Haduvig im Kreuzgang
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Haduvig im Kreuzgang
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Released 2 yrs ago (12/12/2009 UTC) at OBCZ-Heuschober/Unionkreuzung in Linz, Oberösterreich Austria WILD RELEASE NOTES:
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Released 2 yrs ago (12/19/2009 UTC) at given personally, a fellow bookcrosser -- Controlled Releases CONTROLLED RELEASE NOTES:
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"Haduvig Sturm war ein Sonntagskind. Dies war die Ursache, dass ihr die seltsamsten Zufälle zu begegnen pflegten, solche, die sich dem vernünftigen, ursächlichen Zusammenhang der sichtbaren Welt in keinerlei Weise einfügen lassen. Sie brauchte nur nachts aus dem Fenster zu sehen, und sie ertappte den uralten Glockenturm der Ennerichskirche auf einem einsamen Tänzlein im altmodisch schleifenden Walzerschritt, wobei er den goldfarbenen Mondschein wie ein Ballkleid um seinen verwitterten Leib gehängt hatte. ... Alle diese Dinge fanden wegen ihrer offenbaren Unzweckmäßigkeit wenig Glauben bei den meisten Leuten, denen Haduvig sie vortrug, obgleich ihre braunen Augen sich im Erzählen vor Ernst und Eifer verdunktelten und ein unverkennbares Spiegelbild innerer Unschuld und Aufrichtigkeit in die zweifelstolze Welt strahlten. ..."; Ich muss sagen, ich habe selten ein Buch mit ähnlich umständlicher und blumenreicher Sprache gelesen wie dieses, wobei der Einstieg noch relativ erträglich erschien. Selbst die Werke, die noch ein ganzes Jahrhundert älter sind (dieses stammt aus dem Jahr 1897), lesen sich flüssiger und sind prägnanter formuliert, ohne gleichermaßen süßlich-schwülstig zu wirken. Ricarda Huch ist ohne Zweifel eine herausragende Dichterin, dennoch finde ich es schwer, ihrer Sprache zu folgen, ohne die Geduld zu verlieren. Mehrmals war ich nahe daran, das wirklich nicht umfangreiche Buch entnervt beiseite zu legen, weil sowohl die Verniedlichungen als auch die später auftretenden (in meinen Augen) strapazierenden Dialoge äußerst anstrengend wurden. Es ist schwer, dieses Buch einzuschätzen, denn wären nicht zwischendurch immer einmal wieder Lichtblicke in Form von vollendeten Wendungen aufgeblitzt, hätte die Lektüre zur Quälerei werden können. Schlimm empfand ich die deutlich zur Schau getragene Bigotterie und vor allem die bildhafte Symbolik im zweiten Teil, als die "gute" protestantische der "alten und bösen" katholischen Kirche gegenüber gestellt wurde, noch dazu in banalster und fragwürdigster Weise. Den Gipfel der Inkonsequenz bildet für mich das Happy End und es kommt mir beinahe ketzerisch vor, der großen, alten Dame der deutschen Dichtkunst vorzuhalten: Dies war kein Meisterwerk. |
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Released 1 yr ago (8/21/2010 UTC) at Wien - irgendwo / Vienna - somewhere, Wien Austria CONTROLLED RELEASE NOTES:
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Released 5 mos ago (12/2/2011 UTC) at Café Einstein (OBCZ) in Wien Bezirk 01 - Innere Stadt, Wien Austria WILD RELEASE NOTES:
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Released 5 mos ago (12/2/2011 UTC) at Café Einstein (OBCZ) in Wien Bezirk 01 - Innere Stadt, Wien Austria WILD RELEASE NOTES:
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