Habt ihr auch Bücher in eurer Kindheit gehabt...

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von denen ihr heute meint, ihr hättet sie besser nicht gelesen? Oder zumindest in Begleitung, oder mit der Möglichkeit, darüber reden zu können?
Die Tage sprang mir auf Grund einer kurzen Filmsequenz eins dieser Bücher wieder in Erinnerung: Die schwarze Spinne von Jeremias Gotthelf.
An die Handlung kann ich mich gar nicht mehr erinnern, nur dass es ein Reclam-Heft war. Dank wiki konnte ich dann irgendwann die Rahmenhandlung noch einmal nachlesen.
Hattet ihr auch so ein Buch?

 

Beim wieder Lesen ist mir dann aufgefallen, was für eine BRAUNE SCHEISSE die späteren Bände waren (das ist als Kind "natürlich" an mir vorbei gegangen). Ich hab die Sammlung dann weiterverkauft, so was wollte ich dann doch nicht im Regal haben.
Allerdings war es meiner Meinung nach schon erhaltenswürdig, weil es eben zeigte, wie in der Nazizeit Kinder und Jugendliche indoktriniert wurden.

Was ist denn mit der Schwarzen Spinne? Vielleicht erläuterst du es kurz, damit es sich nicht jede einzeln ergoogeln muss?

 

http://de.wikipedia.org/---/Die_schwarze_Spinne_%28Novelle%29 Ich fand vieles, was wir als Pflichtlektüre hatten nicht wirklich gut.

Ich kann mich nicht wirklich an Bücher erinnern, mit denen ich nicht klar gekommen wäre, außer Gritli und Gritlis Kinder, die alle an TBC sterben.

Was ich echt gruselig fand waren die Schulbücher meines Vaters mit der ganzen Rassenkunde im Biobuch und Geschichtsverdrehung im Geschichtsbuch.

 

Gritli und Gritlis Kinder, die alle an TBC sterben.

Ach? Ich hatte auch ein solches Buch, es handelte sich um ein Mädchen, welches Blut hustete. Das war aber nicht Gritli (oder ist Gritli ein Buch aus der DDR? Das weiß ich nämlich noch, dass es ein DDR-Buch war). Tuberkulose war ja in unserer Kinder-+ Jugendzeit noch ein Thema, siehe die Reihenuntersuchungen, die damals noch jährlich in Bussen durchgeführt wurden, zumindest dort, wo ich wohnte.
@ChaosHamburg, mir sagt ELKE überhaupt nichts, meiner Meinung nach kann man durch solche Bücher aus der Zeit aber mehr über die Indoktrinierung lernen als durch jeden Geschichtsunterricht in der Schule.
Zu der Schwarzen Spinne, ich weiß nur die Rahmenbedingungen die wiki erklärt, selbst heute möchte ich keinesfalls dieses Buch auch nur in den Händen haben.
Was mir immer sofort einfällt, dass die Spinnen aus der Gesichtshaut kamen.

 

Das war aber nicht Gritli (oder ist Gritli ein Buch aus der DDR? Das weiß ich nämlich noch, dass es ein DDR-Buch war).


Das ist aus der Schweiz. Geschrieben von Johanna Spyri (Heidi) und somit wohl alt genug um in beiden Länderhälften verbreitet zu sein. Da es in Sütterlin geschrieben war, muss es von meiner Oma oder meiner Mutter gewesen sein.

 

Ich fand der Gruselfaktor hielt sich in Grenzen. Meine gelernt zu haben, dass es um die Pest ging.

 

Bei uns auch, ich war wohl schon alt genug, den Symbolwert zu kapieren, ich fand es sogar richtig gut damals.

 

wingtayjanwing 6 yrs ago
Die Wolke
von Gudrun Pausewang war für mich so ein Buch.

Ich habe sie kurz nach Tschernobyl gelesen. So richtig verstanden, was der Atomunfall bedeutete oder bedeuten könnte, hatte ich nicht, vielleicht war ich dafür einfach noch zu jung. Ich spürte nur die Angst meiner Umgebung, aber richtig informiert war auch da niemand. Meine Eltern hatten mir dieses Buch der "Weltliteratur" geschenkt. Wir waren im Urlaub, es war wunderschön, ich saß bei über 30 Grad in der Sonne, las das Buch und fror vor Angst. Nach dem Buch hatte ich nachts monatelang Albträume. Das Buch hätte ich definitiv besser nicht gelesen.

