corner corner Friedvoll siegen. Die Kraft der Beharrlichkeit

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Friedvoll siegen. Die Kraft der Beharrlichkeit
by Mahatma Gandhi | Philosophy
Registered by wingmoerschenwing of Braunschweig, Niedersachsen Germany on 2/12/2011
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Journal Entry 1 by wingmoerschenwing from Braunschweig, Niedersachsen Germany on Saturday, February 12, 2011

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Kurzbeschreibung lt amazon:

Die hier gesammelten Lehren und autobiographischen Zeugnisse der 'großen Seele' Indiens zeigen, daß Toleranz, Wahrhaftigkeit, Güte und Mitgefühl stärker sind als die Macht der Waffen. In dieser Einheit von Wort und Tat liegt das Geheimnis seiner Überzeugungskraft und der zeitlosen Gültigkeit seiner Gedanken.  


Journal Entry 2 by wingmoerschenwing at Braunschweig, Niedersachsen Germany on Saturday, February 12, 2011

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Released 6 yrs ago (2/13/2011 UTC) at Braunschweig, Niedersachsen Germany

CONTROLLED RELEASE NOTES:

Wird zum Braunschweiger BücherBrunch ins "Dialog" mitgebracht!

Viel Spaß beim Finden, Lesen oder Querlesen, Weitergeben!

Das Deutsche Forum sorgt für Gute Unterhaltung!

http://www.bookcrossing.com/forum/14 


Journal Entry 3 by Manorainjan at Braunschweig, Niedersachsen Germany on Friday, February 18, 2011

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Ich habe es mir mitgenommen, weil Gandhi eines der Vorbilder für Marshall B. Rosenberg war und weil es von und nicht über Gandhi ist.
Ich finde es sehr interessant.
Mir war vorher klar, dass Gandhi nicht halb so gewalt-frei war, wie man immer glaubt.
In den ersten Kapiteln erfährt man, weil Gandhi in schonungsloser offenheit über sich selbst berichtet, immer der "Wahrheit verpflichtet", wie er sein Frau bevormundet hat.
Und wie er der "traditionellen" hinduistischen, aber völlig falschen Vorstellung von Brahmacarya aufgesessen ist, die auch er als "Enthaltsamkeit" im Sinne zölibatäre Lebens interpretiert.

Dazu zitiere ich mal aus: "Ein Führer zu menschlichem Handeln"

" Brahmacarya

Die korrekte Bedeutung von Brahmacarya ist, mit Brahma verbunden zu bleiben.

„Brahme Vicaran'am' Brahrnacaryam"

Immer, wenn ein Mensch eine Arbeit verrichtet oder gedenkt, diese Arbeit äußerlich zu erledigen, betrachtet er das Objekt, mit dem er in Kontakt kommt, als eine grobe, begrenzte Einheit. Weil aber der Geist fortwährend danach trachtet, materielle Dinge zu erlangen, wird er von materiellen Dingen so in Anspruch genommen, daß sein Bewußtsein selbst grob wird. Die Bedeutung der Ausübung von Brahmacarya besteht darin, die Objekte, mit denen man in Kontakt gerät, als verschiedene Ausdrücke Brahmas zu behandeln, und nicht als rohe Formen. Durch eine solche Vorstellung wird der Geist, obwohl er von einem Ding zum anderen wandert, nicht von Brahma abgelenkt, weil das
kosmische Gefühl für jedes Ding vorhanden ist. Daraus ergibt sich, daß Preya Sa'dhana' (eine nach außen gerichtete Annäherung) umgeformt wird zu Shreya Sa'dhana' (eine nach innen gerichtete Annäherung) und Ka'ma' umgeformt wird zu Prema (Preya bedeutet die Anziehung an grobe materielle Objekte, während Shreya die Anziehung der letzten Realität bedeutet. Ka'ma' steht für das Verlangen nach begrenzten Objekten und Prema für das Verlangen nach dem Großen).

