Es dreht sich

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um das Fahrrad in der Literatur.

In Berlin ist das Thema Fahrrad als Verkehrsmittel durch die Initiative „Volksentscheid Fahrrad“ im Jahr 2016 mächtig in Schwung gekommen.

Zur kleinen Unterstützung möchte ich hier ein paar Fahrräder der Literatur sammeln.

Es beginnt passend mit John le Carré "Der Spion der aus der Kälte kam" irgendwo an einem Übergang zwischen Ost und West in Berlin:

"Sie kamen ihn holen, aber er floh. Er hat das Rad genommen."
S. 8. Lizenzausgabe Bertelsmann.

"Er besitzt ein Fahrrad".
S.12

"Ein Mann, Herr Thomas", wisperte der jüngere Polizist, "mit einem Fahrrad." Lemas hob den Feldstecher.
Es war Karl, die Gestalt war unverkennbar, selbst auf diese Entfernung, in einen alten Wehrmachtsgummimantel gehüllt, sein Fahrrad schiebend.
S.14

...er schaute über die Schulter, begann wild in die Pedale zu treten, beugte ich tief über die Lenkstange.
S.15

Als er in den Weg einbog, sah er drei Fahrräder im Gras liegen.
S.121

 

schreibt einige Jugenerinnerungen auf mit dem Titel:
Von der Liebe zum Radfahren
http://www.bookcrossing.com/---/10469020/
Da das Büchlein nicht mehr bei mir ist, kann ich nicht wörtlich zitieren, aber es geht um eine Radtour und das ganze ist untermalt mit vielen Landschafts- und Fahhradaufnahmen.

 

Das klingt toll. Der schreibt prima, und das Thema finde ich sehr spannend. Muss auf meine Wunschliste :)

 

hat einen ganzen Roman über Fahrräder, ihre politische Bedeutung und den Konkurrenzkampf zwischen Hoch- und Niederrädern geschrieben: http://www.bookcrossing.com/---/5711598

 

Jaaa! Das ist ein schönes Buch!

 

Dazu fällt mir zuallererst "Das gelbe Buch der Spitzenschreiber" ein:
http://www.bookcrossing.com/---/8542219

 

... in neuerer Zeit um den Covadonga-Verlag, der hat eine ganze Menge fahrrad-affine Literatur herausgebracht.

Zu früheren Zeiten, als es noch keine solche spezialisierten Sparten-Verlage für Nischenmärkte gab, gibt es zum Beispiel:
Salz im Kaffee, Hans Blickensdörfer http://www.bookcrossing.com/---/11693904
Das Rennen, Tim Krabbé http://www.bookcrossing.com/---/7787086

oder: "Drei Jahre später war Großvater tot. Es war eine große Beerdigung, und viele kamen von den Höfen der Umgebung, manche sogar vom anderen Ufer des Po. Alle waren mit dem Fahrrad da. Der Friedhof von Sartirana lag jenseits der Bahnlinie und des Kanals, und wie üblich folgte man dem Trauerzug, indem man langsam in die Pedale trat. Mit dem Auto zu fahren, wäre respektlos gewesen. Ein großer, lautloser Schwarm Fahrräder, die auf einer weiten Ebene einem Leichenwagen folgte, war ein ziemlich surrealer Anblick!" (Aus "Meine ersten sieben Jahre und ein paar dazu", Dario Fo)

"Der Fahrradmechaniker pumpte die Geduld eines Kunden in den Schatten eines Reifens. Er fürchtete, sie könnte platzen..." (aus: Kojo Laing, "Die Sonnensucher)

Henry Miller ist gerne und schnell auf Fahrrädern unterwegs gewesen und hat darüber gut geschrieben.

und und und...

 

spielen Fahrräder eine sehr wichtige Rolle bei der Rekonstuktion eines Mordes.

 

in http://www.bookcrossing.com/---/11332219 spielt sich eine Radrenn-Szene in den Hügeln des Libanon ab.

 

William Gibson, Virtual light http://www.bookcrossing.com/---/12740744

 

"Ich liebe das Fahrrad. Das habe ich immer getan. Ich kann mir keinen aufrichtigen, ehrbaren Menschen vorstellen, keinen Mann und keine Frau, keinen Jugendlichen und keinen Alten, keinen Heiligen und keinen Sünder, der dem Fahrrad widerstehen kann." (William Saroyan, Erzählungen aus den Jahren 1933-1938)

 

http://www.bookcrossing.com/---/7761873

Deutsche Teilung, Aufstand der Arbeiter in der DDR, Täve Schur, Radweltmeister, Friedensfahrt...

 

 

 

... nicht zu viele von diesen unterwegs sind:
http://www.bookcrossing.com/---/6932443

 

zz-zugzwang 3 yrs ago
Super
Sammlung habt ihr in Kürze schon zusammengetragen.

Tour der Leiden von Norbert Klugmann habe ich vor Jahren gelesen, bekomme jetzt aber den Handlungsstrang nicht mehr zusammen.
Die Gruppe der Radfahrer hat sich jedenfalls im Lauf des Romans reduziert...

 

Leon Uris - Topas - S. 214

In Blois beschaffte sich Jacques Granville sechs Fahrrräder, die er in einer Scheune versteckte...
Mit dem Fahrrad fuhren sie die vierzehen Kilometer bis zur Furt, und dort wurden die Flüchtlinge über den Fluß ins unbesetzte Frankreich gebracht. Die Fahrräder wurden mit einem Pferdewagen zurückgebracht und wieder in der Scheune verstaut.

