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Freigelassene Bücher werden mitgenommen aber nicht bei BC als gefunden gemeldet

Bin seit geraumer Zeit Mitglied bei BC. Habe zuerst nur ein gefundenes Buch wieder freigelassen. Dann habe ich selbst angefangen und Bücher ausgewildert. Es sind zwar bisher erst wenige, aber ich würde auch bei denen gerne wissen, daß sie gelesen werden. Irgendwie befürchte ich, daß die Bücher in irgendeinem Regal verstauben oder gar im Müll landen. BC ist bei uns ziemlich unbekannt. In den Büchern selbst klebe ich vorne und hinten und auch noch innen entsprechende Aufkleber. Und natürlich auch auf die Plastikverpackung.

Gibt es irgendwelche guten Tips? Oder bin ich einfach zu ungeduldig? Dauert es Wochen/Monate, bis jemand einen Eintrag macht?

Demnächst bekomme ich etliche ( hoffentlich gut erhaltene Bücher ) geschenkt, die ich auf diesem Wege unter die Leute bringen möchte. Aber die Arbeit sollte sich auch insofern lohnen, daß ich gerne mal die Reise eines Buches richtig mitverfolgen würde. Leider kann man ja niemanden zwingen, einen Eintrag bei BC zu machen und ein Buch wieder frei zu lassen.

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Bin seit geraumer Zeit Mitglied bei BC. Habe zuerst nur ein gefundenes Buch wieder freigelassen. Dann habe ich selbst angefangen und Bücher ausgewildert. Es sind zwar bisher erst wenige, aber ich würde auch bei denen gerne wissen, daß sie gelesen werden. Irgendwie befürchte ich, daß die Bücher in irgendeinem Regal verstauben oder gar im Müll landen. BC ist bei uns ziemlich unbekannt. In den Büchern selbst klebe ich vorne und hinten und auch noch innen entsprechende Aufkleber. Und natürlich auch auf die Plastikverpackung.

Gibt es irgendwelche guten Tips? Oder bin ich einfach zu ungeduldig? Dauert es Wochen/Monate, bis jemand einen Eintrag macht?

Demnächst bekomme ich etliche ( hoffentlich gut erhaltene Bücher ) geschenkt, die ich auf diesem Wege unter die Leute bringen möchte. Aber die Arbeit sollte sich auch insofern lohnen, daß ich gerne mal die Reise eines Buches richtig mitverfolgen würde. Leider kann man ja niemanden zwingen, einen Eintrag bei BC zu machen und ein Buch wieder frei zu lassen.
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Manche Einträge kommen sehr schnell, manche aber auch erst nach etlichen Jahren.

Erfahrungsgemäß bekommen nur ca. 10 % aller freigelassenen Bücher überhaupt einen Eintrag. Aber lass dich davon nicht abschrecken - man freut sich dafür um so mehr, wenn dann mal ein besonders schöner dabei ist.
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wenn kein Eintrag kommt. Ich bin auch erst seit kurzem dabei und habe ein paar schon freigelassen. Bevor ich sie in die Wildnis entlasse biete ich sie hier im Forum an, falls jemand Interesse hat reisen sie gezielt weiter.

Bevor ich bei Bookcrossing war habe ich auch schon Bücher frei gelassen. Drauf gekommen war ich durch meine Zahnärztin die in ihrem Wartezimmer ein Regalfach in der Garderobe hat wo sie ihre ausgelesenen Bücher reinlegt. Ich habe dann einfach mal gefragt ob meine dazu dürfen. Auch bei meinem Hausarzt darf ich die Bücher auf den Zeitschriftentisch legen.
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Häufig kommt es vor, daß die Leute das System mit dem weitergeben verstanden haben, sich aber nicht die Mühe mit dem Internet machen. Die Bücher reisen dann unerkannt weiter. Das merkt man immer wieder daran, daß manchmal Einträge von ganz andern Orten kommen. Hier ist auch ein schönes Beispiel http://www.bookcrossing.com/---/9696570/
Manche Finder machen auch erst nach dem Lesen einen Eintrag. Ich glaube man muß da langfristiger denken ;-)
Für viele Einträge hilft nur viele Bücher freilassen und zur Aufmunterung, wenn keine Einträge kommen ab und zu mal hier lesen http://www.bookcrossing.com/---/476604
Viele Grüße :-)
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Seit ich mitzähle habe ich bei mir nie weniger als 15%, meist knapp über 20% gefangene (mit Journaleintrag versehene) Bücher gezählt- es ist ja nicht die Welt, aber immerhin deutlich mehr als diese 10%, die immer wieder hier herumgeistern...
Und sicherlich wenigstens ein bißchen motivierender für Neulinge.
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Die hat unser Statistiker ekorren mal ausgerechnet, anhand seiner freigelassenen Bücher.
Ich habe wahrscheinlich noch weniger, bunte Amsel erheblich mehr.
Es kommt aber sicher auf das wie und wo an. Entspannte Touristen sind von Vorteil.
In einer OBCZ bekommt man nicht unbedingt mehr Einträge. Die Leute freuen sich zwar, dass es dort Bücher umsonst gibt und fragen sogar: "Warum gibt es das nicht in Bergedorf?" machen aber trotzdem keine Einträge.
Ein Stück "Altpapier", dem ich als Themenrelease eine letzte Chance gegeben habe, kann aber einen begeisterten Eintrag nach sich ziehen.
Meine Nachbarn nehmen jedes Bookcrossing-Buch aus dem Hausflur und legen unregistrierte Bücher hin. Einträge gibt es nie, aber manchmal sind nach einer Weile die Bücher wieder da.
Viele Leute haben halt mit Internet nix am Hut und der kleine Aufwand, da etwas einzutragen, ist für einige schon zu viel.
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Die hat unser Statistiker ekorren mal ausgerechnet, anhand seiner freigelassenen Bücher.

