Bücherregale (und Bücher) in Büchern

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"Danach bin ich nach Hause gestürmt, die Treppe hinaufgeflogen, habe die Tür aufgerissen, und da saß Rob auf einem Hocker vor meinem Bücherregal, umgeben von Kartons. Er verschloss gerade den letzten mit Klebeband und Schnur. Es waren acht Kisten - acht Kisten mit meinen Büchern, fix und fertig verschnürt für den Keller."

Kein Wunder, dass es daraufhin zu einem Bruch kam, oder?
;-)


Mary Ann Shaffer, Annie Barrows: The Guernsey Literry and Potato Peel Pie Society

 

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"Ein Mädchen hatte die Schuhe auf das niedrige Bücherregal gelegt, ihre breiten Kreppsohlen beschmutzten einen schweinsledernen Band".


Aus:
Verwirrung am Wolfgangsee von Hilde Spiel
http://www.bookcrossing.com/---/13136935

 

"Die Stadt der Erlesenen Bücher", von Gudrun Friedrich - inzwischen liegt es in vier Bänden vor , nachzufragen bei Patschouli

 

Sein Lieblingsautor war Robinson Jeffers. "Der Rote Hengst", ergänzte Helena. "Woher weißt du?" "Ich dachte es mit." Nur zu gut entsann sie sich des verhängnisvollen Wochenendes, da Harald Kay den 'Roten Hengst' vorlas.

Mary McCarthy, Die Clique

 

"Herr Suter stellte uns sein Wohn- und Arbeitszimmer zur Verfügung, das ganz mit eingelassenem Kiefernholz vertäfelt und mit Bücherregalen verkleidet war. Die freigebliebenen Wände leuchteten in Honigfarbe, man fühlte sich wie in einer Schatulle."

Aus:
Die behütete Zeit von Max Kruse

 

Zweimal in der Woche ging er ins Dorf, um sich Proviant und Zigaretten zu besorgen und aus der Bibliothek ein paar Bücher zu entleihen. So verbrachte er mehrere Wochen, und in dieser Zeit las er manch gutes Buch.
Seine Lebensbedingugen waren mehr als einfach.

Arto Paasilinna - Das Jahr des Hasen - BLT 1999 S. 124

 

Die Ablage mit vier Querbrettern bedeutungsvoll "Bücherregal" zu nennen wäre eine heillose Übertreibung. Auf dem obersten Brett befinden sich die Wörterbücher: ...
Wörterbücher sind mein einziges Hobby. Ich bin weder Fußballanhänger noch Heimwerker.
Wenn irgendjemand unser Bücherregal betrachtet, wird er sich wundern. Denn nur das oberste Brett beeindruckt durch die Sammlung der Wörterbücher. Schweift der Blick über die drei weiteren Regalböden, drängeln sich dort Schundromane und Billigdrucke...
Oben zusammengestoppeltes Wissen, unten erniedrigender Verfall.
Als wollte man ganz Griechenland auf vier Brettern darstellen.

Petros Markaris - Hellas Channel - S. 26 Diogenes 2001

 

"Aber jetzt, als Fünfjähriger, schlief ich allein dort, und da ich schon lesen und schreiben konnte, schmökerte ich vorm Schlafengehen gern in den alten Jahresbänden der Wochenschrift Davar für KInder, die seit der Kindheit meiner Mutter und ihrer Geschwister in einem alten Bücherregal im Zimmer standen."


Und dann gibt es noch ein schönes Zitat über die Mutter und einen Onkel:

"Er war damals als Armeeoffizier in der "Kommandantur" von Safed stationiert, und wenn er kam, tranken er und meine Mutter unweigerlich glühend heißen Tee - wie ihr gemeinsamer Vater, Großvater Aaron, der sich bei jedem Glas Tee, das man ihm vorsetzte, beschwerte, der Inhalt sei "eiskalt" - wetteiferten mit Zitaten aus ihren Lieblingsbüchern und lachten viel."

Aus:
Meine russische Großmutter und ihr amerikanischer Staubsauger von Meir Shalev.