 

… wohl schon wieder ein*e BCer*in Elternteil wird ;))

 

So auch in den Kindheitserinnerungen von Marina Colasanti: hier eine Szene ungefähr 1945 in Oberitalien, aus dem Buch http://www.bookcrossing.com/---/14329932 : "...die wenigen Vorübergehenden blieben stehen und schauten, kurz gab es einen kleinen Auflauf. Es war ein Rennrad modernsten Designs, leicht, mit einer besonderen Aluminiumlegierung. Stolz, als hätte er es selbst fabriziert, gab mein Vater Erklärungen ab und demonstrierte das Federgewicht, indem er das Rad ohne jede Anstrengung mit einer Hand hochhob..." - "Er blieb nicht lange. Bald schon verschwand er auf dem Fahrrad, lächelnd, als triebe er Sport."

 

"Ich sehe das Bild vor mir: ein verdrossen brummender Pritschenwagen, der langsam im dritten Gang fährt und ein Schlange von Radfahrern hinter sich her zieht. Die Methode war viele Male auf dem Groone Kruisweg zwischen Hoogvliet und Rhoon erprobt worden und später zwischen Den Briel und Rockanje. Auch zur Exekution in Het Sluisje war ein Lastwagen mit einer Reihe uniformierter Radfahrer hintendran gefahren, die fluchten, weil das Seil ihre linke oder rechte Hand blutig scheuerte. Manchmal kamen sie sich mit den Vorderrädern gegenseitig ins Gehege, und die Männer purzelten wie Zinnsoldaten übereinander."

Jan Brokken, "Die Vergeltung", S. 330
http://www.bookcrossing.com/---/14307444/

 

ist das erste Buch einer Romanserie von Régine Desforges, die im besetzten Frankreich spielt

 

Bernd Wollf, "Alwin auf der Landstraße"
( https://www.amazon.de/---/ref=sr_1_2?... )

Es geht darin um die Abenteuer eines jungen Ausreißers, der mit dem Fahrrad die 200 Kilometer zu den Großeltern bewältigen will.

 

Gott fährt (auch) Fahrrad. Wer hätte das gedacht?
http://www.bookcrossing.com/---/14360690

Was meinst du mit "sammeln" zz-zugzwang, nur virtuell oder auch real? Dieses Buch möchte ich aber vorher unbedingt lesen.
Danach werde ich es gern als RABCK oder Ring weitergeben.

 

1910 dreht sich hier:
Bosetzky - Kappe und die verkohlte Leiche
http://www.bookcrossing.com/---/14242659/ -

enthält einige Fahrradpassagen:

Arbeitsweg

S.12 - die Sonne war noch nicht richtig aufgegangen, als sich Gustav Dlugy auf sein
Fahrrad setzte, um zur Arbeit auf dem Kohlenplatz zu fahren.

Ausweichmanöver aufm "Alex":

S.20 - Unübersichtlich war es hier, von allen Seiten kamen Straßenbahnen und Auotomobile wie Geschosse auf ihn zu, er musste Kraft- und Pferdedroschken, Fahrrädern, Handkarren und eiligen Foußgängern ausweichen.

Fahrradklau:

S.38 - Es war ein guter Tag für Friedrich Schwina, denn wenig später sah er ein Fahrrad, nur so an einen Baum gelehnt, und dami war er bald wieder in seiner Laube zurück.

Streife:

S.129 - Auch die Radfahrpatrouillen, die sich bei der Übermittlung von Befehlen wie beim Auskundschaften des Gegners bewährt hatten, wurden verstärkt.

Täterflucht:

S. 164 - In Leipzig war ein Schutzmann von einem flüchtigen Fahrraddieb erschossen worden.

Shuttle-Service:

S. 174: So verabschiedete er sich schnell von seinen Mannschaftskameraden und eilte aus der Umkleidekabine, um sich auf das Fahrrad zu schwingen und hinüber in den Südosten zu radeln.

@ Lesenmachtfroh: Mit Sammeln meine ich Textstellen (oder ganze Bücher) rein virtuell.

 

Entält einige Fahrrad Szenen

http://www.bookcrossing.com/---/14323210/
Sowohl in Berlin und auch in Tel Aviv 🚴🚲😊

Vor einigen Tagen fuhr ich mit dem Fahrrad die sehr grosse Strasse Ben Yehuda in Tel Aviv entlang...

Man muss wissen, dass Fahrradfahrer in Tel Aviv von anderen Verkehrsteilnehmern gerne übersehen werden...


 

http://www.bookcrossing.com/---/14397245

Titelbild
Seite 13 "Ich kalkulierte zwölf Minuten für die Fahrt mit dem Fahrrad ein ..."
Seite 37 "ich tellte mein Fahrrad im Hausflur ab, zog den Rucksack vom Rücken, .."
S. 45 "Während ich nach Hause radelte, ließ ich den Abend noch einmal Revue passieren."kam auf mich zu , deutete auf mein fahrrad
S. 58 "Da es heftig regnete, kettete ich mein Fahrrad im Foyer fest. ... Der uniformierte Empfangschef kam auf mich zu , deutete auf mein Fahrrad ..."
S. 63 " Ich kettete mein Fahrrad los undwir gingen hinaus auf die Straße."
S. 128 " Ich aß zu Hause zu Abend und fuhr anschließend mit dem Fahrrad zum Marqeess of Queensbury."
S. 130 "Um 2:50 Uhr radelte ich durch die inneren Vororte."
S. 152 " Ich hatte mein Fahrrad dabei und über den Abend verteilt nur drei flaschen Bier getrunken.

Ab hier hat das Fahrrad für den Protagonisten offensichtlich keine Bedeutung mehr.

 

Ein Roman um eine Mannschaft aus Neuseeland, ehemalige Soldaten, die im ersten Weltkrieg in den Schützengräben in Belgien und Nordfrankreich lagen und nun (1928) an der Tour de France teilnehmen.
Bin gespannt drauf, noch nicht gelesen, fange ich aber in Kürze an!

