
|
Journal Entry 5 by Elli94 at Wien Bezirk 07 - Neubau, Wien Austria on Thursday, April 28, 2011
Das Buch klingt als wäre es etwas für mich und meine beste Freundin. Bleibt vorerst bei mir. Ich werde es im Dezember im Rahmen der Assoziationschallenge lesen und zwar zu dem Oberbegriff "Yeti" Yeti: Der erinnert mich an den Winter, an den Schnee, an Berge und verschneite Wälder und an weißte Wölfe. Die Autorin heißt Wolff. Eigene Meinung: Lilian Knebel wird der Hexerei angeklagt. Der Grund: Zusammen mit Cäcilie verbreitet sie eine Pille, nein, nicht irgeneine Pille, sondern DIE Pille, mit der man die Zeugung von Kindern verhindert kann. Ehe sie sich versehen landen die beiden im Kerker, werden aber relativ schnell wieder herausgeholt und plötzlich befinden sie sich auf einer Flucht und es kommen immer mehr komische Leute zu ihnen dazu. Unter anderem Robin Hood und auch Lilians Kuh, die mault, wenn sie kein Hirschgeweih tragen darf. Mit einer immer größer werdenen Truppe aus verrückten Charakteren ist es gar nicht so einfach zu flüchten. Geschweige denn nicht aufzufallen ... Zuerst dachte ich es sei eine Parodie auf 'Die Nebel von Avelon', aber das trifft nicht ganz zu. Es ist besser. Viel besser - es ist eine Parodie auf die Geschichte. Wenn man sich für Geschichte interessiert und alles ernst nimmt, sollte man wahrscheinlich die Finger von diesem Buch lassen, denn da kommen die Ereignisse mit mehrere hundert Jahren Abstand, zusammen mit mythischen Gestalten bereits innerhalb weniger Monate zusammen. Die Pille wird erfunden, Penicillin hilft gegen die Pest, Martin Luther rennt herum und versucht die Kirhce abzufackeln und Valeria, eine sexsüchtige Gräfin, erfindet den Dildo des Mittelalters. Ich habe gelacht bei diesem Buch und es sehr, sehr genossen. Begonnen habe ich es Anfang Dezember, nach hundert Seiten habe ich es aber nicht mehr weitergelesen, aber warum kann ich nicht sagen. Jetzt, Ende Dezember, dachte ich mir ich habe es noch gar nicht beendet und hatte plötzlich ein starkes Verlangen nach Lilian und ihren Erlebnissen. Nach dem geschichtlich, fantastischen Buch, obwohl ich weder geschichtliche noch fantastische Bücher mag. Die letzten Seiten habe ich verschlungen, obwohl ich den Schluss nicht gelungen finde. Es passiert zu viel und vorallem zu viele Ereignisse, es wird noch viel unglaubwürdiger undich weiß nicht ob ich das mit der Königin von England begutheißen soll. Auch, dass Lilian am Ende heiratet, finde ich nicht gut. Ich mag den Typ nicht. Aber das ist Ansichtssache und nimmt den Buch auch nur einen Punkt weg, denn das ist das einzige, was mich gestört hat. Die Charaktere sind ziemlich bunt gemsicht und es gibt für jeden etwas dabei. Jedoch kommen sie gegen Ende zu kurz. Es sind so viele, dass nicht mehr über alle ausführlich berichtet werden kann, was ich ein wenig schade finde. Sehr amüsant fand ich Valeria, das muss ich sagen, auch wenn sie teilweise nervig war. Cäcilie mochte ich wegen ihrer Art, und ihrem Namen. Bertram mochte ich nur am Anfang des Buches, dann wurde er mir zu spießig und zu ernst. Zu verbittert und er wuchs mit dem Verlauf des Buches auf - von einem kleinen ängstlichen Jungen zu einem großen, achtgebenden Mann. Wenn ihr mich fragen würdet welche die beste Szene ist, da beste Erlebnis, dann könnte ich das gar nicht beantworten, weil es so viele gab. Das schlechteste war auf jeden Fall das mit Moby Dick - ich fand das ein wenig unnötig. Aber wie schon oben erwähnt verlief für mich das Ende nicht gerade positiv ab. Was mich wundert ist, dass Lilians Hexerei zu kurz kommt. Anfangs noch stark präsent, nimmt sie im Laufe der Geschichte ab. Ich glaube die Autorin war leicht überfordert. Gegen Ende wird es noch einmal erwähnt, aber ehrlich gesagt hätte man das gleich weglassen können. Das Cover finde ich sehr gelungen und ansprechend. Vorallem die geringelten Strümpfe - fidne ich super, dass es das Bild ist, was im Buch beschrieben wird. Und den Titel habe ich nach dem Buch auch verstanden, man kann ihn auf mehrere Arten interpretieren. Entweder wegen der Lilian Knebel, also könnte man auch zu dem Titel sagen "Lilian aus Mavelon" oder aber weil die Gruppe gejagt wird und sie in Mavelon gefoltert werden und sie das sehr lange verfolgt. Folgendes habe ich bei Amazon entdeckt und ich teile genau diese Ansicht!: Wie man aus den vorangegangenen Rezensionen sehen kann, teilen sich die Meinungen über Die Knebel von Mavelon. Völlig zu Recht, meiner Meinung: Die Herkunft des Humors ist zu 90% sarkastischer Art, und das ist sicherlich nicht jedermanns Geschmack. Die Geschichte spielt in der Vergangenheit, was man jedoch nicht allzu deutlich merkt, da zahlreiche neuartige Erfindungen wie die Pille oder Penicillin ihren Platz finden. Zudem tauchen viele bekannte Persönlichkeiten wie Martin Luther, Robin Hood oder Moby Dick auf. Um zu meiner persönlichen Bewertung zu kommen, möchte ich sagen, dass ich mich wirklich sehr über diesen Roman amüsiert habe. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen oder lesen, ohne zu lachen. Der Grund meiner positiven Bewertung ist sicherlich mein etwas sonderbarer Humor, der mit dem des Buches übereinstimmt. Sollte es Ihnen ähnlich gehen wie mir und Sie fangen bei den verrücktesten Sachen an zu lachen, müssen Sie sich das Buch kaufen; bevorzugen Sie jedoch Romane mit höheren Ansprüchen und Spannung, wird ihre Bewertung ähnlich wie die vorherigen mit nur wenigen Sternen ausfallen. Alles in allen ist es reine Geschmackssache, ob Sie sich amüsieren oder total gelangweilt sein werden ;-) Wer Geschichte anders erleben will, sollte unbedingt dieses Buch lesen! Schiebt die Realität beseite und schenkt dem Buch kein Tröpfchen Glauben. Es ist chatotisch, abenteuerlich, phantasievoll und eine einzige Lügengeschichte, aber ich fand es großartig!
|