 

"Ich nahm vorsorglich Abschied von unserem alten Wohnzimmer: auch hier Bücher, Bücher, ein Geviert von Büchern um den runden Tisch - ich glaube, mein Vater hatte in keiner unserer Wohnungen genug Platz für seine Bücher gehabt -, [...]"

Nicht genug Platz für die Bücher, das kennt die eine oder andere hier auch, oder?
;-)


Aus:
Die Freibadclique von Oliver Storz
http://www.bookcrossing.com/---/12408356/

 

"Erstaunt betrachtete er die gut gefüllten Bücherregae an allen vier Wänden des Zimmers. Seine Majestät König Edward [VII.] gab seinen Untertanen ein so leuchtendes Beispiel, indem er das ganze Jahr hindurch kein Buch aufschlug. Warum konnten sie ihm darin nicht einfach folgen?"

Der Bücherliebhaber ein gewisser Captain Cathcart, eine der Hauptpersonen im Buch, der Erstaunte ist der Earl of Hadshire, Vater der anderen Hauptperson, Lady Rose, übrigens auch eine eifrige Leserin.


Aus:

Tod auf Telby Castle von Marion Chesney
http://www.bookcrossing.com/---/4919050/

 

Unsere Bücher – die Bücher, die jahrelang die hauptsächliche Geistesnahrung des Kranken gebildet hatten – entsprachen, wie leicht zu vermuten ist, diesem phantastischen Charakter. Wir grübelten gemeinsam über solchen Werken wie »Vert-Vert et Chartreuse« von Gresset, »Belphegor« von Machiavelli, »Himmel und Hölle« von Swedenborg, »Die unterirdische Reise des Nicolaus Klimm« von Holberg, der Chiromantie von Robert Flud, von Jean D'Indaginé und von de la Chambre; brüteten über der »Reise ins Blaue« von Tieck und der »Stadt der Sonne« von Campanella. Ein Lieblingsbuch war eine kleine Oktavausgabe des »Direktorium Inquisitorium« des Dominikaners Emmerich von Gironne, und es gab Stellen in »Pomponius Mela« über die alten afrikanischen Satyrn und Ogipans, vor denen Usher stundenlang träumend sitzen konnte. Sein Hauptentzücken jedoch bildete das Studium eines sehr seltenen und seltsamen Buches in gotischem Quartformat – Handbuches einer vergessenen Kirche – der »Vigiliae Mortuorum secundum Chorum Ecclesiae Maguntinae.«

Edgar Allan Poe -Der Untergang des Hauses Usher
höre ich gerade als HB - wer da keine Herbst-Depri kriegt, ist selber schuld

 

Gesammeltes Beweismaterial

Die nächste Tüte wurde auf den Stuhl gestellt. Sie wirkte interessanter, das sie einige Umschläge und Papiere Enthielt. Ganz unten lagen ein paar dünne Bücher.

Seite 298

 

"Er hat die Bücher ins Regal gestellt, den Rekorder und die Tonbänder auf die Kommode, zwei Fotos über dem Bett. [...] Einmal in der Woche werden die Betten frisch bezogen, Hunter hat bei seinem Einzug darauf bestanden, das selber zu tun, die Vorstellung, dass daß das Zimmermädchen zwischen seinen Büchern, Aufzeichnungen und Tonbändern herumkramt, ist ihm unangenehm."

Aus:
Hunter-Tompson-Musik in Sommerhaus, später von Judith Hermann.
http://www.bookcrossing.com/---/10183451/

 

beim Umzug in eine kleinere Wohnung:

In Sent waren beide Wohnungen bereits als Ferienwohnungen eingerichtet. Wir wollten nichts mitnehmen, was wir nicht brauchten. 40 Kisten Bücher also, Bücherregale.

Angelika Overrath, Alle Farben des Schnees

 

(Alexandre und Sylvain verarzten einen anderen Reisenden, der von einem Hund gebissen wurde)

"Wir brauchen etwas, um das Bein hochzulegen.", sagt Alex.
"Sehen Sie in meiner Tasche nach," sagt John. "Ich habe A la recherche du temps perdu von Proust dabei.

Alexandre Poussin und Sylvain Tesson: Paris-Auckland und zurück.