Nein, habe ich nicht.
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In einer OBCZ bekommt man nicht unbedingt mehr Einträge. Die Leute freuen sich zwar, dass es dort Bücher umsonst gibt und fragen sogar: "Warum gibt es das nicht in Bergedorf?" machen aber trotzdem keine Einträge.


bekam ich zwei Einträge von Büchern, die ich am selben Tag in zwei verschiedenen OBCZn eingestellt hatte.
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Was ist ein OBCZ ???


Hahaaaaa...und kaum schrieb ich dies, stieß ich beim Herumstöbern auf die Erklärung!
Jetzt überlege ich, wo ich meine OBCZ einrichte ;-)
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Aus einer OBCZ bekommst Du aber auch nur dann Einträge, wenn die "üblichen Verdächtigen" d.h. aktive Bookcrosser aus der Region, dort tauschen.
Meine OBCZ Insbeth http://www.bookcrossing.com/---/OBCZ_insbeth/ z.B. läuft gut, die Gäste freun sich wie Hulle, fragen sogar, warum es so was nicht auch in Bergedorf gibt, die Bücher gehen weg wie warme Semmeln, aber seit dem OBCZ Start hatte ich gerade mal einen Eintrag von einem Newbie ganz am Anfang.
Gute Erfahrungen habe ich mit witzigen Themenreleases gemacht, Buch passend zum Ort und möglichst viele entspannte Touristen drumherum.
Beispiel: http://www.bookcrossing.com/---/10346795/
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Bergedorf? Doch wohl nicht Hamburg - Bergedorf, der Stadtteil, oder?
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RE: Bergedorf

Doch!
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Wahnsinn!! Das gibt es bei uns in Bergedorf wirklich nicht :)
... eigentlich schade.
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Gemeint war eine OBCZ.
Viele Leute mögen es, wenn da etwas zum Mitnehmen greifbar und kostenlos steht, wie hier neuerdings im Insbeth, aber sie machen sich keine Gedanken darüber, dass es irgend jemanden geben muss, der das organisiert, Bücher besorgt, das Regal ab und zu ausmistet, geschweige denn, dass SIE SELBST derjenige sein könnten.
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deutlich mehr als diese 10%, die immer wieder hier herumgeistern...

Keine Ahnung, woher die 10% kommen. Vielleicht von Leuten, die immer wieder an denselben Stellen freilassen, wo es noch nie viele Journale gegeben hat - wie z.B. in öffentlichen Bücherschränken, in Telefonzellen, an Bushaltestellen, auf Sitzbänken in Bussen und Zügen. Dort liegen die Zahlen nämlich auch bei mir so niedrig. Aber wahrscheinlich kommt die Zahl einfach nur daher, dass die meisten eben doch nicht sauber nachzählen - und wenn man nur subjektiv schätzt, dann liegt man meistens weit daneben.

Bei mir sind es im Schnitt etwa 18% aller echten wild releases, für die ich langfristig Journale bekomme, an manchen bestimmten Stellen bis zu ca. 30%. OBCZ, öffentliche Bücherschränke und Geocaches sind dabei nicht mitgerechnet. Und aus den restlichen Daten, die ich habe, kann ich auch quasi nachweisen, dass die meisten der Bücher, für die es keine Journaleinträge gab, trotzdem nicht im Müll landen. Also der Knackpunkt nicht das Mitnehmen der Bücher ist, sondern die Bereitschaft zum Journaleintrag. Viele Bücher wandern jahrelang unerkannt immer weiter von Finder zu Finder.

Ein paar Gedanken sollte man sich aber natürlich schon machen darüber, wann und wo man die Bücher freilässt. Man muss grundsätzlich damit rechnen, dass sie relativ lange am Ort liegen bleiben, bis sie jemand mitnimmt (je nach Ort ohne weiteres mehrere Tage!), weil die meisten Finder sich nach einem Blick auf die Labels entscheiden, das Buch wieder zurückzulegen. Also sollte der Releasepunkt so gewählt sein, dass entweder sehr viele Menschen in kurzer Zeit auf das Buch aufmerksam werden, oder es ungestört von Reinigungsdiensten, Sicherheitsdiensten, Wind, Schmutz und Regen auch mal etwas länger liegen bleiben kann.

Generell eine bessere Journalquote bekommt man dort, wo Menschen in Freizeitlaune sind: An touristischen Stellen, Ausflugszielen, in Stadtparks... und vor allem dann, wenn der Fund selber möglichst überraschend ist, oder wie man im Marketing-Neusprech sagen würde: Einen hohen Erlebniswert liefert.

