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Journal Entry 1 by Benq from Köln, Nordrhein-Westfalen Germany on Tuesday, April 19, 2011
Weniger ist mehr! Nonstopp-Kommunikation, XL-Supermärkte und 24-Stunden-Shopping: Heute gibt es von allem mehr, als wir jemals nutzen oder genießen können. Trotzdem halten wir an einer uralten Überlebensstrategie fest: Immer noch mehr, mehr, mehr - auch wenn uns das krank, müde, übergewichtig und unzufrieden macht. In Wahrheit fehlt uns gar nichts - bis auf die Fähigkeit zu erkennen, wann es genug ist. Times-Journalist John Naish zeigt, wie wir die Reißleine ziehen und der Konsumtretmühle entkommen - für ein erfüllteres, gesünderes und glücklicheres Leben! ***************************************** Weil mir das Buch so gut gefallen hat und auch um es mir mal wieder etwas ins Gedächtnis zu rufen, macht sich dieses Buch als Ring auf die Reise! Ich hoffe, dass ihr Teilnehmer einen Gewinn aus diesem Buch ziehen und eine entspanntere Haltung einnehmen könnt, zu dem "Immer-mehr-haben-wollen" unserer Gesellschaft. Mitlesen werden: cappuccino21 Richter-Di Tshael tacx Es wäre ganz toll, wenn jeder nach dem Lesen noch kurz einen Eindruck vom Buch schreibt, mich interessiert sowas nämlich immer sehr. Vielen Dank!
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Journal Entry 8 by tacx at Wedding, Berlin Germany on Monday, October 29, 2012
Als ob ich noch keinen Überfluß an Büchern hätte, habe ich mir noch dieses schicken lassen: "Genug". Wie entkomme ich dem Überfluß, was für ein Hohn ;-). Ich versuche mal, genau dieses Wort häufiger mal zu benutzen und das zu genießen, was ich schon habe. Danke für den Ring, wird in kleinen Happen gelesen werden. Ich habe direkt mit dem Kapitel "Genug Essen" angefangen. Ich bin nicht immer einer Meinung mit den Autoren. Dieses zügellose Essen ist nur dann so krass, wenn man verlernt hat, auf seinen Körper zu hören. Ich selbst kann nicht ungebremst essen, wenn ich auch sehr viel in mich hineinstopfen kann. Zu fett, zu süß... meine Gelüste sind nicht zügellos, sondern sagen mir im Gegenteil, was mein Körper gerade braucht. Leere Kalorien sind es zumindest nicht. Ich bin ein Genußmensch geworden, schmecke, ob etwas mit viel Geschmacksverstärker oder Aromen produziert wurde. Meine Laune reagiert darauf, meine Zufriedenheit. Ich kann ncoh immer nicht am Duft der Bäckereien (oder eher Aufbäckereien) vorbeigehen, die Verlockung funktioniert, doch bei der Konfrontation hat mein Körper mittlerweile gelernt, daß er danach nicht zufrieden sein wird... Doch dazu braucht man Zeit. Und GENUG Zeit für sich, um das merken zu können, aber die kann man sich nur selbst geben ;-). Die Feststellung des "wollenden Menschen: Homo expetens" finde ich sehr reizvoll. Voller Neugier und dem Drang, besitzen zu wollen, streift der Mensch weiter: was ist hinter dem Hügel? Das Gras auf der anderen Seite des Zauns ist grüner... Das deckt sich mit meinem Essensdrang. ich möchte immer wieder etwas anderes schmecken, möchte Neues entdecken und dabei spüren, ob es mir guttut... also ob es mich "high" gemacht hat *schmunzel*. Ups, da kommt gerade noch etwas auf mich zu: Das Hirn scheint laut dem Buch anfälliger für qualvolles Sehnen zu sein, als für das mögen, also das dort bleiben, wo man sich wohl fühlt. Und in Menschenmengen essen wir schneller, mehr und länger (das kenne ich von zu Hause, wenn zur begrenzten Entenbrustmenge gerufen wurde), passen uns aber auch deren Gewohnheiten an. Unterschiedliche Geschmäcker - mehr Nahrungsvielfalt, aber leider auch mehr im Magen. dabei noch die Entscheidung, wann Essen dran ist, zu bestimmten Zeiten, die heilig sind. Das gilt auch über die Hast, die Menge an Informationen... erholsam ;-). Mehr Tageslicht! ... mmh, das wäre mal wieder was! Tut auch so gut, und läßt einen weniger für den Winter anhorten *kicher*. Und gut und ausgeruht schlafen hilft, das Gefühl für das Essen wieder ins reine zu bringen. Doch: das Buch ist ein echter Gewinn, auch wenn ich vieles kenne und bei menachem nicht direkt einverstanden bin: es bringt mich dazu, wieder darüber nachzudenken! Dez12: ich habe jetzt nochmal weitergelesen. Es ist anstrengend, wenn man den Inhalt beherzigen möchte und doch liest es sich einfach flüssig und gut. Ich denke, daß ich mir dieses Buch wohl einfach kaufen werde, um den Gedanken des "Genug" in mein Leben integrieren zu lernen. Feb13: So, jetzt habe ich wirklich "genug" vom Buch, erstmal. Es hing hier aber nun lange genug, ich habe eine Menge mitgenommen... was ich noch immer nicht so recht in Worte fassen kann... Ein paar PostIts ziehren nun das Buch, aber die nehme ich jetzt auch wieder raus. s.29: Das Gehirn bekommt als Belohnung beim Lernen einen Opium-Kick als Anreiz, auch etwas zu wagen, als Balance für Angst und Neugier. S94: Kunst aus der sexuellen Werbung des Mannes, neue Gegenstände zeugten in der Steinzeit von Kreativität, Intelligenz und Können... heutzutage ist es einfach das Kaufen, das allerdings nicht mehr befriedigt - ein wesentlicher Punkt beim Besitzen wollen und nicht das Besitzen der Werkzeuge, um sich selbst wieder die benötigten Dinge herstellen zu können. !!! Und der Promi-Effekt, der unsere Angst schürt, nicht dazuzugehören, abgelehnt zu werden, die uns zu wahnwitzigen Aktionen treibt. Jetzt merke ich gerade, daß ich das Buch wirklich nochmals und auch nochmals langsamer lesen sollte. Die Parallelen in die reale Welt fallen mir gerade beim Schreiben massiv auf. S164: Woher kommt die Annahme, daß gößere Auswahl noch irgendetwas Neues bringen wird... außer die quälende Arbeit der Entscheidung, die aber schon nicht mehr rational geschehen kann bei solch einer Menge an Informationen. ... ein hervorragendes Buch, das langsam und mit viel Reflektion gelesen werden sollte. Wie im letzten Effekt beschrieben ist die Informationsfülle sonst so groß, daß alles an einem vorbeirauscht.
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