 

winghuskywing 2 yrs ago
Vive la France
Natürlich dreht es sich auch und besonders in Frankreich: Sempé, Das Geheimnis des Fahrradhändlers. Geniale Symbiose aus Zeichnung und Poesie: http://www.bookcrossing.com/---/14784502

 

so heißt eine Episode in "Ich will wie meine Katze riechen" von dem Dresdener Poetry Slammer Julius Fischer http://www.bookcrossing.com/---/14950142
Läuft bei Julius Fischer unter der Kategorie "Ich hasse Menschen". Klar, wer Menschen hasst, kann immer noch Fahrräder lieben. Aber andererseits, wer Menschen liebt, muss auch Fahrräder lieben. Oder?

 

wingholle77wing 2 yrs ago
In Berlin:
Petra Durst-Benning: Solang die Welt noch schläft

Das Buch spielt Ende des 19.Jahrhunderts, Hauptschauplatz ist Berlin. Der Radfahrsport greift immer mehr um sich, aber das Fahrrad ist für Frauen noch verpönt. Die Hauptprotagonistin wird allen Hindernissen zum Trotz eine Wegbereiterin für Radfahrerinnen.

Dieser Roman ist der 1. Teil einer Trilogie. Es geht um drei Freundinnen, allesamt starke Frauen und in jedem Band wird das Lebensschicksal einer dieser Freundinnen beschrieben, die unbeirrt ihren eigenständigen Weg gehen.

Sehr interessant, spannend und gut geschrieben, wie man das von der Verfasserin kennt.

 

Während des zweiten Weltkriegs wurden holländische Fahrräder nach Deutschland gebracht, um das Metall in der Rüstungsindustrie zu nutzen. Zwei Generationen später bringt der Protagonist dieses Buches sie zurück: http://www.bookcrossing.com/---/14973442/

 

In der Biografie von Manfred Krug
https://www.bookcrossing.com/---/10361062/

S.141 Im Frühling haben wir jeder ein neues Fahrrad von VEB MIFA. Sie sind so schwer, daß ich denke, sie seien aus vollen Eisenstangen gemacht. ... Ich fahre nur ein paar Kilometer Landstraße bis Schkeuditz. ...

Fahrräder kommen bei ihm noch öfter vor, aber die Tour fand ich schon beeindruckend. Auch bzw. vor allem wie er sie bequem verkürzt hat. ;-))

 

winghuskywing 2 yrs ago
Ventoux
von Bert Wagendorp.
Ein Roman über einen Sommer, der das Fieber des Lebens in sich trug - und es geht nicht nur um den Côte du Ventoux-Rotwein, sondern natürlich um das Rennradfahren, auch und nicht nur am Mont Ventoux.

 

Da hatte ich letztens auch zwei:

„Der Frosch auf dem Fahrrad“ => ein gaaaanz süßes Kinderbuch!
http://www.bookcrossing.com/---/14797662/

Und „Der Mann auf dem blauen Fahrrad“, hab ich aber nicht gelesen:
http://www.bookcrossing.com/---/15073951/

 

Erzählung aus dem Buch "Nirgendwo im Haus meines Vaters", 2007 (dt. 2009, S. Fischer Verlag) - über die Unmöglichkeit für ein kleines Mädchen aus Algerien, unter den strengen Augen des konservativen Vaters Fahrrad fahren zu lernen

 

Der Atem des Jägers https://www.bookcrossing.com/---/15382708 :
"In den Secondhand-Shops in Gardens und in der Kloof Street kaufte sie eine Wiege, ein Fahrrad und einen rot-blauen Teppich. Sie strich die Wiege auf dem Dach mit weißer ökologischer Farbe, und als sie feststellte, daß sie Lack übrig hatte, verpaßte sie auch dem alten, gelb-grünen Rennrad mit den schmalen Reifen und dem Rennradlenker ein paar Schichten."

 

Wenn ich im NDR Magazin-Beiträge geschnitten habe, von Hamburg-Journal bis Markt im 3., habe ich nach Möglichkeit irgendwo ein Fahrrad mit eingebaut. Das ist relativ einfach, zum Beispiel in der Totalen anstelle des durchrauschenden LKW oder irgendeines Autos einen Radfahrer zu nehmen.
Manche wussten wohl davon.
Eines Tages fand der Dreh in einer autofreien Innenstadt statt, was aber mit dem Thema des Beitrags nix zu tun hatte. Die von jungen Autoren wegen ihrer stundenlangen geschmäcklerischen Mäkeleien gefürchtete "Trixie" kam zur Abnahme. Und das einzige was ihr einfiel war: "Dieses Mal hast Du aber übertrieben mit deinen Fahrrädern." Genau dieses eine Mal war ich absolut unschuldig.

 

S.130
Seine suchenden Finger ertasten eine Narbe unter meiner linken Brust. "Was ist das?" "Ein Unfall in der Kindheit. Ich bin vom Rad gefallen."

S.205
So sehr bin ich in Gedanken versunken, dass ich den Jugendlichen auf dem BMX-Rad gar nicht bemerke, der neben mir in Schritttempo verfallen ist. Als ich ihn wahrnehme, stelle ich fest, dass es ein Teenager von etwa vierzehn oder fünfzehn Jahren ist. Instinktiv weiche ich so weit wie möglich an die Mauer zurück. Mühelos steuert er sein Rad über den Randstein. Ich versuche, den Rückzug anzutreten, aber er ist genau hinter mir und versperrt mir den Weg.