 

"Auf dem Bücherregal standen ein Wörterbuch, ein abstoßend wirkender Band mit dem Titel Direktoren von A bis Z, ein Roman von Edgar Wallace, eine hübsch aufgemachte Broschüre mit dem Titel Alles über Kakao, Alice im Wunderland, Bartletts Zitaten-Handbuch, eine Globe-Edition der Werke von William Shakespeare und fünf wahllose Nummern der Kinder-Enzyklopädie."

Ganz klar, wer mit sowas arbeitet muss ein ... Werbetexter sein!


Aus:

Mord braucht Reklame von Dorothy L. Sayers
http://www.bookcrossing.com/---/12793147/

 

Ich bin in London geboren. Vater war kein guter Kaufmann und hielt Literatur für das Allerwichtigste im Leben - also war immer wenig Geld im Haus, aber eine Menge Bücher. Und unter diesen Büchern war nicht eins verboten, ganz im Gegenteil, ich lernte schon mit vier Jahren lesen, und als ich sieben war, las ich Dickens, und mit elf Jahren machte ich mich an Hugo und Tolstoi.

(Aus dem Klappentext zu: Victoria Holt, Der Schlossherr)

 

Den Nachmittag verbrachten wir in der Kühle von Suchotins Bibliothek...Die Bücherregale sind vollgestopft mit den zu erwartenden englischen, französischen, deutschen, italienischen und russischen Bänden. Allerdings habe ich den Verdacht, dass sie noch nie aufgeschlagen worden sind. Lew Nikolajewitsch überflog eine Anzahl von Pariser Ausgaben der französischen Klassiker und entschied sich dann für Rousseau, seinen Lieblingsautor. Er vertiefte sich in Emile, bis es Zeit war, Tee zu trinken.
"Zu erraten zu versuchen, was unsere Enkel einmal lesen werden, ist faszinierend", sagte er später... "Zu meiner Zeit gab es einen festgelegten Kanon klassischer Bücher, und man wusste genau, was es hieß, ein gebildeter Mensch zu sein. Heutzutage gibt es so viele Bücher, und man ist natürlich verwirrt."
Ich sagte, dass der einzige Autor, den auch in Zukunft alle lesen würden, ganz gewiß Lew Tolstoj sei, aber er schüttelte lächelnd den Kopf.

Jay Parini, Tolstojs letztes Jahr

 

"Natürlich ist das, was im Buch drinsteht, wichtig, die Geschichte, der Aufbau, die Sprache, das alles ist sehr wichtig bei einem Buch, keine Frage, aber auch der reine Gegenstand des Buches, die Trophäe sozudagen, hat einen großen Wert. Die überbordenden heimischen Bücherregale, der eigene stolze, sentimentale Archivarblick darauf, die staunende Anerkennung von Besuchern, die in der schönen Frage "Haste die alle gelesen?" mündet - all das kann ein unscheinbar wirkendes E-Book, das in der Schublade liegt, niemals bieten."
in: Für Eile fehlt mir die Zeit von Horst Evers

Und weiter: "Außerdem hat ein richtiges, ein analoges Buch in der Hand immer auch eine Signalwirkung, trifft immer eine Aussage über seinen Leser: "Seht her, ich bin jemand, der liest, ein kluger Kopf, ich kann lesen, ich lese, ich lese, seht alle her, ich lese, hoho!" "

 

(Er) nahm ein dickes Buch aus seinem Schreibtisch, klemmte es sich unter den Arm und bedeutete mir mit einer Handbewegung, wir sollten gehen. Er löschte das Licht und verschloß von außen sein Loch. Ich fragte ihn nach dem Buch, und er fuhr zärtlich mit der Hand über den Buchrücken, als wollte er eine Katze streicheln.
"Ein alter Gefährte meiner Abenteuer", murmelte er bewegt und reichte es mir. "Ein Freund und guter Helfer bei der Arbeit."
Das Buch, in prähistorischer Zeit bei Espasa Calpe erschienen - der dicke Einband trug alle Flecken und Kratzer der Welt, und die Seiten waren vergilbt -, war von einem unbekannten Autor mit pompösen Titel "Adalberto Castejón de la Reguera, Licenciado por la Universidad de Murcia en Letras Clásicas, Gramática y Retórica". Das Buch trug einen langen Titel: "Zehntausend literarische Zitate der hundert besten Schriftsteller der Welt" und einen Untertitel: "Was Cervantes, Shakespeare, Molière, etc. über Gott, das Leben, den Tod, die Liebe, das Leiden, etc. ... gesagt haben."