Viele interpretierten Brahmacarya als Zurückhaltung des Samens. Es sollte daran erinnert
werden, daß keiner der beiden Wörter Brahma und Carya irgendeine Beziehung zu dem Wort Samen haben. Darüber hinaus ist sogar physiologisch solch eine Zurückhaltung des Samens illusorisch.
Außer infolge einer Krankheit in bestimmten Drüsen oder durch die Anwendung von gewissen Prozeduren ist es nicht möglich, solch ein Brahmacarya auszuüben, es sei denn, man verstümmle sich. Es ist sicherlich richtig, daß, wenn die natürliche Bedeutung von Brahmacarya akzeptiert wird (das heißt die kosmische Wesenheit in jedem Objekt zu empfinden), Kontrolle im menschlichen Leben notwendig ist. Aber solche Kontrolle beinhaltet nicht, die Gesetze der Natur zu mißachten.
Kontrolle würde bedeuten, sich genau an die Gesetze der Natur zu halten. Die Verhinderung des Samenausstoßes durch spezielle Methoden oder das Verhindern der überschüssigen Bildung von Samen durch Fasten, wird gewöhnlich als Brahmacarya bezeichnet. Für jene, die nicht verheiratet sind, ist das sogenannte Brahmacarya (das nicht wirklich Brahmacarya ist) von gewisser Bedeutung, denn es reduziert die Möglichkeit sexueller Erregung und verhindert so das Entladen, welches nach einer Erregung während des Wachens, Schlafens oder Träumens vorkommen kann. Denn wenn es keine Neubildung überschüssigen Samens gibt, besteht auch kein körperliches Verlangen, diesen zu Verschwenden. Weitere Betrachtungen werden jedoch zeigen, was dieses sogenannte Brahmacarya wert ist. Ist die Verhinderung der Bildung überschüssigen Samens und der Verlust überschüssigen Samens nicht ein und dasselbe? Alles, was gesagt werden kann, ist, daß die erste Alternative gut für den Unverheirateten ist, und die zweite gut für den Verheirateten.

Personen, die durch verschiedene Arten der Unterdrückung die Entladung des Samens
verhindern wollen, müssen negative Reaktionen auf Körper und Geist erleiden. Ihre Körper werden grob, und es mangelt ihnen an Glanz. Aus der Unterdrückung des sexuellen Verlangens resultieren andere Verlangen, besonders der Arger nimmt eine spezielle Form an. In alten Zeiten wurde nur die richtige Bedeutung von Brahmacarya anerkannt. Später, als die Gesellschaft von Intellektuellen beherrscht wurde, hatten die sogenannten Mönche die vollständige Ausbeutung übernommen. Wenn es einem gewöhnlichen Bürger erlaubt worden wäre, spirituell tätig zu sein, hätten sie die Maschinerie der Ausbeutung, auf die sie so stolz waren, sogleich verloren. Wird der gewöhnliche Mensch von spirituellen Idealen inspiriert, dann entwickelt sich auch seine Vernunft. Darum mußte
die Bevölkerung unterdrückt werden, damit man sie ausbeuten konnte. Furcht- und
Minderwertigkeitskomplexe mußten den Menschen eingeimpft werden; sie wurden hilflos gehalten.
Die Mönche wußten, daß die ausgebeutete Masse aus gewöhnlichen weltlichen Menschen bestand, die meist verheiratet waren. Sie erklärten das Ausstoßen des Samens für anti-religiös, und damit waren sie in der Lage, ihre Ziele ohne Schwierigkeiten zu verfolgen. Das Ergebnis trat auch prompt ein. Einfache weltliche Menschen begannen zu denken, daß sie durch das Führen einer Ehe einen schwerwiegenden Fehler und eine abscheuliche Sünde begingen. So wurde das ursprüngliche Brahmacarya verdreht. Die Mönche hingegen achteten auf Ehelosigkeit und waren ihnen daher weit überlegen. Die sogenannten Mönche zogen Vorteile aus der Situation und hatten die Gesellschaft ohne Schwierigkeiten ausbeuten können. Ob diese Mönche wirklich keinen Samen ausschütteten, kann durch Argumente nicht entschieden werden. Das kann nur durch einen medizinischen Test bewiesen werden. Ohne Zweifel könnten viele dieser sogenannten Mönche diesen Test nicht bestehen." 


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