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nie weniger als 15%, meist knapp über 20% gefangene ... aber immerhin deutlich mehr als diese 10%

Ich habe nach ca. 5 oder 6 Büchern aufgehört mit dem Auswildern, da ich nach 6 Jahren noch nicht einen Eintrag erhalten habe.

Lieber gucke ich auf die Wishlists oder biete die Bücher im Forum als RABCK an ...

Edit fügt an:
... oder sie kommen mit auf Meetups oder in eine OBCZ ...
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Ich habe nach ca. 5 oder 6 Büchern aufgehört mit dem Auswildern, da ich nach 6 Jahren noch nicht einen Eintrag erhalten habe.

Tja, dann wird das auch nix mehr :P

Das ist gewissermassen, wie wenn man nach der zweiten Runde beim Mensch-ärgere-dich-nicht noch keine 6 gewürfelt hat und daraus schliesst, dass man nie wieder in seinem Leben ein Brettspiel spielen sollte...
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Das ist gewissermassen, wie wenn man nach der zweiten Runde beim Mensch-ärgere-dich-nicht noch keine 6 gewürfelt hat und daraus schliesst, dass man nie wieder in seinem Leben ein Brettspiel spielen sollte...


*kicher*
Ich kann es nicht lassen, meine Bücher "wild" freizulassen. Bekomme hier und da eine Antwort und freue mich wie Bolle. Es ist auch erstaunlich, dass 100% der Rückmeldungen positiv gegenüber BC sind, dem Buch gegenüber nicht immer.

Auch ich habe durch ein gefundenes Buch zu BC gefunden und gebe diese Möglichkeit gerne weiter.



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nie weniger als 15%, meist knapp über 20% gefangene ... aber immerhin deutlich mehr als diese 10%

Ich habe nach ca. 5 oder 6 Büchern aufgehört mit dem Auswildern, da ich nach 6 Jahren noch nicht einen Eintrag erhalten habe.

Lieber gucke ich auf die Wishlists oder biete die Bücher im Forum als RABCK an ...

Edit fügt an:
... oder sie kommen mit auf Meetups oder in eine OBCZ ...


Schade, dass du bereits nach nur 5 - 6 Büchern ohne JE mit dem "echten Auswildern" aufgehört hast. Mir macht es sehr viel Spaß, gerade Nicht-Bookcrosser zu überraschen und wenn's gut läuft als neue Mitglieder zu überzeugen und begrüßen. Zweitens machen unerwartete, originelle Jornaleinträge (z.B. von der Zugspitze oder aus der südamerikanischen Pampa , der Berghütte am Grindelwald - oder aus Ohligs) immer wieder viel Freude. Sie sind für Bookcrossies eine der besten Motivationen zum Weitermachen, glaub ich.

Die Fangquote in einer OBCZ z.B. einer Stadtbibliothek, mit einem recht großen Bücherdurchlauf wie bei uns in Solingen, liegt garantiert nicht über 5 - 10% - wenn's hoch kommt. Dafür haben wir hier aber eine ziemlich große und feste "StammLeserKundschaft", die zwar anonym bleiben und nichts eintragen, aber die Bücher immerhin lesen - Hauptsache! - und trotzdem nach einiger Zeit brav wieder hinlegen. Über den Umlauf diese im Laufe der Jahre immer wieder auftauchenden Bücher hab ich bisher noch keine Statistik angelegt; wäre vielleicht mal lohnenswert. ;-)
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... scheuen sich vor einer Registrierung oder sonstigem Ungemach aus dem bösen Internet ;-)
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In der freien Wildbahn: 1.363
Gefangene Bücher: 123

Also über 1000 meiner freigelassenen Bücher wandern irgendwo rum ohne Eintrag.. Ich mach es aus Spaß an der Sache und manche Einträge kamen erst 1 Jahr später =)
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selbstlos

Gut, vielen Dank für die Frage und auch für die Antworten! Mir geht es ähnlich. Ich lasse die Bücher im Schlosspark liegen oder ich drücke sie den Leuten manchmal durch ein nettes Gespräch sogar selbst in die Hand und erhalte keine Rückmeldung.
Dabei fällt mir hier beim lesen auf, daß es für mich um das Thema:
"Ich gebe dir was (das Buch) und erhalte was von dir zurück (den Journaleintrag)" geht.
Wahrscheinlich kann man nur Bücher mit Spass auswildern, wenn man sich eine gewisse Selbstlosigkeit aneignet. Du bekommst ein Buch (denn gefunden und mitgenommen werden sie ja ) und ich erwarte nichts von dir zurück. Gute Meditationsübung.
Andersherum habe ich manchmal Gedanken wie: "Ich gucke, wer das Buch jetzt mitnimmt und schleppe ihn oder sie dann zum nächsten Internetcafé *g um dort einen Journaleintrag zu machen!"- dann weiß ich aber: heute ist kein guter Tag zum releasen!
Sollte der Focus eher auf das Empfangen von Journaleinträgen liegen oder weil einem dieses Buch doch eher wertvoller erscheint, empfehle ich auch sie lieber hier über BC zu verschicken. In diesen selbstlosen Grüßen ... Care *g
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RE: selbstlos