S.283
Als ich zurückkomme, steht jemand vor dem Haus. Ein Jugendlicher auf einem Fahrrad . . . Bei meinem Anblick grinst er und nimmt einen Eimer vom Lenker. Nein, keinen Eimer, sondern einen Farbkübel, und zwar bereits geöffnet. Er stellt sich breitbeinig über das Fahrrad und kippt den Inhalt direkt gegen die makellos saubere Steinmauer des Hauses . . . Jetzt weiß ich, wo du wohnst, Schlampe, brüllt er mich an und radelt davon.

 

winghuskywing 4 wks ago
Radsport-Krimi
dreht sich "natürlich" um Doping: https://www.bookcrossing.com/---/15797630/

(aber nicht jedes Buch, in dem Radfahren eine Rolle spielt, ist bemerkenswerte Literatur, zugegebenermaßen)

 

S. 29: Da Richard heute Vera zur Schule bringt, fährt Britta mit dem Fahrrad zur Arbeit. Sie tritt so wenig wie möglich in die Pedale, wählt einen Zick.Zack-Kurs durchs Viertel, schaut über Zäune und Hecken in die Gärten, grüßt gelegentlich einen Nachbarn...
Als sie die Autobahn unterquert, wird sie ein wen9g schneller, geißt das Fahren entlang der breiten Schneisen, schön gerade und mit großzügigen Bürgersteigen versehen, wie für Panzerparaden erbaut.

 

S.13
Stimmt es, dass der Stachanow-Arbeiter Iwan Iwanowitsch Iwanow auf der Allunionsausstellung in Moskau ein Automobil der Luxusklasse Seemöwe gewonnen hat? Antwort: Im Prinzip ja, aber es handelte sich nicht um den Stachanow-Arbeiter Iwan Iwanowitsch Iwanow, sondern um den Alkoholiker Pjotr Pjotorwitsch Petruschkin, und der hat kein Automobil der Luxusklasse Seemöwe gewonnen, sondern ein Fahrrad gestohlen.

S.143/144
Der Buckelmann schiebt ein Fahrrad, auf das er sich schwingt. Mein leibhaftiger Quasimodo, mein Buckelradfahrer, mein rettender Glöckner auf dem Fahrrad, im Zeitlupentempo fährt er mir voraus, ruft mich mit dem Ton der Pedale, die einen Ton von sich gibt, dem ich erst Jahre später im Kino wieder begegnen werde, in "Spiel mir das Lied vom Tod", in der Anfangsszene: Drei Männer in langen Staubmänteln betreten eine einsame Bahnstation mitten in der Wüste, sperren den Bahnhofswärter in eine Kammer ein und warten auf den Zug. Die ganze Zeit ist dieses Geräusch zu vernehmen, ein Eisen wahrscheinlich, vom Wind bewegt . . . Mein Buckliger fährt Zickzackschlange, sodass ich ihm folgen kann, mit ihm Schritt halte und nicht zu sehr außer Puste gerate. Er hält an, steigt vom Rad ab, führt mich an das Haus mit der Nummer sechs.

S.191
Ich bekomme, als ich mir ein Fahrrad wünsche, das Fahrrad des Adoptionsvaters überantwortet. Ich bekomme es nicht geschenkt. Es ist mir ausgeliehen. Ich darf es zur Tageszeit benutzen. Es bleibt Eigentum des Adoptionsvaters. Es ist für Dämmerung und Nacht verboten, auch wenn das Licht am Fahrrad tadellos funktioniert. Ich mag das Fahrrad nicht. Die Großmutter belehrt mich, nicht auf das Fahrrad einzutreten, besser zu bedenken, welch eine Hilfe das Fahrrad ihnen im Krieg gewesen ist, während der Flucht.

S.321
Dann kam eine kleine, dünne, knochige Frau mit dem Minifahrrad durch das Schneetreiben geradelt, schlitterte zu uns heran und ein gutes Stück vorbei, weil sie nicht gelernt hat, Rücktritt und Vorderbremse zu betätigen.

S.325
Und weg ist Herbert, hinaus und auf seinem Fahrrad, das er wieder nicht abseits, sondern vor dem Eingang abgestellt hat.

S.377
Und befreie mich aus der Umklammerung, löse mich von diesem Geländerstück, um ins Zentrum zu gelangen, in die Wirklichkeit von Eberbach am Neckar, auf ein hell erleuchtetes Bäckereischaufenster zu, in dem ein Fahrrad prunkt, das ein gasbetriebenes Rad ist, im hohen Norden, wo ich groß geworden bin, Hühnerschreck gerufen. Zwischen Vorder- und Hinterrad türmen sich grüne Päckchen, mit roten Schleifen umhüllt, und rote Päckchen mit gelber Schleife, neben drei schlanken, durchsichtigen Schnapsflaschen mit bräunlicher Füllung, wie Wachmänner aufgestellt.

S.390/391
(Der Satz geht über gut zwei Seiten, ohne Punkt und Komma)
. . .wir waren beschäftigt sind uns einfach nicht aufgefallen die Kleinen obwohl man so beieinander wohnt und im Alltag keinem begegnet wo doch grad Hunde Auslauf haben müssen bewegt werden wollen wie von mir und meinem Mann die wir wahrlich per Rad in der Umgebung von Eberbach am Neckar entlang dem Ufer unterwegs sind sonst wäre uns der Hund eingegangen wenn da ein Hund ausgeführt worden wäre bei denen das hätten wir bemerken müssen bis kurz bevor es dann bei uns zu einem Unfall gekommen ist der Mann körperlich so intakt dann lange Zeit außer Gefecht gesetzt war wir also eine Weile nicht mit dem Rad aus waren weil ihm dann das nicht mehr möglich gewesen ist dass es komisch war und ungewohnt ohne ihn und ich eben mit dem Fahrrad raus bin allein . . .