Vorher hatte ich schon "Die letzten Kinder von Schewenborn" gelesen. Bereits das fand ich ziemlich beängstigend, es ging aber noch. Aber "Die Wolke" ging dann gar nicht mehr.

Als wir dann Jahre später im Englisch-LK in der Oberstufe "On the beach" lesen sollten, was wohl ein ähnliches Thema hat, habe ich mich rundheraus geweigert. Zum Glück hatte ich einen verständnisvollen Lehrer und durfte statt dessen "Brave New World" lesen und ein Referat darüber halten.

 

Wir haben "Die Wolke" damals in der Schule gelesen, und ich fand das Buch auch nur schrecklich.

Über zu wenig Möglichkeiten, darüber zu reden, kann ich mich aber nicht beklagen. Eher das Gegenteil.

Allerdings habe ich in meiner Schulzeit auch sonst kein Buch gelesen, das mir auch nur annähernd positiv in Erinnerung geblieben wäre. Es ging immer um irgendwelche Problemthemen, die sich hervorragend zum tot diskutieren eigneten.



 

Ich habe sie kurz nach Tschernobyl gelesen. So richtig verstanden, was der Atomunfall bedeutete oder bedeuten könnte, hatte ich nicht, vielleicht war ich dafür einfach noch zu jung. Ich spürte nur die Angst meiner Umgebung, aber richtig informiert war auch da niemand.

Du schreibst nicht, wie alt du damals warst. Das Buch hat mich damals nicht geschockt, ein Unfall stellt sich mir aber auch nicht so dar, als OB er mal passieren könnte. Sondern eher auf jeden Fall, nur eine Frage wann-und bei wem.
Ist ja auch nicht der einzige Unfall, den es je gegeben hat.
Den Film fand ich schon wesentlich beunruhigender.

 

viele von diesen Märchen haben mir schlechte Träume bereitet und heute noch läßt allein die Erwähnung der Titel ein Sekundenbruchteil lang ein flaues Gefühl in mir aufsteigen.
Auch die "harmlosen" mit den "guten Enden" haben mich oft mit unguten Gefühlen zurückgelassen: es wurden die "Bösen" ja oft drakonisch bestraft, oder die Unbeteiligten hilflos zurückgelassen, während nur die Hauptpersonen plötzlich in Saus und Braus lebten - als Kind haben mich die Gnadenlosigkeit und die Ungerechtigkeit verstört zurückgelassen

 

viele von diesen Märchen haben mir schlechte Träume bereitet und heute noch läßt allein die Erwähnung der Titel ein Sekundenbruchteil lang ein flaues Gefühl in mir aufsteigen.
Auch die "harmlosen" mit den "guten Enden" haben mich oft mit unguten Gefühlen zurückgelassen: es wurden die "Bösen" ja oft drakonisch bestraft, oder die Unbeteiligten hilflos zurückgelassen, während nur die Hauptpersonen plötzlich in Saus und Braus lebten - als Kind haben mich die Gnadenlosigkeit und die Ungerechtigkeit verstört zurückgelassen
Das geht und ging mir mit diesen Märchen genauso! Was habe ich dann das Märchenbuch von Astrid Lindgren geliebt und zerlesen, weil darin dem Licht nur klitzekleine Schatten gegenüber gestellt werden. Und die Moral nicht soooo gewichtig daher kommt.
Killevips, Leute!! ;o)

 

....fand sie eigentlich im Großen und Ganzen auch gar nicht so schlimm - da gab es bei uns so eine lila Taschenbuchreihe.
Als Kind habe ich mich da meist ziemlich sicher gefühlt, wenn Handlungen "im Westen" gespielt haben (auch wenn meine Großeltern z.B. "XY" geschaut haben), irgendwie hatte ich da noch das Gefühl, die Mauer würde uns vor all diesem "Bösen aus dem Westen" schützen und bei uns gibt es ja so was nicht. - Schon komisch, wie man als Kind manchmal so denkt :-)
Aber eine Geschichte fand ich dann doch schrecklich, die mich auch ziemlich lange verfolgt hat: "Das gefleckte Band".

 

irgendwie hatte ich da noch das Gefühl, die Mauer würde uns vor all diesem "Bösen aus dem Westen" schützen und bei uns gibt es ja so was nicht. - Schon komisch, wie man als Kind manchmal so denkt :-)

!
Hab bei amazon nachgeschaut, "das Buch ist nichts für Kinder unter 11 Jahre (sagt Friedrich, wer ist Friedrich??)".
Andererseits sagt die eine Kundenrezension etwas anderes, deren Altersempfehlung ist 8-9 Jahre.
Ist ja auch immer eine ganz persönliche Empfindung, was vertragen wird und was nicht.