Ja! Das hast Du sehr schön ausgeführt- im Grunde muß es so sein, daß man wirklich den Anspruch an ein Buch aufgibt, wenn man es freiläßt.
Ich vergesse all diese Bücher sofort- und dementsprechend kann ich mich dann über jeden Journaleintrag immer noch freuen! Und ärgere mich nicht über all die NICHT erfolgten Einträge...
Für mich ist der wildrelease die eigentliche Essenz des BookCrossing - alles andere folgt nur daraus: die netten Bekannt- und Freundschaften, die schönen Erlebnisse (für die Neulinge mal wieder ein Hinweis auf http://www.bookcrossing.com/journal/3294534), all das sind Nebeneffekte...sehr tolle Nebeneffekte, aber eben nur Nebeneffekte des wilden freilassens und eben auch LOSlassens. :-)
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Ich bin für Wild Releases nicht gut geeignet, da es mir nicht gut dabei geht, wenn ich nicht weiß, ob ein Buch im Müll landet. Meine beiden vor einem Jahr wild freigelassenen Bücher haben bisher keinen JE bekommen und ich frage mich immer wieder einmal, was wohl aus ihnen geworden ist. Da ich das nicht einfach loslassen kann und dabei kein gutes Gefühl habe, habe ich mich Weitergaben entschieden.

Ich schaue bei Büchern, die ich weitergeben möchte, ob sie bei jemandem auf der Wunschliste stehen und schreibe dann eine PM und verschicke sie als Rabck. Damit geht es mir gut, weil ich weiß, der Empfänger möchte das Buch haben und freut sich darüber.
Wenn ich es auf keiner Wunschliste finde, biete ich es als RaBack der Woche an.
Und ich habe inzwischen zwei Bücher als Ring auf die Reise geschickt.

Und das weitere Schöne ist, dass sich daraus schon tolle Kontakte entwickelt haben. Es ist einfach ein schöner Austausch mit anderen BClern, den ich sehr schätze.
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Ich bin für Wild Releases nicht gut geeignet, da es mir nicht gut dabei geht, wenn ich nicht weiß, ob ein Buch im Müll landet. Meine beiden vor einem Jahr wild freigelassenen Bücher haben bisher keinen JE bekommen und ich frage mich immer wieder einmal, was wohl aus ihnen geworden ist. Da ich das nicht einfach loslassen kann und dabei kein gutes Gefühl habe, habe ich mich Weitergaben entschieden.


Wenn Bücher im Müll landen (würden), das wäre das einzige, was mich aufregt. Andererseits ist es aber ein schmutziges Geheimnis, das jeden Tag Bücher im Altpapier landen:

- Bücherflohmärkte, ob von Büchereien, Kirchen oder von Vereinen, stehen am Ende des Tages vor der Frage: Wohin mit dem unverkauften Rest? Der Versuch, es an Antiquare zu verkaufen, ist selten erfolgreich - und auch Antiquare laufen in dasselbe Platzproblem, das dazu führt, dass der Markt insgesamt überschwemmt ist (im Vergleich zu den 80er Jahren). Bücher aus den 60er-80er Jahren sind z.B. durch Buchklubs in viele Wohnungen gekommen, die jetzt durch Tod aufgelöst wurden, für die jüngere Generation aber nicht interessant sind. Der Buchmarkt stösst jedes Jahr mehr Bücher aus, so dass man mit den neuen schon gar nicht mehr hinterherkommt. Dazu Remittenden und Second-Hand-Flohmärkte.
Der billige Einkauf führt auch oft dazu, ein Buch nach dem Lesen leichter wegzugeben, damit es nicht rumsteht (vor allem bei reiner Gebrauchsliteratur wie Pilcher, King usw.)

Fazit: jeder hat zuviel Bücher, Personen wie Läden.

Dazu kommen öffentliche Bibliotheken, die aktuellen Lesestoff im Regal haben sollen und gleichzeitig Platzprobleme (vor allem in Grossstädten) haben. Es kann oft billiger sein, ein neues Buch zu kaufen als ein altes zu reparieren. Das teuerste aber ist die Arbeitszeit. Also werden Bücher rausgezogen und weggeworfen, denn alle anderen Aktionen wären zu aufwendig. (Ein ausführlicher Artikel über die Zustände bei den amerikanischen Bibliotheken hier http://www.cracked.com/article_19453_6-reasons-were-in-another-book-burning-period-in-history.html)
Weil es offensichtlich schlecht fürs Image wäre, redet keiner öffentlich darüber. Das ändert aber nichts daran, dass massenweise Taschenbücher im Altpapier landen - oder als Strassenbaustoff in Peru.

Ich verlasse mich auch auf bunte Labels, und sehe wie viel Zeit (und Reise) oft vergeht, bis doch ein begeisterter Eintrag kommt.

Es ist immer noch wesentlich weniger Zeit und Aufwand, sie über Bookcrossing freizulassen, als sie zu verkaufen.