S.392
Eine Frau schiebt ihr Damenrad von Stand zu Stand, unterhält sich mit Käuferinnen und Verkäufern.

S.398
Die Fahrräder können mit ihren Vorderreifen in eingelassene Betonrillen abgestellt werden, neben jedem Eingang zu den Betonblockhäusern.

S.411
Der schwinge sich sofort aufs Fahrrad, sagt sie und wohne noch näher dran als sie, ohne Rad bräuchte der zwei Minuten, alle Geschwister wohnen um die Ecke, als kämen sie nicht von der Mutter los.

S.412
Dann sitzt er nur da, schaut mich an, ist zu Tränen gerührt und hat noch auf dem Rad, während er herfuhr, Bruder Nummer eins Bescheid gegeben, den ich vom Kaufhaus her kenne.

S.415
Rund um den Ort ist wieder Eberbach-Triathlon. Siebenhundert Meter Schwimmen, sechs Kilometer Joggen, einundzwanzig Kilometer Radfahren. Deswegen die vielen Radfahrer heute.

 

S.43
(Es geht um einen Mann mit einem überdimensionalen Schnurrbart.)

Und ein anderer Schaffner wollte ihn gleich gar nicht einsteigen lassen. "Ihr Schnurrbart ist ein sperriges Gut", sagte er, "und so etwas dürfen wir nicht befördern!" Seitdem fährt Herr Mustakki mit dem Fahrrad. Allerdings hat die Polizei verlangt, daß er an jeder Schnurrbartspitze tags ein rotes Fähnchen, nachts ein Begrenzungslicht anbringt. Die entgegenkommenden und die überholenden Fahrzeuge müßten rechtzeitig erkennen, daß es sich nicht um einen gewöhnlichen Radfahrer handelt, sondern um Herrn Mustakki mit einem Meter Schnurrbart!

(Helmut von Cube: Herr Mustakki mit dem eisernen Schnurrbart)

S.94,95
Löffelchen zählte im Geiste alles auf, was er besaß . . . Und da war noch das Fahrrad. Aber ein Fahrrad gibt man nicht her, dachte Löffelchen und verließ traurig und ohne Löwen seinen Freund Hummelpaul.

Er mied seinen Freund Hummelpaul. Schließlich sagte er zu ihm: "Was würdest du machen, wenn ich dir mein Fahrrad für den Löwen geben würde?" Hummelpaul ließ vor Überraschung seinen Mund offenstehen. "Was redest du da? Dein Fahrrad für den . . . Hat dein Fahrrad eine Klingel?" "Was denkst du!" "Das mache ich, du wirst lachen, das mache ich." Löffelchen erhielt den hölzernen Löwen und Hummelpaul das Fahrrad mit der Klingel. Löffelchen konnte jedoch nicht auf seinem Löwen herumfahren, wie das Hummelpaul auf dem Fahrrad tat. Nach genau einer Woche beneidete Löffelchen Hummelpaul um das Fahrrad, und der Löwe, der auf dem Kleiderschrank Staub fing, sah plötzlich sehr dumm aus . . . Er ging zu Hummelpaul und sagte: "Was würdest du machen, wenn ich dir den Löwen wiedergebe, und ich bekomme mein Fahrrad zurück?" Hummelpaul machte nicht sehr viel. Er tippte nur mit dem Zeigefinger der rechten Hand gegen die Stirn. Das Leben ohne Fahrrad fiel Löffelchen sehr schwer. Er gab seinen Globus, den Kompaß, den geschnitzten Pfeifenkopf,die Zigarrenkiste voller Briefmarken, die alte Taschenuhr und den Löwen her, um sein Fahrrad wiederzubekommen.
Er dachte: Wozu soll schon ein hölzerner Löwe gut sein.

(Herbert Heckmann: Der hölzerne Löwe)

S.105
Er hatte einen Stein in die Luft geworfen, und der Stein war nicht mehr heruntergekommen. Löffelchen konnte diese ungeheuerliche Tatsache nicht für sich behalten und erzählte sie dem ersten, der ihm begegnete. Es war der Briefträger, der auf einem gelben Fahrrad fuhr . . . Der Briefträger bremste, stieg umständlich von seinem Fahrrad und starrte Löffelchen ungläubig an . . . "Nun hör mal, wenn alles, was die Leute zu sehen behaupten, wirklich existieren würde, wo kämen wir da hin! Ich habe mal einen Mann gekannt, der behauptete, weiße Mäuse zu sehen." "Die gibt's doch auch." "Schon, aber der Mann sah sie in seinem Bierglas." Der Mann lachte derart über seine Geschichte, daß er beinahe gegen das Rad gefallen wäre.

(Herbert Heckmann: Der Stein im Himmel)

S.165
Die Kinder, die in Frankfurt am Main geboren wurden, nennt man gern außerhalb Frankfurts Frankfurter Würstchen. Auch ich wurde in Frankfurt geboren, am 25. 9. 1930. Dort lernte ich auch das Aufrechtgehen, das ABC und das Einmaleins, das Radfahren und Fußballspielen.

(Herbert Heckmann: Den Lesern des Buches "Der kleine Fritz"

 

S.18
"Quark kostet mehr", warf ein kleiner Junge ein. "Quark nicht!" sagte Gustav. "Deswegen ging ich ja nach Prenzlau, weil dort alles so billig ist. Dort kriegte man ein Fahrrad für drei Mark sechzig . . .

(Erich Kästner: Die Sache mit dem Löwen und dem Marktnetz)


S.101
Das machte die Kinder nur neugierig. Die aus der Teichstraße fuhren mit ihren Fahrrädern durch den Bahnweg.