Aus: Mario Vargas Llosa, Tante Julia und der Kunstschreiber

 

"Die Stunden im Gymnasium vergingen so unsagbar freudlos, langsam. Trotzdem ich eine Fülle von Unter-der-Bank-Spielen ersann und hinter dem Rücken des Vordermanns stets eine Sonderbeschäftigung oder Privatlektüre hatte. Mein liebstes Buch war "Der Waldläufer"."
(aus: "Mein Leben bis zum Kriege" von Joachim Ringelnatz, S. 18)

"Leider mussten wir sogar einem der Schüler im Betragen eine Fünf erteilen", sagte der Rektor in seiner feierlichen Aktusrede zu Ostern. Ich hatte der Rede nicht zugehört, aber als der Rex an jene Bemerkung meinen Namen knüpfte und in der Totenstille der Aula sich auf einmal ein paar hundert Menschen nach mir umsahen, versteckte ich schnell und verlegen etwas, worin ich gelesen hatte."
(S. 19)

"Mein Vater beschlagnahmte eine Sammlung von Ansichtskarten, die ich mir angelegt hatte, und auf denen halbnackte Mädchen zu sehen waren. Er beschlagnahmte auch ein sehr aufregendes Buch, das ich von einem Freund eingetauscht hatte, und das den Titel trug "Der Frauenhandel in Wisconsin". Nie habe ich das Buch wiedergesehen und suche es noch heute."
(S. 24)

 

"Die Bücherregale bedeckten zwei ganze Wände seiner kleinen Wohnung, und da gab es außerdem noch Fitzgerald, Aldous Huxley, Mark Twain, Joseph Heller, J.D. Salinger und eine Menge wunderschöner Fotobände, die er nach einem geheimnisvollen System aufstellte, eher nach ihrer Bedeutung als alphabetisch nach Titeln oder Künstlern geordnet."

Aus: Anna Stothard - Pink Hotel Diogenes 2013 S. 155

http://www.bookcrossing.com/---/13193171/

 

Ort: ein Physik-/Chemiesaal in einer amerikanischen Highschool.
Zeit: 1940

Ein Gruppe Erwachsener (Verdächtige in einem Mordfall) wurde hier mangels anderer Möglichkeiten bis zur polizeilichen Befragung zusammengehalten.

***
Mary schlenderte zu dem Bücherregal hinüber und las geistesabwesend die Titel darin, weil sie eine schwache Hoffnung hegte. "Vielleicht finde ich einen guten, alten Sax Rohmer oder eine Dorothy Sayers oder eine Agatha Christie, die ein Lehrer einem Schüler abgenommen hat." Nein, was sie fand, waren Einstein, Infeld, Hogben, Männer, die die Rätsel des Lebens erklärten, aber nicht die des Todes.
***


Aus:

Ein teuflisches Testament von Zelda Popkin

 

Aus: "Kon-Tiki" von Thor Heyerdahl:

"[...] banden wir zwischen den Querstämmen acht Holzkisten fest. Zwei waren wissenschaftlichen Instrumenten und Filmen vorbehalten, die anderen sechs wurden verteilt, jeder bekam eine mit dem Hinweis, dass er so viel an privater Habe mitnehmen könne, wie er in seiner Kiste unterbringe. Da Erik einige Rollen Zeichenpapier und eine Gitarre mitbrachte, wurde seine Kiste so voll, dass er die Strümpfe nebenan bei Torstein einquartieren musste. Vier Marinesoldaten schleppten Bengts Kiste herbei. Er nahm nichts anderes mit als Bücher, und es war ihm gelungen, dreiundsiebzig soziologische und ethnologische Werke zu verstauen."
S. 85/86

Als sie nach Monaten auf See Land sichten, sie es aber leider nicht schaffen, ihr Floss darauf zuzusteuern (S. 233):
"In dieser Nacht sagte Bengt, er sehne sich nach Tisch und Stuhl, denn es sei ermüdend, sich beim Lesen immer vom Rücken auf den Bauch zu drehen. Ansonsten sei er zufrieden, dass wir das Land verpasst hätten, er habe noch drei Bücher zu lesen."