 

Aber nicht wegen der Geschcihte sonder dern Bilder in dem Buch!

Hab das Buch mit 7 oder so bekommen, aber es ist wegen der Illustrationen wohl ab 12 oder sowas!
Ich fand die Bilder grusselig und hatte angst vor dem Buch! Heute leibe ich dies Geschcihte und auch diese Zeichnungen aber mit 7, ne war damals nicht mein fall!

http://www.laurenharman.com/---/kallay.htm

Beste grüße!

 

Stimmt. Bei mir war's das Buch, das ich irgendwann als Jugendliche mal in die Finger bekam - also, ich meine: die Texte selbst, die mich so verstörten, daß ich bis heute vermeide, nachzuprüfen, wieso und ob noch immer....
Und dann hatte der Zabi mal ein "Kinderbuch", das er mir abends vorlesen wollte (da war ich schon weit über 30 *g*) - ich habe passen müssen!
2 Kinder, deren Eltern vergilbten und daran dann starben, die kamen dann zu Onkel und Tante, und als bei denen dann noch ein Dienstmädchen auftauchte, das in einer Unterm-Treppenabsatz-Kammer lebte und nur vorgehlt wurde um zu arbeiten, hab ich das ganze abgebrochen. Sowas furchtbares! Britischer "Humor". Muß ihn mal fragen, wie das hieß, wir reden heute noch immer mal wieder darüber.
*räusper* komme mir grad SEHR mimöschenhaft vor .... ;-|

 

Seine Eltern wurden gelb und wellig an den Rändern.
Und ein Frettchen gab es auch.
Wie hieß das nur? Ach ja: Schlimmes Ende. Ich habe es mal geschenkt bekommen und fand es so lala, aber nicht schlimm. Aber ich bin ja auch älter als Du.

 

Ja, genau, das ist es!
Aber ich bin ja auch älter als Du.
*lol* was bei Mitte Dreißig (ich damals etwa) zu Mitte Vierzig oder so nicht allzuviel ausmachen sollte ...

 

Märchen und Märchenbücher, ab der Schulzeit kam dann Otfried Preußler und Co dazu

 

ab der Schulzeit kam dann Otfried Preußler und Co dazu

Was ist denn gegen Ottfried Preußler einzuwenden?

 

Und wurde dafür von meiner Kindergärtnerin quasi ausgelacht. Aber ich fand den zu und zu gruselig und das wollte mir offenbar niemand durch Gespräche nehmen. Also habe ich das Zuhören verweigert. Später habe ich ihn dann gern gelesen. Ähnlich verweigert (mit ähnlicher Reaktion meiner Kindergärtnerin) habe ich mich nur dem Lied über Ferdinand, der zu schnell Auto fährt, von Frederik Vahle. Das hörte ich vor kurzem zum ersten Mal seit ca. 30 Jahren und stellte fest, dass der ja ziemlich glimpflich davon kommt. Tröstete mich aber damals offenbar nicht. Ich habe mit drei Jahren einen schweren Autounfall als einzige unverletzt überstanden...

 

wingbibowing 6 yrs ago
Krambambuli
Ich liebte ja Tierbücher und so stieß ich völlig unvorbereitet auf die Geschichte des Hundes Krambambuli http://de.wikipedia.org/wiki/Krambambuli_(Erzählung)

 

Ich liebte ja Tierbücher und so stieß ich völlig unvorbereitet auf die Geschichte des Hundes Krambambuli http://de.wikipedia.org/wiki/Krambambuli_(Erzählung)


Das hat uns unsere Deutschlehrerin im 6. Schuljahr vorgelesen und ich habe gegen Ende den Kopf auf die Bank gelegt und geflennt.
Als Lehrerin fühlte ich mich nie in der Lage, diese Erzählung vorzulesen, ich hätte immer noch heulen müssen.
Trotzdem tut es mir nicht leid, mit ihr in Berührung gekommen zu sein, hätte sie aber den Schüler n auch nicht vorsetzen wollen.

 

Ich habe diese Geschichte zum ersten Mal gelesen, als ich so 10, 12 Jahre alt war und habe Rotz und Wasser geheult. Viele Jahre danach - schon ziemlich erwachsen - habe ich es noch einmal versucht (weil ich dachte, damals warst du halt noch ein Kind): mit dem gleichen Ergebnis. Und heute, gefühlte Jahrhunderte später, versuche ich es gar nicht mehr, ich erinnere mich noch gut an den Inhalt, und der würde auf mich wieder genauso wirken!