(Ursula Wölfel: Die anderen Kinder)

S.105
Nachmittags ging er wieder auf die Straße. Die Kinder fuhren auf ihren Fahrrädern. Manni stand am Bordstein, und sie kurvten dicht an ihm vorbei.

(Ursula Wölfel: Mannis Sandalen)

 

S.197
. . . Reiten Sie?" Ich gestand, dass ich höchstens auf einem Drahtesel reiten konnte.

 

S.22
Zur Schule ging er ins nächste Dorf, gute zwanzig Gehminuten entfernt oder fünf Minuten mit dem Fahrrad, wenn man schnell fuhr.

S.30
Ein Radfahrer sah es auf einem einsamen Waldweg. Er sei so schnell davongefahren, wie er nur konnte, erzählte er. Aber das Ungeheuer verfolgte ihn und hätte ihn auch um ein Haar eingeholt.

S.92
Auch Peter beeilte sich fortzukommen. Er trug sein Fahrrad über die steile Böschung zu dem Pfad, der sich durch das Ufergebüsch schlängelte, und fuhr so schnell er konnte davon.

 

S.193
Das Dumme ist, der durchschnittliche Urlauber auf dem Reiterhof hat höchstens mal einen Drahtesel geritten, bevor er zu uns kommt . . .

S.202
Ginny fühlte sich an die kleine Statue der Meerjungfrau im Hafen von Kopenhagen erinnert. Sie und Robert hatten im vergangenen Jahr mit den Fahrrädern Urlaub in Dänemark gemacht.

 

S.12
Man konnte auch zu vielen verschiedenen Filmvorführungen gehen und mußte dafür nicht sehr teuer bezahlen; es gab Museen, Schwimmbäder und sogar ein paar Ecken, wo man radeln konnte, ohne überfahren zu werden.

 

S.7
Der "Posthof" hinten. Laderampe. Fässerluke. Waschhaus. Hasenställe. Schuppen für Feuerholz, Briketts, Handwagen, Benzinkanister, Fahrräder.

S.9
. . . Leibigs, fünf Personen, eng an eng. Den neuen Fahrradschlauch geklaut. Wer sonst.

S.23
Im Advent 1958, ein Jahr nach unserem Weggang aus Frohburg, legte ich mir von dem Geld, das der Verkauf meines zurückgelasssenen Diamantfahrrades aus Karl-Marx-Städter Produktion an den Mann der Cousine Sigrun Plaut nach der Umrechnung eins zu fünf Westmark gebracht hatte, einen schwarz-rot gestreiften Kofferplattenspieler von Quelle zu . . .

S.32
. . . das war genau der Leseabend im Kursaal von Bad Nauheim, für den ich mir . . . Ausgang hatte geben lassen, auf dem erstbesten Fahrrad, das nicht angeschlossen im Schuppen hinter der Turnhalle gestanden hatte, . . . war ich . . . auf der Nebenstraße nach Nauheim gefahren . . . In Höhe der Saline hatte ich einen Platten, holte mich ein Platter am Vorderrad auf die Erde zurück, ich stellte die Klapperkiste am Sockel des Grenadierwerks ab und hetzte zu Fuß weiter . . .

S.44
. . . auf der Riesenfeier erzählte mir Erich Loest . . . er sei in den ersten Nachkriegsjahren...öfter mit dem Fahrrad durch Frohburg gekommen...

S.45
...das Loest...durch unsere...Stadt führte, auf das Frohburger knochen-, achsen- und fahrradgabelbrechende Kopfsteinpflaster...

S.73
Die drei Männer folgten dem von Hunderten von Fahrrädern der Schichtarbeiter nach jedem Regen immer wieder glattgefahrenen Weg, der an der Kante des ehemaligen Steinbruchs verlief.

(Nicht vollständig. Lektüre abgebrochen.)

 

S. 66:
...Nachdem er eine Weile missmutig vor sich hin gegrummelt hatte, kam ihm ein Gedankem der ihn ein wenig anspannte: Radfahren! Ihm fiel ein, dass unweit ihres Hotels ein Fahrradverleih war. (...)
Er mietete sich ein Mountainbike für vier Stunden. Das musste bis Porec und zurück reichen. (...) Dann kurvte er zwischen den Hotels hindurch, erreichte den Radweg nach Porec und trat hier auf der freien Strecke etwas kräftiger in die Pedale, wobei er aber zunächst alle Gänge und natürlich die beiden Handbremsen durchprobierte.
Eine vierköpfige Familie mit Rad kam ihm fröhlich lachend auf einer Brücke über einen kleinen Bach entgegen. Er hatte sie gerade passiert, als ein Schatten an ihm vorbeischoss, ein Rennradfahrer in kompletter Telekom-Tour-de-France-Verkleidung, der offenbar Lohmanns Tempo für deutlich zu niedrig hielt. Lohmann wollte das zunächst für eine persönliche Niederlage halten -schließlich fuhr er ja auch nicht gerade langsam- und überlegte auch schon, ob das Verhalten des Telekom-Pedalisten möglicherweise verkehrswidrig sein könnte, besann sich aber eines Besseren. Schließlich war er ja im Urlaub und wollte nicht den Besserwisser spielen...

 

S.203,204
Draußen stand das Fahrrad eines Kuriers. Molly kletterte drauf. Weil sie vor Aufregung zitterte und das Fahrrad zu groß für sie war, fiel sie zweimal damit um und schürfte sich den Knöchel an der Fahrradkette auf. Dann gelang es ihr endlich, das Gleichgewicht zu halten. Angestrengt tretend und mit fest zusammengepressten Lippen fuhr sie in Richtung Westen . . . Sie radelte am Central Park entlang die Fifth Avenue hinauf . . . Zum Musikpavillon der Pfadfinder brauchte sie nicht lange zu fahren . . . Sie holte tief Luft und marschierte los. Das Fahrrad schob sie neben sich her . . . Sie stieg wieder auf das Fahrrad und fuhr entschlossen in den dunklen Park hinein . . . Sie stellte das Fahrrad ab und stieg die Treppe zum Pavillon hinauf.