 

"Walcher folgte dem Pater und stand nach dem winzigen Flur in einem geräumigen Einzimmerappartement, das allerdings treffender als Buchlager beschrieben werden sollte. An den Wänden standen Bücherregale bis hinauf zur Decke, und selbst auf dem Bett und der Küchenzeile, die hinter Trennwänden - ebenfalls aus vollgestellten Regalen - sichtbar waren, lagen Bücher herum. Sie stapelten sich auf dem Dielenboden, den beiden Stühlen, dem Sessel und auf dem Tisch, hinter den sich der Pater setzte, nachdem er mit schlafwandlerischer Sicherheit den Weg durch das Bücherlabyrinth gefunden hatte."

aus "Der Ahnhof" von Joachim Rangnick, Seite 137
http://www.bookcrossing.com/---/12814673

 

"Während Isti auf Papier malte und sie laut vor sich hersagte, begann ich Bücher zu lesen, deren Geschichten ich kaum verstand. Im Wohnzimmer standen auf einem einzigen Regal Petöfi, Jókai, Zilahy. Broschierte Bändchen, die sich anfühlten, als fielen sie bald auseinander. Ich griff wahllos nach einem und las laut daraus vor. An jedem Tag ein, zwei Seiten, nicht mehr."


Aus:

Der Schwimmer von Zsuzsa Bánk

http://www.bookcrossing.com/---/13917048

 

Berlin-Dahlem, 1936, in der Villa eines sehr reichen Mannes.
"Wir waren in der Bibliothek. [...] Der Raum war auf frühes Mittelalter getrimmt, hatte große Balken, einen Kamin aus Granit, in dem leise ein Scheit knisterte, und allerlei Waffen an den Wänden. Es gab jede Menge Bücher, der Art, die man meterweise kauft: deutsche Dichter und Philisophen und Juristen, die mir jedoch nur als Namen von Strassen, Cafés und Bars vertraut waren."


Aus:
Feuer in Berlin von Philip Kerr
http://www.bookcrossing.com/---/10398148

 

wingkrimtangowing 2 yrs ago
Lesesperre
Was alles stimmte, bis auf das Lesen. Sie saß im Sessel, umgeben von ihren Büchern, ohne ein einziges davon aufzuschlagen. Sie war früher eine ausdauernde Leserin - einer der Gründe, warum Rich gesagt hatte, sie sei die richtige Frau für ihn, sie könne stundenlang dasitzen und lesen und ihn in Ruhe lassen -, während sie jetzt nicht einmal mehr eine halbe Stunde durchhielt.

http://www.bookcrossing.com/---/11330005/ Alice Munro: Freie Radikale (aus dem Erzählband "Zu viel Glück")

 

Alte Zeitungen lagen herum, wahrscheinlich noch immer so, wie Sully sie hingelegt hatte. Aber das Beste von allem war ein großes Bücherregal, das eine ganze Wand einnahm und und von oben bis unten mit in Leder gebundenen Büchern gefüllt war.
Meine Augen glitten über die Buchrücken, bis Miss Cleta schließlich sagte: "Du darfst sie gerne anfassen."
"Sind Sie sicher? Sie sehen wertvoll aus."
"Pff! Keiner liest die alten Dinger mehr. Meine Augen sind viel zu schlecht, um die kleinen Buchstaben noch zu erkennen." Sie zog zwei Bücher aus dem Regal und hielt sie mir unter die Nase. "Sie setzen nur Staub an, siehst du? Nimm dir, was du willst."


Aus:
Das Ende eines Sommers von Jennifer Erin Valent
http://www.bookcrossing.com/---/13687901

 

Im Atelier eines Malers:
"An der gegenüberliegenden Seite stand ein betagter, gradseitiger Bechsteinflügel, schmal und lang wie eine Kegelbahn, der offenbar musikalischen Zwecken gewidmet war und sich gleichzeitig als Tisch und Bücherbrett nützlich machte."

