Idee auch ;-)!

 

eine schöne Idee! Und als Thema Natur ‚Äď sehr schön ... und so schön, dass ich vor zwei Tagen schon damit begonnen habe. Ich freue mich!

Freude im Alltag notieren, das habe ich in den letzten Jahren auch gemacht. Vor einigen Wochen habe ich damit aufgehört und das, worüber ich mich freue und dankbar bin, nur noch im Kopf notiert. Schriftlich ist allerdings besser, dann kann man es später nachlesen und sich erneut darüber freuen. ... Ich glaube, ich fange wieder damit an :-)

 

dass ich mit diesem Thread schon einige BCler mit meiner Idee (auch in abgewandelter Form) infiziert habe!

Seit ein paar Wochen spiele ich mit dem Gedanken, eine Art persönlichen Tagebuch-Blog zu erstellen. Da ich nämlich viel bastle und handarbeite, wäre es einfach schön, alles dokumentieren zu können, bevor ich immer alles verschenke oder weggebe.

Und nun kam mir der Gedanke, dass ich da ja auch meine täglichen Fotos archivieren könnte. Das würde zusätzlich noch die Möglichkeit bieten, kleine Texte und Gedanken dazuzuschreiben.
Hmmmm - so langsam reift die Idee zum Projekt!

 

Ich bin ebenfalls begeistert von euren vielfältigen Ideen. Habe von Anfang an mitgelesen und möchte auch Anregungen beisteuern.
Vor etwas über einem Jahr erwähnte cappuccino21, dass sie für ihre Nichte ein "5-Jahres-Buch" gekauft hätte. Das ist also ein gebundenes Buch wie ein Tagebuch, das man jederzeit anfangen kann, und man sieht dann immer ganz genau "Ah, das habe ich also heute vor einem Jahr gemacht, erlebt, toll gefunden...". Ich habe mir gleich so ein Teil im hiesigen Buchladen bestellt. An einem historischen Datum, nämlich dem 03.10., bin ich dann letztes Jahr damit angefangen. Gut, das beinhaltet mangels Platzangebots nur Schriftliches, keine Fotos oder Hineingeklebtes.
Darum an euch, die ihr vorhabt, ab sofort oder im nächsten Jahr oder oder oder Fotos mit einem besonderen Augenmerk zu knipsen: Wer hätte denn Lust auf eine WhatsApp-Gruppe, in der wir unsere Fotos teilen? Ob mit oder ohne erklärenden Text dabei kann ja jeder selbst entscheiden.

Ich würde mich freuen, wenn ihr berücksichtigt, dass ich veraltete Beiträge von mir gerne wieder lösche. Aus diesem Grund wäre es notwendig, dass ihr nur mit @ Landmaid ein völlig eigenes posting schreibt, weder auf antworten klickt noch zitiert. Für ein völlig neues posting muss man übrigens einfach nur ganz nach unten scrollen :-)
Danke.

 

@Landmaid: Wäre eine Überlegung wert und als Ansporn bestimmt ganz gut. Aber ob ich immer die Zeit haben werde, die Fotos zu teilen? Weiß nicht. Vor allem, falls ich doch mit 'ner Kamera fotografiere und nicht mit dem Handy - dann wird mir das vielleicht zu umständlich. Was meint Ihr?

 

Ich habe schon davon gehört, dass es tatsächlich Leute gibt, die sich selbst jeden Tag in derselben Pose (z.B. morgens vor dem Spiegel) fotografieren.
Das finde ich zwar ziemlich "affig" und wäre so gar nix für mich aber die Idee an sich ist trotzdem interessant.

Beispielsweise könnte man jeden Tag denselben Baum vor dem Fenster fotografieren und so die langsamen und allmählichen Veränderungen im Lauf des Jahres/der Jahreszeiten festhalten. Oder immer derselbe Blick auf den Gehweg vor dem Haus oder...

Das wäre dann halt ein ganz anderer Aspekt des bewussten Wahrnehmens.
Aber auch spannend! Ich stelle mir vor, dass die Abfolge der Fotos dann irgendwann aussehen würde, wie ein Film im Zeitraffer-Tempo oder wie ein Daumenkino.

 

In einer Folge von Inspector Barnaby hat jemand das gemacht:
jeden Tag zur selben Zeit dieselbe Straße fotografiert, und auch jeden Tag den Teller mit dem Mittagessen, und das Essen war auch jeden Tag das gleiche und genau gleich auf dem Teller angeordnet - ziemlich bescheuert ...

Aber z.B. jeden Tag denselben Baum fotografieren, das ist eine gute Idee.

 

Beispielsweise könnte man jeden Tag denselben Baum vor dem Fenster fotografieren und so die langsamen und allmählichen Veränderungen im Lauf des Jahres/der Jahreszeiten festhalten. Oder immer derselbe Blick auf den Gehweg vor dem Haus oder...


