corner corner Das glückliche Leben des jungen Esteban

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Das glückliche Leben des jungen Esteban
by Santiago Gamboa | Literature & Fiction
Registered by Torgin of Mülheim an der Ruhr, Nordrhein-Westfalen Germany on 9/1/2009
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status (set by Elli94): to be read


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Journal Entry 1 by Torgin from Mülheim an der Ruhr, Nordrhein-Westfalen Germany on Tuesday, September 01, 2009

7 out of 10

Der Ich-Erzähler Esteban Hinestroza wurde zum Jahreswechsel 1965/66 in Bogotá geboren und erzählt im folgenden seine Lebensgeschichte. Die Familie zieht zunächst nach Medellín, weil die Eltern dort an der Universität arbeiten, später geht es zurück nach Bogotá. Damit verbunden sind natürlich Wechsel der Schule und des Freundeskreises. Das Leben in Kolumbien wird auch durch einen längeren Aufenthalt in Italien unterbrochen, wohin die Familie in Folge von Stipendien für die Eltern für eine Weile zieht. In einem künstlerisch und geisteswissenschaftlich interessiertem Umfeld entdeckt Esteban früh seine Liebe zur Literatur, so daß er später ein Philologiestudium aufnimmt, das ihn auch nach Madrid führt. Dort intensiviert er auch seine eigenen schriftstellerischen Bemühungen.


Das ganze scheint in Ansätzen autobiographisch zu sein, jedenfalls gibt es einige Parallelen zu Gamboas Leben. Inwieweit das typisch kolumbianisch ist, kann ich nicht beurteilen. Allerdings hatte ich schon den Eindruck, daß es eher nicht das Durchschnittsleben ist, das die Familie führt. Im Hintergrund laufen immer auch die politischen Ereignisse mit, Präsidentschaftswahlen, Attentate, die Ausbreitung der Guerillas. Auch die Verleihung des Literaturnobelpreises an García Márquez taucht natürlich auf. Was mich etwas irritierte: Manchmal schien mir das Alter des Erzählers, von dem er gerade berichtete, und seine Handlungen nicht zusammenzupassen. Er müßte mit ungefähr 14 schon einiges an Alkohol getrunken haben, wogegen die Eltern – so wie sie hier insgesamt dargestellt wurden – eigentlich Einspruch hätten erheben müssen, und er hätte in dem Alter auch schon eine feste Freundin gehabt, mit der er geschlafen hat. Das kam mir dann doch etwas arg frühreif vor. Aber von solchen Kleinigkeiten abgesehen war es durchaus unterhaltsame Lektüre. 


Journal Entry 2 by Elli94 at Wien Bezirk 07 - Neubau, Wien Austria on Monday, January 02, 2012

This book has not been rated.

Danke, auch dieses Buch war Bestand eines tollen Bücherpakets!

Ich habe es noch nicht gelesen, klingt aber ganz interessant, aber zu deinen Punkten die den frühen Alkoholkonsum und den Beischlaf mit seiner Freundin betreffen: Mich wundert das gar nicht. Warum? Weil man das immer wieder hört. Ich weiß (noch) nicht in welcher Zeit das Buch spielt, aber wenn ich an die heutige Zeit denke, ist das gar nicht so ungewöhnlich. Die heutigen Jugendlichen sind wirklich sehr frühreif. Man muss nur an die Komasäufermeldungen und an die schwangeren Teenager denken.  


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