Aus;
Der Maulkorb von Heinrich Spoerl
http://www.bookcrossing.com/---/14397538/

 

"Er griff in eines der Bücherregale, nahm einige Bücher heraus, legte sie auf den Boden, griff dann in das Fach darunter und nahm einen weiteren Stapel heraus, den er neben den Büchern am Bode absetzte. Er legte die Hand auf die rechte Wange des Bücherregals, zog leicht und zwei der Fächer schwangen aus dem Regal heraus, als wären sie mit einem langen Scharnier an der linke Wange des Regals befestigt. Hinter den Fächern, in die Waand eingebaut, befand sich ein schwarzer Tresor, etwa 60 cm hoch und 40 cm breit."

Aus:
"Miss Lizzie kehrt zurück" von Walter Satterthwait
http://www.bookcrossing.com/---/12764648/

 

Na das würde doch bei fast jedem von uns auch klappen, oder? ;-)

 

Na das würde doch bei fast jedem von uns auch klappen, oder? ;-)

Stimmt, Bücherregale hätte ich genug, nur nicht die passenden Wände, um darin einen Tresor einzubauen. Obwohl, auf der anderen Seite ist das Badezimmer, und dort die Tresorrückseite ja im Waschtisch verschwinden...

;-)

 

Sie betraten einen Raum, der in Größe und Form genau Maycrofts Büro entsprach, auch hier die großen Bogenfenster und der ungehindderte Blick auf Himmel und Meer. Es handelte sich jedoch unverkennbar um eine Bibliothek, denn an allen anderen Wänden. erstreckten sich vom Boden bis fast zur Decke Bücherregale aus Mahagoni mit Glastüren.

Aus : Wo Licht und Schatten ist von P.D.James

 

Seite 247 :

Über eine spiegelblanke,längliche Tischplatte hinweg erspähte Kate eine ganze Wand voll mit ledergebundenen Büchern.

Seite 248 :

Kate widerstand der Versuchung , ungebührlich große Neugier an den Tag zu legen und den Blick schweifen zu lassen, doch sie gewann trotzdem den Eindruck von satten,dunklen Farben,poliertem Holz, Teppichen auf Steinboden,Ölgemälden und einer Wand,die,wie die im Esszimmer,vom Boden bis zur Decke mit ledergebundenen Büchern bedeckt war.

 

Achtung, Ironie:
"Wir durften zwar studieren, weil unser Vater Schullehrer war, aber zu Hause durften wir nur selten lesen. Sollten wir statt dessen nicht etwas 'tun'? Und war uns das nicht viel lieber? Mama braucht euch - [ ...]."


Aus:
Wenn die Mondwinden blühen von Jetta Carleton
http://www.bookcrossing.com/---/12908544/

 

"Von den Bildern ging er zu den Bücherregalen und sah sich die Buchrücken an. 'Sie haben eine Vorliebe für Kuriositäten, sehe ich.' 'Kuriositäten?' 'Poltergeister. Fischregen. Stigmata. Dergleichen.'

Aus: Wie ein Hauch im Wind von Josephine Tey


Was ist wohl mit Fischregen gemeint?

 

"Er leuchtete mit der Lampe in das dunkelblaue Regal, in dem nur noch acht Bücher standen."Serafin und die Wundermaschine", eine Geschichte, die Paul als Kind geliebt hatte, weil sich Serafin , der Fahrtenknipser, mit der Wundermaschine eine Treppe in die Wolken baute, um wegzulaufen......"Die Sagen der Germanen" waren weg, stattdessen gab es jetzt das Buch" Die Funktion des Orgasmus von Wilhelm Reich, das Paul entweder in seiner Kindheit übersehen hatte oder seine Mutter bei einem ihrer Besuche dort hingestellt hatte."
aus :"Der Mann, der durch das Jahrhundert fiel" von Moritz Rinke

http://www.bookcrossing.com/---/14696245

 

Er knipste die Nachttischlampe an, stand auf und beschloss, etwas Erhabenes zu lesen, bis der hypnotische Wortschwall ihn sanft und lauwarm einlullte. Er durchforstete die Bücherborde im Schlafzimmer. Die Regal in Ess- und Schlafzimmer quollen über. Es lagen Bücherstapel neben dem Laptop und sogar in der Küche. Er las immerzu und überall, aber ausschließlich Gedichte.
S. 17

Der Hauptcharakter entscheidet sich schließlich für eine zweisprachige Ausgabe von Vergil: Georgicas.