S.213
Sie verließ den Pavillon und machte sich zu Fuß auf den Rückweg. Das Fahrrad schob sie wieder neben sich her. Dass sie es einfach mitgenommen hatte, verursachte ihr jetzt Gewissensbisse. Sie kam sich vor wie ein Dieb.

S.215
Molly radelte im Regen zum Hotel zurück.

S.299
"Isch 'abe einem Mädchen das Fahrrad gestohlen und - das Mädchen in einen Schuppen gesperrt . . ."

 

S.10
Heute war das seltsamerweise anders: Als er von seinem Rad stieg und sich die Posttasche über die Schulter warf, wirkte er schrecklich aufgeregt.

S.16
Ein Radfahrer brauste an ihnen vorüber und klingelte wütend.

S.25
Danilo und Mike versteckten ihre Fahrräder und liefen langsam den Bretterzaun entlang.

S.42
Sie ließen ihre Fahrräder hinter dem Tor stehen und gingen die lange Auffahrt hinauf.

S.49
So schnell sie konnten, liefen Mike, Danilo und Jo zu ihren Fahrrädern und verließen das Anwesen.

S.50
Mike trat kräftig in die Pedale, als er das Geräusch eines Motors hörte.

S.52
"Mach's gut Tappsi", sagte er traurig. Dann stieg er auf sein Rad und fuhr weiter.

S.54
So schnell sie konnten, traten sie in die Pedale.

Er ließ einen Spalt offen, der gerade breit genug war, dass sie mit ihren Rädern hindurchfahren konnten. Kaum waren sie drinnen, ließen sie die Räder fallen und gingen unter einem Fenster in Deckung.

S.55
Sie hatten die Türen geschlossen und den Motor gestartet, als Jo ihr Fahrrad schnappte.

S.57
Dann sprangen die Kinder von ihren Rädern und versteckten sich hinter einer Hausecke oder einem Müllwagen.

Jo sprang auf ihr Fahrrad.

S.58
Der Wagen mochte schneller sein als drei Kinder auf Fahrrädern, dafür kannte er Schleichwege, mit denen sie lange Straßen und Häuserblöcke abkürzen konnten.

S.59
"Finden wir's raus", schlug Jo vor und wollte wieder auf ihr Fahrrad springen.

S.72
Als die drei auf ihre Räder sprangen, sah Jo Mike an.
(Also ich steige immer auf mein Fahrrad, muss wohl an meinem Alter liegen oder an der mangelnden Fähigkeit des Autors ein Synonym für "auf's Fahrrad springen" zu finden 😃.)

S.79
In halsbrecherischem Tempo raste er auf seinem Fahrrad hinter dem Wagen her.

S.80
Ohne nachzudenken ließ Mike sein Rad fallen und rannte zu dem Wagen.

S.91
Fröhlich pfeifend trat Felix in die Pedale seines gelben Postrads.

Felix lehnte sich auf den Lenker seines Rads und sah die drei Kinder an.

S.97
"Du kannst ja wohl schlecht auf deinem Postrad bei Professor Lenk vorfahren ", gab Danilo zu bedenken.

S.113
Danilo drück dem Kommissar noch eine Visitenkarte in die Hand. "Falls Sie mal unsere Hilfe brauchen", sagte er. Dann folgte er Mike und Jo zu den Fahrrädern.

 

S.62-63
Meine doppelte Verantwortung in Heilig Geist und Sankt Max führt zu einer Art sonntäglicher Gottesdienstralley: 9:00 Heilig Geist - 10:30 Sankt Max. Zwei Gottesdienste hintereinander. Ich mache das deswegen, weil es beide Male der Pfarrgottesdienst ist. Und weil man in München lange suchen muss, wo morgens ab neun die Kirche voll ist. Die Leute sehen mich dann auf dem Fahrrad über den Lenker gebeugt wie Lance Armstrong, nur nicht gedopt, durchs Glockenbachviertel rasen.

S.205
Zu der Fahrzeugsegnung kommen Hunderte uns die Messe ist - bei allem Ernst und Schutzverlangen - immer eine Gaudi. Ich segne alles, auf dem sich Menschen auf der Straße, im Garten oder auf dem Feld, zu Lande, zu Wasser und in der Luft fortbewegen. Vom Rasenmäher, über Skateboards, Roller, Fahrräder, Traktor, Quads, vom LKW, den Motorrädern der Väter bis zum Bobbycar der Kinder - den Schutz des hl. Christophorus können alle brauchen.

S.221
Dass mir jedoch das Herz bluten würde, immer, vor Wehmut und Freude, wenn ich einen jungen Papa sehen würde, der mit seinem Kind herumtollt, der ihm beibringt, worauf es im Leben ankommt, der mit seinem Kind lacht und es aufhebt und tröstet, wenn es gestürzt ist - beim Laufenlernen hilft, beim ersten Mal alleine Radfahren, beim ersten Liebeskummer . . .

S.241
Ich fahre jeden Tag mehrfach mit dem Fahrrad durch meine Gemeinde oder gehe zu Fuß. Ich lebe und rede mit den Menschen im Viertel.

 

d-vineland 1 wk ago
" Noo
war eines schönen Tages auf sein Fahrrad gestiegen und von Schlägern der Armee gekidnappt worden."

aus Colin Coterill, " Dr. Siri und die Spiele der Rattenfänger"; spielt Ende der 70er in Laos.

