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Blutendes Land
by Ismael R. Mbise | Literature & Fiction
Registered by Torgin of Mülheim an der Ruhr, Nordrhein-Westfalen Germany on 9/12/2009
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Journal Entry 1 by Torgin from Mülheim an der Ruhr, Nordrhein-Westfalen Germany on Saturday, September 12, 2009

8 out of 10

Klappentext: Blutendes Land ist der Roman einer kollektiven Erinnerung an die Lebenszeit von drei Generationen einer Familie: der des tanzanianischen (sic!) Autors Ismael R. Mbise. Er gestaltet seine Geschichte weitab von europäischen Literaturtraditionen, er erzählt sie den Afrikanern. Es ist die brutale Geschichte vom Hereinbrechen der Kolonialherren und ihre Wirkung auf Selbstgefühl und Identität seiner Landsleute in einem Dorf des Meru-Stammes. Es ist auch die nicht weniger böse Geschichte der neuen Herren, der freien Regierungen nach der Unabhängigkeit.
Den europäischen Leser, der sich auf diesen Roman einläßt, erwartet ein herber literarischer Genuß. Die Wahl der Szenen, der Umgang mit historischen Fakten, die beunruhigenden Erzählungen an den Nachtfeuern, des Autors gnadenlose Beschreibung der deutschen und englischen Kolonialherren – all das ist nicht leicht konsumierbar, sondern erfordert Eindringen in die Mentalität der Betroffenen, der Afrikaner.

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Vielleicht bin ich dafür inzwischen einfach schon zu „trainiert“ was afrikanische Literatur angeht, aber mir würden spontan durchaus einige Romane einfallen, die einen europäischen Leser vor größere Verständnisprobleme stellen dürften als dieser hier. Denn im Grunde ist es eine ganz einfache Geschichte, die sich leider zu oft und auf allen Kontinenten wiederholt hat: Der Europäer kommt mit seinem beschränkten Weltbild und Vorstellungsvermögen irgendwohin, benimmt sich wie der der Elefant im Porzellanladen, stiehlt, mordet, demütigt und wundert sich dann, warum er von den so Behandelten erschlagen wird. Ist ja auch wirklich nicht nachvollziehbar *rolleyes*

Die Hintergründe speziell des Kampfes der Meru um ihr Land waren mir bekannt, da ich mich mit den Jahren zwischen dem Zweitem Weltkrieg und der Unabhängigkeit Tanganyikas (= Festlands-Tansania) schon mal intensiv beschäftigt habe. Daher war ich doch froh, daß das Nachwort auch noch die Folgegeschichte zu Mbises Roman kurz zusammenfaßt und damit einen größeren Kontext liefert. Das macht das Verhalten der britischen Verwaltung und auch der Vereinten Nationen um keinen Deut besser, aber es hinterläßt beim Leser vermutlich ein etwas besseres Gefühl.
 


Journal Entry 2 by Torgin at Oberhausen, Nordrhein-Westfalen Germany on Thursday, September 23, 2010

This book has not been rated.

Reist in einem Dankeschön-Paket zu holle77. 


Journal Entry 3 by wingholle77wing at Selm, Nordrhein-Westfalen Germany on Tuesday, September 28, 2010

This book has not been rated.

Heute angekommen, vielen Dank!

 


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