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Im Tal von San Gabriel
by Julio Ramón Ribeyro | Literature & Fiction
Registered by Torgin of Mülheim an der Ruhr, Nordrhein-Westfalen Germany on 8/28/2009
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status (set by SJJ-315643): to be read


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Journal Entry 1 by Torgin from Mülheim an der Ruhr, Nordrhein-Westfalen Germany on Friday, August 28, 2009

8 out of 10

Klappentext: Der Roman dieses peruanischen Dichters eröffnet dem deutschen Leser einen tiefen Einblick in eine ihm bislang fremde Welt.
Ein Sommeraufenthalt bei Verwandten auf der in einem großartigen Anden-Hochtal gelegenen Hazienda San Gabriel wird einem Heranwachsenden zur entscheidenden Phase seiner Jugend. Nur scheinbar herrschen auf dem weitläufigen Besitz noch patriarchalische Zustände, beruhen das abwechslungsreiche Leben und die großzügige Gastfreundschaft auf einem sicheren Daseinsgefühl. Dem naiv kritischen Blick des jungen Besuchers enthüllt sich die Brüchigkeit dieses Lebens: Die Familie die Onkels, die weiteren Verwandten, die Bediensteten, die auf dem Gut oder in der höher gelegenen Bergwerksmine arbeitenden Indios – sie alle sind von einem unaufhaltsamen moralischen und gesellschaftlichen Auflösungsprozeß ergriffen.
Inmitten dieser Welt zerbröckelnder Ordnungen erlebt der junge Gast die quälende Leidenschaft zu seiner Kusine, einem reizvollen, amazonenhaften Wesen, dem er sich immer wieder zu entziehen versucht. Die Verlobungsfeier dieses Mädchens mit einem ungeliebten Mann wird zum dramatischen Höhepunkt des von vielfältigen Spannungen erfüllten Romans.
Unverrückbar, hart und großartig umgrenzen die Berge der Anden den Schauplatz gesellschaftlicher und persönlicher Wandlungen, die ineinandergreifen und vom Autor Zug um Zug intensiver gestaltet werden. Ribeyros straffe Handlungsführung und küstlerische Gestaltungskraft geben dem Roman internationalen Rang.

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Dieser Klappentext beschreibt hervorragend, was den Roman ausmacht. Ich habe ein Faible für Gesellschaftsporträts in Form von Familiengeschichten, vor allem, wenn sie den Abstieg und Untergang einer Familie mit einer gewissen Unausweichlichkeit beschreiben. Damit hat Ribeyro bei mir den Nerv genau getroffen, denn den ganzen Roman über hatte ich nie das Gefühl, daß einer der Protagonisten im Rahmen seiner Disposition unlogisch handelte oder anders hätte handeln können, um das tragische Ende zu verhindern. Der junge Mann, der als Ich-Erzähler die Ereignisse des Sommers rückblickend reflektiert, bildet dabei keine Ausnahme, wenn er sie in einer unaufgeregten, aber bezwingenden Sprache berichtet.
 


Journal Entry 2 by SJJ-315643 on Tuesday, March 16, 2010

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