Und ich kenne auch Fälle, wo jemand ein neues Buch geschenkt erhalten hat (mit Widmung, sorgfältig ausgesucht) und in kürzester Zeit das Buch weiterverkauft/ geschenkt/ getauscht wurde, weil es eben doch nicht passte oder kein Platz war. Also Garantien vor dem Müll gibt es leider nicht.
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... drei freigelassenen Büchern habe ich noch gezweifelt.
Seitdem lasse ich Bücher so frei, das ich (meist) die Reaktion der Finder beobachten kann ;-)
Das ist schon lustig genug. Anscheinend haben die meisten eine Art, hm, "Diebstahl-Gefühl". So richtig mit Umgucken, näher an das Objekt hertasten, einmal drumherum und dann "heimlich" einstecken... ;-)
Macht mir Freude...
Und prompt hatte ich neulich in einem Monat 2 Catches zu einem Buch... cool.
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... drei freigelassenen Büchern habe ich noch gezweifelt.
Seitdem lasse ich Bücher so frei, das ich (meist) die Reaktion der Finder beobachten kann ;-)
Das ist schon lustig genug. Anscheinend haben die meisten eine Art, hm, "Diebstahl-Gefühl". So richtig mit Umgucken, näher an das Objekt hertasten, einmal drumherum und dann "heimlich" einstecken... ;-)
Macht mir Freude...
Und prompt hatte ich neulich in einem Monat 2 Catches zu einem Buch... cool.


ich lasse die meisten Bücher am Bahnhof frei (an der bushaltestelle dort) und vom küchenfenster sehe ich wer es mitnimmt. Manchmal schicke ich meinen Mann schnell rüber eins ablegen und ich hocke am Fenster und warte bis es mitgenommen wird.. Das Verhalten der Leute ist manchmal wirklich erstaunlich.. Vom herumschleichen, ganz schnell einpacken, bis hin zu lautes brüllen "Da liegt ja ein Buch"
Neulich fuhren dort 5-6 Jugendliche auf Scatboarden rum.. da dachte ich ..oh nein jetzt werfen die es bestimmt weg.. NEIN einer der Jugendlichen hat es in seinen Rucksack gepackt.. Also sind die Jugendlichen doch nciht so wie man meistens denkt =)
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nach einem Jahr einen Eintrag


Bei mir hat sich gerade eins nach zwei Jahren aus Schottland gemeldet :-)

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http://www.ballycumber.de/---/die-journalquote/

(Anmerkung: Es fehler noch die Stats fuer Maerz, April und Mai und es liegen noch ca. 80 AF-Journals in meiner ToDoBox, die ich noch anonym eintragen muss (vom 23.5 bis 7.6) Wird aber erst ab naechste Woche geschehen befuerchte ich...)
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Seitdem lasse ich Bücher so frei, das ich (meist) die Reaktion der Finder beobachten kann ;-)

Oh ja, das macht richtig Spaß .... wobei bei meinen ersten 20 ausgesetzten Büchern war mir selbst das Aussetzen so total peinlich und hat mich so viel Überwindung gekostet, dass ich versucht habe die Bücher möglichst unauffällig zu hinterlassen, damit es ja niemand sieht.

Mittlerweile hat sich das total geändert. Da lege ich auch mal Bücher sehr auffällig direkt vor jemanden und wünsche ihm ggf. dazu noch einen schönen Tag.

Irgendwelche Statistiken führe ich nicht mehr. Am schlechtesten dürfte aber die Journal-Quote bei Büchern sei, die ich Freunden, der Familie schenke/mitgebe oder die sie sich aus meinem Bookcrossing-AVL-Regal in meinem Flur mitnehmen. Das finde ich echt schade.

Richtig ärgern tue ich mich darüber, dass die Wanderbücher, die ich in meinem Handarbeitsforum als eine Art Buchring anbiete, von den meisten keinen Eintrag bekommen. Die sind nämlich auch bei BC registriert und es steht in den Teilnahmebedingungen, dass man einen Eintrag bei BC hinterlassen soll (inkl. Bilderanleitung wie man einen Eintrag als AF macht).

Anfangs war mir nicht wohl bei der Überlegung, was wohl mit den Büchern geschieht, nachdem ich sie freigelassen habe. Aber andererseits weiß ich ja auch nicht, was mit ihnen passiert, wenn ich sie z.B. verkaufe.
Ich bin über Bookcrossing gestolpert, nachdem viele Bücher aussortiert hatte und sie versuchte per e-Bucht, Gebrauchtbuchverkaufsseiten und Flohmärkten zu verkaufen. Da steckte unheimlich viel Arbeit drin, so viel lies sich nicht verdienen und ich hatte tw. ziemlichen Ärger mit den Käufern. So daß ich dazu keine Lust mehr habe.

Also fing ich an, Bücher bei BC zu registrieren und auszusetzen oder gezielt weiter zu geben. Das ist wesentlich weniger Arbeit als sie zu verkaufen und bringt noch richtig Spaß. Bücher die ich wirklich sehr sehr gern hatte, gebe ich oftmals lieber gezielt weiter (Meet-ups, RABCK-Angebote über das Forum ...).
Leider vergesse ich immer so oft, mir Bücher zum Aussetzen mitzunehmen, wenn ich aus dem Haus gehe - obwohl ich extra ein Regal mit Aussetzbüchern im Hausflur stehen habe.