 

Ich ging zu den Regalen, wo ich viele der aktuellsten Bücher über den Kollaps gefunden hatte, um sie zurückzustellen. Als ich gerade eines zurückschieben wollte, fiel mir in der Nähe ein grünes Buch auf. Es war weder besonders dick noch hoch, aber die grüne Farbe zog meinen Blick an, ebenso wie der gelbe Schriftzug seines Titels. ´Der blinde Imker.´

Ich griff danach, um es herauszuziehen. Aber das Buch leistete Widerstand, der Kunststoff des Einbands hatte sich an den Büchern festgesaugt, zwischen denen es stand, und gab einen kleinen Seufzer von sich, als ich es losriss. Seite 441

Ich öffnete es, die Buchdeckel waren steif, aber die Seiten fielen gefügig zur Seite und hießen mich willkommen. Seite 442

http://www.bookcrossing.com/---/14633260/

 

Seite 96:

Ich bin in der Bücherei. Es ist keine große Bücherei, sie ist viel zu klein, und ich kann es kaum erwarten, bis die neue öffnet. Doch ich liebe auch diese kleine und ich frage mich immerfort, warum nicht jeder, der etwas Zeit zur Verfügung hat, diese in einer Bücherei verbringt. Ich habe nie verstanden, dass jemand Langeweile haben kann, wo die Welt doch voller Bücher ist, die gelesen werden müssen.

https://www.bookcrossing.com/---/14648061

 

Wenn ich allein war. las ich meistens. Anfangs, um den Schulstoff nachzuholen, später aus Langeweile. Bücher waren für nucg wue eube - großmutter, die mir die ganze Nacht lang schöne Geschichten erzählte, wie ein Lehrer, der mir das Wissen der Welt vermittelte, wie ein Freund, der Geheimnisse und Sorgen mit mir teilte....

Ganz gleich, wie dick ein Buch war oder welchem Genre es angehörte - Hauptsache, es bestand aus Papier und Buchstaben. Ich las Bildbände über Insekten, Pflanzen und Fische, Gedichtbände, die das Herz bewegten, und sozialwissenschaftliche Schriften, die mich geistig ohrfeigten....

Der ganze Absatz über Bücher geht über 6 Seiten, das wollte ich jetzt nicht alles abtippen, aber es ist lesenswert.

 

"Regale, randvoll mit Büchern sind zu sehen, große Ölgemälde an den Wänden, Blumengestecke, ein offener Kamin und eine Schlafcouch davor."

Es ist übrigens ein Turmzimmer.


Aus:
"Einmal gärtnern wie in Sissinghurst" von Astrid Ludwig.
http://www.bookcrossing.com/---/14648360

 

Die Luft stand schon genauso lange in diesem Raum wie die Bücher. Aufgereiht in Regalen, die die Wände vollständig einnahmen, warteten sie vergebens auf neue, frischere Kameraden.

 

"Wie Vater gesagt hatte, war die Bibliothek verlassen. Es war ein ein kleiner Raum, knapp vier auf vier Meter groß, in dem sich an drei Wänden Bücher reihten, während sich in der vierten ein breites Flügelfenster befand, das über die Veranda auf das bleigraue Meer blickte."

Aus "Miss Lizzie" von Walter Satterthwait.

http://www.bookcrossing.com/ journal/14773782

 


"Am meisten schmerzt mich der Verlust meiner Bibliothek - Unmengen antiquarischer Seehandbücher werden ein Raub der Flammen. Und was die nicht erwischen, wird durch Schaum und Löschwasser zu einem schwarzen Brei."

Aus:
Mayday! Seenotretter berichten von ihren schwersten Einsätzen
http://www.bookcrossing.com/---/14750591/


 

Seite 13:"Auf einer Seite standen in einem wandhohen Regal die Bücher, die wohl bald mir gehören würden."
Seite 58:" Ich blickte gedankenverloren auf die Bücherwand und fragte mich , ob wirklich etwas Wertvolles dabei war."