 

S.23
Ein regelmäßiges, allmählich schwächer werdendes Quietschen ließ darauf schließen, daß sie mit dem Fahrrad gekommen war, höchstwahrscheinlich aus Westerfield.

 

S.339
Fast jeden Tag waren sie mit dem Fahrrad zum Strand gefahren und hatten Kröten gejagt und gespielt und seine Cousine hatte sich Fantasienamen für sie ausgedacht, die sie selbst dann noch benutzt hatten, als sie älter waren.

S.399
Sie zog nach Sydney, um dort ein Jahr lang zu arbeiten, bevor sie mit der Uni anfing, und hatte diesen Computerjob angenommen. Und eines Tages, als sie mit ihrem Fahrrad von der Arbeit nach Hause fuhr, wurde sie von einem Auto angefahren und kam dabei ums Leben.

 

S.30
PAUL [fragt seine Frau] Warum ist der Junge nicht unten?
DIE FRAU Koofst ihm ja keen Fahrrad!
PAUL Und das im Keller?
DIE FRAU Dit olle Schabrack? Wa, mein Kleiner?

S.79
[Noch am selben Tag hat ihn die Welt wieder. Korrekt angezogen und beladen mit Blumen, Konfekt, Sekt und einem nagelneuen Fahrrad für seinen Sohn marschiert er in sein Haus ein.]

S.81
[Pauls Frau kriegt einen Heidenschreck, als sie Paul vor sich sieht. Paul hält ihr die Blumen hin und die Pakete. Dann bugsiert er das Fahrrad in die Wohnung . . . Der Junge ist da. Paul überreicht ihm das Rad. Der Junge macht die Tür zu seinem Zimmer auf - da steht das nämliche Rad, auch nagelneu]
DER JUNGE Aber deins ist besser.
PAUL Klar, die roten sind schneller.

 

S.108
Vieles hatte sich verändert, vor allem deshalb, weil die Kinder drei Jahre älter geworden waren. Marcus selbst fand, er sei fünf Jahre älter geworden; damals hatte er noch geglaubt, man könne mit einem Fahrrad eine Kiefer hinauffahren, und er hatte überall Bären gesehen.

 

S.11-12
Ein Mann, dessen Beschreibung auf Kölle paßt, wurde beobachtet, wie er in der Nacht vom 1. zum 2. Oktober mit einem Fahrrad in die Varnholmstraße einbog, das Rad neben dem abgestellten PKW an einen Baum lehnte . . . und nach Kurzschließen der Zündung davonfuhr. Es ist anzunehmen, daß es sich auch bei dem Fahrrad um Diebesgut handelt.

S.31
Aber es war wie verhext. Kein Auto, kein Radfahrer, kein Fußgänger kam des Weges.

S.87
Ein paar Wochen später hörte ich, wie der kleine Kurti Siedler dem Willy vorschlug, die Luft aus allen Blatzer-Fahrrädern zu lassen.

 

S.62
Der gleiche Künstler stellte auch ein Fahrrad auf einem Küchenschemel aus oder einen Flaschentrockner . . .

 

S.87
In der Ferne donnerten die Laster über die Schnellstraße, doch sie hatte, seit sie abgebogen war, nur zwei Autos, einen Traktor und einen Fitneß-Begeisterten auf dem Fahrrad überholt.

S.124
Meine Freundin und ich fuhren mit den Fahrrädern los, hielten kurz beim Laden an der Ecke und kauften uns eine Flasche Limo . . ."

 

S.25
"Juut" Vroombout war ein stattlicher, muskulöser Mann von etwa dreißig Jahren. Sein Dienstfahrrad neben sich, schritt er durch die Straßen vom Hoofd, und wenn wir einander begegneten, lächelte er mich immer lange an, so daß ich mich irgendwie genierte.

S.39
Ich kapier nur nicht, warum sie ihm nicht sofort als Schupo hier im Hoofd ein Dienstfahrrad unter den Hintern geschoben haben . . . Mich würde man dazu nicht auszubilden brauchen, zieh mir so eine Uniform an, gib mir ein Dienstfahrrad, und ich bin Schupo.

S.47,48
Der Polizist winkte zurück, kurvte über den Deich, hielt an der Stelle an, wo mein Vater heraufkommen würde, wenn er weiter auf geradem Weg hochkletterte. Vroombout blieb auf seinem Fahrrad sitzen. Ein Fuß stand auf dem Deich, der andere noch auf dem Pedal . . . Mein Vater kam bei ihm an, und Vroombout, der auf seinem Dienstfahrrad sitzen blieb, überragte ihn weiterhin . . . Vroombout stieß sich mit dem Fuß, der auf dem Deich stand, ab. Ruhig radelte er in Richtung des Glockemgeläuts davon.

S.74
Ich hörte das Geräusch der Fahrradreifen . . .Jetzt wurde ein Fahrrad vorn an unser Haus gelehnt, Fußschritte waren zu hören.

S.130-131
An sonnigen Spätsommertagen war die lange Radtour zum Gymnasium geradezu ein Sonntagsausflug. Selbst wenn es zwischendurch regnete, war sie nicht unangenehm, zumindest dann nicht, wenn man den Wind im Rücken hatte. Bei schneidendem Gegenwind mußte ich mich manchmal auf die Pedal stellen. Aber nur manchmal; . . . Und jeder, der täglich radfährt, weiß -auch wenn oft anderes behauptet wird -, daß es in Holland sporadisch regnet . . . Denk ich an meine Gymnasialzeit, dann sehe ich mich radfahren, morgens in aller Frühe zur Schule, mittags gut gelaunt zurück nach Hause. Einmal in all den fünf Jahren bin ich durch ein Schneegestöber nach Hause geradelt.

 

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