Das schlimme ist nur, dass ich gar keine nicht-BC-Bücher mehr lesen mag, weil es mir einfach fehlt am Ende einen Journaleintrag zu machen :(

Mittlerweile bin ich dabei, alle meine Bücher zu registrieren, weil ich nicht möchte, dass sie irgendwann einmal verkauft werden ... sie sollen so auf Reisen gehen dürfen!

Oft bin ich auf der Suche nach Bücherkisten, Flohmarktkisten mit Büchern ... damit ich wieder Material zu registrieren und Aussetzen haben. Oftmals bekommt man für den Preis von einem neuen Taschenbuch eine ganze Kiste aussortierter Bücher und das ist für mich so was wie ein Ü-Ei ;-)

Komischer Weise bekommen oftmals Bücher, bei denen ich lange überlegt habe, ob ich sie registriere oder doch der Altpapiertonne zuführen soll, am meisten Journaleinträge ... wahrscheinlich weil da die Versuch nicht zu groß ist, sie wieder zu Geld zu machen.

Und natürlich ist es für mich Ehrensache, dass ich "eingesperrte" BC-Bücher, die ich beim Stöbern in Sozial- oder Gebrauchtbuchläden finde, kaufe um sie wieder in die Freiheit zu entlassen!

Aussetztüten (Release-Bags) verbessern übrigens die Journalquote ungemein!
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Komischer Weise bekommen oftmals Bücher, bei denen ich lange überlegt habe, ob ich sie registriere oder doch der Altpapiertonne zuführen soll, am meisten Journaleinträge ... wahrscheinlich weil da die Versuch nicht zu groß ist, sie wieder zu Geld zu machen.


Genau das habe ich auch schon festgestellt. Neue Bücher machen sich auch gut im Regal.
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Aussetztüten (Release-Bags) verbessern übrigens die Journalquote ungemein!


Was für Tüten nehmt ihr da denn so? Zu kaufen gibt es ja anscheinend keine mehr. Ich nehme für Draußen immer ganz dünne Plastik-Frischhaltebeutel und klebe sie mit Tesa möglichst luftdicht zu; weil sie so dünn sind, sieht man das Label vorne auf dem Buch noch ganz gut. Oder hat jemand noch einen Tipp?
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Aussetztüten (Release-Bags) verbessern übrigens die Journalquote ungemein!


Was für Tüten nehmt ihr da denn so? Zu kaufen gibt es ja anscheinend keine mehr. Ich nehme für Draußen immer ganz dünne Plastik-Frischhaltebeutel und klebe sie mit Tesa möglichst luftdicht zu; weil sie so dünn sind, sieht man das Label vorne auf dem Buch noch ganz gut. Oder hat jemand noch einen Tipp?


Wenn gerade keine BC-bedruckten verfügbar sind:
Unbedruckte Druckverschlussbeutel aus dem Großhandel.

Der Hintergrund ist ein psychologischer Effekt: Einen Druckverschlussbeutel kann man zerstörungsfrei öffnen und wiederverschließen. Das verhindert einerseits, dass ein Finder, der nach einem Blick ins Buch doch kein Interesse mehr hat, es schutzlos liegenlassen muss, andererseits senkt es die Schwelle, erstmal reinzuschauen, was das denn so ist.

Druckverschlussbeutel gibts bei ibäh und diversen Versandhändlern in Hunderterpacks (oder auch 200 oder 500 oder 1000...) recht günstig - je nach Größe und Bestellmenge liegen 100 Stück zwischen 2 und 5 EUR. Als Größen empfehlen sich 160x220 mm für normale Taschenbücher, 180x250mm für die meisten Hardcover und dicke Taschenbücher, in 200x300mm passt dann fast alles rein. Folienstärke 50µ ist völlig ausreichend, stärker müssen sie nicht sein.

Zu den "dünnen Gefrierbeuteln": Gerade die dünnen Frühstücksbeutel (echte Gefrierbeutel sind niemals wirklich dünn) sind ja oft matt und damit eben nicht so gut. Normale Gefrierbeutel sind üblicherweise auf einer Seite bedruckt und auf der anderen klarsichtig.

Bei REWE gibt es auch bezahlbare ZIPlock-Gefrierbeutel der Hausmarke mit "Gleitverschluss" (Reissverschlussähnlich). Die kosten m.W. z.Z. 1,99 für 30 Stück der 3-Liter-Größe (die 1-Liter-Größe ist leider zu klein für normale Bücher) und sind nur auf einer Seite bedruckt. Man kann die bedruckte Seite also nach hinten drehen.

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Oh super, das klingt ja schon viel praktischer! Danke für die Tipps, ich werd mir die bei REWE mal anschauen und ansonsten ebay. :-)
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Oh super, das klingt ja schon viel praktischer!


ja, sie sind einfach zu verschließen und gut, um sie z.B. an Zaunspitzen oder Ästen aufzuhängen...

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http://www.bookcrossing.com/---/2563630/

Ich bin durch ein Buch zu Bookcrossing gekommen, das, sage und schreibe, gute fünf Jahre anscheinend auf dem selben Fleck gewartet hat. Gut, dass ich es gefunden habe! :-) Seitdem habe ich soviel Spaß bei Bookcrossing.