 

Da ihr hier alle eure kleinen Daemonen rauslasst, will ich mal den Klassiker zur Auflockerung beisteuern. Ich war 12 /13 Jahre und Stammleserin in der kleinen Dorfbibliothek. Eines Tages drueckte mir die Bibliothekarin ein eingewickeltes Buch in die Hand, "fuer meine Mutter". Es waren die siebziger Jahre in der DDR. Westliche Buecher waren rar. Ich war neugierig, meine Mutter war nun nicht gerade eine Leseratte. Das musste ein besonderes Buch sein.Ziemlich schnell war klar, dass es in der wandfuellenden Schrankwand ganz unten bei den Blumenvasen gelagert wurde.. Damals standen wir auch noch nicht unter elterlicher Dauerbeaufsichtigung, sodass es kein Problem war, parallel zu lesen. Es war die"Lady Chatterley". Ich habe mich, glaube ich, nur von Sexszene zu Sexszene gehangelt und von der eigentlichen Problematik rein gar nichts verstanden.

 

Das Buch "Hexen hexen" von Roald Dahl habe ich mir mit etwa acht oder neun aus der Bibliothek ausgeliehen. Danach hatte ich monatelang heftige nächtliche Angstzustände. Bin in dieser "übernatürlichen" Hinsicht aber sowieso etwas empfindlich. Auch wenn man an etwas nicht glaubt, kann man im Dunkeln Angst davor haben ;-). "Alice im Wunderland" habe ich dagegen schon im Vorschulalter sehr gern gehabt und mich überhaupt nicht gefürchtet. So unterschiedlich sind sie, die Kinderleins.

 

wingbibowing 6 yrs ago
Später dann
Ich war "Horror" gegenüber recht aufgeschlossen und habe während des Studiums viel von Stephen King gelesen. "Es" ist immer noch eins meiner Lieblingsbücher. Ein Komillitone hingegen hatte Angst im Bad und sich danach vor Clowns gefürchtet :-)
Zu dick fand ich Friedhof der Kuscheltiere, wegen der eingebauten Ekelszenen und Sie (also Mysery). Wahrscheinlich war Sie zu realistisch.
Mysery als Film hingegen, mit der unvergleichlichen Kathy Bates, hat mir gut gefallen.

 

Ich war "Horror" gegenüber recht aufgeschlossen und habe während des Studiums viel von Stephen King gelesen. "Es" ist immer noch eins meiner Lieblingsbücher. Ein Komillitone hingegen hatte Angst im Bad und sich danach vor Clowns gefürchtet :-)
Zu dick fand ich Friedhof der Kuscheltiere, wegen der eingebauten Ekelszenen und Sie (also Mysery). Wahrscheinlich war Sie zu realistisch.
Mysery als Film hingegen, mit der unvergleichlichen Kathy Bates, hat mir gut gefallen.



Ich habe in recht fortgeschrittenesm Alter "Cujo" von Herrn King gelesen und hatte danach nächtelang schwerste Alpträume.

 

und hatte danach nächtelang schwerste Alpträume.

... was mich an eine WG-Mitbewohnerin erinnert, die wochenlang mit GARP gekämpft hat - bzw mit den Folgen der Lektüre.
Ich fands einfach nur eklig und dämlich zugleich, die 3. Mitbewohnerin hat sich köstlich amüsiert..... tschä....

 

Ich kann mich noch erinnern, mit 14 die ersten 30 Seiten von "ES" gelesen zu haben. Dann erstmal mit Licht geschlafen, weil das schon sehr gruselig war.
In anderen Kurzgeschichten geht es ja auch um Dinge, die aus Abflüssen kommen - bis heute kann ich es nicht haben, wenn das Metall-Haarfangding aus dem Waschbecken rausgenommen ist und man nur ein tiefes, schwarzes Loch sieht, welches ulkig gurgelt.

*brrr*

 

Ich habe in recht fortgeschrittenesm Alter "Cujo" von Herrn King gelesen und hatte danach nächtelang schwerste Alpträume.


Das ging mir ganz genauso. Ich habe es gelesen, als ich 14 oder 15 war, zunächst "Friedhof der Kuscheltiere" und "Shining", die gingen noch, dann "Cujo", das ging gar nicht mehr. Nach den Albträumen war es das letzte Buch von Stephen King, das ich gelesen habe.