Die Idee hatte ich vor ein paar Jahren mal, aber dann war es mir irgendwann zu langweilig, weil der Baum sich irgendwann nicht mehr so viel verändert hat, als dass man das auf den Fotos sehen konnte.
Dann bin ich umgezogen und habe eine Weile jeden Tag abends ein Foto von meinem Balkon gen Himmel gemacht, aber das war dann auch irgendwann langweilig.
Aber vielleicht kann man das noch mal in Angriff nehmen mit etwas, was sich mehr verändert? Das Mittagessen wäre so etwas. Ich denke da mal drüber nach ;-)!

 

Die Idee hatte ich vor ein paar Jahren mal, aber dann war es mir irgendwann zu langweilig, weil der Baum sich irgendwann nicht mehr so viel verändert hat, als dass man das auf den Fotos sehen konnte


Da wäre es vielleicht wirklich besser, nur 1x pro Woche ein Foto zu machen, um tatsächlich Veränderungen zu sehen.

 

Ein schöner Gewinn... und wie Du schreibst, bleiben die Erinnerungen, wenn man die Fotos nochmals anschaut...
Kamera wäre toll! Aufschreiben ist zwar auch schon schön, aber für mich gerade nicht realistisch. Ich vermisse meine Kamera, die noch immer irgendwo im Lager versteckt ist.

 

Die Anregungen hier finde ich toll. Lese schon die ganze Zeit mit und überlege. Täglich fotografieren finde ich ein bißchen zu stressig, aber wöchentlich ist schon machbar. Die Idee mit einem Baum schwebt mir schon lange im Kopf. Ich glaube im kommenden Jahr mache ich einen Versuch. Ich kann ja auch schon im Dezember anfangen ;-)).
Mit dem täglich was Erlebtes aufschreiben halte ich die Urlaubserlebnisse fest. Mein Urlaubstagebuch reist immer mit und darin blättern macht immer wieder Freude, da die Erinnerungen an Kleinigkeiten verblassen bzw. sonst entschwinden.
Eine WhatsApp-Gruppe fände ich auch etwas umständlich, wegen der Fotos, die ich mit einer Kamera mache, aber kann man nicht ein BC- Tagebuch auf sein Regal stellen, vielleicht mit dem Titel Achtsamkeitstagebuch? Da könnte man die Anderen teilhaben lassen und man müsste ja nicht täglich berichten.

 

...kann man nicht ein BC- Tagebuch auf sein Regal stellen, vielleicht mit dem Titel Achtsamkeitstagebuch? Da könnte man die Anderen teilhaben lassen und man müsste ja nicht täglich berichten.


Wäre zwar auch eine Möglichkeit aber andererseits hat das ja nicht wirklich was mit BC zu tun. Da würde ich schon eher einen Blog vorziehen oder eben die Archivierung in einem separaten (virtuellen) Album.

Jedenfalls freue ich mich total, dass meine/Eure Anregungen auf soviel Interesse stoßen!

Ich denke, ich starte im neuen Jahr einen Thread, in dem jeder, der mag, sein ganz persönliches Achtsamkeits-Projekt vorstellen/beschreiben und auch den Werdegang im Laufe des Jahres mitteilen kann.
Ich hatte bei meinem ROT-Projekt ab und zu große Durchhänger und hätte fast aufgegeben. Da hätte mir ein bisschen "gutes Zureden" ganz gut getan.

 

Ich denke, ich starte im neuen Jahr einen Thread, in dem jeder, der mag, sein ganz persönliches Achtsamkeits-Projekt vorstellen/beschreiben und auch den Werdegang im Laufe des Jahres mitteilen kann.
Ich hatte bei meinem ROT-Projekt ab und zu große Durchhänger und hätte fast aufgegeben. Da hätte mir ein bisschen "gutes Zureden" ganz gut getan.


Das ist eine gute Idee.

 

ich habe mal an einem fotoprojekt teilgenommen täglich ein bild und wir haben online jeder seine bilder eingestellt und jeder hat es sich von den teilnehmern anschauen können..da ich nicht täglich online war habe ich symbolisch jeden sonntag meine bilder veröffentlicht....ich bin bis tag 180 gekommen ...und war dann alleine..alle vorher abgesprungen....habe verschiedenes fotografiert am anfang tägliches....dann mal cam under feet...das waren auch witzige sachen....dann herzen...uhren...türen...wolken....jeder tag hatte ein motto...montag war herz tag....
jetzt würde ich gerne farben fotografieren.....Birgit sieht rot.....eine Whatsapp Gruppe fände ich schön

 

jetzt würde ich gerne farben fotografieren.....Birgit sieht rot.....eine Whatsapp Gruppe fände ich schön


Das mit der WhatsApp-Gruppe wäre bestimmt spannend aber wie schon gesagt: falls ich mich entschließe, mit der Kamera zu fotografieren, werde ich die Fotos wohl nicht per WhatsApp teilen. Das ist mir zu umständlich und zu zeitaufwendig. Aber vielleicht finden doch ein paar Gleichgesinnte für eine Gruppe zusammen!?

Das Thema "Rot" fand ich auch sehr spannend! Trotzdem hatte ich irgendwann Probleme, immer neue "rote Motive" zu entdecken. Aber es geht! Ich wünsche Dir viel Erfolg damit!

 

Are you sure you want to delete this item? It cannot be undone.