Zugegeben, am Anfang habe ich auch ganz aufgeregt auf Einträge gewartet und dann ist erst mal nichts passiert ... Aber ich denke, dass die meisten Bücher schon mitgenommen und gelesen werden. Und man freut sich umso mehr, wenn dann wirklich mal ein Eintrag kommt, aber dazu muss man schon mehr freilassen und etwas Geduld haben. Wenn ein Buch im Regal verstaubt, ist auch nichts gewonnen.

Eine Freundin von mir hat vor Jahren mal ein Bookcrossing-Buch gefunden. Seitdem steht es bei ihr zuhause im Regal. Die Idee fand sie spannend, und das Buch wollte sie ja vielleicht auch mal irgendwann lesen ... Leider konnte ich sie nicht überreden, einen Eintrag zu machen. (Den Grund habe ich auch nicht rausgefunden ... Sie ist ansonsten auch nicht schüchtern, was Internet angeht.) Hab dann irgendwann die BCID notiert und selbst ein Journal geschrieben.

Meine aktuelle Quote liegt übrigens bei ca. 18 %. Hab ich jetzt mal ausgerechnet. Ich hätte nämlich auch auf ca. 10 % geschätzt.

Edit: Mir fällt gerade noch ein, dass ich das berühmte Buch, das mich zu Bookcrossing gebracht hat, dann im Schwimmbad freigelassen hatte. Einen Eintrag hat es seither nicht mehr bekommen, aber als ich vom Schwimmen zurückkam, saß der Bademeister mit dem Buch in der Hand da und hat ganz interessiert den BC-Flyer, der bei mir schon mit drin lag, gelesen. :-))
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Ich habe schon Einträge nach einem oder drei Jahren bekommen. Schön ist es manchmal aber auch zusehen zu können, wie und dass die Bücher mitgenommen werden, auch wenn sie dann vielleicht keinen Eintrag bekommen.
Einen meiner schönsten Einträge in letzter Zeit hier für dich zum Trost:
http://www.bookcrossing.com/---/6828060/
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In einem der offiziellen (englischen) Newsletter vor einiger Zeit haben sie ein JE erwähnt, dass nach über 5 Jahren bei einem Buch gemacht wurde, dass bei den Niagara-Fällen ausgesetzt wurde. Die Schlussfolgerung des Artikelautors daraus war: Stell dir mal vor, wenn du vor fünf Jahren statt 10 doppelt so viele Bücher freigelassen hättest, dann hättest du viel mehr Chancen auf unerwartete Überraschungen durch spätere JEs. Betrachte die Bücher, die du freilässt, also als Samen, die nicht aufgehen müssen, aber können.
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... nach meinem ersten Wildrelease aufhören sollen Bücher freizulassen, da hatte ich nämlich noch eine Quote von 100 % ;-)
Wirklich wild lasse ich nur Bücher frei, die ich wirklcih loslassen kann. Bücher an denen mir liegt gebe ich auch lieber auf Meetups oder im Forum weiter. Ich habe auch schon ziemlich viele Bücher an Freunde oder Kolleginnen weitergegeben. Die waren zwar meistens begeistert, einen Eintrag gibt´s allerdings selten. Den ersten bekam ich von einer, die mit ihrem Computer regelmäßig auf Kriegsfuß steht, sie hat sich bei mir entschuldigt, daß es wohl nicht geklappt habe, zum Glück hatte ich den Eintrag schon gelesen und mich sehr drüber gefreut. Inzwischen war dasBuch schon in Uruguay, hat dort aber noch keinen Eintrag bekommen...
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…ob man wie ich mit Bookcrossing im Rahmen einer Entrümpelungsaktion anfängt. (Ich habe viel zu viele Bücher) oder ob die Verfolgung im Internet im Vordergrund steht.
Ich mache aus meinen echten wild Releases ja meistens so ne Art Kunstevent. Also: passenden Ort zum Buch suchen, Buch hübsch hindrapieren, Abschiedsfoto, anstatt das Buch einfach irgendwo hin zu klatschen. Da spielt dann der Eintrag eher eine untergeordnete Rolle. Trotzdem schön, wenn einer kommt.
Wenn ich Bücher im Bekanntenkreis weitergebe, ist die Resonanz auch eher mau. Keine Einträge und manche finden es auch eher befremdlich, wenn ich mal wieder mit Büchern um mich werfe. Aber ich habe mittlerweile trotzdem drei neue Bookcrosser aus meinem Bekanntenkreis herangezogen.
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Wenn ich Bücher im Bekanntenkreis weitergebe, ist die Resonanz auch eher mau. Keine Einträge und manche finden es auch eher befremdlich, wenn ich mal wieder mit Büchern um mich werfe. Aber ich habe mittlerweile trotzdem drei neue Bookcrosser aus meinem Bekanntenkreis herangezogen.


Genau diese Erfahrung habe ich auch gemacht, einige Male hat auch jemand etwas im Sinne von: "Ach, das ist ja viel Arbeit mit dem Internet" gesagt ich glaube viele scheuen sich nach wie vor Daten ins Netz zu geben und mistrauen sogar der "anonym- Geschichte"
Vielleich haben die ja sogar ein bischen Recht - ich nehme ein bischen Profit, das zum Beispiel Amazon aus meinem BC-vergnügen macht in Kauf...