 

ich hatte aber schon immer die Gabe keine "Bilder im Kopf" entstehen lassen zu können wenn ich es nicht wollte. Sonst könnte ich auch heute nicht so viele Thriller lesen/hören. Mein Problem waren von daher eher Filme den _da_ waren Bilder. Eine schlimmere Wirkung als Krimis hatte auf mich die Sendung Aktenzeichen XY ungelöst. Anders als in den Krimis meiner Kindheit in denen es fast ausschließlich um Beziehungstaten ging (Eifersucht, Liebe, Geld…), ging es dort um reale Verbrechen die irgendjemandem ohne wirklichem Bezug zum Täter angetan wurden. Das war für mich angstauslösend, denn diese Verbrechen konnten jedem geschehen, also evtl. auch mir oder meiner Familie. Nach solch einer Sendung konnte ich oft nicht schlafen oder allein im Dunkeln irgendwo langgehen.

 

mir wäre es mit der Sendung genauso gegangen, aber - siehe unten - als DDR-Kind habe ich mich da wunderbar geschützt durch die Grenze gefühlt ;-)

 

Eine schlimmere Wirkung als Krimis hatte auf mich die Sendung Aktenzeichen XY ungelöst.

Oh ja: "Am Tatort wurde ein blondes Frauenhaar gefunden" jagt mir noch 35 Jahre später Schauer über den Rücken.

 

Ich sehe auch keine Bilder beim Lesen, sondern "höre" den Text. Bilder muss ich mir ganz bewusst vorstellen.
Ein Film kommt mir da: Als KInd durfte ich mal die künstlerisch wertvolle Verfilmung von Edgar Allen Poes: Das verräterische Herz in der schwarzweißen Glotze betrachten. Danach konnte ich nächtelang nicht schlafen.
Und die Tagesschau hatte für mich absoluten Gruselfaktor. Kriege, verhungernde Kinder, verschwundene, ermordete Kinder… Ich bin immer mit dem Kopf unter ein Kissen gekrochen, wenn meine Eltern Tagesschau geguckt haben.
Einmal wollte mir ein freundlicher Nachbar ein paar Weintrauben schenken und ich bin völlig verängstigt nach Hause gelaufen.

 

Also Stephen King habe ich mit 12 oder 13 Jahren angefangen zu lesen und hab alle Bücher, keiner seiner Buchreihen, zuende lesen können!

Ausser "Es", vor Clowns hatte ich vorherh schon angst! Hab das Buch bis jetzt 3 mal versucht zu lesen und immer an der gleichen Stelle aufgehört zu lesen, dort wo das Papierbot im den Abflusskanal gesogen wurde!
Seitdem mache ich bei sehr starkem Regen einen Bogen um solche Abflussgitter im Rinnstein! *grusel*

 

Mit der schwarzen Spinne ging es mir auch so, hatte jahrelang eine Spinnenphobie.
Stephen King sowieso, was ich aber als Kind absolut schrecklich fand waren auch der Strubelpeter und Max und Moritz. Puh..."und die Moral von der Geschicht"... da schaudert es mich heute noch.

 

Bei Büchern habe ich das Problem eher nicht. Filme sind da viel schlimmer. Ich war ungefähr 15 als ich "Der Exorzist" im Kino gesehen habe. Dieser Film hat einen bis heute bleibenden Eindruck hinterlassen. Ich kann den heute noch nicht allein anschauen. Und bei bestimmten Geräuschen oder Stimmen kommt diese fürchterliche Erinnerung immer noch hoch.

 

Ich war ungefähr 15 als ich "Der Exorzist" im Kino gesehen habe.


Das hast Du nu davon, dass Du dich in einen Film ab 18 geschummelt hast.

Ich war 18, mein Freund 16 als wir das Omen gesehen haben. ICH musste meinen Ausweis an der Kasse zeigen, ER nicht. GRRRR! (und ich sach noch: da darfst DU noch gar nicht rein) Wir haben vor lauter lachen von dem Film nicht viel mitgekriegt. Immer wenn einer aufhörte zu gibbeln, prustete die andere schon wieder los.

 

Das gesamte Struwwelpeterbuch.
Ich habe mich vor den Geschichten gefürchtet, vor allem vor dem Suppenkasper und Paulinchen war allein zu Haus...
ich finde es gehört nicht in Kinderhände

 

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