Es gibt zwar viel Aufhebens um die Bücher, die der Erzähler tatsächlich von einem alten Mann vermacht bekommt, wie in jedem guten Krimi sind das aber falsche Fährten : am Ende geht es nicht um ein Buch, sondern um ein Foto , das dunkle Erinnerungen aus Jugendtagen wieder hochkommen lässt.

http://www.bookcrossing.com/---/14988830

 

"Als Jay und ich hinter ihr das Haus betraten, erwartete uns ein großer, kühler Raum, dessen weiße Wände mit überquellenden Bücherregalen vollgestellt waren."

Und etwas später auf der nächsten Seite:
"Während wir warteten, wanderte mein Blick an den Bücherregalen entlang. Ein ganzes Regal war nur den Bienen und der Imkerei gewidmet. Dann gab es Bücher zur Religionsgeschichte, eine ausgewählte Mischung von Dichtern und Werke zum silzilianischen Volkstum und zur sizilianischen Historie. Aber so, wie ich das sah, beschäftigten die weitaus meisten Bücher, die hier standen, mit Archäologie."


Aus:
Frau im Labyrinth von Caroline Llewellyn
http://www.bookcrossing.com/---/10398116

 

http://www.bookcrossing.com/---/15027846/ eine wunderbare Geschichte, sogar mir freigelassen Büchern

 

"Unter dem hölzernen Vorsprung standen wie ein maßgeschneidertes Regal vier Reihen alter, hochkant übereinandergestapelter Obstkisten und darin sauber und ordentlich unzählige Bücher. Dass ein einzelner Mensch so viele Bücher besitzen könnte, hätte ich mir niemals vorstellen können." (...)
"Als ich mich umdrehte, sah ich, wie Dona Elena mich lächelnd beobachtete. 'Sie müssen sehr glücklich sein', sagte ich, ohne über die Bedeutung der Worte nachzudenken.
'Nein.' Sie legte mir die Hand auf die Schulter, als hätten meine Worte sie gerührt. 'Ich bin nicht besonders glücklich. Warum sagst Du das?'
'Ich weiß nicht. Mit all den Büchern...' Ich machte eine ausholende Geste, um Zeit zu schinden, während ich vergeblich nach den richtien Worten suchte. 'Ich habe noch nie so viele Bücher gesehen.' (...)
'Aber das, was Dich am meisten interessieren dürfte, hast Du noch nicht gesehen. Ich an Deiner Stelle würde einen Blick auf das dritte Regal neben der Treppe werfen.' "

Auf dem dritten Regal neben der Treppe wartet das Gesamtwerk von Jules Verne darauf, vom kleinen Nino ausgeliehen und verschlungen zu werden.

Aus: Almudena Grandes, Der Feind meines Vaters

 

"Er stand auf, ging herum, blieb dann vor dem Bücherregal stehen. Jedes einzelne Buch war ein Freund. Er hatte sie nach und nach von seinem Taschengeld gekauft oder sie sich von der Großmutter schenken lassen, manche hatte ihm auch der Vater geschenkt."

Und wenig später:
"Nur so, bäuchlings auf dem Boden, war er fähig, sich ganz beim Lesen zu Sammeln."


Aus:
Der Fall Maurizius von Jakob Wassermann.
=>http://www.bookcrossing.com/---/14441764

 

"Rundherum, vom Fußboden bis zur Decke, standen die mit Büchern vollgestopften Regale Doktor Kleinbergs. "
Das könnte doch auch für viele von uns gelten, nicht wahr?
;-)


Aus der Erzählung "Fremdes Feuert" in "Wo die Schakale heulen" von Amos Oz.

 

"Rena begann ihre Besichtigung in der Diele. An den Wänden standen Regale voller Bücher, von denen Rena noch nie gehört hatte. Da waren Bücher über jüdische Spiritualität, Judentum für Einsteiger, vergleichende Religionswissenschaft, Bücher über Selbstfindung, Mediation, den Einsatz der Kunst zur Heilung der Seele."


Aus:
Die Schabbatbraut von Tova Mirvis
https://www.bookcrossing.com/---/13678205/

 

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