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Ich hab Bookcrossing am Anfang auch als eine Art "Entrümpelungsaktion" gesehen. Ich hatte noch viele alte Bücher, die aus Platzgründen noch nicht mal im Regal standen, sondern ihr Dasein irgendwo in Kisten fristeten, und die hab dann zuerst vercrosst.

Für mich war es früher ganz normal, gelesene Bücher ins Regal zu stellen und aufzubewahren. Mittlerweile bewahre ich vorwiegend ungelesene Bücher auf, dazu einige wenige, in denen ich immer mal wieder was nachschlagen muss/will und signierte Exemplare. Ohne meinen MTBR wäre mein Bücherregal echt mager.

Ich finde es mittlerweile zu schade, Bücher, die andere lesen könnten, bei mir verstauben zu lassen. Wenn ich sie weitergebe/freilasse, habe ich zwar keine Garantie, dass ich einen Eintrag oder gar einen Kommentar über den Inhalt des Buches erhalte, aber es besteht ja immerhin die Möglichkeit, die ja von vorneherein ausgeschlossen ist, wenn sie bei mir im Regal bleiben.

Außerdem behalte ich die Bücher ja hier auf meinem virtuellen Shelf immer in Erinnerung. Ab und zu mach ich mir mal den Spaß, auf dem Shelf zu stöbern, wobei ich mich dann immer wieder an Bücher erinnere, die schon in Vergessenheit geraten waren. Wer weiß, ob ich so oft in der zweiten Reihe meines Bücherregals stöbern würde ...

Während meines Studiums hatte ich mir aus finanziellen Gründen fast gar keine Bücher angeschafft, sondern viel in Bibliotheken ausgeliehen. Vielleicht hat mich das ganz gut auf das Weggeben von Büchern vorbereitet. Nachdem ich sie nach Ende der Ausleihzeit zurückgegeben hatte, sind die ja auch auf immer und ewig "verschwunden" gewesen und leider auch auf keinem virtuellen Shelf verfügbar. Ich hab auch keine Listen geführt, was ich alles so gelesen habe.(Damit hab ich erst bei BC angefangen.)

Klar, es gibt immer mal Bücher, da tut's einem irgendwann leid, dass sie weg sind, weil man doch noch mal gerne reingeschaut hätte, aber im Internet wird ja heute soviel angeboten, dass man sich die alten Sachen bei Bedarf auch noch mal beschaffen kann.

Und noch ein Argument: Wenn ich daran denke, beim Umzug tonnenweise Bücherkisten zu schleppen - och, nö!
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... viel in Bibliotheken ausgeliehen. Vielleicht hat mich das ganz gut auf das Weggeben von Büchern vorbereitet. Nachdem ich sie nach Ende der Ausleihzeit zurückgegeben hatte, sind die ja auch auf immer und ewig "verschwunden" gewesen und leider auch auf keinem virtuellen Shelf verfügbar.


Geht mir auch so, da ich recht viel lese, habe ich mir auch Bücher in der Bibliothek geholt und natürlich musste ich diese Bücher danach wieder abgeben.
Als ich mit BC anfing, hatte ich der Bibliothek gerade einen Bananenkarton voller Bücher gespendet. Die ersten Bücher, die ich hier registriert habe, hatte ich extra für BC bekommen. Waren also nicht meine eigenen Bücher. Die kann ich auch ganz gut freilassen, da ich sie nicht lesen möchte.
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Wenn ich Bücher im Bekanntenkreis weitergebe, ist die Resonanz auch eher mau. Keine Einträge und manche finden es auch eher befremdlich (...)

Diese Erfahrung machen ja sehr viele - ich auch. Bei Büchern, die man an Unbekannte direkt weitergibt, sieht es genauso aus.

Ich habe inzwischen die Vermutung, dass _gerade_ die Nicht-Anonymität der direkten Weitergabe, und vielleicht sogar der persönliche Hinweis auf das erwünschte Journal vom Journalen abhält. Man fühlt sich dann nämlich unter Druck und unter Beobachtung. Man denkt spontan bei der Überlegung, was man jetzt schreiben sollte, und wann, nicht an das Buch - sondern an denjenigen, von dem man es bekommen hat, und will (unterbewusst) mindestens dessen vermutete Erwartungen erfüllen. Das hindert einen daran, einfach zwanglos an die Geschichte heranzugehen und mal einen "ich habs"-Eintrag zu machen. Könnte ja sein, dass der Vorbesitzer damit nicht zufrieden ist. Oder auch nach dem Lesen etwas dazu zu schreiben, was vielleicht nicht hundertprozentig positiv ist. Könnte ja sein, dass der Vorbesitzer das Buch ganz anders fand und... nein, lieber keine Diskussion.

Ein Zufallsfund ist prinzipiell dagegen anonym, und hat nicht so stark den Anschein einer Empfehlung. Da gehen die Menschen viel ungezwungener an BC als ganzes und an die Website heran, die Neugier überwiegt den empfundenen Erwartungsdruck.
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der gut zum Thema passt.

http://www.bookcrossing.com/---/4657881

Da stand ein Buch auch gut fünf Jahre irgendwo im Regal, bevor sich der Finder gemeldet hat.

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